Dienstag, 14. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax setzt Klettertour fort - Xetra-Handel stundenlang gestört

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Ratlose Börsianer während der langen Pannenpause.

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In der Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus sind in Europa weitere Anleger in die Aktienmärkte zurückgekehrt. Mut machten auch die chinesischen Handelsdaten. So legte auch der deutsche Aktienmarkt erneut zu. Allerdings war der heutige Börsentag in Frankfurt äußerst ungewöhnlich. Wegen einer Technikpanne im Handelssystem Xetra waren die Geschäfte für mehrere Stunden massiv behindert, erst am frühen Nachmittag lief alles wieder in geordneten Bahnen.

Der Dax kam gestärkt aus den Osterfeiertagen und legte 1,2 Prozent auf 10.697 Punkte zu - zum Handelsende hin gab er einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Der MDax gewann ebenfalls 1,2 Prozent auf 22.374 Zähler, der TecDax 3,2 Prozent auf 2880 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 1,0 Prozent auf 2920 Punkte.

Im Dax rückte das Schwergewicht SAP ins Rampenlicht. Die Walldorfer wollen sich Bloomberg zufolge von ihrem Geschäft mit Software für mobile Netzwerke trennen. Die Aktie von Europas größtem Software-Hersteller baute ihre Gewinne dennoch aus und stieg um 1,8 Prozent. Dax-Gewinner waren heute Wirecard mit plus 8,0 Prozent. Schlusslicht im Leitindex waren MTU mit minus 6,1 Prozent.

16:53 Uhr

Hamsterkäufe tun Klopapier-Hersteller Essity gut

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(Foto: imago images/Ulrich Roth)

Hamsterkäufe in der Corona-Krise sorgen für ein rasantes Wachstum beim schwedischen Hygieneartikel-Hersteller Essity mit Marken wie Tempo und Zewa. Der bereinigte operative Ertrag (Ebita) sei im ersten Quartal um 67 Prozent in die Höhe geschossen, der Umsatz kletterte um zehn Prozent. Vor allem im März, als die Verbraucher angesichts der Corona-Pandemie verstärkt nach Klopapier griffen, legten die Erlöse zu.

Der organische Umsatz sei in diesem Monat um 19,7 Prozent gestiegen, teilte der Konzern mit. In den kommenden Monaten könnten die Umsätze aber möglicherweise wieder sinken.

16:48 Uhr

MTU wirft Produktionsmotor wieder an - jetzt auch Kurzarbeit

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines nimmt nach drei Wochen Pause die Produktion in der nächsten Woche nach und nach wieder auf. Dabei werde für die rund 5000 Mitarbeiter in München vom kommenden Montag an Kurzarbeit eingeführt. In der ersten Woche werde nur jeder fünfte Mitarbeiter gebraucht, sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung, teilte der Dax-Konzern mit.

In den nächsten Wochen solle der Betrieb schrittweise hochgefahren werden, wenn die Nachfrage entsprechend steige - unter Beachtung der Regeln zur Verminderung von Ansteckungsgefahren. MTU hatte den Betrieb Ende März weitgehend auf Eis gelegt.

16:26 Uhr

Tui wirbt mit zusätzlichem "Reiseguthaben" für Gutschein

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Der von der Krise arg gebeutelte Reiseanbieter Tui will Kunden, deren Reise wegen der Corona-Pandemie storniert werden musste, mit einer Gutschrift zur Annahme eines Gutscheins motivieren. Wer sich eine bis Ende April stornierte Reisebuchung in Form von sogenanntem Reiseguthaben gutschreiben lasse, erhalte bis zu 150 Euro zusätzlich pro Buchung auf sein Guthabenkonto, teilte Tui mit.

Urlauber, die sich schon bis Ende Juni für ihre nächste Reise entscheiden, erhalten demnach außerdem einen "Treuebonus" von bis zu 100 Euro. Tui-Marketingchef Hubert Kluske will damit Kunden belohnen, "wenn sie sich mit ihrem Reiseguthaben für einen neuen Termin entscheiden und Tui damit verbunden bleiben". Die Kunden unterstützten so ihrerseits "auch unsere Partner" wie Reisebüros und Gästebetreuer sowie die Hoteliers und Gastronomen vor Ort, betonte der Manager.

