Dienstag, 29. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Warten auf die Fed: Dax bewegt sich kaum

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(Foto: imago/Sven Simon)

Am Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die Anleger auf Nummer sicher gegangen. Dax unterbrach seinen Aufstieg in Richtung 13.000-Punkte-Marke und schloss kaum verändert bei 12.940 Punkten. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 26.300 Zähler. Der TecDax gab um 0,5 Prozent auf 2810 Stellen nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 3623 Punkte nach unten. Neben der Aussicht auf eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik erwarteten Investoren die baldige Unterzeichnung des ausgehandelten Teil-Abkommens im Zollstreit zwischen den USA und China.

In Frankfurt verhalfen starke Geschäftszahlen dem Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care (FMC) zu einem Kurssprung von 4,6 Prozent. Der Mutterkonzern Fresenius überzeugte ebenfalls mit seiner Zwischenbilanz. Seine Papiere verteuerten sich ebenfalls um 4,6 Prozent. Das Dax-Ende zierte die Aktie der Deutschen Börse mit minus 2,4 Prozent. Während der Börsenbetreiber beim Umsatz überzeugt hat, lasteten höhere Kosten auf dem Ergebnis. Der operative Gewinn verfehlte daher die Erwartung um rund 6 Prozent.

17:15 Uhr

Euro festigt sich zum US-Dollar

Der Eurokurs ist heute über 1,11 US-Dollar gestiegen. Börsianer sahen Hoffnung auf Fortschritte im bislang festgefahrenen Brexit-Streit als Grund. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1112 US-Dollar. Am Vormittag hatte sie im Tief noch bei 1,1074 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1095 (Montag: 1,1087) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9013 (0,9020) Euro.

Das Pfund legte nach anfänglichen Verlusten gegenüber den meisten Hauptwährungen zu. Die Aussicht auf Neuwahlen stützte die britische Landeswährung.

17:05 Uhr

Ford-Rückrufaktion in Nordamerika

Ford ruft in Nordamerika aus verschiedenen Gründen insgesamt rund 320.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Es gebe drei verschiedene Probleme, wobei das größte Schwierigkeiten mit der Kupplung bei bestimmten Fahrzeugen des Typs Transit der Baujahre 2015 bis 2017 betrifft, wie der US-Autobauer mitteilte. Von den Rückrufen betroffen seien 293.558 Fahrzeuge in den USA, 22.960 in Kanada und 2744 in Mexiko.

Die Sicherheitsmaßnahme könnte Ford Kosten von mehr als 250 Millionen US-Dollar verursachen. Ford hatte in der vergangenen Woche den Ausblick für den operativen Gewinn im laufenden Jahr gesenkt, da die Kosten für Garantiereparaturen, die Schwäche in China und der härtere Wettbewerb bei Nutzfahrzeugen und SUV in Nordamerika die Geschäftstätigkeit belasten.

16:37 Uhr

Pentagon vereinbart F-35-Deal mit Lockheed Martin

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F-35-Tarnkappenjet

(Foto: dpa)

Das US-Verteidigungsministerium und der Rüstungskonzern Lockheed Martin haben eine lange erwartete Vereinbarung über F-35-Kampfjets der nächsten Generation unter Dach und Fach gebracht. Der Deal belaufe sich auf insgesamt 34 Milliarden Dollar für die Produktion und Lieferung von 478 Kampffliegern, erklärte Lockheed Martin. Die Vereinbarung stehe für die Bemühungen des Verteidigungsministeriums, den Preis für den Kampfflieger "aggressiv" zu reduzieren, sagte die zuständige Staatssekretärin im Pentagon, Ellen Lord.

Das Flugzeug steht wegen seiner Kosten immer wieder in der Kritik. Die Flugzeuge gehen sowohl an die USA als auch an verbündete Staaten. An dem F-35-Programm sind Staaten wie Großbritannien, Italien, Australien und Norwegen beteiligt. Die Türkei wurde im Sommer aus dem Programm ausgeschlossen. Grund dafür war der türkische Kauf des russischen S-400-Raketenabwehrsystems.

