Wirtschaft

Im "sowjetischen Rhythmus" Bau von russischen Atomreaktoren boomt

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Rosatom-Technik findet reißenden Absatz.

(Foto: Rosatom)

Während in Deutschland die Energiewende den Atomkraftwerken den Wind aus den Segeln nimmt, wird andernorts fleißig in die Kernkraft investiert. Atomreaktoren aus Russland sind der Renner.

Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima und ihre Folgen sind noch nicht aus den Köpfen, da erlebt Russland einen wahren Atomboom. Die Order für neue Reaktoren hätten sich verdoppelt. Derzeit würden 9 Meiler in Russland und 20 weitere im Ausland gebaut, sagte der Leiter der Atomenergieagentur Rosatom, Sergej Kirjenko. Über Verträge für den Bau von 40 weiteren Reaktoren im Ausland werde derzeit verhandelt. Erst im Dezember erhielt Rosatom den Auftrag zum Bau des Kernkraftwerks Hankivi 1 in Finnland.

Während die Atomkraft in Deutschland und anderen Ländern auf dem Rückzug ist, hat die Kernenergie in Russland Hochkonjunktur. Die Konstruktion neuer Kraftwerke laufe mit einem "sowjetischen Rhythmus", sagte Kirjenko. Drei Anlagen auf russischem Boden sollten noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

Derzeit produzieren in Russland 33 Reaktoren in 10 Kraftwerken Atomstrom. Sie liefern einen Anteil von 16 Prozent des gesamten Stroms. Ein großer Teil der Anlagen stammt aus den 1970er und frühen 1980er Jahren - also aus der Zeit vor der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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