Wirtschaft

Gemeinsames Rüstungsprojekt Berlin und Paris entwickeln neuen Kampfjet

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Zwei Eurofighter-Jets der deutschen Luftwaffen donnern über den Himmel.

(Foto: picture alliance / Cynthia Verna)

Derzeit setzt die Bundeswehr auf den Eurofighter, die französische Armee auf ihre Rafale-Maschinen. Langfristig wollen beiden Seiten gemeinsam ein neues Kampfflugzeug entwickeln. Die Vereinbarung unterzeichnen Airbus und Dassault Aviation in Berlin.

Airbus und Dassault Aviation haben ein Grundsatzabkommen über die Entwicklung eines neuen deutsch-französischen Kampfflugzeuges vereinbart. Auch bei weiteren Rüstungsprojekten wollen die Flugzeugbauer zusammenarbeiten. Das gaben beide Unternehmen auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA) bekannt. Das gemeinsame Programm soll demnach auch Drohnen und Kommunikationsinfrastruktur umfassen.

Airbus und Dassault bündeln ihre Kräfte zur Entwicklung und Produktion des europäischen Kampfflugzeugs der Zukunft, hieß es in einer Erklärung von Dassault-Chef Eric Trappier und Airbus-Rüstungsvorstand Dirk Hoke. "Wir sagen unseren Verteidigungsministerinnen, unseren politisch Verantwortlichen: Wir sind bereit."

Die Flugzeuge sollen demnach um das Jahr 2040 in Produktion gehen und längerfristig den Eurofighter der Bundeswehr und die Rafale-Maschinen der französischen Luftwaffe ersetzen. Grundsätzlich hätten sich die Regierungen auf die Kernaufgaben des neuen Kampfjets geeinigt, hieß es von Airbus und Dassault. Die Flugzeugbauer warten demnach darauf, dass die deutsche und die französische Regierung die Details des Programms klären. Das soll nach Angaben aus Bundeswehrkreisen ebenfalls während der derzeit stattfindenden Berliner Luftfahrtausstellung geschehen. Ein entsprechendes Dokument solle am Rande der ILA unterzeichnet werden, hieß es.

Das Projekt ist schon länger im Gespräch: Im vergangenen Juli hatten sich Deutschland und Frankreich grundsätzlich auf die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets verständigt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre französische Kollegin Florence Parly wollen die ILA am Donnerstag gemeinsam besuchen.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/rts

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