16:26 Uhr

Linde-Papier marschiert in Richtung Allzeithoch

Linde plc
Linde plc 189,60

Die Linde-Aktie baut mit der Wall-Street-Eröffnung die jüngsten Gewinne deutlich aus. Ihr Kurs stieg am Nachmittag um 2,1 Prozent auf 180,50 Euro und näherte sich damit dem Allzeithoch bei 184,80 Euro.

"An der Wall Street wird die China-Strategie positiv gesehen", so ein Händler. Linde baut dort Produktionsanlagen auf, mit denen es die Chemie-Industrie in China beliefern will.

16:11 Uhr

Wall Street leicht ergrünt

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(Foto: AP)

Trotz durchwachsener Geschäftszahlen einiger Großkonzerne können die US-Börsen nach der ersten Handelsstunde ein kleines Plus verbuchen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen um bis zu 0,2 Prozent. Einen Schub für die Konjunktur versprechen sich Investoren zudem von der für Mittwoch erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank Fed. Uneins waren sich Experten jedoch, ob Fed-Chef Jerome Powell weitere Schritte in den kommenden Monaten signalisieren wird.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Merck & Co. mit einem Kursplus von 2,2 Prozent. Umsatz und Gewinn des Pharmakonzerns hätten seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Steve Scala vom Vermögensverwalter Cowen. Auch die neuen Ergebnisziele des Unternehmens lägen über seinen bisherigen Prognosen. Auch "Viagra"-Anbieter Pfizer blickt nach einem Gewinnsprung optimistischer in die Zukunft. Vor allem der Erfolg des neuen Herzmittels "Vyndamax" habe positiv überrascht, schrieben die Experten des Brokerhauses SVB Leerink. Pfizer-Papiere verteuerten sich um 2,8 Prozent.

16:03 Uhr

n-tv Zertifikate zum Thema Jahresendrally

Das turbulente Börsenjahr biegt in die Zielgerade ein, die Anleger warten auf einen rasanten Endspurt. Kommt es zu einer Jahresendrally oder drosseln die Märkte wie im vergangen Jahr? Welches Finale wahrscheinlicher ist und wie Anleger jeweils reagieren können, erfährt Friedhelm Tilgen von Metin Simsek von der UBS.

15:44 Uhr

US-Verbraucherstimmung verschlechtert sich überraschend

Schlechte Nachricht aus Übersee: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober überraschend eingetrübt. Das entsprechende Barometer fiel von 126,3 auf 125,9 Zähler, wie das Forschungsinstitut Conference Board zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg auf 128,0 Punkte gerechnet.

Die Verbraucher schätzten ihre Lage etwas besser ein als zuletzt, ihre Erwartungen hingegen schlechter. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben die tragende Säule der US-Konjunktur. Der private Konsum macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten aus.

15:16 Uhr

Zeitung: Wiedeking wegen Eier-Äußerung vor Gericht

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Wendelin Wiedeking

(Foto: REUTERS)

Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss sich laut einem Bericht der "Zeit" am Freitag vor dem Berliner Landgericht wegen einer umstrittenen Äußerung erklären. Wiedeking soll dem Geschäftspartner Ulrich Marseille am Rande einer Sitzung mit Geschäftspartnern im September 2017 gedroht haben: "Ich schneide dir die Eier ab, Marseille". Deshalb hatte Marseille Wiedeking nach Angaben des Blattes auf Unterlassung der Äußerung verklagt.

Der Wochenzeitung lagen die Klageschrift und Wiedekings Erwiderung vor. Demnach erinnert Wiedeking den genauen Wortlaut anders. Er will gesagt haben, dass er Marseille "wohl die Eier abschneiden müsse". Dies sei allerdings ein Scherz gewesen. Hintergrund des Streits ist eine Beteiligung von Wiedeking an der von Marseille und dessen Ehefrau Estella-Maria mehrheitlich kontrollierten MK-Kliniken AG.

