Dienstag, 14. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
18:00 Uhr

Dax scheut vor neuem Rekordstand zurück

Etwas mehr als 100 Punkte trennen den Dax von einem neuen Allzeit-Höchststand. Doch auch heute wagt der deutsche Leitindex nicht den Rekordsprung - vielmehr stagniert er bei 13.457 Punkten - knapp 5 Punkte höher als gestern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verbucht ein kleines Plus von 0,2 Prozent auf 28.463 Zähler.

Dax
Dax 13.526,13

"Nachdem die Börsen in den ersten Handelstagen des Jahres durch die Ereignisse im Irak und Iran ordentlich durcheinandergewirbelt wurden, zeigen sich die Kurse mittlerweile wieder deutlich stabiler", sagt Kapitalmarktexperte Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer zu ntv.de. "In der Nähe des Allzeithochs wollen viele Anleger noch nicht einsteigen, sondern warten einen möglichen Ausbruch ab", so ein Händler zum Gesamtmarkt.

Zur Wochenmitte steht mit der Unterzeichnung eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China der wohl wichtigste Kurstreiber der vergangenen Monate an. Insgesamt seien die Investoren mit Blick auf dieses Ereignis und die beginnende Berichtssaison noch etwas skeptisch, heißt es aus dem Handel.

Stärkster Dax-Titel sind Wirecard mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 118,90 Euro. "Wirecard profitiert stark vom Kauf von Plaid durch Visa", so ein Händler. Visa zahlt über 5 Milliarden Dollar für das erst sechs Jahre alte Fintech-Startup.

Ein neues Allzeithoch markiert die Aktie von Adidas bei 325,40 Euro. Grund sind optimistische Aussagen von Goldman Sachs: Die Investmentbank hat das Ziel für Adidas auf 350 von 310 Euro erhöht. Am Ende gehen Adidas mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 313,25 Euro aus dem Handel.

Die rote Laterne im Dax halten hingegen Fresenius mit einem Minus von 2,9 Prozent. Analysten der Bank JP Morgan meinen, auf einer Investorenveranstaltung sei der Ausblick eher vorsichtig gewesen. BASF geben 1,6 Prozent ab, Infineon 1,4 Prozent.

Damit endet unsere Berichterstattung zum heutigen Börsen-Tag - mir bleibt noch, Ihnen einen angenehmen Feierabend zu wünschen. Hoffentlich schauen Sie morgen wieder vorbei bei ntv.de.

Ihr Kai Stoppel

17:27 Uhr

Schock für Boeing - Bestellungen erstmals seit Jahrzehnten im Minus

Boeing
Boeing 324,15

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing weist für das vergangene Jahr erstmals seit Jahrzehnten ein Minus bei den Bestellungen für Zivilflugzeuge auf. Boeing erhielt 2019 mehr Stornierungen für schon georderte Maschinen als neue Aufträge, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach steht ein Minus von 87 Flugzeugen unter dem Strich.

Auch bei den Auslieferungen ging es abwärts. Boeing lieferte im vergangenen Jahr 380 Maschinen aus, das waren 53 Prozent weniger als 2018.

Boeing steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. Für die Boeing 737 Max gilt nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten ein weltweites Flugverbot. Konzernchef Dennis Muilenburg, dem schlechtes Krisenmanagement zur Last gelegt wurde, wurde im Dezember abgesetzt. Sein Nachfolger David Calhoun trat am Montag sein Amt an.

17:02 Uhr

Läuft bereits die nächste Goldrally?

Beim Goldpreis ging es zuletzt ziemlich turbulent zu. Die niedrigeren Zinsen haben den Wert des Edelmetalls immer weiter nach oben getrieben. Wie Trader solche Preisänderungen mit Hebelinstrumenten nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank.

 

16:39 Uhr

Breites Investieren möglich - Cannabis-ETF startet in Frankfurt

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Die Cannabis-Aktien hatten ein heißes Jahr 2019, da sich der Schwarzmarkt in wichtigen Staaten wie Kalifornien als widerstandsfähiger als erwartet erwies und die Sorge um die Rentabilität die hohen Börsenbewertungen drückte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Man sagt ja immer, dass man "breit" anlegen sollte: Das ist auch in Europa selbst möglich - denn es gibt den ersten auf dem Kontinent gehandelten Cannabis-ETF. Der Medical Cannabis and Wellness ETF ist seit dieser Woche gelistet. Angeboten wird er von Purpose Investments, einem Vermögensverwalter aus Kanada.

