Wirtschaft

Malta hui, Spanien pfui Eurozone baut Schulden ab

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19 der 28 EU-Staaten gehören der Eurozone an.

picture alliance / dpa

Sowohl die Euroländer als auch die EU-Staaten senken 2017 ihre Defizitquoten und Gesamtschulden. Klassenprimus ist Malta, aber auch Griechenland wirtschaftet erneut im grünen Bereich. Spanien und Portugal markieren die Schlusslichter.

Sieben von 19 Euroländern haben vergangenes Jahr einen Haushaltsüberschuss erzielt. Die besten Daten kamen laut der Statistikbehörde Eurostat aus dem Inselstaat Malta, der ein Plus von 3,9 Prozent im Staatsbudget aufwies. Aber auch der langjährige Krisenstaat Griechenland konnte mit 0,8 Prozent den zweiten Überschuss in Folge vermelden.

Hinter Malta wiesen Zypern (1,8 Prozent) und Luxemburg (1,5 Prozent) die größten Überschüsse auf. Deutschland kam mit einem Plus von 1,3 Prozent auf den vierten Platz in der Eurozone. Mehr ein- als ausgegeben haben 2017 auch die Niederlande und Litauen. Slowenien legte Eurostat zufolge einen ausgeglichenen Haushalt vor.

Das größte Haushaltsdefizit verzeichnete in der Eurozone Spanien mit 3,1 Prozent. In Portugal betrug das Minus 3,0 Prozent. Mit Frankreich (minus 2,6 Prozent) und Italien (minus 2,3 Prozent) meldeten die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Eurozone ebenfalls große Defizite. Auch Belgien, Estland, Irland, Lettland, Österreich und die Slowakei legten vergangenes Jahr kein ausgeglichenes Budget vor.

Schuldenstand geht zurück

Die Neuverschuldung in der 19 Staaten umfassenden Eurozone sank dennoch 2017 von 1,5 auf 0,9 Prozent. Der öffentliche Schuldenstand ging im Vergleich zu 2016 von 89 Prozent auf 86,7 Prozent zurück. Ähnlich war die Entwicklung in der EU. Die Neuverschuldung der 28 Staaten sank binnen Jahresfrist von 1,6 Prozent auf 1,0 Prozent. Der öffentliche Schuldenstand ging von 83,3 Prozent auf 81,6 Prozent zurück.

Das Land mit dem größten Schuldenberg blieb trotz der guten Entwicklung Griechenland. Er lag laut Eurostat im vergangenen Jahr bei 178,6 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit gut zwei Prozentpunkte unter dem Wert von 2016. Es folgten Italien (131,8 Prozent), Portugal (125,7 Prozent), Belgien (103,1 Prozent) und Spanien (98,3 Prozent).

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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