Wirtschaft

Geringe Inflationsgefahr Preisniveau bleibt stabil

Das Statistische Bundesamt gibt beim Thema Inflation weiter Entwarnung. Binnen Jahresfrist verteuert sich die Lebenshaltung im Juni um 0,9 Prozent. Im Vergleich zum Mai sind es nur 0,1 Prozent. Nach EZB-Definition herrscht damit Preisstabilität in Deutschland.

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Keine Bewegung bei Nahrungsmittelpreisen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Preise für Waren und Dienstleistungen in Deutschland steigen wieder langsamer. Binnen Jahresfrist verteuerte sich die Lebenshaltung um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung bestätigte. Gedämpft wurde die Teuerung von billigerem Erdgas, während Mineralölprodukte deutlich stärker zu Buche schlugen.

Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,1 Prozent an. Nach Definition der Europäischen Zentralbank herrscht damit Preisstabilität. Die Notenbanker sehen stabile Preise bei Werten bis knapp zwei Prozent gewährleistet. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte am Donnerstag, dass die Preisentwicklung moderat bleiben wird. Vor allem am Binnenmarkt sei der Inflationsdruck niedrig.

Die Preise für Mineralölprodukte lagen deutlich über dem Vorjahresniveau (plus 11,4 Prozent, davon leichtes Heizöl plus 23,5 Prozent, Kraftstoffe plus 8,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte hätte die Jahresteuerungsrate nur plus 0,4 Prozent betragen. Die binnen Jahresfrist rückläufigen Preise für Gas (minus 8,9 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 10,6 Prozent) wirken dagegen inflationsdämpfend.

 Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Juni um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei die Preisentwicklung in den einzelnen Nahrungsmittelbereichen uneinheitlich ausfiel. Die Preise für Waren erhöhten sich im Juni im Durchschnitt um 1,0 Prozent (darunter Verbrauchsgüter plus 1,5 Prozent, langlebige Gebrauchsgüter minus 0,4 Prozent). Für Dienstleistungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum die Preise um 0,8 Prozent (darunter Nettokaltmieten plus 1,1 Prozent; Pauschalreisen minus 1,5 Prozent).

 Auf Monatssicht waren vor allem saisonbedingt leichte Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (plus 0,7 Prozent) und Beherbergungsleistungen (plus 2,8 Prozent) zu beobachten. Aus Verbrauchersicht günstiger entwickelten sich im Juni dagegen die Preise für Bekleidung und Schuhe (minus 1,2 Prozent). Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Juni nur leicht an (plus 0,2 Prozent). Bei den Energieprodukten wurden gegenüber dem Vormonat nur geringfügige Preisbewegungen ermittelt (minus 0,1 Prozent).

Quelle: n-tv.de, wne/rts/DJ

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