Der Börsen-Tag
17. Dezember 2025
imageHeute mit Diana Dittmer und Max Borowski
Zum Archiv
17:56 Uhr

Die Börsenlieblinge des Jahres ziehen den Dax nach unten

Nachdem sich der Dax zunächst wacker gehalten hat, geht es nachmittags angesichts schwacher US-Vorgaben merklich nach unten. Der deutsche Leitindex schließt 0,5 Prozent tiefer bei 23.956 Punkten. Der MDax verliert 0,7 Prozent auf 29878 Punkte. Der amerikanische S&P 500 liegt unterdessen 0,9 Prozent im Minus bei 6742 Punkten.

"Gewinnmitnahmen bei den Favoriten des nun endenden Börsenjahres wie Nvidia und Alphabet ziehen aufgrund ihres Schwergewichts die Indizes nach unten, hier scheint die große Kursfantasie erst einmal raus zu sein", heißt es bei CMC. Mit Blick auf den Dax heißt es, aktuell sehe es so aus, als wollten die Anleger auf das Narrativ einer regelmäßigen Jahresendrally nicht viel geben und stattdessen auf Fakten warten, die eine wirtschaftliche Belebung hierzulande bestätigten.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt im Dezember bereits den zweiten Monat nach unten und liegt damit nun etwas unter dem Höchststand von August. "Offenbar leidet die Stimmung der Unternehmen darunter, dass es im Herbst anders als von der Regierung angekündigt nicht zu wirtschaftspolitischen Reformen in der Breite gekommen ist", urteilt die Commerzbank.

Die Börsenlieblinge des Jahres ziehen den Dax nach unten
17:33 Uhr

Siemens holt mit neuem Hochgeschwindigkeitszug Großauftrag aus Vietnam

Siemens hat vor den Augen der chinesischen Konkurrenz einen prestigeträchtigen Großauftrag für seine Hochgeschwindigkeitszüge in Vietnam erhalten: Die Zugsparte Siemens Mobility soll in dem südostasiatischen Land in Kooperation mit dem einheimischen Unternehmen Vinspeed ein Hochgeschwindigkeitsnetz aufbauen. Das beinhaltet die Lieferung der Velaro Novo getauften Züge sowie Teile des Schienennetzes, darunter Leit- und Sicherungstechnik, wie Siemens Mobility mitteilte. Das Auftragsvolumen wurde nicht enthüllt.Die Velaro Novo-Züge sollen laut Siemens rund 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als die bisherigen Hochgeschwindigkeitszüge. In Deutschland war Siemens unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der ICEs der Deutschen Bahn beteiligt. Im Sommer hatte ein Velaro Novo-Testzug der DB eine in Deutschland unübliche Geschwindigkeit von mehr als 400 km/h erreicht. Auf dem südostasiatischen Markt ist seit einigen Jahren China sehr aktiv, das seine Hochgeschwindigkeitszüge ursprünglich ebenfalls in Kooperation mit Siemens und weiteren europäischen und japanischen Unternehmen entwickelte.

Siemens holt mit neuem Hochgeschwindigkeitszug Großauftrag aus Vietnam
17:06 Uhr

"Nachrichten aus Venezuela" treiben Ölpreise

Am Rohölmarkt trieb dagegen die Ankündigung einer US-Blockade gegen Öltanker aus Venezuela die Ölpreise an. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils um rund 2,5 Prozent auf bis zu 60,40 und 56,74 Dollar je Fass. US-Präsident Donald Trump ordnete am Vortag eine Blockade aller sanktionierten Öltanker an, die nach Venezuela ein- und ausfahren. Trump betrachtet die Führung des südamerikanischen Landes als Terrororganisation. "Der Preis ist heute von den Nachrichten aus Venezuela getrieben, aber insgesamt sind die Exportmengen aus Venezuela im globalen Angebot relativ gering", sagte ein Händler.

"Nachrichten aus Venezuela" treiben Ölpreise
16:37 Uhr

Wall Street geht vor Inflationsdaten in Wartestellung

Im Vorfeld der US-Inflationsdaten startet Wall Street verhalten in den Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 48.174 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq starteten nahezu unverändert mit 6800 und 23.125 Punkten. Nach den mit Spannung erwarteten US-Jobdaten am Vortag suchen Anleger weiter nach Orientierung, um den Kurs der US-Notenbank besser einschätzen zu können.