16:12 Uhr

Für die Airlines wird 2020 ein Horrorjahr

Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie dürften die Fluggesellschaften in aller Welt nach Einschätzung ihres Verbands noch schwerer treffen als zuletzt gedacht. So dürften die Passagiererlöse in diesem Jahr voraussichtlich um etwa 55 Prozent geringer ausfallen als 2019, teilte der Weltluftfahrtverband IATA in Genf mit. Dies entspreche einem Rückgang um rund 287 Milliarden Euro.

Ende März war die IATA noch von einem Einbruch um 44 Prozent ausgegangen. Dabei hatte sie angenommen, dass die starken Reisebeschränkungen drei Monate anhalten.

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(Foto: REUTERS)

15:38 Uhr

Wall Street startet mit dickem Plus - Dax klar in Gewinnzone

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(Foto: AP)

Starker Start der US-Börsen: Der Dow Jones ist mit einem Zugewinn von 2,1 Prozent auf 23.891 Punkte in den Handel gegangen. Der marktbreite S&P-500 legte ebenfalls um 2,1 Prozent auf 2820 Zähler zu. JP Morgan gewannen trotz Gewinneinbruchs 2,3 Prozent zu. Johnson & Johnson verteuerten sich nach Quartalszahlen um 3,7 Prozent.

Der Dax verteidigte seinen Gewinn und gewann am Nachmittag 1,5 Prozent auf 10.731 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg um 1,4 Prozent auf 2933 Stellen.

15:20 Uhr

Wizz Air vermeldet rote Zahlen

Wizz Air wird im abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020 als Folge der Coronavirus-Pandemie außerordentliche Verluste verbuchen. Mitglieder des Boards sowie die weitere Führungsebene verzichten wegen der Krise im nächsten Geschäftsjahr auf 22 Prozent ihrer Zuwendungen, teilte die Billigairline für Mittel- und Osteuropa mit.

Wizz Air rechnet für den Zeitraum Januar bis März mit Hedging (Sicherungsgeschäfts)-Verlusten in der Größenordnung von 70 bis 80 Millionen Euro.

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(Foto: REUTERS)

15:09 Uhr

Großbritannien droht massiver BIP-Einbruch

Der britischen Wirtschaft droht im laufenden zweiten Quartal wegen der Corona-Krise ein Einbruch um mehr als ein Drittel. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte von April bis Juni um 35 Prozent fallen, sagte die für Haushaltsfragen zuständigen Behörde OBR voraus. Gleichzeitig könne sich die Arbeitslosenquote auf 10 Prozent mehr als verdoppeln.

Die Krise wird sich laut OBR auch im Staatshaushalt widerspiegeln. Im Fiskaljahr 2020/21 dürfte ein Defizit in Höhe von 273 Milliarden Pfund entstehen. Das wäre fünfmal so hoch wie bislang angenommen und entspräche 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das wäre zugleich die höchste Neuverschuldung im Vereinigten Königreich seit dem Zweiten Weltkrieg.

14:59 Uhr

Spekulation um Spartenverkauf hievt SAP-Kurs nach oben

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Ein Medienbericht zum geplanten Verkauf einer Sparte gibt Börsianern zufolge der SAP-Aktie Zusatzschub. Das Papier des Dax-Schwergewichts stieg um 3,4 Prozent.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will sich der Konzern von seinem Geschäft mit Software für mobile Netzwerke trennen. Das Unternehmen wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

14:54 Uhr

IWF erwartet schlimmeren globalen Einbruch als bei Finanzkrise

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer globalen Rezession. Die Wirtschaftsleistung werde um 3 Prozent schrumpfen, betonte der IWF in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. Das wäre ein schlimmerer Wirtschaftseinbruch als jener nach der globalen Finanzkrise 2008/2009.