15:07 Uhr

Shopify-Papier nach roten Zahlen stark unter Druck

Shopify
Shopify 284,25

Aktien von Shopify fallen im vorbörslichen US-Handel um über 8 Prozent, nachdem der Anbieter von E-Commerce-Dienstleistungen für den Einzelhandel das dritte Quartal überraschend mit einem Verlust abgeschlossen hat. Netto ergab sich ein Fehlbetrag von 78,9 Millionen Dollar beziehungsweise 64 Cent je Aktie. Um Sondereffekte bereinigt meldete Shopify einen Verlust je Aktie von 29 Cent, während Analysten einen Gewinn von 11 Cent je Aktie erwartet hatten.

Beim Umsatz schnitt das Unternehmen jedoch besser ab als erwartet. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 390,6 Millionen Dollar, während die von Factset ermittelte Konsensschätzung der Analysten bei nur 383,8 Millionen Dollar lag. Im Quartal hat Shopify erstmals mehr als 1 Million Händler auf seiner Plattform verzeichnet.

14:41 Uhr

Airbus erhält Megaauftrag aus Indien

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mitten in der Krise des US-Flugzeugbauers Boeing hat der europäische Konkurrent Airbus einen Riesenauftrag aus Indien erhalten. Der indische Billigflieger Indigo orderte 300 Flugzeuge der Modellfamilie A320neo, wie beide Unternehmen in Toulouse und Neu-Delhi mitteilten. Der Auftrag ist einer der größten in der Geschichte des Flugzeugbauers.

Ausgehend von der Standardversion A320neo, die auf der Preisliste mit 110,6 Millionen US-Dollar aufgeführt ist, könnte die Bestellung einen Gesamtwert von mehr als 33 Milliarden Dollar (rund 29,8 Milliarden Euro) erreichen. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.

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14:25 Uhr

Porsche beteiligt sich an israelischem Softwarespezialisten

Der Sportwagenbauer Porsche untermauert die Zusammenarbeit mit der Technologiefirma Tactile Mobility mit einer Minderheitsbeteiligung. An der Finanzierungsrunde des israelischen Startups beteiligten sich auch Union Tech Ventures und bestehende Investoren, wie Porsche mitteilte. Angaben zur Höhe der Beteiligung oder zum Preis machte die VW-Tochter nicht.

Das Unternehmen mit Sitz in Haifa zählt sich selbst zu einem führenden Anbieter im Bereich sogenannter taktiler Daten. Dabei verarbeitet ein Algorithmus Informationen verschiedener Sensoren, um einen Tastsinn zu simulieren. Mit taktilen Daten könne beispielsweise eine noch bessere Abschätzung des Reibwerts erfolgen, der bei der Fahrt zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht.

14:19 Uhr

Dax bleibt auf Tauchstation

Kaum verändert war am Nachmittag die Situation am deutschen Aktienmarkt. Der Dax verlor leicht 0,1 Prozent auf 12.926 Punkte. MDax und TecDax gaben um je 0,4 Prozent auf 26.262 beziehungsweise 2811 Stellen nach. Der EuroStoxx50 gab um 0,2 Prozent auf 3620 Zähler nach.

14:11 Uhr

GM nicht so schwach wie befürchtet - Kurs steigt vorbörslich

General Motors (GM)
General Motors (GM) 36,89

Ein langer Streik und das unter dem Handelsstreit mit den USA leidende China-Geschäft haben den Gewinn von General Motors geschmälert. Der Reingewinn sank im dritten Quartal binnen Jahresfrist um rund 200 Millionen Dollar auf 2,3 Milliarden Dollar, wie der größte US-Autobauer in Detroit mitteilte.

Damit fiel der Rückgang nicht so stark aus wie von Experten erwartet. Grund war der robuste Absatz von besonders margenstarken Pick-up-Trucks und SUV. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 1,72 Dollar. Analysten hatten nach Daten von Refinitiv im Schnitt mit 1,31 Dollar gerechnet. Die Aktie gewann vorbörslich an der Wall Street 1,4 Prozent.

13:49 Uhr

Eilantrag gegen neue EZB-Anleihenkäufe eingereicht

Der Schriftzug des Bundesverfassungsgerichts befindet sich an einer Steinmauer. Foto: Uli Deck/Archiv

(Foto: Uli Deck/dpa)

Kritiker der Europäischen Zentralbank (EZB) haben beim Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen die neuen Anleihenkäufe eingereicht. Der Antrag sei bereits am Montagabend eingegangen, sagte ein Sprecher des Gerichts.

