Technik

Eine App ist schuld iPhone-Nutzer klagen über gesperrte Apple-ID

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(Foto: iFun.de)

Bei vielen iPhone-Nutzern wird offenbar grundlos die Apple-ID gesperrt und sie können sich nicht in ihrem Konto anmelden. Sie sind keine Opfer von Hackern, sondern eine beliebte App ist schuld an der Misere.

In den vergangenen Stunden haben sich immer mehr iPhone-Nutzer in Blogs und Foren gemeldet, deren Apple-Konto offenbar völlig grundlos gesperrt wurde. Sie sehen eine Meldung auf dem Display mit dem Hinweis, dass die ID aus Sicherheitsgründen gesperrt worden sei. Sie sollen ihre Identität neu bestätigen, um sie zu entsperren.

Ein Betroffener berichtete "iFun.de", er sei gezwungen gewesen, sein iCloud-Passwort über den Recovery Key zurückzusetzen: "Der Prozess ist mehr als nervig. Man muss x-mal das neue Password am iPhone eingeben. Einige Male kommt dennoch eine Fehlermeldung. Am Mac das gleiche Spiel. Und am Ende kommen irgendwelche iMessages am Mac nicht an, weil man nochmal separat in der Nachrichten App sich ab- und wieder anmelden muss."

"iFun.de" hat recherchiert und auf Reddit Nutzer-Kommentare entdeckt, die darauf hinweisen, dass die beliebte E-Mail-App Spark etwas mit den Problemen zu tun haben könnte. Das Blog vermutete daraufhin einen Fehler beim Abgleich der Konten auf neue E-Mails. Spark-Entwickler Readdle nutzt dafür Cloud-Server von Amazon.

"Keine Sicherheitslücke"

Inzwischen hat sich das Unternehmen auf Twitter zu den Problemen geäußert. Tatsächlich scheint Spark der Auslöser zu sein. Readdle betont, dass kein Hackerangriff stattgefunden habe und es kein Datenleck gäbe. Eine Umstellung auf schnellere Server für die Einführung einer Mac-Version der App könne die Sicherheitsalgorithmen der iCloud auf den Plan gerufen haben. Wann die Probleme vollständig beseitigt sind, hat Readdle noch nicht mitgeteilt.

Spark gilt als komfortabler Ersatz für Apples Mail. Unter anderem kann die Alternative Push-Nachrichten bei Gmail-Konten versenden, was die vorinstallierte Lösung verweigert. Dafür muss Spark aber den E-Mail-Verkehr über Server umleiten und teilweise Login-Daten der Nutzer speichern. Bei Gmail oder Outlook genügen anonyme OAuth-Tokens. Readdle betont auf einer Info-Seite, dass sowohl die verwendeten Amazon-Server als auch Datenverkehr und gespeicherte Informationen sicher verschlüsselt seien.

Quelle: ntv.de, kwe