Im Januar hatte der IWF für 2020 noch ein Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert. Für 2021 rechnet der Fonds nun mit einer deutlichen Erholung. Die globale Wirtschaft soll dann im Vergleich zum Vorjahr um starke 5,8 Prozent wachsen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 weitgehend unter Kontrolle gebracht werden kann und sich auch das Wirtschaftsleben wieder normalisiert, wie der IWF mitteilte.

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14:40 Uhr

Coronavirus haut auch in Wells-Fargo-Ergebnis rein

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(Foto: REUTERS)

Nach JP Morgan hat mit Wells Fargo eine weitere US-Großbank einen Gewinneinbruch verbucht. Wegen hoher Belastungen durch faule Kredite und Abschreibungen auf Wertpapiere schrumpfte das Ergebnis im ersten Quartal auf 653 Millionen Dollar von 5,9 Milliarden Dollar vor Jahresfrist, wie das Institut aus San Francisco mitteilte. Damit fiel der Gewinneinbruch wegen der Corona-Krise noch stärker aus als bei JP Morgan.

Die Rückstellungen für faule Kredite schossen um 3,2 Milliarden Dollar auf vier Milliarden Dollar in die Höhe. Weitere 950 Millionen Dollar fielen für Abschreibungen auf Wertpapiere an. Die Konzernerträge schrumpften um 18 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar.

14:13 Uhr

Alles wieder gut in Frankfurt - Dax klar im Plus

Es läuft wieder an der Frankfurter Börse: Nach viereinhalb Stunden Pause wegen einer technischen Störung ist der elektronische Xetra-Handel wieder in Betrieb.

Der Dax stieg am frühen Nachmittag um 1,4 Prozent auf 10.722 Punkte. Der MDax notierte 1,3 Prozent fester bei 22.390 Zählern. Der TecDax legte um 2,2 Prozent auf 2850 Stellen zu. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,6 Prozent auf 2910 Punkte.

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13:53 Uhr

Condor in Gefahr - Vereinigung Cockpit: Staat soll retten

Kommen wir zu einem Thema, das nicht direkt mit dem Börsengeschehen zusammenhängt, aber dennoch wichtig ist: Condor hängt derzeit buchstäblich in der Luft. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sich für eine Rettung des Ferienfliegers durch den deutschen Staat ausgesprochen. Die Unterstützung durch die Bundesregierung sei auch weiterhin gerechtfertigt, erklärte VC-Sprecher Janis Schmitt in Frankfurt. Schließlich stehe der Flugbetrieb der Condor aus grundsoliden Füßen. Es dürfe nicht sein, dass die Mitarbeiter in der Corona-Krise fallengelassen würden. Condor sei nur durch massive Geldabflüsse in Richtung des ehemaligen Mutterkonzerns Thomas Cook in Schwierigkeiten geraten.

Gestern hatte die polnische Luftfahrtholding PGL die bereits fest vereinbarte Übernahme der Condor ohne Angabe von Gründen abgesagt.

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13:39 Uhr

Gleich geht's wieder los - Xetra-Panne wohl behoben

Der Aktienhandel über die Plattform Xetra soll nach der Technikpanne der Deutschen Börse zufolge bald wieder anlaufen. Die Eröffnungsauktion beginne um 13.45 Uhr, teilt der Börsenbetreiber mit. Etwa fünf Minuten später beginne der reguläre Handel. Die technische Störung dauerte damit 4 Stunden und 20 Minuten.

13:17 Uhr

Milliarden für faule Kredite - Gewinneinbruch bei JP Morgan

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(Foto: REUTERS)

Die größte US-Bank JP Morgan hat wegen der Corona-Krise viel Geld für faule Kredite zurückgestellt und einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis fiel im ersten Quartal auf 2,9 Milliarden Dollar von 9,2 Milliarden vor Jahresfrist. Damit schnitt die Bank deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet.

Wegen der Wahrscheinlichkeit einer schweren Rezession sei es nötig gewesen, 6,8 Milliarden Dollar für faule Kredite zurückzustellen, so dass sich die Kreditkosten insgesamt auf 8,3 Milliarden belaufen hätten, sagte Vorstandschef Jamie Dimon. JP Morgan sei mit einer Kernkapitalquote von 11,5 Prozent und mehr als einer Billion Dollar an liquiden Mitteln gut gerüstet.

13:13 Uhr

Johnson & Johnson senkt Prognose und erhöht Dividende

Johnson & Johnson senkt im Zuge der Corona-Pandemie die Prognose für das Jahr 2020. Der US-Pharmakonzern geht nun von einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 7,50 bis 7,90 US-Dollar aus. Bisher hatte das Unternehmen mit 8,95 bis 9,10 Dollar je Anteil geplant. Das bereinigte operative Ergebnis je Aktie dürfte 7,65 bis 8,05 Dollar betragen statt 9,00 bis 9,15 Dollar.

Im ersten Quartal belief sich der Nettogewinn den Angaben zufolge auf knapp 5,8 Milliarden Dollar oder 2,17 Dollar je Anteil. Bereinigt verdiente J&J 2,30 Dollar je Aktie nach 2,10 Dollar. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,75 Milliarden Dollar bzw 1,39 Dollar je Aktie. Umgesetzt wurden 20,69 Milliarden Dollar, nach 20,02 Milliarden im Jahr zuvor. Analysten hatten laut Factset einen Gewinn von 2,01 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 19,73 Milliarden Dollar erwartet.

Die Investoren will der Konzern mit einer Quartalsdividende von 1,01 Dollar je Aktie bedenken, eine Erhöhung um 6,3 Prozent.

13:00 Uhr

Störung hält an - Deutsche Börse beweist Humor

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Kurzer Zwischenstand aus Frankfurt: Der Börsenhandel ist wegen technischer Probleme weiter gestört. Aber bei der Deutschen Börse ist dennoch der Humor nicht verloren gegangen. Die Störung werde gewiss nicht bis Pfingsten dauern, antwortete der Betreiber auf eine entsprechende Frage per Twitter. Der Parketthandel sei nicht betroffen.

12:51 Uhr

Wall Street fester erwartet - Zahlen von Banken im Blick

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street zeichnet sich heute ein festerer Start in den Handel ab. Jüngste Zahlen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten haben könnte. Zuversichtlich stimmen daneben auch Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die besser ausgefallen waren als erwartet.

In den USA kommt derweil die Bilanzsaison allmählich in Gang. Vor Handelsbeginn werden die beiden Banken JP Morgan und Wells Fargo sowie der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson über den Verlauf des ersten Quartals berichten. Anleger dürften ihr Augenmerk darauf richten, inwieweit sich die Corona-Krise in den Geschäftszahlen der Unternehmen niedergeschlagen hat oder im laufenden Quartal bzw. Geschäftsjahr voraussichtlich noch niederschlagen wird.

Die Agenda der Konjunkturdaten ist dagegen kurz. Noch vor der Startglocke werden die Import- und Exportpreise aus dem März veröffentlicht. Erst nach Börsenschluss folgen Daten zu den US-Ölvorräten des Branchenverbands API.

12:20 Uhr

Deutsche Börse hält sich bedeckt - kein Hacking

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Laut ntv-Börsenreporterin Katja Dofel sagen die Verantwortlichen nicht, worin das technische Problem an der Deutschen Börse liege, und auch nicht, wann es weitergehen würde. Wie sie weiter mitteilte, schließt der Betreiber ein Hacking aus. Die Panne betrifft den Aktien- und Derivatehandel seit 9.25 Uhr.

11:48 Uhr

Börsensprecher: Ende der Störung bei Xetra noch nicht absehbar

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(Foto: dpa)

Hier noch einige Bemerkungen zur Störung an der Frankfurter Börse: Dem Betreiber zufolge gibt es beim elektronischen Handelssystem Xetra T7 Probleme. Über das System wird der Großteil des Aktienhandels und der Derivatehandel der Börsen-Tochter Eurex abgewickelt. Begonnen habe die Störung um 09.25 Uhr, ein Ende sei noch nicht absehbar, sagte ein Börsensprecher. Zu den Ursachen konnte er keine Angaben machen, man untersuche die Störung.

