Dienstag, 25. Juni 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:40 Uhr

Konflikte der USA belasten den Dax

Dax
Dax 12.227,85

Anleger haben sich angesichts des Iran-Konflikts und des immer noch ungelösten internationalen Handelsstreits bei deutschen Aktien weiter zurückgehalten. Der deutsche Leitindex Dax gab am Ende um 0,4 Prozent nach auf 12.228 Punkte. Zwischenzeitlich hatte der Dax knapp ein halbes Prozent verloren.

Wenige Tage vor dem G20-Gipfel, auf dem US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping über den bislang ungelösten Handelskonflikt sprechen wollen, dominierte Zurückhaltung. Auch im breiteren Markt scheint die jüngste Börsenrally zunächst verpufft: Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, schloss kaum verändert auf 25.445 Punkten.

Bei den Standardwerten hielten sich die Kursveränderungen in Grenzen. Infineon erholten sich um 1,4 Prozent und waren damit stärkstes Dax-Mitglied. Schlechter lief es für Wirecard, die um 1,8 Prozent nachgaben und am Dax-Ende landeten.

Selbst zwischenzeitlich sehr starke Osram-Aktien profitierten zuletzt nur noch wenig vom Verkauf des schwächelnden Leuchtengeschäfts durch den Lichtkonzern. Die Papiere schlossen 2,0 Prozent im Plus. Beim Biotech-Unternehmen Morphosys nutzten Aktionäre den starken Anstieg am Vortag dagegen für Verkäufe. Der Aktienkurs fiel um 5,3 Prozent.

17:06 Uhr

Stimmung der US-Verbraucher bricht ein

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Juni überraschend deutlich verschlechtert. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf 121,5 Punkte von revidiert 131,3 Zählern im Mai, wie das Institut Conference Board zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2017, nach zuletzt drei Anstiegen. Experten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet.

Die befragten US-Verbraucher schätzten ihre gegenwärtige Lage und auch die Aussichten ungünstiger ein als zuletzt. Die Konsumenten bilden mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Konjunktur, da der private Konsum etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht.

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(Foto: imago/imagebroker)

 

16:26 Uhr

Zweiter Deutscher Fussballklub geht an die Börse

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Die Bundesliga-Zeiten sind schon etwas her - derzeit spielt Unterhaching vor allem gegen drittklassige Gegner.

(Foto: imago images / Eibner)

Der frühere Bundesligist SpVgg Unterhaching geht als zweiter deutscher Fußballklub an die Börse. 19 Jahre nach Borussia Dortmund werden die Oberbayern im Juli Aktien an der Münchner Börse ausgeben. Das bestätigte Präsident Manfred Schwabl.

Der Drittligist möchte mit dem Börsengang den Schuldenkreislauf durchbrechen und innerhalb der nächsten drei Jahre in die 2. Liga aufsteigen. Der Klub erwartet Erlöse in bis zu zweistelliger Millionenhöhe. "Wir wollen aus einer gesicherten Position was tun können, ohne Angst um die Lizenzierung haben zu müssen", sagte Schwabl laut Münchner Abendzeitung.

Unterhaching spielte von 1999 bis 2001 in der Bundesliga, stieg seither aber auch schon in die Regionalliga ab. Seit der Saison 2017/18 ist die SpVgg wieder drittklassig.

16:06 Uhr

Wall Street eröffnet schwächer

Dow Jones
Dow Jones 27.318,00

Das nahende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping hält Anleger von Engagements an der Wall Street ab. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 geben zur Eröffnung am Dienstag rund 0,2 Prozent nach.

Anleger hofften darauf, dass bei den Gesprächen über den Handelskonflikt der beiden weltweit größten Volkswirtschaften zusätzliche Strafzölle vermieden werden, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Das ist zwar nicht der Handelsdeal, der uns vor einigen Monaten versprochen wurde. Aber zumindest gibt es die Aussicht, dass sich die Lage nicht verschlimmert."

Außerdem verdarben die Spannungen zwischen den USA und Iran Investoren die Stimmung. Die US-Sanktionen gegen iranische Führungspersönlichkeiten machten der Regierung in Teheran zufolge eine diplomatische Lösung der Krise unmöglich.