Die von dem Finanzwissenschaftler Markus Kerber vertretenen Kläger wollen nach eigenen Angaben erreichen, dass die Bundesbank vom Vollzug der Käufe befreit wird. Die vorübergehend heruntergefahrenen Anleihenkäufe sollen bereits zum 1. November mit monatlich 20 Milliarden Euro wieder aufgenommen werden. Es könnte daher sein, dass die Richter über den Antrag direkt in den nächsten Tagen entscheiden.

13:17 Uhr

Chinas Staatsmedien mahnen nach Bitcoin-Plus zu Ruhe

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(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Nach dem jüngsten Kursanstieg bei der Kryptowährung Bitcoin rufen chinesische Staatsmedien Investoren dazu auf, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie sollten die Äußerungen von Präsident Xi Jinping nicht als Anreiz verstehen, nun massiv in Cyberdevisen zu investieren. Xi hatte vergangene Woche erklärt, dass China die Entwicklung der Blockchain-Technologie ankurbeln sollte.

Händler bei drei Brokerhäusern berichteten, die Börse Shanghai habe sie zu Zurückhaltung bei Bitcoin-Themen aufgefordert. Der Bitcoin verbilligte sich heute in der Spitze um 2,7 Prozent auf 9177,84 US-Dollar.

13:03 Uhr

Merck & Co übertrifft Erwartungen

MerckCo
MerckCo 76,80

Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat im dritten Quartal auf bereinigter Basis deutlich mehr verdient und auch mehr umgesetzt als am Markt erwartet. Wachstumstreiber waren weiterhin die Onkologie und das Impfstoffgeschäft. Die Jahresprognose für den Umsatz und den bereinigten Gewinn je Aktie hob der Konzern zum zweiten Mal an, den Ausblick für den berichteten Gewinn nahm er zurück. Die Aktie stieg im vorbörslichen US-Handel 2,2 Prozent.

In den drei Monaten per Ende September stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 12,4 Milliarden US-Dollar, das war mehr, als Analysten im Konsens mit 11,67 Milliarden Dollar erwartet hatten. Der Nettogewinn sank um 3 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Je Aktie verdiente Merck mit 74 Cent 1 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn legte derweil kräftig um 27 Prozent auf 1,51 Dollar je Anteil zu und übertraf die Analystenprognose von 1,24 Dollar deutlich.

12:48 Uhr

Berichtssaison dominiert die Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit leichten Abgaben dürfte die Wall Street in den heutigen Handel starten. Vor allem die weiter auf Hochtouren laufende Berichtssaison gibt den Takt für die Märkte vor. Dazu kommt morgen das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank Fed. Hier wird von Investoren mehrheitlich mit einer weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte gerechnet - es wäre die dritte im laufenden Jahr.

Am Vortag hatte der S&P-500 erstmals seit drei Monaten wieder einen neuen Rekordstand markiert. Seit Beginn des Jahres steht ein Plus von 21 Prozent zu Buche - wobei dieses mehrheitlich in den ersten vier Monaten des Jahres erzielt wurde. Aktuell gibt der Future auf den S&P-500 um 0,1 Prozent nach. Impulse könnten eine halbe Stunde nach Handelsbeginn auch vom Index des Verbrauchervertrauens für Oktober ausgehen, bei dem ein Anstieg erwartet wird.

12:34 Uhr

Schwedens Finanzaufsicht prüft Sanktionen gegen Swedbank

Ungemach für die Swedbank: Dem mutmaßlich in einen Geldwäscheskandal verwickelten Geldhaus drohen in Schweden womöglich Sanktionen. Die Finanzaufsicht in Stockholm hat im Zuge ihrer Ermittlungen eine Sanktionsprüfung eingeleitet. Man wolle überprüfen, ob die bei den Untersuchungen beobachteten Mängel und Schwachstellen zu einer Strafmaßnahme führen oder die Ermittlungen auf andere Weise beendet werden sollten, teilte die Behörde mit.