Der Parketthandel sei nicht betroffen, ergänzte der Sprecher. Allerdings spielt er nur noch eine Nischenrolle. Mehr als 90 Prozent des deutschen Aktienhandels werden über den Handelsplatz Xetra abgewickelt. Aber, wie heißt es so schön? Alles wird gut.

11:36 Uhr

Funktionierende Börsen zumeist im Plus - Dax wohl auch

Von den Tageshochs am Morgen zurückgekommen zeigen sich auch diejenigen Börsenplätze Europas, die - anders als das Xetra-System - keine Probleme haben. Der niederländische AEX-Index zeigte sich kurz vor Mittag 0,4 Prozent tiefer, Mailand notiert dagegen bis zu 0,9 Prozent höher, Frankreichs CAC-40 legte 0,4 Prozent zu.

Auch der derzeit nicht berechnete Dax dürfte daher etwa nur noch 0,7 Prozent im Plus liegen, meinte ein Händler.

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11:06 Uhr

Störung in Frankfurt hält an - Ausflug zum Fußball

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(Foto: picture alliance / dpa)

Verehrte Leserinnen und Leser, irgendwie erinnert die heutige Börsen-Berichterstattung an das legendäre Champions-League-Spiel vom 1. April 1998 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund. Am Abend besagten Tages fiel im Santiago-Bernabéu-Stadion nämlich ein Tor um - das Spiel wurde erst nach mehr als einer Stunde angepfiffen. Die Kollegen Günther Jauch und Marcel Reif führten damals launig durch die Übertragung auf RTL.

Aufgrund der technischen Störung bei der Deutschen Börse sind konkrete Kurse derzeit nicht abrufbar. Haben Sie also Geduld. Um auf Madrid zurückzukommen: Wir haben wenigstens die Anfangskurse. Übrigens: Der BVB unterlag damals 0:2. Wollen wir hoffen, dass der Dax im Plus bleibt.

10:44 Uhr

Luft- und Kreuzfahrtwerte stehen unter Druck

Weiter ins Minus sind an den europäischen Börsen die Reise- und Airline-Aktien gerutscht. Der Reise- und Freizeitindex sank nach unveränderter Eröffnung 2 Prozent ins Minus und stellte damit den schwächsten Sektor.

  • "Angesichts der Unsicherheiten um die Zukunft der Airlines und vor allem das künftige Volumen der Branche war das teils erwartet worden", sagte ein Händler. Die Aussicht auf eine Erweiterung der Flotten sei nun Makulatur.

Lufthansa gaben 0,3 Prozent nach, MTU 2 Prozent und Airbus 1,7 Prozent. Härter noch traf es Kreuzfahrtveranstalter wie Carnival, die 5,5 Prozent fielen, und Tui mit minus 3,6 Prozent. Da Kreuzfahrer ihre Schiffe oft unter Billigflaggen betreiben, ist die Aussicht auf Staatshilfen eher gering.

10:23 Uhr

An Deutscher Börse geht derzeit wenig - technische Störung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Eine technische Störung hat einen Großteil des Handels an der Deutschen Börse lahmgelegt. Es gebe beim elektronischen Handelssystem Xetra Probleme, teilte der Betreiber der Frankfurter Börse mit. Über das elektronische Handelssystem wird der weit überwiegende Teil des Aktienhandels an der Frankfurter Börse abgewickelt.

Zu den Ursachen der Panne konnte ein Börsensprecher keine Angaben machen, man untersuche die Störung derzeit.

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10:11 Uhr

Frankreich erwartet größeren BIP-Einbruch als Deutschland

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Leere Straßen und Plätze in Paris.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Tiefe Sorgenfalten in Frankreich: Die dortige Wirtschaft schrumpft nach Prognose von Finanzminister Bruno Le Maire wegen der Corona-Krise stärker als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr um 8 Prozent fallen, sagte er dem Sender BFM TV. Bislang war von einem Minus um sechs Prozent ausgegangen worden.

  • "Die Eindämmungsmaßnahmen sind länger, als man hätte voraussehen können", sagte Le Maire.

