Wirtschaft

Reederei beugt sich dem Druck Maersk boykottiert den Iran

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Eine Containerschiff der Maersk-Reederei.

(Foto: REUTERS)

Schiffe der größten Containerflotte der Welt laufen iranische Häfen nicht mehr an. Wichtiger als das Geschäft mit dem Iran seien gute Beziehungen zu den USA, betont das dänische Unternehmen.

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Im Zuge der weltweiten Sanktionen gegen den Iran läuft die weltgrößte Container-Reederei Maersk Line keine Häfen in der Islamischen Republik mehr an. Dies sei gestoppt worden, sagte eine Sprecherin der zu Moeller-Maersk gehörenden Reederei. Es handele sich um "eine pragmatische Entscheidung". Die Vorteile, die sich aus einer Einschränkung der Geschäfte mit dem Iran ergäben, überwögen die Nachteile. Wichtiger seien gute Handelsbeziehungen mit den USA.

Die Vereinten Nationen, die USA wie auch die EU haben zuletzt ihre Sanktionen verschärft, um den Iran im Atomstreit zu einem Entgegenkommen zu bewegen. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Atomwaffen zu arbeiten.

Der Iran transportiert einen Großteil seiner Importe mit Hilfe von Containerschiffen und Frachtern. Obwohl Nahrungsmittel und Gebrauchsgüter nicht von den Sanktionen betroffen sind, schränken viele westliche Firmen ihren Handel mit der Islamischen Republik immer stärker ein. Die im Atomstreit von den Vereinten Nationen, den USA und der EU verhängten Sanktionen haben zuletzt einen Verfall der Landeswährung Rial ausgelöst und zu Protesten geführt.

Quelle: n-tv.de, jga/rts

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