Allerdings: Unternehmen, die Geld mit Cannabis für den privaten Konsum verdienen, sind nicht dabei - damit soll der ETF auch konservativen Anlegern schmackhaft gemacht werden. Mit dabei sind vor allem medizinische Marihuana-Aktien, die in den USA und Kanada gelistet sind. Etwa die Hälfte davon sind "touch the plant", was bedeutet, dass die Unternehmen direkt am Anbau von Cannabis beteiligt sind.

Europäische Investoren konnten sich zwar schon vorher in mehr als ein Dutzend US-und kanadische ETF einkaufen, die auf diesen Sektor abzielen. Aber die in Frankfurt notierte Version beseitigt die Komplikationen der US-Quellensteuer auf Dividenden - auch wenn die meisten Unternehmen, die mit Cannabis handeln, noch weit davon entfernt sind, Dividenden zu zahlen.

16:12 Uhr

Auftakt der Berichtssaison bewegt Wall Street

S&P 500
S&P 500 3.323,75

Am Tag vor der Unterzeichung eines ersten Teilabkommens zwischen den USA und China legen die Anleger in den USA eine Pause ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,1 Prozent fester bei 28.9222 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,2 Prozent auf 3283 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq liegt 0,1 Prozent im Minus bei 9260 Punkten.

Für Gesprächsstoff sorgten vor allem erste Geschäftszahlen. Den Auftakt machten die US-Großbanken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo. Für JPMorgan geht es um 1,4 Prozent aufwärts: Das Geldhaus schaffte 2019 einen Rekordgewinn. Auch bei der Citigroup läuft es rund, die Aktien notieren 1,6 Prozent höher.

Wells Fargo leidet dagegen unter Rechtskosten, der Gewinn halbiert sich. Das drückt die Aktien um 4,1 Prozent ins Minus. Von Refinitiv befragte Analysten rechnen damit, dass im abgelaufenen Quartal die Gewinne der Firmen im S&P 500 um 0,7 Prozent zurückgegangen sind - das wäre das zweite Minus in Folge.

15:44 Uhr

Von wegen Klimaschutz - Norwegen sucht neue Ölfelder

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,35

Das Thema Klimaschutz ist derzeit so groß wie nie zuvor – für Norwegen jedoch kein Grund, sich von einem der größten Klimakiller, dem Erdöl, zu verabschieden: Die norwegische Regierung will 69 neue Lizenzen für die Suche nach dem schwarzen Gold vergeben. Die Gebiete liegen in der Nordsee, der Norwegischen See und der Barentssee.

"Wir hoffen, die Erkundungen werden zu neuen Funden führen", sagte Öl- und Energieministerin Sylvi Listhaug. Ölunternehmen wie Equinor, BP, Neptune, Vår Energi und die deutsche Wintershall Dea zeigten großes Interesse.

Umweltverbände und -parteien kritisierten die Ausschreibung. "Das ist ein Verrat an allen, die heute jung sind", sagte Une Bastholm von der Umweltpartei Die Grünen der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. "Bis 2050 muss sich die Welt von fossiler Energie verabschiedet haben. Trotzdem will Listhaug, dass Norwegen weiter nach Öl und Gas sucht."

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Erst letzte Woche wurde rund 140 Kilometer westlich von Stavanger ein neues Ölfeld eingeweiht, das Öl und Gas für die nächsten 50 Jahre liefern soll.

(Foto: imago images/TT)

15:02 Uhr

Schweizer Franken auf 33-Monats-Hoch - Experten rätseln

Franken / Euro
Franken / Euro ,93

Der Schweizer Franken steigt zum Euro auf den höchsten Stand seit 33 Monaten. Die Gemeinschaftswährung ist zwischenzeitlich für 1,0763 Franken zu haben - weniger kostete ein Euro zuletzt im April 2017.

Analysten zeigen sich über die Gründe für den Anstieg uneins. Ein Experte sagt, im Markt werde spekuliert, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) angesichts der Einstufung der Alpenrepublik als Währungsmanipulator durch die USA am Devisenmarkt zurückhaltender gegen eine Franken-Aufwertung intervenieren könnte. Ein anderer Analyst argumentiert, diese Einschätzung der US-Regierung sei erwartet worden und sprach von einem allgemeinen Anlaufen "sicherer Häfen".

