Donnerstag, 31. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:55 Uhr

Dax landet im Minus

Gewinnmitnahmen bei anhaltend guter Stimmung, so lautet die Tagesbilanz der Händler. Für Zurückhaltung sorgten schwache Wirtschaftsdaten aus China sowie ein Bericht, wonach es auf chinesischer Seite Zweifel an einem langfristigen Handelsabkommen mit US-Präsident Donald Trump gebe.

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Da viele ohnehin nicht von einer Lösung des Konflikts ausgehen, sondern lediglich von einer Waffenruhe, spielte diese Nachricht am Ende jedoch keine allzu große Rolle. Ebenfalls keine großen Akzente setzte die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank vom Vorabend. Die Fed hatte wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt, zugleich stellte US-Notenbankpräsident Jerome Powell eine Pause bei den Zinssenkungen in Aussicht.

Der Dax schloss 0,34 Prozent niedriger bei 12.866 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,4 Prozent auf 3604 Punkte nach unten.

Bei den Einzeltiteln bauten Zulieferer und Autobauer ihre Verluste wegen der Fiat-Peugeot-Fusion weiter aus. Eine Megafusion im Sektor könnte den Wettbewerbs- und Preisdruck erhöhen. Schaeffler notierten 2,9 Prozent tiefer und Continental 1,1 Prozent. Valeo gaben 1,3 Prozent nach. Für BMW ging es 0,8 Prozent nach unten, Daimler verloren 1,2 Prozent und VW sogar 2,2 Prozent: Bei den Wolfsburgern drückten zusätzlich schwächere Umsätze und fallende Margen bei der Tochter Audi.

17:06 Uhr

E-Zigarettenfirma wird für Marlboro-Konzern zum Milliardengrab

Der Einstieg bei der umstrittenen E-Zigarettenfirma Juul wird für den US-Tabakriesen Altria (Marlboro) zum Debakel. Der Konzern teilte mit, den Wert der Investition in seiner Bilanz um 4,5 Milliarden Dollar nach unten korrigiert zu haben.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Abschreibung reagiert Altria auf die Krise bei dem Startup, das wegen einer E-Zigaretten-Epidemie unter US-Teenagern und Todesfällen in Verbindung mit den Produkten in der Kritik steht. Juul drohen Verkaufsverbote in den USA, Präsident Donald Trump kündigte bereits "sehr strenge" Vorschriften an.

Altria hatte im Dezember 12,8 Milliarden Dollar für eine 35-prozentige Beteiligung an Juul gezahlt. Der finanzielle Kraftakt war die größte Investition in der Geschichte des Marlboro-Konzerns.

16:54 Uhr

Mittal verkauft Escada an kalifornischen Investor

Der angeschlagene Münchner Luxusmode-Hersteller Escada gehört jetzt dem US-Finanzinvestor Regent. Die indische Unternehmerin Megha Mittal, die Escada nach der Insolvenz vor zehn Jahren übernommen hatte, habe das Unternehmen an den Investor in Beverly Hills verkauft, teilte Escada mit. Ziel sei es jetzt, "das Geschäft zu neuen Höhen zu führen", teilte Regent-Chef Michael Reinstein mit.

ArcelorMittal
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Escada gehörte in den 1990er-Jahren zu den weltweit größten Marken für luxuriöse Damenmode und machte Umsätze in Milliardenhöhe. Supermodels wie Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Naomi Campbell präsentierten die Kollektionen. Aber 2009 war das Unternehmen insolvent und wurde von Mittal erworben, die zur Familie eines großen indischen Stahlherstellers gehört und ein Faible für Mode hat.

16:45 Uhr

US-Verbrauchern sitzt das Geld locker

Die Verbraucher in den USA haben ihren Konsum im September etwas gesteigert. Laut US-Handelsministerium erhöhten sie ihre Ausgaben um 0,2 Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten genau dieses Ergebnis erwartet.

Mehr gaben die Konsumenten vor allem für Fahrzeuge und Gesundheit aus. Die persönlichen Einkommen legten dabei mit 0,3 Prozent etwas langsamer zu als im Vormonat.

