Wirtschaft

Wirtschaft schrumpft weiter Rezession hat Spanien im Griff

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"Remate Final" (allerletzter Schlussverkauf) bei einem Bekleidungsgeschäft in Sevilla.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für Spanien ist kein Ende der Krise in Sicht. Die Wirtschaftsleistung sinkt auch im dritten Quartal - allerdings nicht so stark wie befürchtet. Dennoch gehen die Statistiker davon aus, dass das Königreich auch im kommenden Jahr in der Rezession verharren wird.

Die spanische Wirtschaft verharrt in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte von Juli bis September bereits das fünfte Quartal in Folge, wie das nationale Statistikamt INE in Madrid mitteilte. Der Rückgang fiel mit 0,3 Prozent im Vergleich zur Vorperiode aber etwas schwächer aus als im Frühjahr mit 0,4 Prozent.

Ökonomen hatten ein erneutes Minus von 0,4 Prozent erwartet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent. Hier waren minus 1,7 Prozent vorausgesagt worden.

Nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die nach Deutschland, Frankreich und Italien viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen. 2013 dürfte das Minus mit 1,3 Prozent ähnlich groß ausfallen.

Extrem hohe Arbeitslosenquote

Die Wirtschaftskrise hat für eine gesorgt. Jeder vierte Spanier hat keinen Job. Die Arbeitslosigkeit in Spanien klettert auf immer neue Rekordwerte. In dem Euro-Krisenland erreichte die Arbeitslosenquote im dritten Quartal 25,0 Prozent. Dies ist die höchste Quote seit 1977.

Insgesamt waren Ende September in Spanien knapp 5,8 Millionen Menschen arbeitslos, 85.000 mehr als im zweiten Vierteljahr. Die Arbeitslosigkeit trifft vor allem die Jugendlichen unter 25 Jahren. In dieser Altersklasse ging die Arbeitslosenquote in Spanien zwar leicht auf 52,3 Prozent zurück, sie blieb jedoch im dritten Quartal auch in der EU auf einem Rekordniveau.

Quelle: ntv.de, rts/dpa