14:12 Uhr

Adidas-Aktie steigt auf höchsten Stand aller Zeiten

Adidas
Adidas 311,30

Von der Spitze des Dax grüßt am frühen Nachmittag die Aktie von Sportartikelhersteller Adidas mit einem Plus von 1,8 Prozent - während der Dax insgesamt nahezu unverändert notiert. Beim Stand von 315,40 Euro hat das Papier zudem ein neues Allzeithoch notiert.

Auch die Aktie des anderen großen Sportartikelfabrikanten - Puma - ist im Höhenrausch. Sie steht an der Spitze des Nebenwerteindex MDax mit einem Aufschlag von zuletzt rund 3,0 Prozent. Auch sie markiert einen neuen Rekordstand - bei 75,60 Euro.

Was ist denn da nur los? "Adidas haben die 300er Marke herausgenommen, das hat den charttechnischen Deckel gehoben", sagt ein Marktteilnehmer. Übersetzt bedeutet das: Nachdem die Aktie von Adidas einen Wert von 300 Euro überschritten hat, halten Marktbeobachter (die anhand einer bestimmten Analysemethoden die Wahrscheinlichkeiten für den weiteren Kursverlauf ermitteln - der sogenannten technischen Analyse oder Chartanalyse, die sich fast ausschließlich auf die Kurshistorie fokussiert) einen weiteren Anstieg für denkbar.

13:26 Uhr

Umfrage: Das ist das "Börsen-Unwort" des Jahres

Während eine Jury aus Sprachwissenschaftlern das Wort "Klimahysterie" zum Unwort des Jahres 2019 gekürt hat, zieht die Düsseldorfer Börse mit einer eigenen Wahl zum Börsen-Unwort des Jahres nach. Und es ist: "Finanztransaktionssteuer."

Hm. Besonders aufregend klingt das nicht. Vielleicht haben auch Sie jetzt mehr erwartet. Aber die Düsseldorfer Börse schickt auch eine Erläuterung hinterher: "In dem Begriff sehen die Börsen-Makler, Wertpapier-Händler und Handelsplatz-Mitarbeiter einen klassischen Etikettenschwindel", heißt es zu der Entscheidung, die in einer Umfrage gefällt wurde.

Bei dem vom Bundesfinanzminister im letzten Jahr forcierten Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer handele es sich um eine Strafabgabe auf Aktiengeschäfte in europäischen Blue-Chip-Werten. Denn anders als das Wort es vermuten lässt, sollen nach den aktuellen Planungen lediglich die Käufe und Verkäufe börsennotierter Aktien von grundsätzlich soliden Großunternehmen besteuert werden.

12:59 Uhr

Nach Ghosn-Flucht in Musikkiste - Yamaha twittert Warnung

Yamaha
Yamaha 49,00

Nach der Flucht des angeklagten Ex-Autobosses Carlos Ghosn in den Libanon hat der japanische Musikinstrumenten-Hersteller Yamaha über Twitter darum gebeten, doch bitte nicht in große Kisten zur Beförderung von Musikinstrumenten zu steigen.

Man werde zum Grund nichts sagen, aber es gebe viele Tweets, in dem vom Einsteigen in große Musikinstrumenten-Kisten die Rede sei, heißt es, ohne dass der Fall Ghosn erwähnt wird. "Eine Warnung nach einem unglücklichen Unfall käme zu spät, daher bitten wir jeden, das nicht zu versuchen", so der Tweet des Yamaha-Konzerns, der bis zum Dienstag bereits mehr als 86.000 Mal von Nutzern "geliked" und mehr als 94.000 Mal per retweet weiterverbreitet wurde.

Nach unbestätigten japanischen Medienberichten soll Ghosn in einer solchen Kiste versteckt in einem Privatjet außer Landes gebracht worden sein. Bei einer Pressekonferenz später in Beirut machte Ghosn aus Rücksicht auf seine Helfer keinerlei Angaben, wie er aus Japan geflüchtet ist.

*Datenschutz

 

11:55 Uhr

Expertin: Trump dürfte bald wieder über Dollar schimpfen

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Die USA brandmarken China nicht mehr als Währungsmanipulateur - so weit, so vernünftig, findet auch die Devisenanalystin der Commerzbank, Thu Lan Nguyen. Gerade mit Blick auf die Unterzeichnung des Teilhandelsabkommens am Mittwoch sei dies positiv.