Damit würde die Krise das Nachbarland wirtschaftlich stärker treffen als Deutschland: Die führenden Institute sagen Europas größter Volkswirtschaft im laufenden Jahr lediglich einen etwa halb so starken Einbruch von 4,2 Prozent voraus.

09:47 Uhr

Renault verkauft Joint-Venture-Anteil an Chinesen

Renault steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autokonzern Dongfeng aus. Wie Dongfeng mitteilte, verkaufen die Franzosen ihre Beteiligung an das chinesische Unternehmen. Gründe seien der Abschwung auf dem chinesischen Automarkt und die ohnehin schwachen Geschäfte des Joint Ventures. Finanzielle Angaben zu dem Anteilsverkauf wurden nicht gemacht.

Die beiden Unternehmen wollten aber künftig zusammenarbeiten, so Dongfeng. Dazu gehörten die Bereiche Elektromobilität oder neue Antriebe. Diese Kooperation solle über Nissan, den strategischen Partner von Renault, ablaufen.

09:26 Uhr

Tesla verlangt wegen Corona-Pandemie geringere Mietzahlungen

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(Foto: AP)

Der E-Auto-Pionier Tesla will wegen der Corona-Pandemie die Mietzahlungen für seine Niederlassungen senken. Der US-Konzern habe bei wenigstens einem Teil seiner Vermieter Mietsenkungen angekündigt, wie von einigen von Immobilienfirmen zu erfahren war.
Die weltweite Pandemie, habe Tesla dazu veranlasst, "strategische Entscheidungen zu treffen, um den langfristigen Erfolg und das Wachstum des Unternehmens sicherzustellen", heißt es in einer E-Mail von Tesla, aus der das "Wall Street Journal" zitiert.

Tesla hatte in der vergangenen Woche bereits Löhne gekürzt und Mitarbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, in unbezahlten Urlaub geschickt. Auch die Produktion im Werk San Francisco ruht. Tesla hofft, sie ab dem 4. Mai wieder hochfahren zu können.

09:07 Uhr

Dax kommt gestärkt aus den Feiertagen - über 10.700

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit Gewinnen in die verkürzte Handelswoche gestartet. Der Dax gewann 1,6 Prozent auf 10.735 Punkte. Der MDax legte um 2,1 Prozent auf 22.562 Zähler zu, der TecDax 1,8 Prozent auf 2843 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,1 Prozent auf 2924 Punkte nach oben.

Für gute Stimmung sorgten unerwartet positive Handelsdaten aus China: Die Ausfuhren schrumpften zwar im März, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet. Die Volksrepublik hatte zuletzt die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder gelockert.

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08:52 Uhr

Nikkei schafft dank China dickes Plus

Ein überraschend geringer Rückgang der chinesischen Exporte hat für gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. In Tokio ging der Nikkei 3,1 Prozent fester bei 19.639 Punkten aus dem Handel. Analysten verwiesen zudem darauf, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in wichtigen Ländern zurückgeht. Dennoch sei es noch zu früh für Entwarnung an den Finanzmärkten.

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08:45 Uhr

Euro präsentiert sich etwas fester

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Kurs des Euro ist im frühen Handel gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0944 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der vergangenen Nacht nur knapp über 1,09 Dollar gestanden hatte. Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, die auch dem Euro etwas Auftrieb verleihen konnte. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0867 Dollar festgesetzt.

08:29 Uhr

Brüssel plant wohl Billionen-Wiederaufbaufonds

Bei der EU-Kommission ist einem Medienbericht zufolge für die von der Corona-Krise gebeutelte Wirtschaft ein Wiederaufbaufonds im Volumen von 1,5 Billionen Euro im Gespräch. "Ich könnte mir solch einen Finanzrahmen vorstellen", zitierte das "Handelsblatt" den für Wirtschaft zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis.

Die Kommission plane einen Wiederaufbaufonds, der mit Anleihen finanziert wird, "die mit einer Bürgschaft der Mitgliedstaaten unterlegt werden". Über die endgültige Höhe sei aber noch nicht entschieden. Dombrovskis ließ der Zeitung zufolge offen, ob es sich bei den geplanten europäischen Anleihen um die umstrittenen Euro-Bonds handelt.

