Dienstag, 11. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Positiver Nachrichtenmix: Dax macht Ausflug über 13.000

Es war heute ein guter Tag an der Frankfurter Börse. Gleich mehrere positive Faktoren halfen dem deutschen Aktienmarkt auf die Sprünge: ein deutlich besser als von Analysten erwartet ausgefallener ZEW-Konjunkturindex und Rückenwind vom chinesischen Automarkt. Auch die Hoffnung auf ein weiteres US-Konjunkturpaket lebt weiter. Dass US-Präsident Donald Trump geringere Steuern auf Kapitalgewinne erwägt, wirkte ebenso positiv wie die Nachricht über einen russischen Impfstoff gegen das Coronavirus.

Dax
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So machte der Dax heute einen kleinen Ausflug über die 13.000-Punkte-Marke und markierte am späten Vormittag das Tageshoch von 13.046 Zählern. Doch in den letzten beiden Handelsstunden kam etwas Abgabedruck auf, der den Leitindex wieder leicht zurückkommen ließ. Am Ende notierte der Dax 2,0 Prozent höher bei 12.947 Punkten, er machte im Vergleich zu gestern mehr als 250 Punkte gut. Der MDax stieg um 1,6 Prozent auf 27.610 Zähler, der TecDax um 1,8 Prozent auf 3081 Stellen. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 2,2 Prozent auf 3331 Punkte.

Durch die China-Daten befanden sich die Autowerte auf der Überholspur. Continental sprangen um 9,1 Prozent nach oben. BMW verteuerten sich um 5,8, VW um 5,2 und Daimler um 3,5 Prozent. Auch die Finanzwerte überzeugten: Deutsche Bank gewannen 2,8 und Commerzbank 1,2 Prozent.

Fraport gewannen im MDax 6,8 Prozent nach Verkehrszahlen. Zalando verteuerten sich nach Zahlen um 1,9 Prozent.

17:17 Uhr

Immer mehr Spanier verlassen die Großstädte - Mieten sinken

Interessante Entwicklung in Spanien: In den großen Städten fallen einer Studie zufolge die Mietpreise. Zwischen Juni und Juli gaben sie in Madrid um durchschnittlich 1,7 Prozent und in Barcelona sogar um 2,5 Prozent nach, ergab eine Erhebung des Immobilienportals Fotocasa.

  • "Viele Spanier erwägen, die Großstädte zu verlassen und in abgelegene Gebiete zu ziehen, wo sie größere, hellere und geräumigere Wohnungen finden", sagte Fotocasa-Kommunikationschefin Anais Lopez.

Im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung hatte die Regierung im März eine der strengsten Ausgangssperren Europas verhängt. In ganz Spanien sanken die Wohnungsmieten im Juli um durchschnittlich 0,8 Prozent, lagen aber immer noch um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

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Blick auf Barcelona.

(Foto: imago/Westend61)

17:00 Uhr

Dax sitzt wegen Abgaben unterhalb 13.000 fest

Der Dax ist im Nachmittagshandel etwas unter Abgabedruck geraten. "Oberhalb der 13.000er-Marke haben wir gute Abgabebereitschaft gesehen", so ein Händler. Ein Blick auf den Chart zeige, dass der Index in ein Gap vom 23. Juli mit der Oberkante bei 13.072 Punkten hineingelaufen sei, dieses jedoch nicht schließen konnte.

Eine halbe Stunde vor Handelsende notierte der Leitindex 1,8 Prozent höher bei 12.917 Punkten.

16:38 Uhr

Rücksetzer beim Goldpreis: Was können Anleger dagegen tun?

