Wirtschaft

"Werden nicht zurückstecken" Kanada revanchiert sich für US-Strafzölle

imago0095632273h.jpg

Schon 2018 hatte es in den USA Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada gegeben.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

US-Präsident Trump kündigt Zölle auf kanadisches Aluminium an und nur einen Tag später kommt die Antwort. Man werde "nicht eskalieren", aber eben auch nicht zurückstecken, sagt die kanadische Vize Freeland und verspricht Zölle auf US-Waren in Milliardenhöhe.

Einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle auf den Import von kanadischem Aluminium ausgerufen hat, kündigte Kanada neue Gegenzölle an. "Wir werden nicht eskalieren und wir werden nicht zurückstecken", sagte die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland am Freitag. Kanada werde "entschieden und stark" in der Verteidigung seiner Aluminium-Branche agieren und auf US-amerikanische Produkte im Volumen von rund 3,6 Milliarden Kanadischen Dollar Zölle einführen, sagte Freeland.

Das entspricht rund 2,3 Milliarden Euro. In den nächsten dreißig Tagen soll eine Liste mit möglichen Gütern diskutiert werden, hieß es weiter. Trumps Strafzölle seien "unnötig, ungerechtfertigt und vollständig inakzeptabel", sagte Freeland. "Kanadisches Aluminium ist elementar für die US-Industrie, inklusive der US-Militär-Industrie."

Trump hatte seine Exekutivorder am Donnerstag beim Besuch einer Waschmaschinen-Fabrik in Ohio angekündigt und geklagt, Kanada nutze die Vereinigten Staaten aus. Schon 2018 hatte es in den USA Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada und Mexiko gegeben, diese waren aber im Folgejahr aufgehoben worden. Gegner kritisieren, dass durch die Zölle Produkte für US-amerikanische Firmen und Konsumenten im Inland teurer würden.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa