Wirtschaft

Rüstungsdeal trotz China-Kritik USA wollen Panzer nach Taiwan liefern

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Mehr als 100 Kampfpanzer vom Typ M1A2 Abrams wollen die USA an Taiwan liefern.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Für die chinesische Regierung gilt Taiwan als abtrünnige Provinz. Der wichtigste politische Unterstützer und größter Waffenlieferant des Inselstaates sind die USA. Diese wollen das fernöstliche Land nun weiter militärisch aufrüsten.

Das US-Außenministerium hat trotz Kritik aus China ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (knapp 2 Milliarden Euro) gebilligt. Das Vorhaben verändere die militärische Balance in der Region nicht, teilte die zum US-Verteidigungsministerium gehörende Agentur DSCA mit.

Zuvor hatte die DSCA bereits den Kongress darüber informiert, dass das Geschäft neben der Lieferung von 108 Kampfpanzern vom Typ M1A2T Abrams des US-Konzerns General Dynamics und 250 Stinger-Luftabwehrraketen auch den Verkauf von Maschinengewehren, Munition, gepanzerten Fahrzeugen, schweren Transportern und die Reparatur von Panzern enthalten könne.

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Mit der Waffenlieferung könne Taiwan seine Flotte von Kampfpanzern modernisieren, seine Verteidigungsfähigkeit stärken und sich besser gegen "gegenwärtige und künftige regionale Risiken" wappnen, erklärte das Ministerium. Das Rüstungsgeschäft diene auch den Sicherheitsinteressen der USA: Taiwan sei eine wichtige Kraft für "politische Stabilität, militärisches Gleichgewicht und wirtschaftlichen Fortschritt in der Region". Der US-Kongress könnte sich binnen 30 Tagen gegen die Waffenlieferung aussprechen. Dies gilt allerdings als unwahrscheinlich.

Das Rüstungsgeschäft dürfte aber China verärgern. Die Regierung in Peking betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz, die eines Tages wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt. Das chinesische Außenministerium hatte wegen der geplanten US-Waffenlieferung bereits im Juni "ernsthafte Bedenken" angemeldet und die USA aufgefordert, das Vorhaben aufzugeben, um die bilateralen Beziehungen nicht zu belasten. Die USA haben zwar keine offiziellen Beziehungen zu Taiwan. Sie sind aber der wichtigste politische Unterstützer und größter Waffenlieferant des Inselstaates.

Quelle: n-tv.de, cri/rts/AFP

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