Wer in der vergangenen Zeit auf Gold gesetzt hat, kann sich jetzt freuen, denn der Goldpreis ist im Zuge der Corona-Krise ordentlich in die Höhe geschossen und hat vergangene Woche mit über 2000 US-Dollar pro Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht. So rasant wie der Goldpreis angestiegen ist, schließen Experten aber auch Rücksetzer nicht aus. Wie Anleger ihren Goldbestand genau dagegen absichern können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

16:01 Uhr

Plus an der Wall Street - Bankenwerte stark

Hoffnungen auf zusätzliche Konjunkturhilfen zur Überwindung der Corona-Folgen haben den US-Börsen Auftrieb gegeben. Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 1,3 Prozent. Letzterer näherte sich dabei bis auf etwa 15 Zähler seinem Rekordhoch von 3393,52 Stellen vom Februar.

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(Foto: AP)

Investoren setzten darauf, dass US-Präsident Donald Trump und der Kongress ihre Differenzen über weitere Hilfen für die unter der Virus-Krise leidende US-Wirtschaft rasch beilegen, sagte Portfoliomanager Paul Nolte vom Vermögensverwalter Kingsview. Die politischen Spannungen mit China und die anhaltend hohen Coronavirus-Infektionszahlen blendeten sie dagegen aus, warf Andrea Cicione, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses TS Lombard, ein.

Spekulationen auf frischen Wind für die US-Konjunktur gaben unter anderem den Finanzwerten Auftrieb. Die Aktien von Bank of America, Citigroup, JP Morgan stiegen um bis zu 3,5 Prozent.

Gefragt waren auch die Titel von Royal Caribbean, die sich um mehr als 7 Prozent verteuerten. Der Kreuzfahrt-Betreiber denkt im Rahmen eines neuen Sicherheitskonzepts über Corona-Tests für Passagiere nach, sobald die Schiffe frühestens Ende Oktober wieder auslaufen. Die Titel der Rivalen Carnival und Norwegian gewannen bis zu 9 Prozent.

15:44 Uhr

Britische Kaufhauskette Debenhams streicht viele Stellen

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(Foto: REUTERS)

Tradition schützt vor Krise nicht: Die britische Kaufhauskette Debenhams streicht infolge der Corona-Pandemie weitere 2500 Stellen. Bereits zuvor hatte sich das 1778 gegründete Unternehmen von etwa 4000 Mitarbeitern getrennt.

Neben der Corona-Krise leidet das stark angeschlagene Unternehmen auch unter der Konkurrenz des Online-Handels. Zweimal innerhalb eines Jahres musste Debenhams einen Insolvenzantrag stellen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen noch etwa 14.500 Mitarbeiter.

14:49 Uhr

Anleger verlassen "sicheren Hafen" - Goldpreis sackt ab

Die zunehmende Risikofreude der Investoren wegen der Aussicht auf weitere Corona-Hilfen in den USA hat den Goldpreis wieder unter die Marke von 2000 Dollar gedrückt. Das Edelmetall verbilligte sich um mehr als 2 Prozent auf etwas mehr als 1975 Dollar je Feinunze, weil Investoren Gewinne mitnehmen.

Der Rückgang sei unvermeidlich gewesen, sagt StoneX-Analystin Rhona O'Connell. Der Goldpreis war vergangene Woche auf den Rekordwert von 2072,50 Dollar geklettert.

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14:23 Uhr

Bertelsmann-Chef Rabe führt Adidas-Aufsichtsrat

Adidas hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden: Bertelsmann-Chef Thomas Rabe. Der 55-Jährige löst an der Spitze des Kontrollgremiums erwartungsgemäß Igor Landau ab, der das Amt 16 Jahre lang innehatte. Rabe gehört dem Aufsichtsrat der Adidas AG bereits seit dem 9. Mai 2019 an und war bisher Stellvertreter Landaus.

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Thomas Rabe

(Foto: picture alliance/dpa)

Rabe ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann. Er war zuvor unter anderem Finanzchef bei Bertelsmann und bei der zum Gütersloher Konzern gehörigen RTL Group, in der auch ntv beheimatet ist. Neu in den Aufsichtsrat wählten die Aktionäre bei der im Internet übertragenen Hauptversammlung den SAP-Chef Christian Klein.

