Dienstag, 05. Dezember 2017Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel
17:41 Uhr

Dax beendet Aufholjagd enttäuschend

Nachdem der Dax fast den gesamten Handelstag in der Verlustzone abgetaucht war, erwacht er gegen Ende aus seiner Lethargie und steigt zwischenzeitlich ins Plus. Doch dann versagen die Kräfte, der Kurs fällt wieder und es bleibt ein Minus von 0,1 Prozent, was den deutschen Leitindex auf 13.049 Punkte drückt.

Dax
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Konjunkturunabhängige Branchen wie Versorger oder die Hersteller von Gütern des täglichen Bedarfs liegen leicht im Plus, ebenso die stark zurückgebliebenen Einzelhandelswerte. Dagegen werden die konjunkturabhängigen Banken-Werte verkauft.

RWE und Eon liegen mit Aufschlägen von 1,2 und 1,0 Prozent weit oben im Dax, Tagessieger sind jedoch Vonovia mit einem Plus von 2,3 Prozent. Zu den Verlierern zählen Deutsche Bank, die 1,1 Prozent abgeben, auch Commerzbank sinken um 0,6 Prozent. Am meisten Federn lässt die VW-Aktie mit einem Minus von 1,5 Prozent.

"Die Anleger sichern sich Gewinne und sind misstrauisch gegenüber den guten Konjunktur-Prognosen", sagt ein Marktteilnehmer. Ein Grund dafür sei die flache Zinskurve in den USA, die auf eine wirtschaftliche Schwäche hindeute.

Ich verabschiede mich hiermit von Ihnen und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Klicken Sie doch morgen wieder rein in den "Börsen-Tag", Ihr Kai Stoppel.

17:02 Uhr

Bitcoin klettert auf neues Rekordhoch

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(Foto: imago/Eibner Europa)

Nein, noch hat der die 12.000-Dollar-Marke nicht geknackt, der Bitcoin. Aber weit ist es bis dahin nicht mehr: Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp klettert der Wert der digitalen Münze zumindest schon mal auf ein neues Rekordhoch bei 11.850 Dollar. Am Nachmittag liegt er wieder etwas unter 11.800 Dollar. Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1000 Dollar.

16:29 Uhr

Warum es sonderbar ruhig ist am Gold-Markt

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.313,70

Wenig Bewegung kennzeichnet den Gold-Markt im November - sehr wenig Bewegung. Um genau zu sein: Die Preisspanne, in der sich der Goldpreis bewegte, betrug gerade mal 34,50 Dollar - das ist der geringste Wert seit Oktober 2015, berichtet das "Wall Street Journal". Der Goldpreis bewegte sich grob zwischen 1265 and 1300 Dollar.

Laut Analysten ist dies auf eine Mischung verschiedener Umstände zurückzuführen: Zum einen steigen die Aktienmärkte und laufen dem Gold als Anlage den Rang ab. Zum anderen macht ein steigender Dollar - angetrieben von der schleichenden US-Zinswende - das in der US-Währung gehandelte Edelmetall für ausländische Investoren teurer und unattraktiver.

Aber es gibt auch Kräfte in die andere Richtung: Dies sind Unsicherheiten, die ein gewisses Interesse am Gold aufrecht erhalten. Dazu gehören etwa die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea. Aber auch die beharrlich niedrige Inflation, welche einen Strich durch die geplante US-Zinswende machen könnte, verhindert einen Preissturz beim Gold.

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(Foto: picture alliance / Bundesbank/Bu)

 

16:00 Uhr

Griechische Banken bauen faule Kredite ab

Ich erinnere mich noch an eine Zeit, an dem es jeden Tag schlechte Nachrichten aus Griechenland gab. Das hat sich geändert, jetzt gibt es weniger Nachrichten, und immer öfter sind auch mal gute dabei, wie Folgende:

Die griechischen Banken kommen beim Abbau notleidender Kredite voran. Der Bestand habe sich im Dezember um eine Milliarde auf 104,8 Milliarden Euro verringert, teilte die Notenbank mit. Das ist allerdings immer noch die Hälfte aller Kredite, welche die Banken vergeben haben.

Dennoch: Werden faule Kredite abgebaut, müssen Banken weniger Risikovorsorge betreiben. Das so frei werdende Geld kann für neue Kredite an produktivere Teile der Wirtschaft vergeben werden.