Die Rücknahme der Beschuldigung durch US-Präsident Donald Trump könne aber nicht als Zeichen dafür gewertet werden, dass er in diesem Bereich insgesamt zurückrudere. Zwar sei auf seinem Twitter-Account schon seit einiger Zeit keine Beschwerde mehr über den starken Dollar und die US-Geldpolitik zu finden. Doch auch das könne lediglich Teil der Strategie im Handelskonflikt mit China sein - so sei es nicht in seinem Interesse, kurz vor Abschluss des Teilabkommens Peking unnötig zu verärgern.

Das heiße aber nicht, dass das Wechselkursthema und damit der starke US-Dollar für Trump gegessen sei, so Nguyen. Dazu habe er im vergangenen Jahr zu viel Getöse darum gemacht. Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen könne es sogar sein, dass der Dollar noch viel stärker in seinen Fokus rücke.

11:11 Uhr

Überraschende Zahlen - VW bleibt wohl weltgrößter Autobauer

VW Vorzüge
VW Vorzüge 181,36

Der Volkswagen-Konzern hat bei seinen Verkäufen 2019 entgegen ersten Schätzungen doch noch einmal zugelegt - und könnte damit als weltgrößter Autobauer den Rivalen Toyota auf Abstand halten. Die Volkswagen-Gruppe lieferte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mehr als 10,97 Millionen Fahrzeuge aus. Das entsprach einem leichten Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2018.

Im Herbst hatten die Wolfsburger erwartet, dass der Wert stagnieren würde - in manchen Regionen schwächte sich die Autonachfrage zuletzt ab. Bei der Kernmarke VW Pkw hatte vor allem ein gutes China-Geschäft zum Jahresende eine Aufholjagd gebracht, in der Summe stand hier eine Zunahme der Auslieferungen um 0,5 Prozent auf 6,28 Millionen Wagen.

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Volkswagen präsentiert den Atlas Cross Sport auf der Los Angeles Auto Show 2019.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

 

10:28 Uhr

Anstehendes "Halving" treibt Bitcoin auf neues Jahreshoch

Der große Hype um den Bitcoin ist definitiv vorbei, doch die Kryptowährung weist immer noch einen beachtlichen Wert auf - im Vergleich zu den Zeiten vor dem rasanten Anstieg. Vor drei Jahren etwa lag der Kurs pro Bitcoin bei rund 900 Dollar - heute ist ein Bitcoin 8578,26 Dollar wert.

Allerdings prägen nach wie vor starke Schwankungen den Kurs der Cyberwährung. Zuletzt geht es wieder deutlich nach oben. Heute legt der Bitcoin satte 5,5 Prozent zu auf ein Zwei-Monats-Hoch - und damit logischerweise ein neues Jahreshoch.

Der Grund: "Anleger laufen sich für das anstehende 'Halving' warm", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Damit bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch "Schürfen" neu geschaffen werden kann und Inflation verhindern soll.

09:52 Uhr

Zalando-Rivale wächst rasant - Aktie auf Rekordhoch

Boohoo
Boohoo 328,00

Ein Umsatzsprung katapultiert Boohoo auf ein Rekordhoch. Die Aktien des britischen Online-Modehändlers steigen um bis zu 4,3 Prozent und sind mit 331,8 Pence so teuer wie noch nie. Das Unternehmen steigerte den Angaben zufolge seinen Umsatz im Weihnachtsgeschäft um 44 Prozent auf umgerechnet 551 Millionen Euro. Auf dieser Basis hob Boohoo das Wachstumsziel für das Geschäftsjahr 2019/2020 auf 40 bis 42 von 33 bis 38 Prozent an.

Analyst Adam Tomlinson von der Investmentbank Liberum lobte die Zahlen als exzellent. Vor allem die Kernmarke Boohoo habe positiv überrascht. Er bekräftige daher seine Kaufempfehlung und hebe das Kursziel auf 370 von 340 Pence an.

09:28 Uhr

Mit diesem Dax-Start hat kaum einer gerechnet

Dax
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Nach einer starken Vorwoche und mittlerweile nicht mehr weit von einem neuen Allzeithoch entfernt, ereilt den Dax eine leichte Schwächphase. Bereits gestern gab er zum Ende hin leicht nach. Zum heutigen Handelsbeginn sieht es nicht wesentlich besser aus. Der deutsche Leitindex verliert überraschend 0,6 Prozent auf 13.382 Zähler - dabei ließen die Berechnungen von Banken und Brokerhäusern auf einen höheren Start schließen.