Alle Mitglieder des Kontrollgremiums gaben bei der Hauptversammlung bekannt, für das laufende Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise auf 30 Prozent ihrer Vergütung zu verzichten. Das Geld wird stattdessen unter anderem an die SOS-Kinderdörfer gespendet. Die Aktionäre verzichteten auf eine Dividende.

14:13 Uhr

Telefónica Deutschland schafft Präsenzpflicht für Mitarbeiter ab

Telefonica Deutschland
Telefonica Deutschland 2,37

Die Corona-Krise sorgt hinsichtlich der Arbeitsorganisation für ein Umdenken. So will der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland mit der Marke O2 die Präsenzpflicht seiner Angestellten völlig abschaffen. Die Beschäftigten sollen künftig weitgehend eigenständig entscheiden, wo und wann sie arbeiten, wie Personalchefin Nicole Gerhardt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sagte.

  • "Viele - auch mich - hat es überrascht, wie reibungslos die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Dadurch ist ein Durchbruch gelungen."

 Meetings sollen bei dem Unternehmen künftig grundsätzlich virtuell stattfinden, Dienstreisen um 70 Prozent reduziert werden. Dabei steht nach Angaben der Managerin nicht primär eine Kostensenkung im Fokus. Telefónica gehe es um mehr Produktivität und auch um Klimaschutz. Ein Teil der Einsparungen solle an die Beschäftigten zurückzugeben werden.

  • "Wir werden entweder in die Mitarbeiterentwicklung investieren oder an gemeinnützige Organisationen spenden", sagte Gerhardt.
13:44 Uhr

Katja Dofel erklärt Börsenhype um Hongkonger Zeitung

Wegen eines umstrittenen Gesetzes wird der Hongkonger Medienmogul Jimmy Lai festgenommen. Aus Protest an Peking wird deshalb nun die Zeitung aus seinem Unternehmen massenhaft gekauft. Eine Aktion, die für massiven Kursgewinn sorgt, wie ntv-Börsenreporterin Katja Dofel erklärt.

13:29 Uhr

Rolls-Royce meldet Probleme bei A350-Antrieb

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(Foto: imago images/photothek)

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce muss sich nach teurem Ärger mit seinem Antrieb für Boeings Dreamliner mit Problemen an den Turbinen des Airbus-Jets A350 herumschlagen. Bei der Wartung der Triebwerke an den ältesten A350-Exemplaren, die seit dem Jahr 2015 im Einsatz sind, sei in einigen Fällen eine verstärkte Abnutzung in einem Kompressor aufgefallen, teilte Rolls-Royce mit. Betroffen sei etwa jeder fünfte der bisher rund 100 untersuchten Antriebe vom Typ Trent XWB-84.

Den Angaben zufolge haben die Abnutzungen bisher bei keinem A350-Jet zu Problemen im Flug geführt. Rolls-Royce will dennoch alle Triebwerke des Typs in ähnlichem Alter untersuchen. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA will dem Hersteller zufolge eine entsprechende Anweisung an die Betreiber schicken. Der bei neueren A350-Exemplaren verwendete Antriebstyp Trent XWB-97 ist laut Rolls-Royce davon nicht betroffen.

13:18 Uhr

Schleppende Ticket-Erstattung bislang folgenlos für Airlines

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(Foto: imago stock&people)

Die schleppende Erstattung für stornierte Tickets ist für die Fluggesellschaften bislang weitgehend folgenlos geblieben. Trotz zahlreicher Anzeigen von Passagieren hatte das zuständige Luftfahrtbundesamt (LBA) bis zur Jahresmitte noch kein Bußgeld gegen säumige Airlines verhängt.  Eingeleitet wurden bis zu dem Zeitpunkt 648 Verfahren, die auch andere mutmaßliche Verfehlungen der Fluggesellschaften aus diesem Jahr betreffen. Hier gab es bis zum 30. Juni ein Bußgeld gegen eine europäische Airline, die ihren Informationspflichten nicht nachgekommen war. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

Laut Regierung führte das LBA in Braunschweig vor allem wegen abgesagter (375) und verspäteter (245) Flüge Ordnungswidrigkeitsverfahren durch. Insgesamt 174 der eingeleiteten Verfahren betreffen die Erstattung der Flugticketkosten. Betroffen sind in Deutschland viele Millionen Passagiere, die eigentlich innerhalb von sieben Tagen ihr Geld hätten zurückerhalten müssen.