15:51 Uhr

Stress wegen China - Fedex verklagt US-Regierung

FedEx
FedEx 145,60

Der Logistikkonzern Fedex hat nach Konflikten um die Zustellung von Huawei-Paketen die US-Regierung verklagt. Das Unternehmen lehnt es ab, vom Handelsministerium gegen chinesische Firmen verhängte Sanktionen durchzusetzen. Es sei "eine unmögliche Last", Millionen von täglichen Lieferungen im Netzwerk auf Herkunft und Inhalt zu prüfen, begründete Fedex die Klage.

Das US-Handelsministerium erklärte auf Nachfrage, die Klage noch nicht geprüft zu haben. Ein Sprecher kündigte aber an, dass das Ministerium seine Rolle beim Schutz der Nationalen Sicherheit der USA verteidigen werde. Fedex machte in seinem Statement indes deutlich, dass der Konzern US-Exportkontrollgesetze grundsätzlich unterstütze.

15:18 Uhr

Verstöße gegen Hygiene-Regeln - Akorn-Aktie bricht ein

Wegen Verstößen gegen Hygiene-Vorschriften rauscht die Aktie der Pharmafirma Akorn aus den USA in den Keller. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat in einem Schreiben auf Unregelmäßigkeiten im Werk Somerset im US-Bundesstaat New Jersey hingewiesen. Im vorbörslichen Geschäft verloren die Akorn-Papiere gut zehn Prozent.

Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius wollte Akorn 2017 für 4,75 Milliarden Dollar übernehmen. Die deutsche Firma blies den Deal jedoch unter anderem wegen angeblicher Verstöße gegen FDA-Vorgaben ab. Eine Akorn-Klage gegen die Absage blieb erfolglos. Aktuell liegt der Börsenwert des US-Unternehmens bei knapp 600 Millionen Dollar.

14:36 Uhr

Aldi und Lidl lassen britische Ketten alt aussehen

Tesco plc
Tesco plc 2,63

An der Börse in London rutschen die Aktien der britischen Supermarktketten Tesco und WM Morrison um jeweils etwa zwei Prozent ab. Dem Branchendienst Kantar zufolge stagnierten oder schrumpften in Großbritannien die Umsätze der beiden Ketten in den vergangenen Monaten, während die Discounter Aldi und Lidl Zuwächse von bis zu 9,3 Prozent verzeichneten.

13:43 Uhr

"'No-Deal'-Brexit kostet 50.000 Pfund die Minute"

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Der britische Ex-Außenminister Boris Johnson hatte zuletzt bekräftigt, notfalls auch einen "No-Deal"-Brexit durchzusetzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der britische Autoverband SMMT warnt vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU. Ein solcher "No-Deal"-Brexit könne Zölle in Milliardenhöhe und Verzögerungen bei den Grenzabfertigungen nach sich ziehen, die die Branche vor nie dagewesene Herausforderungen stellen würde, erklärte Mike Hawes, der Chef des britischen Verbandes der Autobauer und -händler.

Der Verband rechnet damit, dass Kosten von 50.000 Pfund pro Minute entstehen – das wären in einem Worst-Case-Szenario etwa 70 Millionen Pfund pro Tag. Erste Amtshandlung des neuen Premierministers müsse daher die Sicherung eines reibungslosen Brexits sein, so Hawes. Für die Autobranche sei ein Austritt ohne Vereinbarung keine Option.

13:14 Uhr

Botox-Anbieter macht sensationellen Kurssprung

Allergan
Allergan 144,00

Eine Übernahmeofferte des Rivalen AbbVie beschert Allergan einen Rekord-Kurssprung. Die Aktien des Botox-Anbieters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 35 Prozent - so stark wie noch nie. AbbVie-Titel rutschen dagegen um 8,6 Prozent ab und stehen vor dem größten Tagesverlust seit mehr als einem Jahr.

AbbVie bietet Allergan-Eignern 120,30 Dollar je Aktie in bar sowie 0,866 eigene Papiere. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf 63 Milliarden Dollar, wie die Konzerne gemeinsam mitteilten. Der Deal soll im ersten kompletten Geschäftsjahr den Reingewinn um zehn Prozent steigern.

12:32 Uhr

Diese "unethischen" Geschäfte geben Weltkonzerne auf

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Die Grasberg Mine in Indonesien - Konzern Rio Tinto steigt aus dem umweltschädigenden Geschäft aus.