Der private Verbrauch ist wichtig für das Wirtschaftswachstum der USA. Auf ihn entfallen rund zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Im dritten Quartal war das BIP um 1,9 Prozent gestiegen. Unternehmen investierten wegen des Handelskriegs und der schwächeren Weltkonjunktur weniger.

16:15 Uhr

Warum ist die norwegische Krone so schwach?

Eigentlich müsste die norwegische Krone auf Höhenflug sein: Die Notenbank hebt als eine der wenigen weltweit die Leitzinsen an, die Konjunktur brummt und der Preis des wichtigsten Exportguts Rohöl zieht wieder an.

Norwegische Krone / Euro
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Dennoch gehört die Währung mit einem Kursminus von sechs Prozent zum Dollar seit Jahresbeginn zu den Schlusslichtern unter den Industrienationen.

Die Antwort liefert Erica Dalsto, Chef-Anlagestrategin für Norwegen bei der SEB Bank. Sie sieht den Hauptgrund für die Kronen-Schwäche im Zollstreit zwischen den USA und verschiedenen anderen Staaten wie China: "Alle Währungen kleinerer, vom Welthandel abhängiger Staaten leiden. Heimische Faktoren spielen die zweite Geige."

Der Hickhack um den Brexit sowie die Spannungen im Nahen Osten und den Golf-Staaten sorgten zusätzlich für Verunsicherung. Dalsto verweist dabei auch auf das Nachbarland Schweden, dessen Währung unter denselben Problemen leide. Nach Einschätzung des SEB-Anlagestrategen Richard Falkenhall ziehen sich vor allem Großinvestoren aus der Krone zurück. Sie fürchteten, ihre Anlagen im Falle einer Börsenkrise nicht schnell genug zu Geld machen zu können.

15:54 Uhr

Zollstreit-Sorgen ziehen Wall Street runter

Wieder aufkeimende Zweifel an einer Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China halten Anleger von Aktienkäufen ab. Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung um jeweils etwa 0,2 Prozent ab.

Die technologielastige Nasdaq hielt sich dank der Kursgewinne der Index-Schwergewichte Apple und Facebook dagegen knapp im Plus.

Bloomberg zufolge äußerten chinesische Regierungsvertreter Zweifel, dass mit den USA unter Präsident Donald Trump ein langfristiges Handelsabkommen geschlossen werden kann. "Diese Schlagzeile veranlasst einige Anleger dazu, Gewinne mitzunehmen", sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Trump twitterte unterdessen, das geplante Teil-Abkommen mit China werde bald unterzeichnet.

15:29 Uhr

Fiat hui, PSA pfui: So reagiert die Börse auf die Fusionspläne

Topthema im Markt bleiben die Fusionspläne zwischen Fiat Chrysler und Peugeot PSA. Der Deal ist nun offiziell, die Anleger sehen ihn aber differenzierter als am Vortag: Einem Kursplus von 8,9 Prozent bei Fiat Chrysler steht ein Minus von 13,5 Prozent von Peugeot PSA gegenüber.

Jefferies schätzt, dass Peugeot eine bereinigte Prämie von 32 Prozent zahle, um die Kontrolle über Fiat zu erlangen. Für die Aktionäre des französischen Autokonzerns bedeute dies ein größeres Risiko.

15:15 Uhr

Fiat Chrysler mit Rekordergebnis in USA

Der vor dem Zusammenschluss mit der Opel-Mutter PSA stehende Autobauer profitiert von einer Verbesserung der Rendite im nordamerikanischen Geschäft. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) legte im dritten Quartal um fünf Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro zu.

Fiat Chrysler und PSA

PSA führt neben Opel die Marken Peugeot, DS und Citroën. Fiat Chrysler hat die Marken Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia oder Maserati unter seinem Dach.

In Nordamerika habe Fiat Chrysler Rekordergebnisse erzielt, teilte das Unternehmen mit. Dabei halfen unter anderem eine positive Preisentwicklung trotz eines Absatzrückgangs sowie günstige Wechselkurseffekte.

Der Umsatz sank indes um ein Prozent auf 27,3 Milliarden Euro. Für 2019 sieht sich der Autobauer, der mit PSA zum viertgrößten Autokonzern der Welt verschmelzen will, auf Kurs zu seinen Jahreszielen, die einen bereinigten operativen Gewinn von 6,7 Milliarden Euro vorsehen.

15:03 Uhr

British Airways will pünktlicher werden

Mit selbstfahrenden Gepäckwagen zwischen Terminal und Flugzeug will die Fluggesellschaft British Airways (BA) ihre Pünktlichkeit erhöhen. Die britische Fluglinie testet die fahrerlosen und emissionsfreien Vehikel am Londoner Flughafen Heathrow, wie die Airline mitteilt. Die Wagen transportierten bis zu 40 Gepäckstücke pro Fahrt und fänden dank moderner Navigationstechnologie die kürzeste Route auf dem Flugfeld.

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Ein zentraler Vorteil der Lösung ist, dass die Gepäcktransporter einzeln losfahren sollen, sobald sie voll sind - statt wie heute zu warten, bis alle Koffer in einen Wagenzug geladen wurden. Der Test ist Teil einer 6,5 Milliarden Pfund (7,54 Mrd Euro) schweren Investitionsoffensive der Airline. Bei Erfolg sollen die Wagen von 2021 an im Regelbetrieb eingesetzt werden.

14:51 Uhr

Pfund vor größtem Monatsgewinn seit zehn Jahren

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

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Allein am Donnerstag klettert sie um 0,6 Prozent auf 1,2975 Dollar.

(Foto: imago images/Westend61)

Die Hoffnung auf einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union treibt das Pfund auf phänomenale Weise nach oben. Die britische Landeswährung gewinnt seit Monatsbeginn um mehr als fünf Prozent. Damit steuert sie auf den größten Monatsgewinn seit mehr als einem Jahrzehnt zu.

Der zuletzt für den 31. Oktober geplante EU-Austritt Großbritanniens soll jetzt spätestens Ende Januar erfolgen. Am Markt sorgt das für Aufatmen. Experten gehen davon aus, dass es dem britischen Premierminister Boris Johnson in der Verlängerung und nach einer Neuwahl leichter gelingen könnte, das Parlament zur Zustimmung zu seinem Austrittsvertrag mit der EU zu bewegen.

14:33 Uhr

Trump: Suche nach Unterzeichnungsort für Handelsdeal läuft

*Datenschutz

Die Börse kann von der Nachricht nicht profitieren. Nach den jüngsten Meldungen aus China zweifeln Anleger an den Erfolgsaussichten für ein umfassendes Handelsabkommen.

14:23 Uhr

Riss in Maschine: Qantas prüft Boeing 737 NG

Die australische Fluggesellschaft Qantas will nach der Entdeckung eines Risses im Rumpf eines Passagierflugzeugs vom Typ Boeing 737 NG mehrere baugleiche Flugzeuge einer Inspektion unterziehen. Insgesamt sollen 33 Maschinen kontrolliert werden, wie Qantas in Canberra mitteilte. Die betroffene Maschine wurde aus dem Verkehr gezogen.

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Nach Angaben der Fluggesellschaft wurde der Riss an einer Stelle entdeckt, wo die Tragflächen am Rumpf befestigt sind. Im Luftfahrt-Jargon nennt man diese Teile "Pickle Forks", weil sie an Gurkengabeln erinnern. "Wir haben einen Riss entdeckt. Diese Maschine wurde zur Reparatur außer Dienst gestellt", sagte ein Qantas-Sprecher.

14:07 Uhr

Mehrere Banken zahlen Sparern unzulässig niedrige Zinsen

Bei Zehntausenden Bankkunden mit langfristigen Sparverträgen könnten die Zinsen zu niedrig berechnet worden sein. "Eine größere Anzahl von Instituten" sowie "eine Vielzahl" von Verbrauchern sind nach Erkenntnissen der Aufsichtsbehörde Bafin von unwirksamen Zinsanpassungsklauseln betroffen, wie das Bundesfinanzministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mitteilte. Grüne und Verbraucherschützer kritisierten unzulässige Zinssenkungen und forderten entschlosseneres Gegensteuern.