12:54 Uhr

Auslaufmodell Büro? Corona verändert die Immobilienbranche

Corona bringt es mit sich, dass viele Arbeitnehmer seit Mitte März ihr Büro nur von außen gesehen haben. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verfrachteten Firmen ihre Angestellten von einem Tag auf den anderen ins Homeoffice. Experten gehen davon aus, dass das Arbeiten von zu Hause aus auch nach der Krise en vogue bleiben wird.

Fachleute sind sich darüber einig, dass das am jahrelang boomenden Markt für Büroimmobilien deutliche Spuren hinterlassen wird. "Wir gehen davon aus, dass Unternehmen künftig 20 bis 30 Prozent weniger Fläche benötigen werden", sagt Andreas Wende, Geschäftsführer der Immobilienberatungsgruppe NAI Apollo. Vor allem Büros an Stadträndern und in ländlichen Gebieten werden wohl künftig nicht mehr so gefragt sein.

Auch Anleger gehen bereits auf Abstand zu Gewerbeimmobilien-Spezialisten. So haben die Aktien von Aroundtown und DIC Asset seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren. Die Titel der Aareal Bank, die auf die Finanzierung von Gewerbeimmobilien spezialisiert ist, sackten um 40 Prozent ab.

Dagegen stehen Wohnungsimmobilienkonzerne hoch im Kurs. Die beiden im Dax notierten Aktien von Vonovia und Deutsche Wohnen legten im selben Zeitraum um mehr als ein Fünftel zu.

12:40 Uhr

Von der Wall Street kommen positive Signale

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(Foto: REUTERS)

Mit einem kräftigen Plus dürfte die Wall Street heute in den Handel starten. Die Blicke sind vor allem auf die weiteren Gespräche zwischen Republikanern und Demokraten gerichtet, um ein breiter angelegtes Konjunkturprogramm zu verabschieden. Sowohl Vertreter der Regierung als auch der Opposition hatten zuletzt ihren Willen bekräftigt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Daneben bleibt vor allem die Entwicklung der Corona-Pandemie im Fokus. Für Hoffnung sorgt hier die Ankündigung von Russlands Präsident Wladimir Putin, dass man als erstes Land einen Impfstoff entwickelt habe, der nun auch die Zulassung erhalten habe. Allerdings hatten ausländische Experten zuvor ihre Besorgnis über die Geschwindigkeit geäußert, mit der der Impfstoff entwickelt wurde.

Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent. Auf der Konjunktur-Agenda stehen lediglich die US-Erzeugerpreise für Juli.

12:15 Uhr

Aktionäre kritisieren Adidas-Spitze wegen Umgangs mit Corona

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Unmut auf der Adidas-Hauptversammlung: Aktionäre, unter anderem drei große institutionelle Anleger, haben den Umgang des Dax-Konzerns mit der Corona-Krise und mit Rassismus-Vorwürfen kritisiert. Der Fondsmanager DWS wollte auf dem Aktionärstreffen vom Management wissen, warum die Entscheidung zur Aussetzung des Aktienrückkaufs erst Ende März gefallen sei, "wenn bereits seit Januar die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf künftige Umsatz- und Ertragseinbußen hindeuteten".

Zudem habe die Ankündigung des Unternehmens, die Mietzahlungen auszusetzen, deutlich gemacht, dass Corona die wirtschaftliche Lage des Konzerns belasten werde. Sie habe einen beispiellosen "Sturm der Entrüstung" ausgelöst, der dem Vertrauen in die Marke Adidas "stark geschadet" habe, so DWS. Wie viel Anteilsbesitz die DWS an Adidas vertritt, wollte ein Sprecher nicht mitteilen.

Deka Investment kritisierte unter anderem, dass Adidas inmitten der Corona-Krise kein Kreditrating besaß. "Das erforderliche Kreditrating hätte allerdings deutlich früher eingeholt werden sollen. Dann hätte man Staatshilfe vermieden", so Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit & Corporate Governance bei Deka Investment. Er begrüßte die geplante Ablösung des Staatskredits durch noch zu begebende Unternehmensanleihen.

11:48 Uhr

Bayer sichert sich mögliches Blockbuster-Medikament

Bayer verstärkt sein Pharmageschäft mit dem Kauf eines Medikaments mit Milliarden-Umsatzpotenzial. Die Leverkusener übernehmen die britische Biotechfirma Kandy Therapeutics und sichern sich damit einen Wirkstoff zur Linderung menopausaler Probleme von Frauen, der 2021 in die entscheidende abschließende Phase der klinischen Entwicklung gebracht werden soll.

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(Foto: REUTERS)

Der Dax-Konzern legt für den Deal eine Vorauszahlung von 425 Millionen US-Dollar auf den Tisch, Kandy winken zudem potenzielle Meilensteinzahlungen von bis zu 450 Millionen Dollar bis zur Markteinführung des Wirkstoffs sowie weitere, an den Umsatz gekoppelte Meilensteinzahlungen im dreistelligen Millionenbereich. Der Abschluss der Transaktion wird bis September erwartet.

Die Bayer-Aktie verteuerte sich am Mittag in einem sehr guten Handelsumfeld um 2,3 Prozent.

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11:38 Uhr

ZEW-Erwartungen für Banken und Versicherer "sehr schlecht"

Die Bankentürme der Innenstadt ragen über den Wohnhäusern des Stadtteils Sachsenhausen in die Höhe. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

(Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild)

Allerdings ist trotz eines starken ZEW-Konjunkturindex mitnichten alles rosig. Die Experten des Instituts gehen zwar von einer "breiten Erholung" in allen binnenwirtschaftlichen Sektoren aus. Anlass zur Vorsicht geben laut ZEW-Chef Achim Wambach aber die nach wie vor "sehr schlechten Ertragserwartungen für die Bankenbranche sowie die Versicherer mit Blick auf das kommende halbe Jahr".

Das ZEW befragt monatlich rund 200 Experten von Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen zu ihren aktuellen Einschätzungen und Prognosen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Für die August-Umfrage wurden die Antworten von 178 Analysten und institutionellen Anlegern ausgewertet.

11:20 Uhr

ZEW-Index viel besser als erwartet - Dax noch höher

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im August entgegen den Erwartungen deutlich verbessert, nachdem sie im Juli noch zurückgegangen waren. Der von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf 71,5 Punkte von 59,3 im Juli. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang der Konjunkturerwartungen auf 54,5 vorausgesagt. Der Index der Lagebeurteilung verschlechterte sich von minus 80,9 auf minus 81,3 Punkte. Erwartet worden war hier dagegen ein Anstieg auf minus 67,5.

  • "Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größer geworden, die Lageeinschätzung verbessert sich bisher allerdings nur schleppend", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.
  • "Die Einschätzungen zu den Branchen zeigen, dass die Expertinnen und Experten von einer breiten Erholung vor allem der binnenwirtschaftlichen Sektoren ausgehen."

Der Dax kletterte noch ein bisschen höher und markierte mit 13.023 Punkten ein neues Tageshoch.

11:10 Uhr

Dax überwindet die 13.000-Punkte-Marke

Der Dax schießt heute unaufhaltsam nach oben: Der Leitindex übersprang am späten Vormittag nach Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturdaten die 13.000er-Marke. Er stieg um 2,5 Prozent auf 13.012 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 2,5 Prozent auf 3339 Zähler.

Ganz oben im Dax lagen Continental mit plus 6,3 Prozent. Sehr stark waren auch die Zykliker Heidelbergcement und BASF.  

