Wirtschaft

Verkauf von Mazda-Anteilen Ford nimmt sich zurück

Ford wird in Kürze nicht mehr der größte Aktionär beim japanischen Autokonzern Mazda sein. Die Amerikaner reduzieren ihren Anteil drastisch. Die von Ford verkauften Papiere gegen an rund zehn Unternehmen.

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Ford hatte 1996 noch mehr als 33 Prozent bei den Japanern.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Der US-Autokonzern Ford trennt sich von mehr als zwei Dritteln seiner Anteile am japanischen Partner Mazda. Wie Mazda bekanntgab, reduzieren die Amerikaner ihre Beteiligung von derzeit 11,0 auf 3,5 Prozent. Damit bleibe Ford jedoch einer der größten Anteilseigner bei Mazda. Beide Unternehmen setzten auch nach dem Verkauf der Anteile ihre strategische Partnerschaft fort.

Japanischen Medienberichten zufolge wollen rund zehn Unternehmen, darunter Mazdas wichtigste Bank Sumimoto Mitsui Banking, die Anteile von Ford übernehmen. Das Geldinstitut ist derzeit zu 2,9 Prozent an Mazda beteiligt und plant nach Angaben der Finanzzeitung "Nikkei" den Anteil auf fast vier Prozent aufzustocken. Damit würde Ford erstmals seit 31 Jahren seinen Titel als größter Anteilseigner bei Mazda abgeben.

Ford war 1979 mit 25 Prozent zum größten Aktionär des japanischen Autobauers geworden. 1996 hatten die Amerikaner ihren Anteil auf 33,4 Prozent aufgestockt und die Kontrolle über das Management bei Mazda übernommen. Im Zuge seiner Umstrukturierung reduzierte Ford seine Beteiligung 2008.

Die beiden Handelshäuser Sumitomo Corp und Itochu Corp hätten ebenfalls entschieden, einen Anteil von jeweils etwas mehr als einem Prozent an dem heimischen Autobauer von Ford zu kaufen, meldeten Medien.

Quelle: ntv.de, dpa