Auch die Ermittlungsbehörden in Estland wollen laut der Behörde parallel einen Sanktionsprozess gegen die estnische Tochterfirma der schwedischen Bank aufnehmen. Der schwedische Rundfunksender SVT hatte im Februar Vorwürfe erhoben, dass über Swedbank-Konten im Zuge des Skandals bei der dänischen Danske Bank in Estland umgerechnet fast vier Milliarden Euro gewaschen worden seien. In mehreren Ländern laufen nun Ermittlungen gegen die Bank.

12:12 Uhr

Edeka greift nach Real-Märkten

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Handelsriese Edeka greift nach Supermärkten des Konkurrenten Real. Edeka meldete beim Kartellamt Pläne für eine Übernahme von Real-Märkten an, wie die Wettbewerbshüter auf ihrer Internetseite mitteilten. Kartellamtschef Andreas Mundt erklärte, es gehe um eine "hohe zweistellige Anzahl dieser Standorte". "Wir werden jetzt umfassende Ermittlungen für die betroffenen Absatz- und Beschaffungs-Märkte einleiten", kündigte er an.

Der Real-Mutterkonzern Metro will die Supermarktkette an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos verkaufen. Das Kartellamt hatte diese Pläne bereits genehmigt. Redos will Insidern zufolge mehr als 50 der über 270 Real-Märkte weiter betreiben, die Marke soll erhalten bleiben. Die übrigen Standorte sollen an Konkurrenten gehen.

12:03 Uhr

Milliardär will Schweizer Stahlproduzenten aufmischen

Turbulenzen in der Eidgenossenschaft: Bei dem mit der branchenweiten Nachfrageschwäche kämpfenden Schweizer Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach (S+B) zeichnet sich ein Machtkampf zwischen den beiden Hauptaktionären ab. Der mit einem Anteil von 26,9 Prozent größte Eigentümer Liwet will vier Verwaltungsratsmitglieder auswechseln, darunter Präsident Jens Alder. Die Holding, über die der russische Milliardär Viktor Vekslberg an S+B beteiligt ist, habe eine außerordentliche Generalversammlung beantragt, teilte der Konzern aus Luzern mit.

Die Firma, der die Krise in der Automobilbranche zu schaffen macht, gab vergangene Woche eine Gewinnwarnung ab und will sich mit einer Kapitalerhöhung für die Zukunft wappnen. Im Rahmen der Transaktion will der zweitgrößte Aktionär Martin Haefner seine Beteiligung auf mindestens 37,5 Prozent aufstocken von derzeit 17,5 Prozent - und Liwet als größten Anteilseigner ablösen.

11:51 Uhr

Anleger feiern Fresenius-Familie - Dax ist ziemlich schlapp

Die europäischen Börsen haben am Vormittag leichte Abgaben verzeichnet. Damit setzten nach der jüngsten Haussebewegung leichte Gewinnmitnahmen ein. Im Blick steht die Berichtssaison. Den nächsten größeren Impuls dürfte erst die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch setzen. Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins um 25 Basispunkte senken wird. In Frankfurt verlor der Dax 0,2 Prozent auf 12.914 Punkte. Der MDax fiel um 0,7 Prozent auf 26.187 Zähler, der TecDax um 0,6 Prozent auf 2805 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3619 Punkte nach unten.

Außerordentlich positiv wurde an der Börse gewertet, dass FMC die Prognose bestätigt hat. Auch die Geschäftszahlen der Mutter Fresenius stießen im Handel auf ein positives Echo. FMC stiegen um 6,1 Prozent und Fresenius um 5,2 Prozent. Nach Geschäftszahlen ging es für Deutsche Börse um 3,0 Prozent nach unten. Während der Börsenbetreiber beim Umsatz überzeugt hat, lasteten höhere Kosten auf dem Ergebnis. Beiersdorf gaben nach durchwachsenen Geschäftszahlen 1,0 Prozent nach.

11:23 Uhr

Boeing-Boss räumt nach Flugzeugabstürzen Fehler ein

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Dennis Muilenburg

(Foto: REUTERS)

Ein Verantwortlicher streut sich Asche auf sein Haupt: Boeing hat Konzernchef Dennis Muilenburg zufolge nun entscheidende Verbesserungen an dem Unglücksmodell 737 Max vorgenommen.