10:53 Uhr

Vestas-Aktie liegt gut im Wind

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Vestas 130,35

Die Aktie des Windkraftanlagenbaues Vestas ist am Vormittag kräftig gestiegen. Sie verteuerte sich um 7,6 Prozent. Der Umsatz des Unternehmens lag im zweiten Quartal bei 3,54 Milliarden Euro und damit deutlich höher als erwartet.

Das dänische Unternehmen setzt seine Gesamtjahresprognose wieder in Kraft und rechnet mit Erlösen von 14 bis 15 Milliarden Euro. Das Coronavirus habe nur einen keinen Einfluss auf den Gewinn und zeige nicht wie bei Siemens Gamesa die größeren Probleme in dem Geschäft auf, schrieben die Experten von Credit Suisse.

10:42 Uhr

Zalando laviert sich gut durch die Krise

Nach einer Delle zu Beginn der Corona-Krise läuft das Geschäft für den Online-Modehändler Zalando inzwischen wieder prächtig. Das liegt neben mehr Kunden und Bestellungen auch daran, dass immer mehr Marken und Einzelhändler die Plattform für den eigenen Vertrieb nutzen - und dafür eine Provision zahlen.

  • "Wir sind aus der ersten Welle der Pandemie deutlich stärker herausgekommen, als wir hineingegangen sind", sagte Finanzchef David Schröder bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal.

Der Nettogewinn stieg zwischen Mai und Juni von 45,5 Millionen im selben Zeitraum des Vorjahres auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen. Die im MDax notierte Zalando-Aktie verteuerte sich um 3,4 Prozent.

Zalando
Zalando 75,86

10:26 Uhr

Das Böse ist immer und überall: Razzien wegen Geldwäscheverdachts

Wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung haben Ermittler heute Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Ermittelt wird gegen deutsche Kunden einer Bank mit Sitz in Puerto Rico, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt mitteilten. Es wurden Wohnräume von insgesamt sechs Beschuldigten in Hessen - Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus - sowie in Bonn durchsucht. Zugleich gab es weitere Durchsuchungen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet zur Sicherung von Beweisen.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, mithilfe der Bank Offshore-Gesellschaften gegründet zu haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und die dafür anfallenden Steuern zu hinterziehen.

In einem weiteren Verfahren durchsuchten Einsatzkräfte des Bundeskriminalamts eine Im- und Exportfirma sowie Wohnräume in Brandenburg wegen des Verdachts der Geldwäsche. Dem Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, Gelder aus Straftaten im Ausland in den legalen Wirtschaftskreislauf in Deutschland geschleust zu haben. Über die Firmenkonten sollen betriebsfremde Zahlungen für Privatpersonen in Russland geleitet worden sein.

10:15 Uhr

Corona-Krise tut Hellofresh gut

Der Kochboxenlieferant Hellofresh entwickelt sich zu einem der größten Gewinner der Corona-Krise. Nach einem Absatzrekord im zweiten Quartal hält es das Management um Vorstandschef und Mitgründer Dominik Richter jetzt für möglich, die Erlöse im laufenden Jahr fast zu verdoppeln. Auch der operative Gewinn soll höher ausfallen. In einigen Absatzmärkten treibe die Verschärfung der Pandemie die Nachfrage an, teilte das MDax-Unternehmen mit. Das Geschäft im Ausland soll ausgebaut werden.

Das Unternehmen profitiert davon, dass viele Menschen infolge der Pandemie im Homeoffice arbeiten, ihre Kinder zu Hause betreuen und statt in der Kantine zu essen selbst jeden Tag etwas Warmes auf den Tisch zaubern müssen. Die Zahl der aktiven Kunden sprang im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 2,41 Millionen auf 4,18 Millionen. Zwischen April und Ende Juni sammelte Hellofresh rund 18,1 Millionen Bestellungen ein, mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 123 Prozent auf 972 Millionen Euro. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte von gut 18 Millionen auf fast 154 Millionen Euro zu. Unter dem Strich gelang Hellofresh ein Nettogewinn von rund 116 Millionen Euro und damit der Sprung in die schwarzen Zahlen.

Die Hellofresh-Aktie verteuerte sich um rund 3 Prozent.

Hellofresh
Hellofresh 38,58

10:08 Uhr

Dax marschiert in Richtung 13.000

Der deutsche Aktienmarkt hat im Verlauf des Vormittags richtig Fahrt aufgenommen. Der Dax vergrößerte seinen Gewinn beträchtlich und stieg um 1,9 Prozent auf 12.931 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 1,8 Prozent höher bei 3318 Stellen.

Als Stütze gelten positive Vorgaben aus Übersee. In New York hatte der Dow Jones Industrial - anders als die Nasdaq-Indizes mit den zuletzt eher etwas gemiedenen Technologiewerten - am Vorabend seine Gewinne ausgebaut. Die gute Stimmung schwappte dann nach Asien und nun auch nach Europa über.

09:48 Uhr

Apple-Boss Cook ist jetzt auch Milliardär

Der jüngste Kursanstieg bei Apple hat das Vermögen von Konzernchef Tim Cook erstmals auf mehr als eine Milliarde US-Dollar anwachsen lassen. Das geht aus Berechnungen des Billionaires Index der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hervor.

Apples Börsenwert ist in den vergangenen Wochen in einer atemberaubenden Rally auf fast 2 Billionen Dollar gestiegen. Der iPhone-Hersteller hatte bereits Anfang des Monats den saudischen Ölkonzern als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt abgelöst.

Laut Bloomberg setzt sich Cooks Vermögen aus dem Besitz eines Apple-Anteils von 0,02 Prozent. Das sind genau 847.969 Aktien, wie aus den aktienrechtlich vorgeschriebenen Mitteilungen des Konzerns hervorgeht. Dieser Anteil ist rund 375 Millionen Dollar wert. Dazu kommt laut Bloomberg-Schätzung ein Vermögen aus Aktienverkäufen, Gehaltszahlungen, Dividenden und anderen Einnahmen, das sich aktuell auf noch einmal 650 Millionen Dollar belaufen dürfte.

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09:24 Uhr

Wirksame China-Medizin für die Autobauer

China entwickelt wieder nach und nach zur globalen Konjunkturlokomotive. Im Reich der Mitte wurden im Juli 16,4 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr, das ist der vierte Anstieg in Folge.

Das ist natürlich Balsam für die geschundenen Seelen der Autoverkäufer. Der europäische Autosektor legte an den Börsen rund 2 Prozent zu. Im Dax gehören Werte wie BMW, VW oder Daimler zu den größten Gewinnern mit einem Kursplus von bis zu 3,7 Prozent.

09:07 Uhr

Starke Wall Street lässt Dax ordentlich klettern

Dax
Dax 13.197,11

Dicke Pluszeichen an der Frankfurter Börse: Der deutsche Aktienmarkt ist gestärkt in den heutigen Handel gestartet. Der Dax legte in den ersten Handelsminuten um 1,0 Prozent auf 12.814 Punkte zu. Der MDax vermehrte sich um 0,9 Prozent auf 27.424 Zähler, der TecDax um 0,8 Prozent auf 3051 Stellen. Der EuroStoxx50 ging um 1,0 Prozent auf 3293 Punkte hoch.

Grund für die Gewinne waren die teils starken Vorlagen aus der Wall Street. Nachdem US-Präsident Trump am Wochenende per Dekret ein neues Hilfspaket für Arbeitslose beschlossen hat, kommt nun wieder Bewegung in die festgefahrenen Gespräche zwischen den Parteien.

Stark präsentierten sich die Autowerte. BMW stiegen um 3,0 Prozent, Continental um 1,9 Prozent. Insgesamt befanden sich außer Wirecard alle Dax-Werte in der Gewinnzone.

08:48 Uhr

Weicherer Dollar und Aramco: Ölpreise steigen weiter

Die Ölpreise sind etwas gestiegen und haben damit an die leichten Kursgewinne von gestern angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 45,19 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 42,26 Dollar.