Im weiteren Tagesverlauf werden Äußerungen von einflussreichen Vertretern der US-Notenbank Fed wie dem Gouverneur Christopher Waller und dem New Yorker Fed-Präsidenten John Williams erwartet. "Die Märkte scheinen von einer kurzen Pause im Zinssenkungszyklus der Fed auszugehen, was mit der von der Zentralbank in der vergangenen Woche gegebenen Prognose übereinstimmt", sagte Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com. Händler rechnen laut LSEG-Daten weiterhin mit zwei Zinssenkungen um je einen viertel Prozentpunkt im kommenden Jahr. Weitere Rückschlüsse erhoffen sich Anleger von den am Donnerstag anstehenden Verbraucherpreisen.

Börsianer hatten zudem die geopolitischen Spannungen in Venezuela im Blick, die die Ölpreise in die Höhe trieben. Ölwerte wie Halliburton, SLB und Occidental Petroleum legten um 1,3 bis 2,0 Prozent zu, nachdem die Ölpreise um zwei Prozent gestiegen waren. US-Präsident Donald Trump hatte eine Blockade aller sanktionierten Öltanker angeordnet, die in Venezuela ein- und auslaufen.

Unterdessen profitierten die Aktien von Bergbauunternehmen von steigenden Edelmetallpreisen. Die Papiere des größten Goldproduzenten Newmont und die in den USA notierten Aktien von Barrick Mining kletterten um 1,4 beziehungsweise 1,1 Prozent. Silberminenbetreiber verzeichneten einen Kurssprung, da der Silberpreis zum ersten Mal die Marke von 65 Dollar übersprungen hat. Der Global X Silver Miners ETF stieg um 0,6 Prozent.

Wall Street geht vor Inflationsdaten in Wartestellung
15:57 Uhr

VW am Dax-Ende - Verbrenner-Aus nützt Autoaktien nicht

Mit fallenden Kursen kämpfte dagegen der Automobilsektor. Ein europäischer Branchenindex gab 1,3 Prozent nach. Zwar war die Kehrtwende der EU beim Verbrenner-Aus bei Autokonzernen auf Zustimmung gestoßen. Die neuen Richtlinien stellten die Autobauer aber vor unterschiedliche Herausforderungen, kommentierten Analysten. So hätten BMW und Mercedes-Benz bereits ein gutes Angebot an Hybriden, teilten Analysten der DZ Bank mit. "Beim VW-Konzern sehen wir noch erheblichen Nachholbedarf." Volkswagen-Aktien gaben rund 2,5 Prozent nach und waren damit größter Dax-Verlierer.

VW am Dax-Ende - Verbrenner-Aus nützt Autoaktien nicht
15:20 Uhr

Mercedes bekommt neuen Chefdesigner

Bei Mercedes-Benz stehen in der Führungsebene unterhalb des Konzernvorstands mehrere Wechsel an: Zum 1. Februar wird Bastian Baudy neuer Chefdesigner, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der seit rund neun Jahren für das Design der Marke mit dem Stern verantwortliche Chief Design Officer Gorden Wagener verlässt das Unternehmen Ende Januar auf eigenen Wunsch. Baudy war zuletzt Chefdesigner bei der hochmotorisierten Mercedes-Marke AMG. Nach einem Studium des Automobildesigns an der Universität Pforzheim startete er 2010 seine Laufbahn bei Mercedes-Benz als Teamleiter für Exterieur Design.

Einige weitere Schlüsselpositionen werden bei dem Autobauer neu besetzt. Der bisherige Leiter Elektrifizierte Antriebssysteme, Torsten Eder, verlässt das Unternehmen zum 1. Mai auf eigenen Wunsch, hieß es weiter. Seine Nachfolge tritt Jörg Bartels an, derzeit Chef des chinesischen Joint Ventures BBAC. Dessen Posten übernimmt Jens Bühler, bisher Produktionschef von Mercedes-Benz in Ungarn. Die Leiterin der Konzernforschung, Rosa Maria Conde Diez, wird Anfang 2026 Nachfolgerin von Thomas Hellmuth, der für Karosserie & Sicherheit verantwortlich ist und das Unternehmen verlässt. Die Leitung von Einkauf & Lieferantenqualität übernimmt dann Yanni von Roy-Jiang, ihren Job als Lieferketten-Managerin übernimmt im April Stefanie Choritz.

Mercedes bekommt neuen Chefdesigner
14:47 Uhr

Milliarden-Einstieg bei OpenAI? Amazon-Aktien im Plus

Unter den Einzelaktien ziehen Amazon vorbörslich um 1,4 Prozent an - gestützt von einem Bericht, wonach der E-Commerce-Konzern in Gesprächen über eine Investition von mindestens 10 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Eigentümer OpenAI sei. Die potenzielle Investition signalisierte nach einer breiteren Verunsicherung bezüglich der KI-Wachstumsgeschichte ein anhaltendes Vertrauen in OpenAI.