15:55 Uhr

Dow Jones legt zu, Nasdaq leicht unter Druck

Dow Jones
Dow Jones 25.510,00

Die Aussicht auf Steuersenkungen stützt weiterhin die Wall Street. Den Anlagestrategen der UBS zufolge würde ein Rückgang der Unternehmenssteuern auf 20 von derzeit 36 Prozent den Gewinn der Firmen im Schnitt um knapp zehn Prozent in die Höhe treiben.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones steigt zur Eröffnung um 0,2 Prozent. Der technologielastige Nasdaq gibt dagegen nach. Kopfschmerzen bereitete Anlegern die drohende Streichung von Steuerprivilegien für Technologiefirmen.

15:21 Uhr

Defizit der USA steigt unter Trump deutlich an

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Donald Trump. Bisher kann er nichts gegen das hohe Handesldefizit der USA tun.

(Foto: dpa)

Ein Dorn im Auge von US-Präsident Donald Trump ist das hohe Handelsdefizit seines Landes. Aber noch ist es ihm nicht gelungen, es zu senken - im Gegenteil: Das Defizit hat sich im Oktober deutlich erhöht. Die Importe übertrafen die Exporte mit 48,7 Milliarden Dollar so stark wie seit Januar nicht mehr, wie das Handelsministerium mitteilte.

Das Defizit im US-Handel mit China erhöhte sich um 1,7 Prozent auf mehr als 35 Milliarden Dollar, das mit Mexiko um fast 16 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Trump wirft Handelspartnern wie China und Deutschland vor, sich mit unfairen Praktiken Vorteile im internationalen Wettbewerb zu erschleichen.

15:13 Uhr

Deutsche Börse macht Geldgeschenk an Aktionäre

Deutsche Börse
Deutsche Börse 111,90

Wer Aktien der Deutschen Börse hält, darf sich auf ein weiteres Geldgeschenk freuen: Zusätzlich zu einem erst im November gestarteten 200 Millionen Euro schweren Aktienrückkauf legt der Börsenbetreiber für das kommende Jahr ein weiteres Kaufprogramm in gleicher Größenordnung auf.

Der Rückkauf von Aktien treibt üblicherweise den Kurs an. Bereits heute schlägt sich das auf den Kurs nieder, Deutsche Börse legen 1,7 Prozent zu und sind damit zweitgrößter Gewinner im Dax.

Allerdings macht eine Händler vor allem dünne Umsätze und die fast ausschließliche Anwesenheit von Computern für das scharfe Plus von Deutsche Börse verantwortlich: "Da haben die Maschinen wieder auf das Schlagwort 'Aktienrückkauf' das Orderbuch leergekauft", so der Händler.

14:42 Uhr

Rekord-Pipeline soll Erdgas aus Israel liefern

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Erdgas-Plattform in der Nordsee.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ab 2025 könnte eine 2000 Kilometer lange Pipeline Europa mit Erdgas aus Israel und Zypern versorgen: Die Energieminister Israels, Zyperns, Griechenlands und der Botschafter Italiens in Zypern haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Es wäre die längste Unterwasser-Pipeline der Welt.

Die Pipeline soll ersten Studien zufolge rund sechs Milliarden Euro kosten. Durch die Pipeline auf dem Grund des Mittelmeeres soll Erdgas aus den reichen Vorkommen im Meer vor Israel nach Zypern und von dort nach Kreta und über das griechische Festland nach Italien gebracht werden. Die Bauzeit wird auf acht Jahre geschätzt.

14:20 Uhr

Amazon geht in Australien an den Start

Es mag ein wenig verwundern, aber der US-Online-Handelsriese Amazon wird erst jetzt in Australien sesshaft. Nutzer der Plattform konnten auch bisher schon dessen Produkte kaufen, allerdings startete Amazon jetzt mit einem Lager in Melbourne, um Lieferzeiten und Kosten zu reduzieren.

Allerdings ist Australien kein ganz einfaches Terrain: Dort stellen die oft große geografische Entfernungrn auf dem Kontinent sowie der mitunter unzureichende Internetzugänge hohe Hürden für den Versandhandel dar.

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Schier endlose Weiten: Australien ist kein einfaches Terrain für Versandhändler.

