Corona bremst Welthandel weiterDer globale Containerstau will nicht enden Die im Suezkanal feststeckende "Ever Given" hielt die Welt tagelang in Atem. Dafür, dass die globalen Warenströme bis heute immer noch massiv gestört sind, ist sie aber nicht verantwortlich. Das Problem sitzt viel tiefer. Bevor die Corona-Pandemie besiegt ist, dürfte sich auch der Welthandel kaum vollständig erholen. 04.01.2022
Von 0 auf 100 MillionenWie Container die Welt erobertenAls vor über 40 Jahren die ersten Frachter mit bunten, hoch gestapelten Stahlboxen auf Reisen gehen, nimmt diese Art des Transports kaum einer ernst. Heute sind Container aus dem Welthandel nicht mehr wegzudenken. Kaum einer kann sich noch vorstellen, wie es ohne ging.28.12.2021Von Bastian Hosan
Wie stark steigen die Preise?Hohe Frachtkosten geben Inflation noch mehr SchubRund 90 Prozent der weltweiten Waren werden auf dem Seeweg verschifft und jeder einzelne Container kostet acht bis zehn Mal so viel wie vor der Pandemie. Über kurz oder lang werden Importeure und Unternehmen diese Preise an die Verbraucher weitergeben.10.12.2021
Engpässe verknappen AngebotKaffeepreise steigen auf 10-Jahres-HochAuch Kaffeehändler bleiben von Engpässen nicht verschont. Aus Angst, am Ende leer auszugehen, kaufen Unternehmen momentan laut Experten Bohnen "für den Fall der Fälle" - und greifen dabei gern auf Futures zurück. Das treibt nicht nur den Preis, sondern hat auch Auswirkungen auf Landwirte.08.12.2021
Kleidung, Kürbiskerne, KarossenArtikel aus Millionen Containern werden verramschtIm Lieferketten-Chaos werden viele Waren an ihrem Bestimmungsort plötzlich zu billigem Strandgut. Weil Termine verstrichen sind, verweigern die Adressaten die Annahme. Für Verwertungsfirmen ist es die Gunst der Stunde: In Frachthäfen herrscht Flohmarktstimmung.01.12.2021
90 Prozent weniger DatenpunkteFrachter vor China verschwinden vom RadarAusgerechnet in der geschäftigen Vorweihnachtszeit droht das Lieferketten-Chaos noch schlimmer zu werden. Containerschiffe vor China können plötzlich nicht mehr geortet werden. Was bedeutet das? Und wer oder was steckt dahinter? 26.11.2021
Chaos auf den Weltmeeren"Ein Schiff ist wie ein schwimmendes Lager"An den Warenumschlagplätzen der Welt staut es sich. Frachter werden nicht entladen, Container sind knapp und die Häfen in China haben keinen Strom. "So eine Situation hat bislang noch keiner erlebt", sagt Hapag-Lloyd-Expertin Kühnbaum. Das Ganze "summiert sich zu einer gewaltigen Verspätung".14.11.2021
CO2-neutral bis 2050Schifffahrt setzt sich ehrgeizige KlimazieleDie weltweite Seeschifffahrt ist für den Handel unabdinglich, zugleich aber alles andere als klimafreundlich. Die Reeder drücken nun aufs Tempo und wollen bis 2050 kein CO2 mehr ausstoßen. Das Problem: Alternativen zu fossilen Treibstoffen sind in der Branche noch Mangelware.03.11.2021
Container-Umschlag steigernNur gemeinsam sind Häfen wettbewerbsfähigMit Rotterdam, Antwerpen und Danzig ist die Konkurrenz groß. Um mit den ausländischen Containerhäfen mithalten zu können, müssen sich Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven etwas einfallen lassen. Eine Kooperation der Häfen könnte den Container-Umschlag deutlich steigern. Doch man ist sich uneinig.28.10.2021
Abfertigung in wichtigen HäfenUngeduldige Schiffe verursachen MangelwareSchuhe, Möbel, Elektronikgeräte - viele Konsumgüter brauchen aktuell ewig von der Fabrik in Asien in europäische Läden. Teilweise fast doppelt so lange wie vor der Corona-Krise. Das Problem ist der Schiffsverkehr, sagt eine Ökonomin im ntv-Podcast "Wieder was gelernt".11.10.2021Von Christian Herrmann