Milliarden-Einstieg bei OpenAI? Amazon-Aktien im Plus
14:46 Uhr

Beendet die Wall Street ihre mehrtägige Durststrecke?

Nach einer dreitägigen Durststrecke könnte die Wall Street mit Aufschlägen starten. Der Aktienterminmarkt deutet einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Nach einer Nacht des Nachdenkens scheinen Anleger der Möglichkeit weiterer Zinssenkungen 2026 wieder aufgeschlossener gegenüber zu stehen. Am Vortag hatten insbesondere durchwachsene Arbeitsmarktdaten eher Wachstumssorgen genährt. Mit einer 51-prozentigen Wahrscheinlichkeit wird am Zinsterminmarkt eingepreist, dass die US-Notenbank im Januar oder März die Leitzinsen um mindestens 25 Basispunkte reduzieren wird. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei nur 42 Prozent gelegen.

"Der Arbeitsmarktbericht zeichnet insgesamt erneut ein Bild eines stagnierenden Arbeitsmarktes, in dem sowohl Neueinstellungen als auch Entlassungen verhalten bleiben. Das spielt weiteren Zinssenkungen der Fed eindeutig in die Karten - möglicherweise bereits auf der Januarsitzung, je nachdem, wie der Arbeitsmarktbericht für Dezember Anfang 2026 ausfallen wird", urteilt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.

Mit den nach Börsenschluss erwarteten Geschäftszahlen des Halbleiterkonzerns Micron könnten Sorgen über die extrem hohen Bewertungen im KI-Sektor befeuert oder auch gemildert werden. Zuletzt war vermehrt von einer möglichen KI-Blase die Rede gewesen.

Beendet die Wall Street ihre mehrtägige Durststrecke?
14:38 Uhr

Anleger sehen Netflix vorn im Rennen um Warner Bros

Netflix legen um 1,5 Prozent zu, während die Papiere von Warner Bros. Discovery (-1,6%) und Paramount (-1,6%) nachgeben. Hintergrund ist ein Bericht des Wall Street Journal, wonach Warner sich darauf vorbereite, ihren Aktionären die Ablehnung der Offerte von Paramount zu empfehlen. Netflix hatte sich mit Warner auf die Übernahme für das Studio- und Streaming-Geschäft geeinigt, bevor Paramount ein feindliches Angebot unterbreitete.

Anleger sehen Netflix vorn im Rennen um Warner Bros
14:19 Uhr

Feierstimmung am Edelmetallmarkt - gesamte "weiße Metalle" ziehen an

Feierstimmung herrschte dagegen auf dem Edelmetallmarkt. "Silber ist zu einem Spekulationsobjekt an den Optionsmärkten geworden", sagte Analyst Ross Norman. "Dies basiert auf der Einschätzung, dass die Nachfrageaussichten sehr positiv bleiben." Das Edelmetall sei ein kritisches Mineral und Teil des Programms für grüne Energie. Seit Jahresbeginn hat Silber um 128 Prozent zugelegt und damit fast doppelt so stark wie Gold.

Die positive Stimmung zog auch weitere Edelmetalle nach oben. "Der gesamte Sektor der weißen Metalle zieht parallel an, wobei die bevorstehende Aufhebung des EU-Verbots für Verbrennungsmotoren ab 2035 dem Sektor Auftrieb gibt", sagte Norman. Platin verteuerte sich um 4,2 Prozent auf 1927 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als 17 Jahren. Palladium legte um 2,2 Prozent auf 1638 Dollar zu.

Feierstimmung am Edelmetallmarkt - gesamte "weiße Metalle" ziehen an
13:48 Uhr

Dax dreht ins Minus - Spannungen um Venezuela stützen Ölwerte

Nach einem moderaten Plus am Vormittag dreht der Das am Mmittag leicht ins Minus. "Das ist alles nur Vola vor dem Verfalltag", sagt ein Händler. Beim Dax werde sicherlich noch einmal versucht, die wichtige Optionsmarke von 24.000 Punkten zu unterbieten. Systematische Bewegungen gebe es kaum, lediglich die 1,6 Prozent Plus im Energie-Sektor seien auf die Sorge vor den US-Attacken auf den Ölproduzenten Venezuela zurückzuführen. Titel wie Shell und BP liegen sogar bis zu 2,6 Prozent im Plus. Darunter leiden wiederum die Autowerte, deren Sektor um 1,1 Prozent fällt. Rüstungswerte liegen im Schnitt 1,2 Prozent oben mit einer systematischen

Dax dreht ins Minus - Spannungen um Venezuela stützen Ölwerte
13:37 Uhr

Britische Inflation sinkt stärker als erwartet

Die britische Inflation ist im November unerwartet stark gefallen und nährt damit die Spekulationen auf eine bevorstehende Zinssenkung der Bank of England (BoE). Die Verbraucherpreise stiegen um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt mitteilt. Dies ist der niedrigste Wert seit März. Im Oktober hatte die Teuerungsrate noch bei 3,6 Prozent gelegen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 3,5 Prozent gerechnet. Auch die britische Notenbank selbst hatte mit 3,4 Prozent einen etwas höheren Wert prognostiziert. Das Pfund gab nach den Daten gegenüber dem Dollar nach.