(Foto: imago/Danita Delimont)

 

13:49 Uhr

Hedgefonds wollen auf Bitcoin-Absturz setzen

Viele Anleger warten schon gespannt auf die ersten Futures für die zuletzt stark gehypte Krypto-Währung Bitcoin, um auf einfache Weise von deren - zumindest zuletzt - sagenhaftem Aufstieg zu profitieren. Die weltgrößte Derivatebörse CME etwa darf ab dem 18. Dezember einen Terminkontrakt auf die virtuelle Währung handeln.

Allerdings gibt es auch Hedgefonds, die sich deshalb auf die Bitcoin-Futures freuen, weil sie dann auf einen Absturz der digitalen Währung setzen können, wie das Nachrichtenportal Bloomberg mit Verweis auf mehrere Insider berichtet.

Manche würden den Bitcoin-Markt bereits als "eine der größten Gelegenheiten zum Shorten aller Zeiten", sagt Lou Kerner vom Risikokapitalgeber Flight Ventures. Beim Shorten setzt ein Anleger auf sinkende Kurse eines Wertes. "Es gibt viele Menschen, die glauben, dass es sich um eine Blase und ein Ponzi-Schema handelt", so Kerner über den Bitcoin-Hype. Charles Ponzi war ein Betrüger, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinem Anlage-"Schema" vielen Menschen um ihr Geld brachte.

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13:20 Uhr

Nissan testet Roboter-Taxis für Olympische Spiele

Nissan Motor
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Wer im Jahr 2020 die Olympischen Sommerspiele in Tokio besucht, soll sich nach Plänen des Autobauers Nissan von Roboter-Taxis durch die Stadt kutschieren lassen können. Damit das auch klappt, starte Nissan bereits im kommenden Frühjahr mit Tests unter Realbedingungen in Yokohama südwestlich von Tokio.

Wie Nissan und das japanische Technologie-Partnerunternehmen DeNa mitteilten, soll der Dienst namens Easy Ride im März an den Start gehen. Dabei können Nutzer das autonome Elektrofahrzeug per Handy-App ordern.

Die Roboter-Taxis könnten dann "um 2020 herum in noch begrenztem Umfang" in einer Stadt starten, in der die nötigen Genehmigungen vorlägen, erklärte der Autobauer, ohne sich näher zu äußern.

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Mit dem Leaf setzt Nissan bereits bei den E-Autos Maßstäbe - er ist das weltweit meistverkaufte.

(Foto: AP)

 

13:00 Uhr

Markenstreit - Apple siegt gegen Mi-Pad-Hersteller

Apple
Apple 191,05

Jeder kennt das iPad, aber kennen Sie auch das Mi-Pad? Das ist ein Tabletcomputer des chinesischen Unternehmens Xiaomi und klingt - Zufall oder nicht - dem Produkt des US-Unternehmens Apple doch sehr ähnlich. Das findet auch ein EU-Gericht.

Die Luxemburger Richter entschieden, dass Xiaomi die Bezeichnung Mi Pad nicht als Unionsmarke eintragen darf. Das Wortzeichen sei der älteren Apple-Marke iPad zu ähnlich, was zu einer Verwechslungsgefahr führen könne, hieß es zur Begründung.

12:30 Uhr

Macht auch die Wall Street ein Nickerchen?

Dow Jones
Dow Jones 25.510,00

Wenig tun dürfte sich heute auch an der Wall Street. Der Future auf den S&P-500 deutet aktuell auf eine wenig veränderte Eröffnung hin. Das dürfte auch das schnelle Ende für die jüngste Rekordjagd bedeuten. Diese war durch die Fortschritte bei der US-Steuerreform ausgelöst worden.

Vor allem die Technologiewerte könnten weiter unter Druck stehen. Die Investoren versuchten Gewinne zu sichern, hieß es von Teilnehmern. Der Nasdaq-Composite verlor am Vortag gut 1,0 Prozent.

12:26 Uhr

Brexit-Frust setzt britisches Pfund unter Druck

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,32

Die zähen Brexit-Verhandlungen setzen der britischen Währung zu: Das Pfund Sterling verbilligt sich um mehr als einen US-Cent auf 1,3369 Dollar, nachdem sich die Europäische Union und Großbritannien auf dem jüngsten Spitzentreffen in Brüssel nicht einigen konnten. Das ist der größte Rutsch seit mehr als einem Monat.