Am 24. April wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in einer Videokonferenz mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise befassen. Der Wiederaufbaufonds sei dann auch Thema, sagte Dombrovskis. Die europäischen Finanzminister hatten sich vergangene Woche nach zähen Verhandlungen auf ein mindestens 500 Milliarden Euro schweres Corona-Rettungspaket verständigt. Hinzu kommen vorsorgliche Kreditlinien, die beim europäischen Rettungsfonds ESM abgerufen werden können.

07:58 Uhr

China-Daten schüren Hoffnung bei Anlegern

Dax
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In der Hoffnung auf eine rasche Konjunkturbelebung nach der Coronakrise wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Gründonnerstag war er 2,2 Prozent fester bei 10.564,74 Punkten aus dem Handel gegangen. Für gute Stimmung sorgen dürften unerwartet positive Handelsdaten aus China: Die Ausfuhren schrumpften zwar im März, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet. Die Volksrepublik hatte zuletzt die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder gelockert.

Sollte China nun mit vergleichsweise geringen wirtschaftlichen Einbußen durch die Pandemie kommen, wäre das positiv für die Weltwirtschaft, sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners.

07:29 Uhr

Am Ölmarkt herrscht Skepsis

Rohöl (Brent)
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Am Ölmarkt steigen die Preise moderat. Brentöl verteuert sich um 1,2 Prozent auf 32,20 Dollar je Barrel. Die bereits am Vortag gesehene Stabilisierung nach der Einigung der Opec+-Gruppe auf eine deutliche Senkung der Ölfördermenge setzt sich damit fort.

Dass die Preise nicht stärker zulegen, führen Marktbeobachter auf die weit verbreitete Skepsis zurück, dass der Beschluss auch so umgesetzt wird von den beteiligten Saaten. Zudem halten viele Experten die Senkung für nicht ausreichend angesichts des deutlichen Nachfragerückgangs vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

07:00 Uhr

Chinas Exporte schrumpfen weniger als befürchtet

Chinas Handel ist im März im Zuge der Coronavirus-Pandemie deutlich geschrumpft, allerdings weniger als von Experten erwartet. Die Exporte gingen im vergangenen Monat um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, wie veröffentlichte Behördendaten zeigten. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt mit einem Minus von 14 Prozent gerechnet. Die Einfuhren sanken um 0,9 Prozent, Analysten hatten einen Rückgang um 9,5 Prozent erwartet.

Die Volksrepublik hat die massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert, zahlreiche Unternehmen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. Der Handelsüberschuss betrug im März 19,9 Milliarden Dollar. Experten hatten 18,55 Milliarden Dollar erwartet. In China waren zum Jahreswechsel die ersten Fälle des Coronavirus bestätigt worden. Von dort breitete sich das Virus weltweit aus, die Pandemie wirkt sich massiv auf die Wirtschaft aus.

06:22 Uhr

Asiatische Aktien steigen

Nikkei
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Hoffnungen auf die Erreichung des Höhepunkts der Coronavirus-Epidemie haben den asiatischen Aktienmärkten zu einem Hoch verholfen. "Die Anzeichen für einen Höhepunkt des Ausbruchs - oder zumindest eine Verlangsamung in einigen Regionen - lenken die Gespräche in Richtung Lockerung der Beschränkungen", schrieben die Analysten von JPMorgan in einer Mitteilung.

Die Stimmung der Investoren ist vor den chinesischen Handelsdaten und Unternehmensgewinnen allerdings noch vorsichtig, da die Anleger über eine globale Rezession besorgt sind. Alle Augen richten sich daher auf Chinas Handelsdaten: Viele Analysten gehen davon aus, dass Chinas Wirtschaft, die zweitgrößte der Welt, im März-Quartal erstmals seit 1992 stark geschrumpft ist. China legt am 17. April seine Daten zum Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal vor.

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 109,59

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst stärker. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,2 Prozent höher bei 19.464 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1419 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,59 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0428 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent niedriger bei 0,9645 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0940 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0555 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,4 Prozent auf 1,2554 Dollar.