Zunächst hatte die "Rheinische Post" über die Antwort des Ministeriums berichtet, derzufolge die Bafin aktuell "Stellungnahmen betroffener Institute" auswertet. Das Finanzministerium verwies auch auf eine entsprechende Musterfeststellungsklage vor dem Oberlandesgericht Dresden gegen die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig.

13:46 Uhr

Wirtschaft in Italien überrascht mit Mini-Wachstum

Die italienische Wirtschaft ist von Juli bis September überraschend um 0,1 Prozent zum Vorquartal gewachsen, wie das nationale Statistikamt Istat mitteilt. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet, nachdem es im Frühjahr zu einem Plus von 0,1 Prozent gereicht hatte.

10-jährige italienische Staatsanleihen
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Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone hinkt der Entwicklung in der Währungsunion aber weiter hinterher: Dort gab es im dritten Quartal ein Wachstum von 0,2 Prozent.

13:00 Uhr

Zweifel am Handelsdeal machen Anlegern zu schaffen

Dax
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Zweifel an den Erfolgsaussichten für ein umfassendes Handelsabkommen zwischen den USA und China verunsichern die Anleger in Europa. Der Dax sackt am Vormittag um 0,7 Prozent auf 12.814 Punkte ab, der EuroStoxx50 verliert 0,6 Prozent auf 3597 Zähler.

Chinesische Regierungsvertreter zeigen sich laut einem Bloomberg-Bericht skeptisch, ob mit US-Präsident Trump eine langfristige Einigung in dem Handelskonflikt zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften möglich sei.

"Immer mehr Investoren wird bewusst, wie viel Hoffnung am Markt eingepreist ist", sagte Robert Greil, Chefstratege bei der Privatbank Merck Finck. Keines der großen Themen sei gelöst, weder der Handelskonflikt noch der Brexit. Zudem nähmen Investoren nach dem US-Zinsentscheid Gewinne mit, sagte er.

12:35 Uhr

Brexit-Chaos belastet britische Baufirma: Aktie stürzt ab

Das Brexit-Chaos erschwert die Geschäfte der britischen Baufirma Crest Nicholson. Das Unternehmen sagte einen Gewinnrückgang voraus und verschreckte damit seine Aktionäre.

Crest Nicholson
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Die Papiere sackten um bis zu elf Prozent ab und zogen damit auch die Aktien von Rivalen nach unten. Die Titel von Persimmon, Barratt Developments und Berkeley Holdings sanken um bis zu ein Prozent.

Crest Nicholson erklärte, das Geschäftsumfeld sei im zweiten Halbjahr schwierig. Dabei spielten die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens sowie die trüberen Konjunkturaussichten eine Rolle.

12:06 Uhr

Londoner Immobilienverwalter leidet unter Brexit-Chaos

Schwenken wir den Blick nach Großbritannien und das dortige Chaos:

Foxtons
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Das Brexit-Chaos erfasst zunehmend den Londoner Immobilienmarkt und macht hier dem Verwalter Foxtons zu schaffen. Die Aktien sackten um 7,5 Prozent ab. Das Unternehmen erklärte, die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens erschwere die Geschäfte und drücke auf die Preise auf dem Immobilienmarkt in der britischen Hauptstadt. Im abgelaufenen Quartal sank der Umsatz um sieben Prozent auf 32,5 Millionen Pfund.

11:44 Uhr

VW-Tochter Audi senkt Absatzprognose

Die Ingolstädter VW-Tochter hat auch im dritten Quartal weniger Autos verkauft und seine Prognose deshalb leicht nach unten korrigiert: Die Auslieferungen im Gesamtjahr dürften nur leicht über dem - schwachen - Wert des Vorjahres liegen. Finanzvorstand Alexander Seitz sagte: "2019 wird kein Rekordjahr, aber der Audi-Konzern steht solide da."