(Foto: Alfindra Primaldhi, CC BY 2.0)

Norwegens billionenschwerer staatlicher Pensionsfonds, der Statens Pensjonsfond Utland, ist so etwas wie die Ethik-Polizei unter den institutionellen Anlegern. So war es dem Fonds bisher aus ethischen Gründen untersagt, in eine Reihe von Unternehmen zu investieren.

Doch das ändert sich nun in fünf Fällen, die sich laut des Ethikrates gebessert haben. Was haben sie dafür getan? Hier eine Übersicht:

  • Grupo Carso: Will nicht länger in Tabakunternehmen investieren.
  • General Dynamics: Zieht sich aus der Herstellung der von vielen Staaten geächteten Streumunition zurück.
  • Nutrien (früher Potash Corp. of Saskatchewan): Verletzt nicht länger grundlegende ethische Normen in der Westsahara.
  • Rio Tinto: Hat seine Anteile an dem mit massiven Umweltschäden verbundenen Tagebau der Grasberg-Mine in Indonesien inzwischen verkauft.
  • Wal Mart: Begeht keine schweren und systematischen Menschenrechtsverletzungen mehr.
12:13 Uhr

Lufthansa fallen ans Dax-Ende

Lufthansa
Lufthansa 14,93

Die Aktien der deutschen Airline Lufthansa stehen nach der massiven Gewinnwarnung erneut unter Druck und verlieren weitere 1,2 Prozent.

Nicht hilfreich ist eine angebliche Verkaufsempfehlung durch Metzler. Bernstein empfiehlt den Aktionären, sich anzuschnallen. Man habe zwar Vertrauen in die langfristige Strategie der Airline, in den kommenden Monaten sei indes nicht mit einer Verbesserung des Nachrichtenflusses zu rechnen, warnen die Analysten.

Auch andere Aktien aus dem Sektor werden gemieden, die Probleme seien ähnlich, heißt es im Handel: Air France-KLM verlieren 1,3 Prozent und Easyjet 1,0 Prozent.

 

11:35 Uhr

Bill Gates verrät größten Fehler seiner Karriere

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Steinreich und dennoch selbstkritisch: Bill Gates.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Was kann jemand in seiner Karriere falsch gemacht haben, der aktuell der zweitreichste Mensch der Welt ist? Nun gut, in dieser Liga neigt man offenbar zum Perfektionismus - und so sprach auch Microsoft-Mitbegründer Bill Gates jüngst ganz offen von seiner größten Fehleinschätzung.

Und, was war es? Ganz klar, so Gates: Er habe den Trend zum Smartphone verschlafen. Während die Welt der PCs ohne das Microsoft-Betriebssystem Windows so nicht existieren würde, ist hinsichtlich der Betriebssoftware für Smartphones: Fehlanzeige.

"Der größte Fehler aller Zeiten war, welche schlechte Entscheidung auch immer ich getroffen habe, die dazu führte, dass Microsoft nicht das ist, was Android ist", sagte Gates in einem Interview mit der Risikokapitalfirma Village Global in Bezug auf das Smartphone-Betriebssystem von Google. Denn neben iOS von Apple sei maximal Raum für einen weiteren Konkurrenten, so Gates. Und das sei Android.

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11:15 Uhr

Bitcoin auf 15-Monats-Hoch - Analyst winkt ab

Apropos Libra: Wie erwähnt sorgt die Facebook-Währung beim Bitcoin jüngst für ordentlich Bewegung. Auch heute setzt die Cyber-Währung ihren Höhenflug fort. Die älteste und wichtigste Krypto-Devise markiert mit 11.429 Dollar ein 15-Monats-Hoch und kostet damit rund drei Mal so viel wie Anfang April.

Doch auch hier warnen Experten vor zu viel Euphorie. Die Diskussion um die Facebook-Kryptowährung "Libra" und das wachsende Interesse Institutioneller Anleger dürfe über eines nicht hinwegtäuschen, so Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com: "Am Ende handelt es sich wieder um eine Spekulationsblase."

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(Foto: imago/VCG)

 

10:53 Uhr

Finanzexperte warnt vor Facebook-Währung Libra

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Der Markt der Kryptowährungen ist mit der Ankündigung von Facebook, mit Libra ein eigenes Cybergeld herauszubringen, in Bewegung geraten. Doch das Projekt stößt bei Experten auf Kritik.

