Am höchsten jüdischen FeiertagAngriff auf Synagoge in HannoverGut 150 Menschen versammeln sich in der Synagoge in Hannover um Jom Kippur zu feiern, den höchsten jüdischen Feiertag. Gegen Ende des Gottesdienstes hören die Besucher Glas klirren: Eines der Fenster des Gotteshauses ist eingeworfen worden. Das war kein Kinderstreich, ist sich der Gemeindevorsitzende sicher. 06.10.2022
Für Neujahrsfest Rosch HaschanaZehntausende Juden pilgern trotz Krieg in die UkraineDie ukrainische Stadt Uman ist für ultraorthodoxe Juden ein wichtiger Pilgerort. Trotz der Warnung von Behörden wegen des Krieges reisen etwa 23.000 Chassiden zum Grab von Rabbi Nachman, um das Neujahrsfest zu begehen. "Wir sind Sirenen gewöhnt", sagt ein israelischer Pilger. "Wir fühlen uns recht sicher."25.09.2022
Bewegende Rede im BundestagHerzog will deutsch-israelische Partnerschaft vertiefenSein Vater erzählte ihm von der "Hölle auf Erden", nun besucht Herzog das Land der Mörder. Im Bundestag spricht er über das komplizierte deutsch-israelische Verhältnis. Wohl auch mit Blick auf den Nahost-Konflikt führt er aus: "Nie haben wir Kritik gefürchtet, nie haben wir Kritik unterbunden."06.09.2022
Auf Entschädigung geeinigtOlympia-Hinterbliebene sollen 28 Millionen bekommenSeit Jahrzehnten wird um eine angemessene Entschädigung gerungen: Vor 50 Jahren ermorden palästinensische Terroristen jüdische Sportler bei den Olympischen Spielen in München. Nun sollen die Hinterbliebenen insgesamt 28 Millionen Euro erhalten.31.08.2022
Holocaust-Gedenktag 2023Bund plant erstes Gedenken an queere NS-OpferNoch nie gab es ein Bundestags-Gedenken eigens an Opfer der NS-Zeit, die wegen ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität ermordet wurden. Wie Bundestagspräsidentin Bas nun verkündet, soll der kommende Holocaust-Gedenktag 2023 erstmals queere Opfer in den Mittelpunkt stellen.22.07.2022
"Train isn't going to Auschwitz"Deutsche Bahn hängt jüdische Kunst wieder abMit ihrem Kunstwerk will Yohana Hirschfeld die Gefühle sichtbar machen, mit denen Juden an deutschen Bahnhöfen konfrontiert sind. Doch trotz Genehmigung wird es von der Deutschen Bahn wieder abgehängt und eine Anzeige gegen Hirschfeld erstattet. Die Bahn spricht von einem internen Fehler.13.07.2022
Michael Wolffsohn zur DocumentaFluch und Segen des AntisemitismusWas die Macher der Kasseler Documenta nicht verstanden haben: Antisemitismus führt zur Selbstdemontage. Dafür gibt es eine ganze Reihe historische Beispiele, vor allem aus der deutschen Geschichte.02.07.2022Ein Gastbeitrag von Michael Wolffsohn
"Abscheuliche" DarstellungScholz geht diesmal nicht zur DocumentaMit deutlichen Worten distanziert sich der Bundeskanzler von dem umstrittenen Banner auf der Documenta. Das Werk war wegen antisemitischer Symbole und einer Welle der Empörung abgebaut worden. Der Schritt sei "völlig richtig und angemessen" gewesen, sagt eine Regierungssprecherin.22.06.2022
Antisemitische Symbole gezeigtMinisterin fordert Aufklärung des Documenta-Skandals"Das hätte nicht passieren dürfen", sagt die Generaldirektorin der Documenta und entschuldigt sich, dass auf der Kunstausstellung antisemitische Inhalte zu sehen waren. Hessens Kunstministerin nimmt die Organisatoren in die Pflicht. Sie hat einen Verdacht, warum es so weit kommen konnte.22.06.2022
Nach Antisemitismus-VorwürfenUmstrittenes Documenta-Banner wird verdecktEin Soldat mit Schweinsgesicht und Davidstern auf einem Documenta-Gemälde sorgt für Aufregung. Die Messe und die verantwortlichen Künstler einigen sich deshalb, das umstrittene Werk zu verdecken. Es werde zu einem "Denkmal der Trauer über die Unmöglichkeit des Dialogs", so die Künstler.20.06.2022