  • "Wir haben gelernt und lernen immer noch aus diesen Unfällen, Herr Vorsitzender. Wir wissen, dass wir Fehler und einige Dinge falsch gemacht haben", heißt es in der Reuters vorliegenden Aussage, die Muilenburg heute bei der Anhörung vor dem Handelsausschuss des US-Senats vortragen wird.
  • Der Konzern habe Veränderungen an dem Flugzeug-Modell 737 Max vorgenommen, "die sicherstellen, dass Unfälle wie diese nie wieder passieren."

Vor genau einem Jahr war in Indonesien eine 737 Max der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt, 189 Menschen kamen dabei ums Leben. Im März forderte der Absturz einer Maschine gleichen Typs der Ethiopian Airlines 157 Menschenleben. Seitdem müssen Flugzeuge dieses Typs weltweit am Boden bleiben.

11:03 Uhr

E-Zigarettenfirma Juul streicht Stellen in den USA

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(Foto: AP)

Mit Blick auf strengere Regeln für den Verkauf von E-Zigaretten hat der Hersteller Juul Stellenstreichungen in den USA angekündigt. Die Personalstärke werde bis Ende des Jahres angepasst, um das Geschäft auf die richtige Größe zu bringen, teilte das Unternehmen mit. Eine genaue Anzahl wurde nicht genannt, laut "Wall Street Journal" sollen rund 500 Jobs wegfallen.

Juul war bis zur Debatte über mögliche Gesundheitsrisiken durch E-Zigaretten rapide gewachsen. Zuletzt wurde jedoch in den USA eine Reihe von Lungenerkrankungen und Todesfällen mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.

10:49 Uhr

Geringere Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland

Die schwächere deutsche Konjunktur wirkt sich aus: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist so schwach wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) ermittelte Stellenindex fiel im Oktober um fünf Punkte zum Vormonat auf 232 Zähler. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist das sogar ein Rückgang um 22 Punkte.

Die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase macht sich vor allem in den konjunkturnahen Branchen bemerkbar, etwa der Zeitarbeit, dem Verarbeitenden Gewerbe, der Verkehrs- und Logistikbranche sowie dem Handel. Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer voraussichtlich das zweite Quartal in Folge geschrumpft und damit in eine Rezession abgerutscht.

10:37 Uhr

Insider: Startschuss zu Aramco-IPO Anfang November

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(Foto: dpa)

Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramaco will angeblich nun doch zeitnah an die Börse gehen. Die Pläne dafür sollen am 3. November publik gemacht werden, erfuhr Reuters von Insidern. Erst Mitte des Monats hatte sich der staatliche Konzern entschieden, seinen Börsengang nach den Anschlägen auf Förderanlagen im Herzen der saudi-arabischen Ölindustrie zu verschieben.

Den Insidern zufolge wird die Platzierung eines Anteils von ein bis zwei Prozent angestrebt. Das wäre eines der größten öffentlichen Angebote aller Zeiten mit einem Wert von über 20 Milliarden US-Dollar. Der staatliche Nachrichtensender "Al-Arabiya" berichtete, die Zeichnungsfrist für die Emission werde am 4. Dezember beginnen, die Handelsaufnahme an der saudi-arabischen Wertpapierbörse Tadawul sei für den 11. Dezember vorgesehen.

10:24 Uhr

Gute Kauflaune bei den Franzosen

Die französischen Verbraucher bleiben trotz Handelskriegen und Brexit-Unsicherheit in so guter Kauflaune wie seit annähernd zwei Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Konsumklima hielt sich im Oktober unverändert bei 104 Punkten, wie das nationale Statistikamt zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Einen besseren Wert gab es zuletzt im Januar 2018.

Damit steigen die Chancen für Frankreich, weiterhin besser abzuschneiden als der große Nachbar und wichtigste Handelspartner Deutschland. Die Industriestaaten-Organisation OECD sagt der französischen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent voraus, der deutschen lediglich von 0,5 Prozent.