VW Vorzüge
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Zwischen Juli und September lieferte Audi knapp 451.000 Autos aus - 8000 Autos weniger als im dritten Quartal des Vorjahrs. Der Umsatz sank um eine halbe Milliarde auf 12,6 Milliarden Euro - allerdings nur wegen einer bilanztechnischen Änderung. Ohne diese Umbuchung wäre der Umsatz gestiegen.

Investitionen für E-Autos und neue Technologien sowie der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt belasten Audi. Die deutschen Werke Ingolstadt und Neckarsulm sind nicht ausgelastet - aber die Kosten sind trotzdem kaum niedriger. Audi-Chef Bram Schot will 22 Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder profitabler zu machen. Bis zum Jahresende strebt Audi eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat an.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:31 Uhr

Überraschender Einbruch: Hongkong rutscht in die Rezession

Hongkongs Wirtschaft ist nach schweren Unruhen in der chinesischen Sonderverwaltungszone in die Rezession gerutscht.

Im dritten Quartal gab es einen massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung. In den Monaten Juli bis September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,2 Prozent im Quartalsvergleich gesunken, teilte das Statistikamt mit.

Dies ist der stärkste konjunkturelle Einbruch seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise vor zehn Jahren. Bereits im zweiten Quartal war Hongkongs Wirtschaft um 0,5 Prozent geschrumpft. Wenn es in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen einen Rückgang der Wirtschaftsleistung gibt, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession".

Analysten wurden von dem ungewöhnlichen starken Einbruch im dritten Quartal überrascht. Sie hatten zwar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet, waren aber nur von einem Dämpfer von 0,6 Prozent ausgegangen.

11:20 Uhr

Chinas Agrarlobby stemmt sich gegen US-Handels-Deal

Der Unmut in China gegen das Handelsabkommen mit den USA wird noch etwas konkreter:

Vor der angepeilten Unterzeichnung äußert die Agrarwirtschaft in China Vorbehalte gegen von US-Präsident Donald Trump angestrebte Regelungen. Der Chef der einflussreichen Chinesischen Handelskammer für den Im- und Export von Lebensmitteln (CFNA), Cao Derong, stellt infrage, ob China sich dazu verpflichten sollte, pro Jahr Landwirtschaftserzeugnisse aus den USA im Volumen von 40 bis 50 Milliarden Dollar zu kaufen.

  • Diese Zielmarke sei sehr hoch und könne nicht garantiert werden, sagte Cao am Rande eines Wirtschaftsforums in Singapur.
  • Statt sich auf ein fixes Volumen und einen konkreten Zeitrahmen festzulegen, sollte eher die Nachfrage bestimmen, wie viel chinesischen Firmen für US-Produkte ausgeben.
  • Die Regierung in Peking könne stattdessen Sonderzölle zurücknehmen, mit denen sie im Zuge des Handelskonflikts seit dem vergangenen Jahr US-Agrarprodukte belegt habe, sagte Cao.
11:09 Uhr

Zweifel an Handelsabkommen drückt Dax ins Minus

Die negativen Rückmeldungen aus China lassen Anleger das Weite suchen.

Der Dax gibt 0,7 Prozent nach auf 12.817 Zähler.

10:59 Uhr

China sieht rot für langfristigen Handels-Deal mit USA

US-Präsident Trump strotzt öffentlich nur so vor Zuversicht, dass es bald eine Einigung im Handelskonflikt mit China geben könnte. Lauscht man jedoch der anderen Seite, hört sich das ganz anders an:

Laut Bloomberg haben chinesische Beamte deutliche Zweifel an einem umfassenden langfristigen Handelsabkommen mit den USA geäußert, auch wenn beide Seiten kurz vor der Unterzeichnung eines "Phase-1"-Vertrags stünden.

