Wirtschaft

Trumps dubiose Kreml-Beziehungen Sonderermittler lädt Deutsche Bank vor

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Fahnen tragen das Logo der Deutschen Bank.

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Mit 316 Millionen Dollar steht der US-Präsident in der Kreide. Fast die Hälfte des Geldes schuldet Trump der Deutschen Bank. Das Geldinstitut rückt ins Visier von Robert Mueller, der eine Einflussnahme Russlands auf Trumps Wahl untersucht.

Die Deutsche Bank hat wegen ihrer Geschäftsbeziehung mit US-Präsident Donald Trump nach Informationen eines Insiders eine Vorladung des Sonderermittlers Robert Mueller erhalten. Der frühere FBI-Chef untersucht die mögliche Einflussnahme Russlands auf den vergangenen Präsidentschaftswahlkampf.

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Trump, der vor seinem Wechsel in die Politik als Immobilienunternehmer aktiv war, hat seit Jahren Kredite bei der Deutschen Bank laufen. Bislang hatte das Geldhaus mit Verweis auf das Bankgeheimnis jede Auskunft zu der Geschäftsbeziehung verweigert. Ein Sprecher der Bank wollte hierzu keinen Kommentar abgeben.

Der Insider sagte, die Vorladung - eine sogenannte Subpoena - sei bereits vor einigen Wochen bei dem Institut eingegangen, entsprechende Unterlagen inzwischen den Behörden weitergereicht worden. Die Deutsche Bank selbst steht nicht im Fadenkreuz der Ermittler, sie wird durch die Subpoena lediglich zur Auskunft verpflichtet.

In der Vergangenheit hatten die Demokraten im US-Kongress wegen der angeblichen Verbindungen von Trump nach Russland wiederholt Auskunft über Kredite der Deutschen Bank und anderer Geldhäuser verlangt. Deutschlands größte Bank war bereits während des US-Wahlkampfs in den Fokus geraten, weil sie mit Trump noch Geschäfte gemacht hatte, als er bei vielen großen US-Instituten als Unternehmer und Immobilienmogul längst in Ungnade gefallen war.

Laut Unterlagen des Office for Government Ethics, die Mitte Juni veröffentlicht wurden, hatte Trump zur Jahresmitte mindestens 315,6 Millionen Dollar Schulden bei Kreditinstituten, davon mindestens 130 Millionen Dollar bei der Deutsche Bank Trust Company Americas.

Quelle: n-tv.de, shu/rts

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