10:09 Uhr

TikTok-Betreiber dementiert Berichte zu Börsengang

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(Foto: REUTERS)

Das chinesische Startup ByteDance, Betreiber der vor allem bei Jugendlichen beliebten Kurzvideo-App TikTok, hat Berichte über einen geplanten Börsengang Anfang kommenden Jahres in Hongkong zurückgewiesen. "Gerüchte" über einen Gang aufs Parkett im ersten Quartal 2020 enthielten "null Wahrheit", teilte das in Peking ansässige Unternehmen mit.

Die "Financial Times" hatte zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, das mit rund 75 Milliarden US-Dollar bewertete Startup fasse einen Börsengang in Hongkong ins Auge. TikTok, entstanden durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich wurde, gehört zu den besonders schnell wachsenden Apps und hat inzwischen weltweit 500 Millionen Nutzer.

In den USA war die App zuletzt allerdings auch aufgrund wachsender Vorbehalte gegenüber Informationstechnologie aus der Volksrepublik auf Gegenwind gestoßen. Im Februar verhängte die US-Verbraucherschutzbehörde FTC eine Millionenstrafe wegen Verstoßes gegen den Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet.

10:04 Uhr

T-Mobile US mit mehr Neukunden als erwartet

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(Foto: REUTERS)

Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat die Erwartungen der Analysten im Neukundengeschäft übertroffen. Der drittgrößte Funknetz-Anbieter in den USA konnte im dritten Quartal 754.000 Kunden werben, die mit einer Monatsrechnung einverstanden sind. Fachleute hatten dagegen nur mit 742.000 neuen dieser Kunden gerechnet. Investoren achten bei der Bewertung der Betreiber von Mobilfunknetzen besonders auf Kunden mit monatlichen Rechnungen, da diese in der Regel länger bei einem Anbieter bleiben und auch mehr Geld einbringen als vorauszahlende Kunden (prepaid).

Die T-Mobile US erwartet leicht verbesserte Erträge für das Gesamtjahr 2019 von nun 13,1 bis 13,3 Milliarden Dollar. In früheren Schätzungen war der Konzern von einer Spanne zwischen 12,9 und 13,3 Milliarden Dollar ausgegangen. In einer Telefonkonferenz teilte T-Mobile US mit, man bleibe zuversichtlich, dass die geplante Milliardenfusion mit dem US-Mobilfunkanbieter Sprint Anfang 2020 zustande komme.

09:40 Uhr

BP vermeldet Gewinneinbruch

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(Foto: REUTERS)

Der Gewinn des britischen Ölkonzerns BP ist im dritten Quartal unter anderem wegen gesunkener Ölpreise eingebrochen. Das Ergebnis sank auf 2,3 Milliarden US-Dollar nach 3,83 Milliarden vor Jahresfrist. Damit übertraf der Konzern aber die Analystenschätzungen von 1,73 Milliarden Dollar.

Der Vorstand hatte zuletzt bereits vor Belastungen von Wertminderungen zwischen zwei und drei Milliarden Dollar gewarnt.

09:18 Uhr

Comdirect erzielt Rekordgewinn

Comdirect Bank
Comdirect Bank 12,20

Die Commerzbank-Tochter Comdirect hat dank eines Verkaufserlöses in den ersten neun Monaten einen Rekordgewinn erzielt. Bei einem Anstieg des Vorsteuerergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten auf 60,6 (Vorjahr: 53,4) Millionen Euro summierte sich der Konzerngewinn vor Steuern auf 175,7 Millionen Euro. Die Online-Bank verbuchte zudem einen Anstieg der Kundenzahl um netto 174.000 auf nunmehr insgesamt 2,7 Millionen.

Die Erträge im Kerngeschäft stiegen um acht Prozent auf 273 Millionen Euro. Wegen des Wachstums kletterten allerdings auch die Verwaltungsaufwendungen um sieben Prozent.