Für Gesprächsstoff dürfte weiterhin die für Mittwoch angekündigte Unterzeichnung des ersten Teils eines Handelsabkommens zwischen den USA und China sorgen. Der seit anderthalb Jahren währende Handelskonflikt hinterlässt weltweit Bremsspuren in der Wirtschaft.

Daneben richten die Börsianer ihr Augenmerk nun vor allem auf die Geschäftsergebnisse der Unternehmen. Die großen US-Banken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo läuten heute die Berichtssaison mit den Zahlen für das vierte Quartal ein. In Deutschland veröffentlicht Volkswagen seine Absatzzahlen für 2019, daneben legen mehrere Firmen aus der zweiten Reihe ihre Ergebnisse vor.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:36 Uhr

Insider: China kauft mehr Autos und Flugzeuge aus den USA

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nun werden immer Details zum amerikanisch-chinesischen Handelspapier bekannt. Die Volksrepublik will einem Insider zufolge deutlich mehr US-Autos und -Flugzeuge sowie Agrar- und Energieerzeugnisse kaufen. Die Regierung in Peking habe zugesagt, binnen zwei Jahren zusätzliche Industriegüter aus den USA im Volumen von fast 80 Milliarden Dollar abzunehmen.

Hinzu kommen laut dem Insider im selben Zeitraum zusätzliche Energielieferungen im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar und US-Dienstleistungen von etwa 35 Milliarden Dollar. Außerdem sei vorgesehen, dass China den Kauf von US-Agrargütern innerhalb von zwei Jahren um etwa 32 Milliarden Dollar steigere.

08:23 Uhr

Nikkei klettert nach oben - Rekordhoch in Australien

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(Foto: imago stock&people)

Die für morgen anstehende Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China ermuntert weitere Anleger zum Einstieg in die asiatischen Aktienmärkte. Da die Entschärfung des Zollkonflikts zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften bereits weitgehend in den Kursen enthalten sei, könne es aber zu Gewinnmitnahmen kommen, warnte ein Analyst.

Die Shanghaier Börse konnte bereits heute ihr zwischenzeitliches Neun-Monats-Hoch von 3127 Punkten nicht halten und büßte 0,2 Prozent auf 3108 Zähler ein. Der Tokioter Nikkei-Index stieg nach dem verlängerten Wochenende in Japan dagegen um 0,7 Prozent auf 24.025 Stellen. In Sydney markierte der ASX sogar ein Rekordhoch bei 6963 Punkten, weil China ein wichtiger Handelspartner Australiens ist.

08:17 Uhr

Ölpreise bleiben auf niedrigerem Niveau

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel kaum von der Stelle bewegt. Händler sprachen von fehlenden Impulsen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,30 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls leicht um drei Cent auf 58,11 Dollar.

In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise spürbar gefallen. Gestern wurden einmonatige Tiefststände erreicht. Ein wichtiger Grund ist die tendenzielle Entspannung im Verhältnis der USA zu Iran. Wegen der geringeren Kriegsgefahr sind die Risikoaufschläge am Erdölmarkt deutlich gesunken.

08:12 Uhr

Konjunkturoptimismus drückt Goldpreis

Goldpreis
Goldpreis 1.557,29

Der wachsende Konjunkturoptimismus angesichts der Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China macht den Gang ins Gold immer unattraktiver. Das Edelmetall verbilligte sich im frühen Handel um weitere 0,8 Prozent und kostet 1535,63 US-Dollar je Feinunze.

07:46 Uhr

Verkaufsempfehlung setzt Beiersdorf-Aktie zu

Beiersdorf
Beiersdorf 105,90

Ein negativer Analystenkommentar hat die Aktie von Beiersdorf ans Dax-Ende gedrückt. Der Kurs des Nivea-Herstellers fiel vorbörslich um ein Prozent auf etwa 106,20 Euro.

Die Experten der französischen Großbank Société Générale stuften die Titel auf "Sell" von "Hold" zurück und kürzten das Kursziel auf 99 von 110 Euro.