Die britische Notenbank entscheidet am Donnerstag über ihre Geldpolitik. An den Finanzmärkten wird mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt auf 3,75 Prozent erwartet. Die neuen Inflationsdaten dürften die Befürworter einer lockereren Geldpolitik bestärken.

Britische Inflation sinkt stärker als erwartet
12:13 Uhr

Deutsche Ratingagentur will US-Markt erobern

Hier sagt ein David will gleich Goliaths den Kampf an: Die Ratingagentur Scope plant eine Expansion in die USA und einen Börsengang. Dies sagte Gründer und Vorstandschef Florian Schoeller der Nachrichtenagentur Reuters. Die in Berlin ansässige Agentur, die als europäische Alternative zu den amerikanischen Konkurrenten S&P, Moody's und Fitch auftritt, will damit den Rückstand auf ihre weitaus größeren Rivalen aufholen und den von Schoeller als sehr "US-zentriert" bezeichneten Ansichten der drei großen Ratingagenturen eine europäische Perspektive entgegensetzen.

In zwei bis drei Jahren wolle das Unternehmen außerhalb Europas expandieren, insbesondere in den wichtigen US-Markt, aber potenziell auch nach Asien, erklärte Schoeller. Um das Vertrauen der US-Investoren zu gewinnen, müsse Scope in New York präsent sein und die Zulassung als anerkannte Ratingagentur durch die US-Börsenaufsicht SEC erhalten.

Deutsche Ratingagentur will US-Markt erobern
12:10 Uhr

Öl- und Devisenmarkt machen Sprit so billig wie seit Jahren nicht

Die Kraftstoffpreise haben im Vergleich zur vergangenen Woche erneut etwas nachgegeben. Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer im bundesweiten Mittel aktuell 1,643 Euro bezahlen und damit 0,4 Cent weniger als vor Wochenfrist. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Diesel ist um 0,6 Cent billiger und kostet derzeit im Schnitt 1,586 Euro. Super E10 ist damit zum fünften Mal in Folge günstiger als in der jeweiligen Woche zuvor, Diesel zum dritten Mal.

Flankiert wird die aus Autofahrersicht erfreuliche Preisentwicklung an den Zapfsäulen von einem deutlichen Rückgang des Ölpreises. Zurzeit kostet ein Barrel Rohöl der Sorte Brent weniger als 59 US-Dollar - das sind rund drei Dollar weniger als in der Vorwoche und gleichzeitig der niedrigste Rohölpreis seit Februar 2021. Zudem notiert auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas stärker als in der Vorwoche und liegt aktuell bei etwas über 1,17 Dollar. Beide Faktoren - ein deutlicher Ölpreisrückgang und stärkerer Euro - sorgen somit für den leichten Abwärtstrend bei den Spritpreisen,

Öl- und Devisenmarkt machen Sprit so billig wie seit Jahren nicht
11:53 Uhr

Umgebauter Conti-Konzern bekommt neuen Chef

Nach der Fokussierung auf das Reifengeschäft übernimmt bei Continental kommendes Jahr Christian Kötz den Chefposten. Nikolai Setzer scheidet zum 31. Dezember 2025 nach über 16 Jahren als Vorstandsmitglied und fünf Jahren als Vorstandsvorsitzender aus dem Vorstand aus, wie das Unternehmen mitteilte.

Mit dem Spin-off von Aumovio sowie dem Verkauf des Geschäftsfelds Original Equipment Solutions (OESL) sei die Transformation des Konzern "entscheidend vorangekommen". Die internen Vorbereitungen für die in 2026 geplante Veräußerung von Contitech seien ebenfalls weitgehend abgeschlossen.

Umgebauter Conti-Konzern bekommt neuen Chef
11:31 Uhr

Futter für Zins-Spekulationen: Euro-Inflation bleibt bei 2,1 Prozent

Die Inflation in der Euro-Zone ist vor dem letzten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im zu Ende gehenden Jahr doch nicht gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im November erneut um durchschnittlich 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Eine frühere erste Schätzung hatte noch einen Anstieg auf 2,2 Prozent ergeben. Die EZB strebt für die 20-Länder-Gemeinschaft einen Wert von 2,0 Prozent an, den sie als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum ansieht.

