Herero und Nama dagegenGenozid-Abkommen ist in Namibia hochumstrittenJahrzehntelang hat Deutschland den Völkermord an den Herero und Nama nicht als solchen anerkannt. Die Verhandlungen über ein Abkommen dazu dauerten fünf Jahre. Doch gelöst ist der Konflikt nicht.22.09.2021Von Annika Brohm
Detektivarbeit in MuseenRaubkunst zurückgeben? Nicht so einfachFast das gesamte afrikanische Kulturerbe befindet sich nicht in Afrika, sondern in europäischen Museen. Seit Jahrzehnten wird gefordert, Afrika die geraubte Kunst zurückzugeben. Doch wenn es um Raubkunst geht, stehen Museen nicht nur vor politischen, sondern auch ganz praktischen Problemen.15.08.2021Von Silvia Soyter
Genozidgespräche mit Namibia"Aussöhnung ist uns Deutschnamibiern wichtig"Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Namibia stockt, die Nachfahren der Opfer des Völkermords lehnen das Verhandlungsergebnis ab. Wie sehen die Deutschsprachigen im Land den Konflikt? Fragen an Harald Hecht, den Chef des Forums Deutschsprachiger Namibier.08.08.2021
"Opfer von Kolonialismus"Historiker fordert Impfstoff-Hilfen für NamibiaDer Kolonialismus-Forscher Jürgen Zimmerer hält es für ein "Gebot historischer Gerechtigkeit", dass Deutschland Namibia im Kampf gegen Corona unterstützt. Das südafrikanische Land leide unter seiner kolonialen Geschichte und akutem Impfstoffmangel. 04.07.2021
Wirbel um Oxford-UniversitätAbgehängtes Queen-Porträt wird PolitikumDer Bildungsminister nennt den Vorgang "absurd", Vertreter der Universität sprechen von "freier Meinungsäußerung": Ein Porträt der Queen aus dem Jahr 1952 wird aus einem Gemeinschaftsraum in Oxford entfernt. Studierende sehen darin ein Zeugnis der unrühmlichen britischen Vergangenheit.09.06.2021
Vereinbarte Summe "nicht genug"Namibia kündigt weitere Zahlungen Berlins anDie Einigung Deutschlands und Namibias auf ein Versöhnungsabkommen stößt bei Vertretern der Herero und Nama auf scharfe Kritik. Vizepräsident Nangolo Mbumba versucht, die Bevölkerung zu beschwichtigen und stellt weitere Zahlungen Berlins in Aussicht.04.06.2021
Queen mit SonderrechtenBericht heizt royale Rassismus-Debatte anEin Zeitungsbericht heizt die Debatte zu Rassismus in der britischen Königsfamilie weiter an. Bei der Auswahl der Angestellten im Buckingham-Palast soll auf Hautfarbe und Herkunft geachtet worden sein. Eine Ausnahmeregel für die Queen soll den Vorgang in den 1960er-Jahren erst möglich gemacht haben.02.06.2021
Der Völkermord wird anerkannt"Eine tiefsitzende, schwere Verletzung"Nach jahrelangem Widerstand hat Deutschland sich bereit erklärt, den Völkermord an den Herero und Nama als das zu bezeichnen, was er tatsächlich war: als Völkermord. Heidemarie Wieczorek-Zeul hat dies schon vor 17 Jahren gemacht. Ein Interview.29.05.2021
Herero lehnen Einigung ab"Es ist schmerzhaft, wirklich schmerzhaft"Nach jahrelangen Verhandlungen erkennt Deutschland die Verbrechen an Herero und Namibia zwischen 1904 und 1908 als Völkermord an - und verspricht als "Geste der Anerkennung" einen Milliardenbetrag. In Namibia sorgt die Einigung für gemischte Reaktionen. 28.05.2021
Kolonialzeit im heutigen NamibiaDeutschland erkennt Völkermord anIn der Zeit des deutschen Kaiserreichs gehen Kolonialtruppen brutal gegen Volksgruppen im heutigen Namibia vor. Nun erkennt Deutschland die damalige Tötung von etwa 75.000 Menschen als Völkermord an. Bundespräsident Steinmeier wird um Vergebung bitten. Geld soll fließen.28.05.2021