Wirtschaft

Börsengang geplant Tele Columbus hofft auf 300 Millionen Euro

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus plant den Börsengang. Rund 300 Millionen Euro soll der Gang auf das Frankfurter Parkett einbringen. Mit dem Geld will das Unternehmen aber nicht nur Spielraum für künftiges Wachstum schaffen.

Mit dem Gang an die Börse erhofft sich das Unternehmen Tele Columbus frisches Geld, um am umkämpften Internetmarkt weiter zu wachsen.

Mit dem Gang an die Börse erhofft sich das Unternehmen Tele Columbus frisches Geld.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will mit einem Börsengang frisches Geld einsammeln. Die geplante Kapitalerhöhung soll mindestens 300 Millionen Euro in die Kassen spülen, wie das Unternehmen mitteilte. Mit dem Geld will Tele Columbus seine Schuldenlast senken und sich Spielräume für künftiges Wachstum schaffen.

Bis zum Ende des Jahres plant das Unternehmen den Gang an die Frankfurter Börse. Über einen Börsengang oder einen Verkauf war bereits länger spekuliert worden. Das Bundeskartellamt hatte im vergangenen Jahr eine Übernahme von Tele Columbus durch Kabel Deutschland wegen Wettbewerbsbedenken verhindert.

Hinter Kabel Deutschland und Unitymedia ist Tele Columbus mit rund 1,7 Millionen Haushalten die Nummer drei in Deutschland. Kabelanbieter konkurrieren vor allem mit der Deutschen Telekom, die mit ihren DSL-Angeboten Marktanteile an die Kabelfirmen verliert.

Kernregionen von Tele Columbus sind Berlin-Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Sachsen-Anhalt hatte das Unternehmen im Jahr 2013 nach eigenen Angaben einen Marktanteil von zwei Dritteln, in Berlin-Brandenburg von rund 40 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte der Konzern einen Umsatz von 107 Millionen Euro, ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn lag bei 48,8 Millionen Euro, knapp 12 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Quelle: ntv.de, tno/dpa