09:13 Uhr

Dax startet kaum verändert in den Handel

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Dax hat bei seinem Ansturm auf die Marke von 13.000 Punkten eine Verschnaufpause eingelegt. Der Frankfurter Leitindex ging unverändert mit 12.938 Punkten in den Handel. Die Stimmung wurde  von der Hoffnung auf einen Durchbruch in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China gestützt.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius sowie des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Plus von 4,0 beziehungsweise 4,4 Prozent. Beide Unternehmen halten an ihren Prognosen fest. Die Morphosys-Titel sackten dagegen um 6,8 Prozent ab. Das Biotechunternehmen stoppt die Entwicklung eines Antikörpers gegen Neurodermitis.

08:55 Uhr

Fresenius auf Kurs - FMC verdient mehr

Der Medizinkonzern Fresenius SE bleibt angesichts besser als erwartet laufender Geschäfte bei seinen zuletzt angehobenen Jahreszielen. Gegenüber dem Vorjahr legten die Umsätze im dritten Quartal wechselkursbereinigt um 6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro zu, wie das Dax-Unternehmen in Bad Homburg mitteilte. Der währungsbereinigte Gewinn blieb mit 453 Millionen Euro unverändert. Das war deutlich mehr als Analysten erwartet hatten.

Die Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care steigerte im dritten Quartal den Umsatz und verdiente dank Verbesserungen im Betrieb operativ und unter dem Strich mehr. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr hält der Dialysekonzern weiterhin am unteren Rand der Ausblicksspanne für erreichbar. Demnach wird beim bereinigten Nettogewinn ein Wert am unteren Rand von plus/minus 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,341 Milliarden Euro angepeilt.

08:46 Uhr

Beiersdorf nun etwas vorsichtiger bei Tesa

Beiersdorf
Beiersdorf 105,75

Beiersdorf hat in den ersten neun Monaten vor allem dank des guten organischen Wachstums im Segment Consumer den Umsatz gesteigert, bremsend wirkte die Entwicklung bei Tesa. Für die Gesamtjahresziele bei Umsatzplus und Ebit-Marge sieht sich Beiersdorf auf Konzernebene auf Kurs. Im Segment Tesa erwartet der Dax-Konzern aber nun, unterhalb des angepeilten organischen Umsatzwachstums zu landen. Bei Consumer dürfte es dagegen etwas besser laufen.

Von Januar bis September erwirtschaftete Beiersdorf einen Gesamtumsatz von 5,725 Milliarden Euro, nominal ein Plus von 6,0 Prozent, organisch von 4,3 Prozent. Für das größte Segment Consumer mit den Marken Nivea, La Prairie und Eucerin ergab sich ein organisches Umsatzplus von 5,1 Prozent auf 4,683 Milliarden Euro. Im Segment Tesa betrug der organische Umsatzzuwachs 1,2 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro.

08:28 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,45

Die Ölpreise haben im frühen Handel an ihre Abschläge vom Vortag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 61,29 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 55,48 Dollar.

Belastet werden die Ölpreise seit Wochenbeginn durch Äußerungen aus Russland. Vizeenergieminister Pavel Sorokin hatte sich verhalten zu der Möglichkeit weiterer Förderkürzungen durch den Erdölverbund Opec+ geäußert. Einige Experten halten eine solche Maßnahme noch in diesem Jahr für unumgänglich.

07:34 Uhr

Proteste in Hongkong verunsichern Börsen

In den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich keine einheitliche Tendenz ausmachen. Zwar stützt in vielen Fällen erneut die Hoffnung auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit die Kurse, zumal die Verhandlungen nach Aussage von US-Präsident Donald Trump schneller als erwartet vorankommen, doch tritt mehr und mehr die Bilanzsaison in den Vordergrund.

In Tokio legt der Nikkei-Index um 0,4 Prozent zu auf 22.968 Punkte. Der südkoreanische Leitindex Kospi gibt anfängliche Gewinne ab und notiert knapp behauptet. Die Börsen in Schanghai und Hongkong verlieren je 0,4 Prozent, obwohl die USA erwägen, weitere chinesische Waren von den geltenden Strafzöllen auszunehmen. Belastend wirke an den chinesischen Börsen die Warnung der Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam, dass die andauernden Proteste die Sonderverwaltungszone in eine Rezession stürzen könnten, heißt es aus dem Handel.