Dies habe einmal mehr gezeigt, wie schwer sich die Gespräche noch gestalten werden, sagt Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. "Sobald die zweite Verhandlungsphase beginnt, in der es um ein Handelsabkommen geht, dürfte es noch viel heißer hergehen."

12:19 Uhr

Dax dreht ins Minus und unter 13.000 Punkte

Von wegen "Verschnaufpause", der Dax lässt sich nach dem gestrigen Erfolgstag gegen Mittag völlig gehen und sackt deutlich ins Minus: 0,6 Prozent Abschlag, womit die 13.000er-Marke wieder unterschritten wird. Der Dax notierte zuletzt bei 12.980 Punkten.

12:01 Uhr

Deutsche-Bank-Großaktionär gerät ins Visier

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(Foto: imago/Hans-Günther Oed)

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin nimmt den chinesische Konzern HNA unter die Lupe und prüft, ob bei dessen Einstieg bei der Deutschen Bank alles mit rechten Dingen abgelaufen ist.  Wie die "Süddeutschen Zeitung" berichtete, untersucht die Wertpapieraufsicht, ob HNA korrekte Stimmrechtsangaben gemacht hat, als er sich im Frühjahr 2017 schrittweise bei der Deutschen Bank eingekauft hatte und mit 9,9 Prozent zum bedeutendsten Aktionär von Deutschlands größtem Geldhaus aufgestiegen ist.

Anlass ist eine Einschätzung der Schweizer Übernahmekommission: Diese hatte moniert, HNA habe bei der Übernahme des Schweizer Airline-Caterers Gategroup im Mai 2016 Angaben gemacht, die "unwahr bzw. unvollständig" waren.

11:27 Uhr

Zwillinge könnten erste Bitcoin-Milliardäre sein

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Sie sind vor allem bekannt als erbitterte Gegner des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg: Die Zwillingsbrüder Tyler and Cameron Winklevoss hatten Zuckerberg einst verklagt, weil er ihnen die Idee für Facebook geklaut haben soll (mit Erfolg: Sie sollen rund 65 Millionen Dollar von Zuckerberg kassiert haben). Schön dargestellt übrigens in dem Film "The Social Network".

Warum die Winklevoss-Zwillinge nun wieder in die Schlagzeilen geraten: Laut der Zeitung "Telegraph" könnten sie die ersten bekannten Bitcoin-Milliardäre sein. Im Jahr 2013 hatten sie 11 Millionen Dollar in die Krypto-Währung gesteckt. Seitdem hat sich der Wert eines Bitcoins - je nach Einstiegszeitraum - mehr als verhundertfacht. Damit könnten die Brüder mittlerweile mehr als eine Milliarden Dollar schwer sein - in Bitcoins.

Seit dem Jahr 2015 betreiben die Brüder übrigens auch die Bitcoin-Börse Gemini.

10:51 Uhr

Rätseln um Erholung der türkischen Lira

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,76

Es ist eine ungewöhnliche Reaktion: Die türkische Lira zieht zum Dollar weiter an, nachdem sie bereits am Vortag zugelegt hatte. Dabei wurde gestern bekannt, dass die türkische Inflation drastisch zugenommen hat um nunmehr knapp 13 Prozent.

"Noch vor drei Monaten waren 13 Prozent Inflation für die meisten Beobachter unvorstellbar",  führt Commerzbank-Analyst Tatha Ghose aus. Schon 10 Prozent seien schlimm genug erschienen und die meisten Projektionen einer Liraschwäche und Zinserhöhungen der türkischen Zentralbank seien unter der Annahme einer Inflation von nur 10 Prozent erstellt worden, so Ghose.

Wieso steigt die Lira also? Auslöser könnten möglicherweise Bemerkungen von Staatspräsident Tayyip Erdogan sein, wonach die Regierung den Kapitalschmuggel ins Ausland begrenzen könnte.

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

 

10:20 Uhr

US-Ermittler lädt Deutsche Bank wegen Trump-Konten vor

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,28

Bei den Ermittlungen zur mutmaßlichen Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump gerät nun auch die Deutsche Bank in den Fokus: Wegen ihrer Geschäftsbeziehung mit Trump erhielt die Bank eine Vorladung des Sonderermittlers Robert Mueller, berichtet ein Insider. Trump, der vor seinem Wechsel in die Politik als Immobilienunternehmer aktiv war, hat seit Jahren Kredite bei der Deutschen Bank laufen.

Der Insider sagte, die Vorladung - eine sogenannte Subpoena - sei bereits vor einigen Wochen bei dem Institut eingegangen, entsprechende Unterlagen inzwischen den Behörden weitergereicht worden. Die Deutsche Bank selbst steht nicht im Fadenkreuz der Ermittler, sie wird durch die Subpoena lediglich zur Auskunft verpflichtet.

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Der frühere FBI-Chef Robert Mueller untersucht die mögliche Einflussnahme Russlands auf den vergangenen Präsidentschaftswahlkampf.

(Foto: picture alliance / Andrew Harnik)

 

10:15 Uhr

Eurozonen-Wirtschaft ist in Partylaune

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Die Wirtschaft der Eurozone hat im November einen Gang hochgeschaltet und ist so stark gewachsen wie zuletzt vor über sechseinhalb Jahren.

Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, kletterte auf 57,5 Zähler von 56,0 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete.

"Die Eurozone hat im November einen Satz gemacht und einen fulminanten Jahresausklang eingeleitet", sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Die Sammelindizes signalisieren durch die Bank eine Wachstumsbelebung, angeführt von beschleunigten Steigerungsraten in Frankreich und Deutschland und einem deutlich verstärkten Aufschwung in Italien."

09:49 Uhr

CryptoKitties erobern Ethereum-Netzwerk

Bei der Begeisterung um Krypto-Währungen stellen viele bisher oft die Frage: Was kann man mit den digitalen Münzen eigentlich anstellen?

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Eine - möglicherweise unerwartete - Antwort liefert das Netzwerk Ethereum: spielen. Denn zurzeit erobert das erst Ende November gestartete Online-Spiel CryptoKitties das Netzwerk. Laut ETH Gas Station fallen bereits 15 Prozent aller Transaktionen auf das Spiel mit virtuellen Katzen - was laut Bloomberg das Netzwerk allerdings zunehmend langsamer macht.

Bei dem Spiel können Nutzer virtuelle Cartoon-Katzen kaufen, mit anderen kreuzen und neue, einzigartige "Kitties" züchten. Mehr als 22.000 Katzen sind bisher verkauft worden, für einen Gegenwert von rund 3 Millionen Dollar.

CryptoKitties ist damit die erste Massen-Anwendung für Ethereum, das wie der Bitcoin auf der Blockchain-Technologie beruht. Die dazugehörige Währung heißt Ether.

09:20 Uhr

Dax verschnauft nach Kursrally

Dax
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Gestern noch außer Rand und Band, zeigt sich der Dax zum heutigen Handelsstart wieder träge. Ein magerer Aufschlag von 0,1 Prozent, mehr ist nicht drin für den deutschen Leitindex. Damit steht er weiterhin knapp über 13.000 Punkten, bei 13.069 Punkten, um genau zu sein.

"Der Markt gönnt sich eine Verschnaufpause", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Die Stimmung an den Börsen bleibe aber weiterhin gut und kurzfristig seien weitere Kursgewinne drin. Gestern hatte der Dax noch 1,5 Prozent auf 13.059 Punkte zugelegt.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

07:57 Uhr

Aumann werden wohl Federn lassen

Die Papiere des Maschinenbauers Aumann werden zum Handelsstart deutlich unter Druck erwartet nach der Durchführung einer am Vorabend angekündigten Kapitalerhöhung. "Die Platzierung ist gut gelaufen", sagt ein Händler, der mit dem Vorgang vertraut ist. Die Aktien seien zu 64 Euro bei institutionellen Investoren platziert worden. Bei einem Volumen von 1,25 Millionen Aktien habe das Unternehmen rund 80 Millionen Euro erlöst.

Ein anderer Marktteilnehmer ist etwas skeptisch. Nach dem Börsengang habe das Unternehmen jüngst mit einer Gewinnwarnung überrascht, nun folge bereits eine Kapitalerhöhung. Damit dürfte der Weg für Gewinne in der Aktie zunehmend schwierig werden. Bei Lang & Schwarz wird die Aktie vorbörslich knapp vier Prozent niedriger gestellt.