07:41 Uhr

Chinas Yuan präsentiert sich fester

In Erwartung einer Entspannung in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China haben sich Anleger mit der chinesischen Währung eingedeckt. Der US-Dollar fiel im Gegenzug um 0,4 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 6,8661 Yuan.

07:37 Uhr

Hellas Licht flackert etwas schwächer - Prognose bleibt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Scheinwerferspezialist Hella hat den weltweiten Rückgang der Automobilproduktion zu spüren bekommen und weniger verdient. Im Zeitraum Juni bis November sank das bereinigte operative Ergebnis um 13,1 Prozent auf 257 Millionen Euro. Der bereinigte Umsatz schrumpfte um 3,2 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. Damit habe man sich besser entwickelt als der Markt, erklärte Konzernchef Rolf Breidenbach.

Der Manager bekräftigte die Jahresziele. Demnach peilt er 2019/20 einen bereinigten Umsatz von rund 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro an sowie eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 6,5 bis 7,5 Prozent.

07:22 Uhr

Dax orientiert sich vorbörslich nach oben

Gut behauptet werden heute die europäischen Aktienmärkte erwartet. In Frankfurt dürfte der Dax zunächst weiter um die 13.500-Punkte-Marke pendeln. Vorbörslich notierte der Leitindex 0,2 Prozent höher bei 13.476 Punkten.

Die Anleger warten gespannt auf den Start in die US-Berichtssaison. Sie beginnt am Mittag mit den Zahlen der Banken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo. Viele, vor allem exportorientierte Unternehmen dürften im vierten Quartal aber noch die Blessuren des US-China-Konflikts davongetragen haben. Wichtig werden daher vor allem Aussagen zu den Auftragseingängen und dem Ausblick auf 2020.

Dazu werden immer noch mehr Details zum Phase-1-Handelsdeal zwischen den USA und China erwartet, der am Mittwoch unterzeichnet werden soll. Als Zeichen der Entspannung wird gewertet, dass die USA die Bezeichnung Chinas als Währungsmanipulatur fallen gelassen haben.

Dax
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07:08 Uhr

Nissan rüttelt nicht an Autoallianz mit Renault

Eine Auflösung der Autoallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi steht laut Nissan nicht zur Debatte. Die Allianz sei die Quelle der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, teilte der japanische Autobauer mit.

Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, dass hochrangige Manager des Konzerns Notfallpläne für eine mögliche Trennung von Renault durchspielen. Seit der Flucht des früheren Renault- und Nissan-Chefs Carlos Ghosn aus Japan seien solche Erwägungen beschleunigt worden, hieß es.

06:50 Uhr

Chinas Handel mit den USA leidet massiv

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Jahren starker Anstiegsraten hat der Handelskrieg der USA mit China das chinesische Außenhandelswachstum im vergangenen Jahr gestoppt. Der gesamte, in US-Dollar berechnete Außenhandel fiel im Vergleich zum Vorjahr sogar um ein Prozent, wie der Zoll in Peking berichtete. Die Exporte legten nur leicht um 0,5 Prozent zu. Hingegen fielen die Importe um 2,8 Prozent.

Der Rückgang im Handel mit den USA war mit 14,6 Prozent besonders drastisch: Chinas Importe aus den USA brachen sogar um 20,9 Prozent ein. Auch gingen die chinesischen Exporte in die USA um 12,5 Prozent zurück. Chinas gesamter Außenhandel erholte sich im Dezember allerdings wieder und stieg um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

06:30 Uhr

Handelsdeal vor Unterzeichnung: Nikkei und MSCI stark

Nikkei
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An den asiatischen Märkten hat größtenteils gute Handelslaune geherrscht. Beflügelt durch die bevorstehende Unterzeichnung eines Teil- Handelsabkommens zwischen den USA und China griffen die Anleger zu. Gestützt wird das Vertrauen der Anleger durch die chinesischen Konjunkturdaten, die im Dezember steigende Im- und Exporte verzeichneten. Außerdem gab die US-Regierung bekannt, dass sie China nicht mehr der Währungsmanipulation bezichtige.

In Tokio lag der Nikkei 0,5 Prozent höher bei 23.968 Punkten. Der breiter gefasste Topix blieb unverändert und lag bei 1736 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,2 Prozent auf 110,09 Yen und gab 0,3 Prozent auf 6,8731 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9709 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1135 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0815 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2990 Dollar.