Ökonomen gehen übereinstimmend davon aus, dass die Währungshüter ihren Leitzins an diesem Donnerstag zum vierten Mal in Folge bei zwei Prozent belassen werden. Trotz des erwarteten Stillhaltens dürfte es jedoch hinter den Kulissen rege Diskussionen über den künftigen Inflationsausblick und die damit verbundenen Risiken geben. An den Finanzmärkten wird bereits über eine mögliche Zinserhöhung 2026 spekuliert, während einige Analysten dies für verfrüht halten.

Futter für Zins-Spekulationen: Euro-Inflation bleibt bei 2,1 Prozent
10:56 Uhr

Binnenwirtschaft wird 2026 erstmals seit Jahrzehnten für Aufschwung sorgen

Die für 2026 erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft wird nach Ansicht des IMK-Instituts erstmals seit Jahrzehnten nicht durch den traditionellen Schub vom Export angetrieben. "Erstmals seit der Wiedervereinigung dürfte Deutschland dann einen binnenwirtschaftlich angestoßenen Aufschwung erleben", sagte Sebastian Dullien, Direktor des IMK. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte laut Prognose um 1,2 Prozent steigen, nachdem es im Jahr 2025 nur um 0,1 Prozent gewachsen ist. Die künftige Erholung werde vor allem von staatlichen Investitionen und einem anziehenden privaten Konsum getragen. Der Außenhandel wird sich dagegen weiter schwach entwickeln, was vor allem an den USA und China liegt.

"Nach vier Jahren Wachstumsschwäche gewinnen nun die stützenden Faktoren die Oberhand", sagte IMK-Ökonom Dullien. Entscheidend seien eine solide Lohnentwicklung und vor allem die politischen Beschlüsse für mehr öffentliche Investitionen.

Binnenwirtschaft wird 2026 erstmals seit Jahrzehnten für Aufschwung sorgen
10:19 Uhr

Leopard-Panzerbauer plant Doppelbörsengang

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS will 2026 den Gang aufs Parkett wagen. Geplant sei eine doppelte Notierung in Frankfurt und Paris, teilte das Unternehmen mit. Der Schritt solle die langfristige Wachstumsstrategie unterstützen. Zur Unterstützung des Vorhabens sei Christian Schulz in den Verwaltungsrat berufen worden. Der ehemalige Finanzchef des Panzergetriebeherstellers Renk bringe Erfahrung mit Börsengängen und aus der Rüstungsindustrie mit.

KNDS mit Sitz in Amsterdam ist ein Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW), der unter anderem den Kampfpanzer Leopard herstellt, und des französischen Konkurrenten Nexter. Bereits im September hatte KNDS angekündigt, einen Börsengang im kommenden Jahr zu prüfen. Dabei könne auch der Bund als Aktionär einsteigen, hatte Vorstandschef Jean-Paul Alary der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.

Leopard-Panzerbauer plant Doppelbörsengang
10:04 Uhr

2025 endet "ohne Aufbruchsstimmung" - Geschäftsklima überraschend schlechter

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich zum Jahresende erneut eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 87,6 Zähler und damit den zweiten Monat in Folge, nach 88,0 Punkten im November, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,2 Zähler gerechnet. Die Firmen blickten ähnlich skeptisch auf ihre Lage wie zuletzt, bewerteten aber zugleich ihre Aussichten schlechter. "Das Jahr endet ohne Aufbruchstimmung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr, wenn die staatlichen Mehrausgaben für Infrastruktur und Verteidigung für Impulse sorgen dürften. Allerdings bremsen die US-Zölle und die bröckelnde Wettbewerbsposition im internationalen Konkurrenzkampf die deutsche Industrie.

2025 endet "ohne Aufbruchsstimmung" - Geschäftsklima überraschend schlechter
09:27 Uhr

Umfrage: Deutschlands Mittelstand gibt auf

Der deutsche Mittelstand leidet unter der Wirtschaftskrise, weil die Kosten steigen und die Umsätze sinken. Viele Unternehmen halten das nicht länger durch. "Der Mittelstand gibt auf", sagt Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender des Softwareanbieters und IT-Dienstleisters Datev der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er sieht keine Schockwelle, aber einen schleichenden Rückzug, da Firmen nicht nur Insolvenz anmelden, sondern auch ihren Betrieb schließen oder ins Ausland abwandern.

