Wirtschaft

Langfrist-Prognose rauf Airbus hebt dank Asien ab

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Airbus gewinnt weiter an Höhe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit einem Bedarf von fast 28.000 neuen Fliegern rechnet Airbus in den kommenden 20 Jahren. Damit liegt die neue Prognose der EADS-Tochter noch über dem bereits hohen bisherigen Ausblick. Es geht um Flugzeuge im Wert von 3,5 Billionen Dollar.

Ermutigt von der wachsenden Nachfrage in Asien schätzt der europäische Flugzeugbauer Airbus die Geschäftsaussichten optimistischer ein. In den kommenden 20 Jahren sei weltweit mit einem Bedarf von 27.800 Flugzeugen im Wert von 3,5 Billionen Dollar zu rechnen, teilte Airbus in seiner jährlichen Langfrist-Prognose mit. Damit hob der Boeing-Rivale seine Schätzung um 8 Prozent an.

"Die Zahl der Menschen, die fliegen wollen oder müssen, wird weiter zunehmen", erläuterte Airbus. Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum werde der Bedarf steigen. Die Flotte der Fluggesellschaften werde sich von 15.000 Maschinen bis 2030 auf 31.500 mehr als verdoppeln.

Dabei würden auch zahlreiche ältere Flugzeuge durch modernere und sparsamere Maschinen ersetzt. Auch der Trend zu größeren Maschinen werde sich fortsetzen, um mit der steigenden Nachfrage im Luftverkehr Schritt zu halten.

Luftfahrt-Boom hilft

Derzeit profitieren sowohl Airbus als auch US-Konkurrent Boeing von dem wachsenden Luftverkehr. Beide Flugzeugbauer fahren ihre Produktion hoch, um die prall gefüllten Auftragsbücher abzuarbeiten. Viele Airlines kauften sparsamere Flugzeuge, um Kosten zu senken. Allerdings wirft die europäische Schuldenkrise und die Sorge vor einem Rückfall der USA in die Rezession Schatten auf die Branche.

Airbus zufolge wird die Luftfahrt zyklische Effekte abfedern können. Da Flugzeuge oftmals erst Jahre nach der Bestellung ausgeliefert werden, zehrten die Flugzeugbauer während der Finanzkrise von Aufträgen aus der Boom-Phase kurz zuvor. 

Quelle: n-tv.de, rts