Am Markt wurde der Anstieg der Ölpreise weiter mit einer höheren Nachfrageprognose durch den saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco und der jüngsten Entwicklung der Corona-Pandemie in den USA erklärt. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in wichtigen US-Bundesstaaten wieder gesunken. Darüber hinaus wurden die Ölpreise auch durch einen vergleichsweise niedrigen Dollar-Kurs gestützt.

08:41 Uhr

Corona drückt Deutz in den roten Bereich

Deutz
Deutz 4,82

Der Motorenhersteller Deutz hat die Folgen der Corona-Krise im zweiten Quartal stark zu spüren bekommen und erneut rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Verlust von 42,3 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen in Köln mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Deutz noch einen Gewinn von 24,4 Millionen Euro erwirtschaftet.

Bereits im ersten Quartal hatten die Kölner wegen der Pandemie einen Fehlbetrag ausgewiesen, der nun nochmals deutlich höher ausfiel. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent auf 280,2 Millionen Euro einbrach, sackte der Auftragseingang um rund 39 Prozent auf 266,9 Millionen Euro ein. Auch operativ verzeichnete Deutz einen Verlust. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei minus 38,1 Millionen Euro, nach plus 22,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

08:17 Uhr

Dax orientiert sich höher mit Blick auf ZEW-Daten

Der Dax wird heute Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern war er leicht im Plus bei 12.688 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 13.197,11

Für Aufmerksamkeit sorgen erneut die Unternehmen mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal. Unter anderem haben Zalando und Hellofresh ihre Ergebnisse vorgelegt. Der Kochboxenlieferant profitiert von der Pandemie, in der viele Menschen vermehrt selbst kochen und hob seine Wachstumsprognose an. Europas größter Online-Modehändler Zalando verbuchte ebenfalls einen Umsatzsprung.

Für Aufsehen dürfte zudem Biontech aus Mainz sorgen: Das Pharmaunternehmen könnte sich auch dazu äußern, wo es mit seinem Corona-Impfstoff steht, der derzeit an Zehntausenden Menschen in einer späten Phase getestet wird. Das Mittel, das gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelt wird, gehört zu den Hoffnungsträgern in der Pandemie.

Am späten Vormittag könnten die Konjunkturerwartungen für Deutschland des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Kursbewegungen sorgen. Experten gehen davon aus, dass der ZEW-Index zurückgeht, die Lageeinschätzung sich aber weiter verbessert.

07:38 Uhr

Mindestens 14 Konzerne brauchen Staatshilfen

Die Bundesregierung prüft nach der Lufthansa den Einstieg in weitere Konzerne. "14 Unternehmen haben bereits ausdrücklich Bedarf an einer Rekapitalisierung angezeigt", heißt es in einer Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Katharina Dröge, über die das "Handelsblatt" berichtet. Bei den meisten Firmen stehe die Prüfung aber erst am Anfang. Insgesamt habe die Bundesregierung von "knapp 60 Unternehmen Interessensbekundungen" für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten. In diesem sind 100 Milliarden Euro für direkte Unternehmensbeteiligungen reserviert.

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07:29 Uhr

Euro bewegt sich kaum

Der Euro setzt die Kursverluste der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fort. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1752 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Montagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1763 (Freitag: 1,1817) Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Zuletzt hatte eine Dollar-Stärke den Euro belastet. Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt und die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, bestehende Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise per Erlass zu verlängern, sorgten für Auftrieb bei der US-Währung.

07:02 Uhr

Japanische Börsen starten spritzig in kurze Woche

Die japanischen Aktienmärkte kommen mit deutlichen Gewinnen aus dem feiertagsbedingt langen Wochenende. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legt um 1,82 Prozent auf 22.744 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index steigt sogar um 1,98 Prozent. Das sind die größten Zuwächse seit einer Woche. Marktteilnehmer führen dies auf Spekulationen auf eine Einigung auf weitere Corona-Hilfen in den USA zurück. Im Devisenhandel in Fernost legt der Euro leicht um 0,06 Prozent zu und kostet 1,1743 Dollar.

Nikkei
Nikkei 23.360,30