Wirtschaft

Hürden bis zur Fusion bleibenUS-Regierung genehmigt Warner-Kauf durch Paramount

13.06.2026, 11:34 Uhr
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Bisher gehörte Paramount zu den kleineren Playern der Filmbranche. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Der Mega-Deal zwischen dem Filmriesen Warner Bros. und dem Streaminganbieter Paramount könnte nicht nur Hollywood verändern. Kritiker fürchten wegen der Nähe von Gründer Larry Ellison zu Donald Trump Einfluss durch den Präsidenten. Nun gibt die Regierung dem Deal grünes Licht.

Die US-Regierung hat die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount Skydance ohne Auflagen genehmigt. Nach einer achtmonatigen Prüfung kam das Justizministerium zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde. Nicht im TV- oder Streaming-Geschäft, nicht in der Filmproduktion.

Das Ministerium kam zu dem Schluss, eine Zusammenlegung der Streamingdienste Paramount+ und HBO Max schaffe vielmehr ein stärkeres Gegengewicht zu größeren Rivalen. Paramount erklärte, man wolle den Kauf nun so schnell wie möglich abschließen. Allerdings sind noch Hürden zu überwinden: Insidern zufolge bereiten US-Bundesstaaten wie Kalifornien und New York eine Klage vor, um das Vorhaben zu blockieren. Zudem muss die US-Kommunikationsbehörde FCC der geplanten Beteiligung ausländischer Investoren noch zustimmen, darunter Staatsfonds aus der Golfregion. Paramount zufolge sollen die ausländischen Investoren weder Stimmrechte erhalten noch redaktionellen Einfluss nehmen können. 

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzerns Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar (fast 96 Milliarden Euro) schwer.

Sorge vor Abhängigkeit

Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte - wie dies schon in anderen Fällen geschah, wo Medienhäuser von Milliardären übernommen wurden, die dem Präsidenten die Treue halten. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der oft kritisch über ihn berichtende Nachrichtensender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.

Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf. In der populären Reportage-Sendung "60 Minutes" wurden einige Korrespondenten entlassen. Mehrere von ihnen beklagten danach politisierten Druck.

Paramount wird von Larry Ellisons Sohn geführt - dem Filmproduzenten David Ellison. Er will mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount gehört zu den kleineren Playern der Branche. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie "Harry Potter" sowie ein starkes Streaming-Geschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa/rts

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