Mayr macht seine Einschätzungen unter anderem an einer Datev-Umfrage unter mehr als 400 Steuerkanzleien fest. Demnach haben 2,4 Prozent der Mandanten der befragten Steuerberater in den vergangenen zwölf Monaten ihren Betrieb aufgegeben oder ins Ausland verlagert. Gegenüber dem Anteil der Betriebsaufgaben und Verlagerungen im Vorjahr entspricht das einem Anstieg um die Hälfte.

Umfrage: Deutschlands Mittelstand gibt auf
09:13 Uhr

Dax tastet sich vorsichtig vor - Anleger fliegen wieder auf Rüstungswerte

Große Kursbewegungen gibt es im Dax zum Handelsauftakt wie erwartet nicht. Der deutsche Leitindex startet 0,2 Prozent höher bei 24.131 Punkten. Händler rechnen mit einem reinen Abwarten vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Klare Vorgaben aus den USA und Asien gibt es nicht.

Größter Gewinner im Dax sind Siemens Energy mit plus 2,0 Prozent und Rheinmetall mit plus 1,8 Prozent. Im TecDax und MDax setzen sich mit Hensoldt (plus 1,4%) und Renk (plus 4,0%) ebenfalls Rüstungswerte an die Spitze.

Dax tastet sich vorsichtig vor - Anleger fliegen wieder auf Rüstungswerte
08:46 Uhr

Volkswagen-Batterietochter prüft externe Finanzquellen

Die Volkswagen-Batteriezelltochter PowerCo sucht angesichts des Sparkurses bei VW nach externen Finanzierungsquellen. Diese Option werde derzeit intensiver geprüft als zuvor, sagte PowerCo-Chef Frank Blome in Salzgitter. Grundsätzlich sei das Unternehmen für das, was es derzeit mache, ausreichend finanziert. "Wir wissen, wenn der Konzern weniger Geld produziert, muss man mit weniger Geld wirtschaften oder eine andere Geldquelle anzapfen."

PowerCo habe bereits mit möglichen Investoren gesprochen, sagte Blome. Details nannte er nicht. Grundsätzlich wäre auch ein Börsengang eine Möglichkeit, die Entscheidung hier liege jedoch beim Mutterkonzern.

Volkswagen-Batterietochter prüft externe Finanzquellen
08:21 Uhr

Hier greifen Anleger vorbörslich zu

Wie vom Handel erwartet, haben Rüstungswerte ihren Ausverkauf am Mittwochmorgen eingestellt. Die Aktien der Branche sind europaweit in vorbörslichen Geschäften wieder gesucht. "Noch kann man nicht sagen, ob das nur geschlossene Shorts sind, aber auf jeden Fall ist der Verkaufsdruck vorbei", sagt ein Händler. Unter anderem geht es bei Hensoldt und Renk um je 2,4 Prozent und bei Rheinmetall um 1,8 Prozent nach oben.

Hier greifen Anleger vorbörslich zu
08:17 Uhr

Auftragsbestand der deutschen Industrie zeigt "stabil aufwärts"

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Oktober auf saison- und kalenderbereinigter Basis um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 1,1 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland kletterte um 0,2 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 3,7 Prozent.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern sank der Auftragsbestand um 0,6 Prozent. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg er um 0,8 Prozent und im Bereich der Konsumgüter um 0,7 Prozent.

Im Oktober blieb die Reichweite des Auftragsbestands im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,9 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 10,8 (Vormonat: 10,7) Monate. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb die Reichweite konstant bei 4,3 Monaten und bei den Herstellern von Konsumgütern bei 3,6 Monaten.

"Der Auftragsbestand entwickelt sich stabil aufwärts", kommentiert Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe. Das sage aber noch nichts darüber, wie schnell Aufträge in Produktion münden. "Unternehmen klagen über fehlende Aufträge und neuerdings auch über Materialmangel. Das Fiskalpaket lässt perspektivisch neue Impulse erwarten. Eine Welle an Investitionen in Kapazitäten dürfte aber kaum ausgelöst werden."

Auftragsbestand der deutschen Industrie zeigt "stabil aufwärts"
08:11 Uhr

"Grüner Wasserstoff hat Zugkraft verloren" - Thyssenkrupp Nucera lässt Händler kalt

Keine großen Aufreger sehen Händler in den ausführlichen Zahlen von Thyssenkrupp Nucera. Wichtige Abweichungen von den vorläufigen Ergebnissen gebe es nicht. "Das ist insofern positiv zu lesen, als keine neuen Belastungsfaktoren dazugekommen sind", so ein Händler. Das Thema grüner Wasserstoff habe schon lange seine Zugkraft verloren, was eingepreist sei. Entsprechend groß ist die erwartete Spanne bei den neuen Aufträgen in 2026: Nucera sieht hier zwischen 350 und 900 Millionen Euro auf Konzernebene.