Laut der US-Finanzagentur kündigten chinesische Beamte in privaten Gesprächen mit Besuchern in Peking an, dass sie sich in den schwierigsten Fragen nicht bewegen werden. Außerdem seien sie besorgt wegen des impulsiven Charakters von Präsident Donald Trump. Es sei zu befürchten, dass er von sich aus den Deal platzen ließe. Eigentlich wollen beide Seiten den Vertrag in den kommenden Wochen unterzeichnen.

10:51 Uhr

Insider: Lufthansa legt sich bei Alitalia-Investment fest

Die Lufthansa ist einem Insider zufolge bereit, bis zu 200 Millionen Euro in die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia zu stecken.

Lufthansa
Lufthansa 17,66

Sie habe am Dienstag einen Brief an das Industrieministerium in Rom und die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) geschrieben und ihre Bereitschaft erklärt, einen Anteil an Alitalia zu übernehmen, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Der Insider bestätigte damit entsprechende Berichte zweier italienischer Tageszeitungen.

10:45 Uhr

Shell schneidet besser ab als erwartet

Bleiben wir kurz beim Öl:

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 27,05

Trotz gesunkener Öl- und Gaspreise hat der britisch-niederländische Energiekonzern mehr verdient als erwartet. Der Reingewinn sank zwar um 15 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar, übertraf damit aber die Markterwartungen von 3,91 Milliarden deutlich. Als Grund für das besser als erwartete Abschneiden nannte der Vorstand eine "starke Performance" des Handels mit Öl und Flüssiggas (LNG).

10:09 Uhr

Ölpreise steigen - Probleme an wichtiger US-Pipeline

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Die Keystone-Pipeline transportiert Rohöl aus den Erdölfeldern der Athabasca-Ölsand-Vorkommen aus der westkanadischen Provinz Alberta zu Erdölraffinerien in den US-Bundesstaaten Illinois, Oklahoma und Nebraska. Die Strecke von Alberta bis Steele City ist 3.456 km lang.

REUTERS

Probleme an einer für die USA wichtigen Ölpipeline lassen die Ölpreise steigen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet zuletzt 61,04 US-Dollar, 0,9 Prozent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,1 Prozent auf 55,50 Dollar.

An der bekannten Keystone-Pipeline ist Berichten zufolge ein Leck aufgetreten. Die Leitung transportiert Rohöl von Kanada in die USA und dort zum großen Umschlagplatz für Erdöl in Cushing. Ein Teil der Pipeline musste zur Untersuchung vorläufig geschlossen werden.

Die Zulieferprobleme stellten am Mittwoch veröffentlichte Lagerdaten in den Schatten. Nach Zahlen des US-Energieministeriums sind die Rohölvorräte der USA in der vergangenen Woche stark gestiegen. Die Ölpreise waren daraufhin unter Druck geraten.

Apropos Öl und Rolle rückwärts der USA hin zu den fossilen Rohstoffen: Lesen Sie unser Interview mit der Rohstoffexpertin und Autorin Heike Buchter. Wir haben die Wahl-New-Yorkerin gefragt, was es mit Donald Trumps Öl-Traum auf sich hat, und wer oder was seine Öl-Renaissance stoppen könnte:

09:52 Uhr

Fusion von PSA und Fiat Chrysler "ohne Werksschließungen"

Nach und nach werden weitere Details bekannt:

So wollen der französische Autokonzern PSA und der US-italienische Hersteller Fiat Chrysler ihre geplante Fusion offenbar "ohne Werksschließungen" realisieren. In einer gemeinsamen offiziellen Erklärung zu den Gesprächen hieß es dazu am Morgen, die jährlichen Synergien würden auf 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Die beiden Unternehmen streben demnach eine Fusion unter Gleichen an.

Die Aktionäre beider Seiten würden jeweils 50 Prozent des Kapitals der neuen Gruppe halten und entsprechend die "Früchte dieser Annäherung" gleichberechtigt aufteilen, erklärten PSA und Fiat Chrysler. Die fusionierte Gruppe soll zudem ihren Sitz in den Niederlanden haben.

