Wirtschaft

Milliarden-Gewinnmarke fast erreicht Munich Re startet fulminant

3bit0246.jpg3391550534156552818.jpg

(Foto: dpa)

Eine geringere Anzahl von Schadensfällen freut einen Versicherer. Von dieser Tatsache profitiert auch der weltgrößte Rückversicherer Munich Re. Das Dax-Unternehmen erreicht im abgelaufenen Quartal einen großen Gewinnzuwachs. Über den Erwartungen bleibt auch Hannover Rück.

Einen Jahresauftakt nach Maß hat Munich Re hingelegt: Unterm Strich verdiente der Dax-Konzern im ersten Quartal diesen Jahres 979 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 782 Millionen Euro gewesen. Den hervorragenden Start verdankt der weltweit größte Rückversicherer nach Prämieneinnahmen der Tatsache, dass es keine größeren Schäden gab, bei denen der Konzern hätte einspringen müssen.

In Folge dieser Entwicklung verbesserte sich auch die Schaden-Kosten-Quote der Münchener auf 85,7 Prozent - 8,9 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Konkurrent Swiss Re, der in der vergangenen Woche Zahlen vorgelegt hat, war jedoch noch besser. Die Schweizer drückten dank geringer Schäden ihre Schaden-Kosten-Quote drastisch von fast 85 auf 72,4 Prozent. Hannover Rück, die ebenfalls über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal berichtet hat, konnten ihre Schaden-Kosten-Quote von 96,8 auf 94 Prozent verbessern. Je niedriger diese Quote ist, desto profitabler arbeitet der Konzern in diesem Segment.

Nicht ganz so glänzend schneidet Munich Re beim Anlageergebnis ab. Hier geht der Gewinn um fast 11 Prozent auf 2 Milliarden Euro zurück. Den Rückgang begründet das Unternehmen damit, dass die laufenden Zinserträge sanken und die Anlagen der Fonds für die fondsgebundene Lebensversicherung weniger stark als im Vorjahr an Wert zulegten. Zudem hatten die Münchener bereits angekündigt, dass sie weniger Gewinne realisieren wollen, um weiterhin von den hohen Zinsen und entstandenen Bewertungsreserven aus alten Anlagen zu profitieren.

Für das Gesamtjahr 2013 ist Munich Re zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden können. Der Rückversicherer peilt einen Konzerngewinn von annähernd 3 Milliarden Euro an. Außerdem rechnen die Münchener unverändert mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 50 und 52 Milliarden Euro.

Hannover Rück über den Erwartungen

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück startete trotz ausgebliebener Naturkatastrophen mit weniger Gewinn ins Jahr. Nachdem ein Jahr zuvor unrealisierte Kapitalgewinne das Ergebnis ungewöhnlich stark nach oben getrieben hatten, ging der Überschuss diesmal um 15 Prozent auf 221 Millionen Euro zurück.

Damit übertraf das Unternehmen knapp die Erwartungen der Analysten. Für Vorstandschef Ulrich Wallin ist das Ergebnis ein "erster erfolgreicher Schritt" auf dem Weg zum geplanten Jahresgewinn von rund 800 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ/dpa

Mehr zum Thema