Die Thyssenkrupp-Wasserstoff-Tochter bekommt den schwindenden Hype um klimaschonenden Wasserstoff immer mehr zu spüren. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 (per Ende September) sanken die Aufträge in dem Segment grüner Wasserstoff um 77 Prozent auf drei Millionen Euro.

"Grüner Wasserstoff hat Zugkraft verloren" - Thyssenkrupp Nucera lässt Händler kalt
08:00 Uhr

Insider: Amazon liebäugelt mit Milliarden-Investition in OpenAI

Der US-Techkonzern Amazon führt einem Insider zufolge Gespräche über eine milliardenschwere Investition in den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Die Transaktion könnte das Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI) mit über 500 Milliarden Dollar bewerten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Amazon könnte etwa zehn Milliarden Dollar investieren, die Gespräche seien jedoch "sehr im Fluss". Zuerst hatte die Publikation "The Information" über die Gespräche berichtet.

Dem Bericht von "The Information" zufolge plant OpenAI zudem, Amazons Trainium-Chips zu verwenden. Diese konkurrieren mit den Chips von Nvidia und Google. OpenAI und Microsoft reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme zu dem Bericht.

Insider: Amazon liebäugelt mit Milliarden-Investition in OpenAI
07:58 Uhr

Dax tänzelt auf der Stelle

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge wenig verändert in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex nach den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für November 0,6 Prozent niedriger bei 24.076 Punkten geschlossen. An der Wall Street büßte der Dow-Jones-Index gut ein halbes Prozent ein. Daten zum US-Arbeitsmarkt und den Einzelhandelsumsätzen zeichneten kein klares Bild von der US-Wirtschaft.

Anleger blicken auf die am Vortag von der EU-Kommission auf den Weg gebrachte Kehrtwende beim Verbrenner-Aus und schätzen die Folgen für die Automobilbranche ab. Die neuen Regelungen sehen vor, dass auch noch nach 2035 neue Hybrid- oder Benzinautos oder Elektrofahrzeuge mit Benzingenerator an Bord zugelassen werden können. Sollten die Mitgliedstaaten und das EU-Parlament dem Vorschlag der EU-Kommission zustimmen, wäre es die weitreichendste Kehrtwende in der Klimapolitik in den vergangenen fünf Jahren.

Auf Konjunkturseite steht der Ifo-Geschäftsklimaindex an. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft dürfte zum Jahresende auf niedrigem Niveau weitgehend stagnieren. Bei den Unternehmen bekommt die Thyssenkrupp-Wasserstoff-Tochter Nucera den schwindenden Hype um klimaschonenden Wasserstoff immer mehr zu spüren. Die Elektronik-Handelsholding Ceconomy will auch unter dem chinesischen Techriesen JD.com ihren Wachstumskurs fortsetzen. Am Abend stehen die Zahlen von Micron an. Wegen des anhaltenden KI-Booms rechnen Börsianer mit starken Quartalsergebnissen des Chipkonzerns.

Dax tänzelt auf der Stelle
07:43 Uhr

Trump verhängt Blockade gegen venezolanische Öltanker - Ölpreise ziehen an

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich am Morgen um 1,2 Prozent auf 59,61 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,3 Prozent fester bei 55,96 Dollar. Als Grund nannten Händler eine von US-Präsident Donald Trump angeordnete "vollständige und totale Blockade" aller sanktionierten Öltanker, die in Venezuela ein- und auslaufen, was die geopolitischen Spannungen erhöhte.

Trump verschärft seinen Druck gegen den Staatschef des Landes, Nicolás Maduro, damit erheblich. Auf Truth Social postete Trump, Venezuela sei "vollständig von der größten Armada umgeben, die jemals in der Geschichte Südamerikas versammelt worden sei".

Trump verhängt Blockade gegen venezolanische Öltanker - Ölpreise ziehen an
07:31 Uhr

VW eröffnet Batteriefabrik in Salzgitter

Der Volkswagen-Konzern eröffnet heute in Salzgitter seine erste Batteriezellfabrik. Nach fast dreieinhalb Jahren Bauzeit läuft bei der Batterietochter PowerCo offiziell die Produktion an. Produziert wird hier künftig die neue Einheitszelle des Konzerns, die im kommenden Jahr erstmals bei den neuen Elektro-Kleinwagen VW ID. Polo und Cupra Raval zum Einsatz kommen soll.