Eine Facebook-Währung "könnte sehr, sehr weitreichende Folgen haben", sagte der Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende, Gerhard Schick, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Denn die Dominanz von Facebook würde sich in eine enorme Dominanz am Finanzmarkt ausweiten."

Das sei wegen der Macht gegenüber den Verbrauchern und Bürgern problematisch, aber auch weil dann ein IT-Konzern möglicherweise systemisch relevant für den Finanzmarkt werde. "Staat und Gesellschaft könnten in einer Krise erpressbar werden, "so wie wir das bei den Großbanken 2008/2009 erlebt haben."

10:25 Uhr

Vonovia-Chef: Mietendeckel wird sich bald rächen

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Der Berliner Mietendeckel erregt die Gemüter – nach nach Ansicht des größten deutschen Wohnungsvermieters Vonovia birgt die Begrenzung der Mieten einen eklatanten Nachteil: Die energetische Sanierung von Gebäuden werde verhindert.

"Der Vorteil ist minimal, die Nachteile sind immens", sagte der Vorstandschef von Vonovia, Rolf Buch. Vor allem die vorgesehene Genehmigungspflicht von Sanierungen sei kontraproduktiv.

Die Prozedur werde die kommunalen Behörden absehbar überfordern. Energetische Sanierungen entfielen. "Damit wird Berlin der Umweltsünder Nummer eins in Deutschland", warnte Buch.

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Finanziell werde Vonovia unter dem Mietendeckel nicht leiden, so Buch: "Für uns ist das irrelevant."

(Foto: imago images / PEMAX)

 

09:56 Uhr

Daimlers Sorgen ziehen BMW und VW mit runter

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Noch immer ist Daimlers Gewinnwarnung vom Sonntagabend ein Anleger-Schreck: Die Aktien des Stuttgarter Autobauers fallen wieder deutlich um 0,9 Prozent und zählen damit zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex Dax.

Auch die anderen Autowerte werden in Mitleidenschaft gezogen. Volkswagen und BMW verlieren je 0,5 Prozent. Für den Zulieferer Continental geht es sogar mehr als ein Prozent bergab.

09:31 Uhr

Goldkurs schießt auf neues Sechs-Jahres-Hoch

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.443,09

Gold gilt Anlegern vor allem in Zeiten von Unsicherheit als "sicherer Hafen". Ein steigender Kurs könnte also nichts Gutes verheißen. Und steigen tut er, der Goldpreis, zuletzt immer rasanter: Um 1,4 Prozent geht es am Morgen im asiatischen Handel nach oben auf ein neues Sechs-Jahres-Hoch bei 1439 Dollar je Feinunze, was rund 31 Gramm sind.

Grund für den zuletzt steilen Anstieg ist vermutlich die schwelende Krise zwischen dem Iran und den USA. Aber auch die Aussicht auf eine lockerer Geldpolitik der USA lässt den Kurs schon seit Wochen anziehen. Banken wie die Citigroup rechnen mittlerweile mit einem Goldpreis von 1500 Dollar zum Jahresende.

 

09:15 Uhr

Doppel-Krise macht dem Dax zu schaffen

Dax
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Derzeit werden die Krisen, welche die Weltmärkte belasten nicht weniger. Im Gegenteil: Zum seit Monaten schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, der alles andere als begrüßt wird von Anlegern, kommt jetzt auch noch eine handfeste Kriegesgefahr am Persischen Golf, was ebenfalls die Mehrheit nicht in Kauflaune versetzt.

Kein Wunder, dass der Dax auch am zweiten Handelstag der Woche nachgibt. Es geht um 0,4 Prozent nach unten auf 12.225 Punkte.

Die US-Sanktionen gegen führende Persönlichkeiten Irans erschwerten eine diplomatische Lösung des Konflikts, sagen Börsianer. Daneben fiebern Anleger dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping Ende der Woche entgegen. Ein Durchbruch im Zollstreit der beiden weltweit größten Volkswirtschaften sei zwar unwahrscheinlich. Aber das kleinste Entspannungssignal werde sicher positiv aufgenommen.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:49 Uhr

US-Sanktionen treffen den Iran: Ölpreise geben nach

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 62,99

Trotz der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran geben die Ölpreise moderat nach.

  • Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,59 Dollar. Das sind 27 Cent weniger als zu Wochenbeginn.
  • Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 36 Cent auf 57,54 Dollar.
  • Beobachtern zufolge bewegen sich die Ölpreise zurzeit in einem Spannungsfeld von preistreibenden und preisdrückenden Faktoren.

Preisdruck kommt demnach vor allem vom Handelskonflikt zwischen den USA und China, der nach wie vor ungelöst ist. Mit dem Konflikt geht die Befürchtung einher, dass die ohnehin geschwächte Weltwirtschaft weiter abbremsen könnte und mit ihr die Nachfrage nach Rohöl zurückgeht.

Unterstützung erhalten die Erdölpreise dagegen durch die politischen Spannungen zwischen den USA und Iran. Nach neuen Sanktionen der USA gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm sprach der Iran davon, dass damit der Weg zu diplomatischen Lösungen verschlossen worden sei. Iran hat mehrfach damit gedroht, die Meeresenge von Hormus zu schließen, die die ölreiche persische Golfregion mit dem weiten Meer verbindet und eine wichtige Route für den Öltransport darstellt.

08:06 Uhr

Am Morgen nach dem Auto-Gipfel: Dax zieht den Kopf ein

Dax
Dax 12.227,85

Inmitten der Sommerhitze müssen sich Anleger am deutschen Aktienmarkt auf einen unterkühlten Börsenauftakt einstellen. Der Leitindex Dax wird zum Einstieg ins Dienstagsgeschäft im Minus erwartet. Der Abwärtstrend des Vortages dürfte sich fortsetzen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Xetra-Start bei 12.224,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,4 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer mit einem Abschlag von 0,5 Prozent bei 12.274,57 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die Vorgaben aus Übersee fallen wenig hilfreich aus: In Tokio und Hongkong geben die Kurse nach. Auch an der Wall Street zeigten sich Anleger im Vorfeld des anstehenden G20-Gipfels nervös bis zurückhaltend.

Am Morgen nach dem jüngsten Auto-Gipfel im Kanzleramt dürften die Gespräche am Markt um die Aussichten der deutschen Automobilindustrie kreisen. Konkrete Ergebnisse gab es bei diesem Treffen zwischen Politik, Gewerkschaftern und Konzernvertretern allerdings nicht. Die Teilnehmer einigten sich zunächst lediglich auf einen "Masterplan" zum Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos.

07:13 Uhr

Asien-Börsen fiebern Trump und Xi entgegen

Shanghai Composite
Shanghai Composite 2.901,27

An den asiatischen Aktienmärkten verzeichnen Marktbeobachter zurückhaltende Bewegungen.

  • In Tokio notiert der Leitindex Nikkei 0,25 Prozent im Minus bei 21.233 Punkten.
  • Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japan gewinnt dagegen magere 0,2 Prozent.
  • In Südkorea gibt der Kospi-Index um 0,4 Prozent nach auf 2117 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert deutliche 1,3 Prozent auf 28.137 Punkte.

Viele Anleger wollten offenbar die Auftritte mehrerer führender US-Notenbanker, darunter Fed-Chef Jerome Powell, abwarten, heißt es. Außerdem herrsche offenkundig Nervosität im Vorfeld des für Samstag erwarteten Treffens von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Japan. Börsianer versprechen sich von der Begegnung mehr Klarheit im Zollstreit zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten.

07:06 Uhr

Euro springt über die Marke bei 1,14

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Im Devisenhandel beginnt der zweiten Handelstag der Woche mit deutlichem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung steigt am Morgen über die Marke bei 1,14 Dollar.

  • Im frühen Geschäft notiert der Euro bei 1,1410 Dollar und kostet damit zum ersten Mal seit März wieder mehr als 1,14 Dollar.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zu Wochenbeginn auf 1,1394 (Freitag: 1,1316) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8777 (0,8837) Euro.
  • Zum Wochenstart hatten sich die Augen der Devisenstrategen unter anderem auch auf die Konjunkturdaten aus Deutschland gerichtet. Im Hintergrund wirken allerdings weiterhin die Sorgen vor den Auswirkungen der Handelskonflikte sowie die geldpolitischen Effekte durch die aufklaffende Zinsschere zwischen den USA und dem Euroraum.