Wirtschaft

Durstige müssen mehr zahlen Carlsberg erhöht Preise

Die höheren Gerstenpreise zwingen den dänischen Braukonzern Carlsberg zum Handeln. Seine Kunden müssen für ihr Bier ab 2011 mehr berappen. Im dritten Quartal verzeichnen die Dänen einen ordentlichen Gewinnanstieg. Grund ist das gut laufende Osteuropa-Geschäft.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der dänische Bierbrauer Carlsberg rechnet mit weiter schwierigen Geschäften in West- und Nordeuropa und sieht für das kommende Jahr eine Kostenwelle auf sich zurollen. Da 2011 die Preise für Gerste stiegen und damit die Herstellung teurer werde, müsse das Unternehmen die Verkaufspreise anheben, teilte der weltweit viertgrößte Braukonzern mit.

Für den wichtigen russischen Markt zeigte sich der dortige Marktführer für den Rest des Jahres zwar etwas optimistischer als zuletzt. Carlsberg-Aktien verloren dennoch kräftig.

Für das abgelaufene dritte Quartal wiesen die Dänen einen Anstieg des operativen Gewinns um 26 Prozent auf umgerechnet rund 447 Millionen Euro aus. Im wichtigen Osteuropa-Geschäft, zu dem auch Russland zählt, habe es insgesamt eine leichte Erholung gegeben. Zudem habe Carlsberg im Sommer vom guten Wetter und einer damit höheren Nachfrage profitiert.

Anleger sind unzufrieden

Carlsberg mit dem gleichnamigen Bier sowie den Sorten San Miguel oder Kronenbourg macht mehr als die Hälfte seiner Umsätze in Westeuropa. Allerdings gelten diese Märkte mittlerweile als weitgehend gesättigt.

Als Wachstumstreiber hat sich der Konzern den russischen Markt sowie Asien ausgesucht. In Russland hat die Erhöhung der Alkoholsteuer die Geschäfte seit Jahresbeginn aber belastet. Carlsberg hat dort zuletzt Marktanteile verloren, ist mit 39 Prozent aber noch Marktführer.

Analysten sagten, die Entwicklung des Geschäfts in Osteuropa sei verglichen mit der Konkurrenz enttäuschend. Für Anleger sei zudem die Erwartung steigender Kosten und höherer Preise negativ, erklärte Gerard Rijk von ING.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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23.04.09