Salzgitter ist der erste Standort der VW-Batterietochter. An der Zellfabrik auf dem Gelände des bisherigen VW-Motorenwerks wurde seit Juli 2022 gebaut. Weitere Werke entstehen derzeit in Valencia (Spanien) und in St. Thomas (Kanada). VW setzt dabei auf eine Standardfabrik, die an allen Standorten nach demselben Muster gebaut wird.

VW eröffnet Batteriefabrik in Salzgitter
07:00 Uhr

Tesla droht Verkaufsstopp, weil Elon Musks "Autopilot" zu viel verspricht

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Der Streit um den Namen und die Vermarktung des "Autopilot"-Systems und vor allem der Ausbaustufe "Full Self-Driving" (FSD, zu Deutsch: komplett selbstfahrend) läuft schon lange. Denn FSD macht einen Tesla nicht zum selbstfahrenden Auto, auch wenn der Name es suggeriert. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Dem E-Autobauer Tesla droht ein 30-tägiger Verkaufsstopp im absatzstarken US-Bundesstaat Kalifornien. Auslöser ist die Einschätzung eines Gerichts, dass die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk die Fähigkeiten ihres Assistenzsystems "Autopilot" übertrieben dargestellt habe. Die kalifornische Verkehrsbehörde schob eine Umsetzung des Verkaufsstopps um 60 Tage auf, damit Tesla Änderungen vornehmen könne. Sollte das nicht passieren, werde die Händler-Lizenz danach für 30 Tage ausgesetzt, teilte die Behörde mit.

Tesla droht Verkaufsstopp, weil Elon Musks "Autopilot" zu viel verspricht
06:50 Uhr

Asiatische Börsen auf Richtungssuche

Uneinheitliche US-Arbeitsmarktdaten lassen einen klaren Trend in Asien vermissen. Zwar erholte sich das Beschäftigungswachstum im November stärker als erwartet, jedoch stieg die Arbeitslosenquote auf 4,6 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Analysten zufolge waren die Daten jedoch durch den 43-tägigen "Shutdown" der US-Regierung verzerrt und daher schwer zu deuten.

"Dennoch bleibt der Gesamteindruck, dass sich der US-Arbeitsmarkt schneller abschwächt, als die politischen Entscheidungsträger erwartet hatten", sagte Nick Rees von Monex Europe. Die Erwartungen der Anleger an die künftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed änderten sich kaum. Der japanische Nikkei-Index legte 0,4 Prozent zu. Die Börse in Shanghai gewann 0,2 Prozent.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am Vorabend mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 48.114,26 Punkten geschlossen. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 6.800,26 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,2 Prozent auf 23.111,46 Stellen an.

Asiatische Börsen auf Richtungssuche
06:30 Uhr

Dax in vorweihnachtlichem Rot - was bringt der Ifo-Index?

Weiter unter Abgabedruck standen Europas Börsen am Dienstag. Auch am deutschen Aktienmarkt sah es für den Dax nicht besser aus. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Europa lieferten keine Kaufargumente. Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Produktion im verarbeitenden und nicht-verarbeitenden Gewerbe sank im Dezember unerwartet auf 51,9 (November: 52,8) Punkte. Volkswirte hatten dagegen eine Stagnation auf Vormonatsniveau prognostiziert. Vor allem die Industrie in Deutschland gebe ein enttäuschendes Bild ab, so die Commerzbank. "Offensichtlich hat der stimulierende Effekt der gefallenen Leitzinsen nicht ausgereicht, um den Gegenwind durch die US-Zölle und den steigenden Wettbewerb aus China auszugleichen."

Was liegt heute an? Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht seine monatliche Umfrage unter rund 9000 Führungskräften und berechnet daraus das wichtigste Barometer für die Konjunktur in Deutschland. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft dürfte zum Jahresende auf niedrigem Niveau weitgehend stagnieren. Dieser Geschäftsklimaindex dürfte im Dezember minimal um 0,1 auf 88,2 Punkte steigen, wie Ökonomen erwarten. Während die Firmen ihre Lage einen Tick optimistischer einschätzen dürften als zuletzt, blicken sie wohl skeptischer auf ihre künftigen Geschäfte.

Dann wäre da noch Micron. Wegen des anhaltenden KI-Booms rechnen Börsianer mit starken Quartalsergebnissen des Chip-Konzerns. Micron will sich künftig auf das margenstarke Geschäft mit Hochleistungsspeichern konzentrieren. Für das abgelaufene Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2025/2026 hat das US-Unternehmen einen Umsatz von 12,2 bis 12,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn zwischen 3,60 und 3,90 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

Hier alle Termine in der Übersicht.

Dax in vorweihnachtlichem Rot - was bringt der Ifo-Index?