07:23 Uhr

Dax wird zum Start etwas leichter erwartet

Dax
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Nach dem Plus am Vortag werden die Bösen in Europa zum Handelsstart zunächst kaum verändert erwartet. Allerdings erwarten Marktteilnehmer, dass Indexstände des Dax über 13.000 Punkten schnell für Verkäufe genutzt werden. Dies dürfte im Tagesverlauf zunehmenden Druck ausüben. Ein vergleichbares Muster war bereits an der Wall Street zu beobachten, wo die Freude über das Vorankommen der US-Steuerreform schnell dazu führte, dass sich Investoren von hoch bewerteten Titeln trennten.

An den USA verloren am Vortag im Halbleitersektor Nvidia 5,6, AMD 6,5 und Intel 0,4 Prozent. Im Handel war die Rede davon, das Angebot bei Speicherchips könne mit der Nachfrage steigen. Dies dürfte am Dienstag auch die Aktien der europäischen Chip-Hersteller belasten. Auch die sogenannten "FANG"-Aktien gaben erneut ab. So sackten Apple um 0,7, Facebook um 2 Prozent und die Google-Mutter Alphabet um 1,3 Prozent ab.

In diesem Umfeld wird der Dax zum Handelsstart etwas leichter erwartet. Vorbörslich notiert der Frankfurter Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 13.039 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 wird wohl kaum verändert den Dienstaghandel beginnen.

Leicht positiv werten Marktteilnehmer die Entwicklung in China. Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor hat sich im November erneut verstärkt. "Die Caixin-Indizes im November zeigen, dass die Wirtschaft stabil ist und dass es kein unmittelbares Risiko für einen spürbaren Rückgang der Wachstumsrate gibt", sagte CEBM-Ökonom Zhengsheng Zhong.

07:10 Uhr

Minuszeichen in Taiwan und Hongkong

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Tatsache, dass am Vortag an der New Yorker Wall Street die technologielastigen Nasdaq-Indizes erneut stark nachgaben, strahlt auch auf die anderen asiatischen Börsen aus. So leiden die Aktienmärkte in Taiwan und Hongkong unter der starken Gewichtung des Technologiesektors. Der Taiex fällt um 0,6 Prozent, herabgezogen vom Minus von 1,9 Prozent bei Taiwan Semiconductor Manufacturing. In Hongkong zieht Schwergewicht Tencent mit Verlusten von 1,4 Prozent den HSI mit herunter, der 0,5 Prozent abgibt. Das neue Indexmitglied Sunny Optical fällt um 5 Prozent.

Der Kospi in Seoul hält sich dagegen leicht im Plus. Hier lasten zwar Samsung mit Abgaben von 0,7 Prozent, doch die festen Stahlwerte gleichen dies aus.

In Festlandschina zeigen sich die Märkte geteilt. Der von Startups geprägte Chinext fällt um 1,2 Prozent, der Shenzen Composite um 0,8 Prozent, der CSI-300, in dem die großen Konzerne gelistet sind, legt dagegen um 0,2 Prozent zu. Für einen etwas aufgehellten Hintergrund sorgt der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe. Der Novemberstand von 51,9 nach 51,2 im Monat zuvor deutet auf zunehmendes Wachstum hin.

06:39 Uhr

Techaktien ziehen Tokioter Börse ins Minus

Nikkei
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Der japanische Aktienmarkt hat am zweiten Handelstag der Woche leichte Verluste verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels (Ortszeit) 0,4 Prozent im Minus bei 22.611 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,1 Prozent auf 1784 Zähler nach.

Ausgelöst durch Verluste von Technologiewerten in New York stießen Investoren Aktien von Chipherstellern ab. Zu den größten Verlierern gehörten Aktien von Tokyo Electron und Advantest, die jeweils gut zwei Prozent nachgaben. Gefragt waren dagegen Finanzaktien.

Spekulationen auf die Steuerreformpläne in den USA stützten den Dollar, insbesondere zum Yen. Die US-Währung wurde mit 112,50 Yen gehandelt, nachdem sie am Montag mit 113,09 Yen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen geklettert war. Der Euro notierte kaum verändert mit 1,1875 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9846 Franken je Dollar und 1,1693 Franken je Euro bewertet.