09:35 Uhr

PSA und Fiat Chrysler: Reaktion aus Paris

Die Fusion von PSA und Fiat Chrysler wirft die Frage auf, was ein neuer globaler Auto-Gigant taugt ...? Hier die Reaktion aus Frankreich:

Paris begrüßt die Gespräche des französischen Herstellers PSA und Fiat Chrysler (FCA). Am Ende könnte ein Konzern mit rund 400.000 Mitarbeitern stehen, erklärte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire in Paris. 

Der Staat ist Aktionär beim Opel-Mutterkonzern PSA und hält über eine Förderbank 12,23 Prozent der Anteile und 9,75 Prozent der Stimmrechte. Weitere große Anteilseigner sind die Peugeot-Familie und der chinesische Hersteller Dongfeng.

Die beabsichtigte Fusion sei eine Antwort "auf die Notwendigkeit für die Autobranche, sich zu konsolidieren", erklärte der mächtige Minister. "Frankreich muss stolz sein auf seine Autoindustrie, die ihre Fähigkeit zur Forschung und zur technischen Erneuerung unter Beweis gestellt hat", so Le Maire.

Hier eine Einschätzung unseres Auto-Experten Helmut Becker, die wir gestern eingeholt haben:

09:23 Uhr

Dax nimmt Anlauf auf 13.000 Punkte

Nach der Zinssenkung in den USA und ermutigenden Firmenbilanzen nimmt der deutsche Leitindex die Marke von 13.000 Punkten ins Visier.

Der Dax notiert im frühen Handel 0,1 Prozent fester bei 12.930 Punkten.

Fed-Chef Jerome Powell signalisierte nach der dritten Zinssenkung in diesem Jahr eine Pause: Nachdem sich die USA und China im Handelsstreit angenähert hätten und ein harter Brexit weniger wahrscheinlich werde, bewege sich einiges in eine "positive Richtung". Diese Aussagen kämen am Markt gut an, meinte David Iusow, Analyst beim Brokerhaus DailyFX.

Um mehr als acht Prozent nach oben geht es für die Aktien von Nemetschek. Das Softwareunternehmen verzeichnet ein starkes Wachstum im Sommerquartal und rechnet damit, im Gesamtjahr bei Umsatz und Gewinnmarge das obere Ende der Prognosespanne zu erreichen.

Die Zalando-Titel geben dagegen gut fünf Prozent nach. Die Zahlen des Online-Händlers wurden am Markt gemischt aufgenommen.

Einen wunderschönen guten Morgen! Uns wird heute an dieser Stelle natürlich die Entstehung des neuen Auto-Giganten aus PSA und Fiat Chrysler beschäftigen. Daneben gibt es aber auch viele andere Themen: der Ölpreis, Rückmeldungen aus der Luftfahrtbranche oder aber frische Brexit-News  ... Bleiben Sie gespannt. Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag!

07:26 Uhr

Zalando steigert seinen Umsatz deutlich

Es läuft gut für Europas größten Online-Modehändler: Zalando hat im dritten Quartal operativ schwarze Zahlen geschrieben, unter dem Strich den Verlust reduziert und den Umsatz signifikant gesteigert.

Beim bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll laut Zalando am Jahresende eine Zahl in der oberen Hälfte der Spanne von 175 bis 225 Millionen Euro herauskommen. Im Zeitraum Juli bis September erwirtschaftete die Zalando SE einen kleinen bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 6,3 Millionen Euro und erreichte damit mehr als Analysten erwartet hatten. Beim Umsatz legte Zalando um knapp 27 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro zu.

06:51 Uhr

Asiatische Börsen reagieren positiv auf Fed-Entscheidung

Die Aktien in Asien erlebten einen leichten Anstieg - Grund dafür war die Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen weiter zu senken. Mit diesem Schritt war gerechnet worden, dementsprechend reagierten die Börsen. Auch die Bank of Japan hielt ihre Geldpolitik wie erwartet stabil, sendete aber ein deutliches Signal, dass sie die Zinssätze in Zukunft senken könnte.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 22.918 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1668 Punkten.
  • Die Börse in Schanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent.
  • Der MSCI für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent.