Montag, 11. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Anleger bleiben in Deckung - Dax dümpelt vor sich hin

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(Foto: REUTERS)

Es war ein Handelstag ohne große Höhepunkte: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind auch zu Wochenbeginn in Deckung geblieben. Nachdem der Dax bereits am Freitag leicht nachgegeben hatte, schloss er heute 0,2 Prozent leichter bei 13.198 Punkten. Der MDax notierte kaum verändert bei 26.969 Zählern. Der TecDax legte dagegen um 0,2 Prozent auf 2928 Stellen zu. Der EuroStoxx50 verlor 0,1 Prozent auf 3698 Punkte.

Im Fokus blieb der Handelsstreit zwischen China und den USA. US-Präsident Donald Trump beklagte sich über die Geschwindigkeit der Handelsgespräche mit China. Die Gespräche gingen voran, aber langsam, "viel zu langsam für mich". Im Oktober hatte Trump eine grundsätzliche Einigung auf ein Teilabkommen verkündet.

Angesichts der insgesamt wieder zunehmenden Unsicherheiten mieden Anleger die konjunktursensiblen Aktien des Chipherstellers Infineon, die am Dax-Ende knapp 1,7 Prozent einbüßten. Bei Wirecard hingegen rieben sich die Investoren die Hände: Die Anteilsscheine zogen an der Index-Spitze um 3,3 Prozent an.

17:08 Uhr

Chinesen übernehmen British Steel

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British-Steel-Werk in Scunthorpe.

(Foto: REUTERS)

Die Jingye-Gruppe aus China übernimmt den insolventen Stahlhersteller British Steel. Wie die Insolvenzverwalter des britischen Unternehmens mitteilten, wurde ein entsprechender Kaufvertrag abgeschlossen, der aber noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen steht. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Der britische Sender BBC hatte zuvor berichtet, die Summe liege bei rund 70 Millionen Pfund (81 Millionen Euro). Jingye teilte mit, dass innerhalb des kommenden Jahrzehnts 1,2 Milliarden Pfund in die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Stahlherstellers investiert werden sollten. Der Kauf werde zudem "Tausende Jobs" in Großbritannien retten.

British Steel beschäftigt in Großbritannien 4000 Menschen, vor allem im Stahlwerk Scunthorpe im Nordosten Englands. Rund 1000 weitere arbeiten in Werken in Frankreich und den Niederlanden. Hinzu kommen rund 20.000 Stellen, die durch Lieferketten mit dem Stahlhersteller verbunden sind.

16:52 Uhr

Thyssenkrupp will "grünen Stahl" herstellen

Betreten von Neuland: Der österreichische Technologiekonzern Voestalpine und der deutsche Stahlhersteller Thyssenkrupp wollen die Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff sauberer machen. Der größte deutsche Stahlhersteller hat in seinem Duisburger Werk einen Versuch gestartet, in einem Hochofen Kohlenstaub teilweise durch Wasserstoff zu ersetzen. "Wir leisten hier Pionierarbeit", sagte Thyssenkrupp-Stahlchef Premal Desai. Als erstes Unternehmen weltweit blase Thyssenkrupp Wasserstoff statt Kohle in einen laufenden Hochofen. Am Ende des Umbaus der Produktion werde "grüner Stahl stehen".

Voestalpine nahm eine Pilotanlage zur weniger umweltschädlichen Stahlproduktion in Betrieb. Es handle sich bei dem 18-Millionen-Projekt um die weltweit größte Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage zur CO2-freien Stahlerzeugung, teilte das Unternehmen mit.

16:31 Uhr

n-tv Zertifikate: Wie weit geht die Dax-Rally noch?

Der Dax kommt seinem alten Rekordhoch so langsam aber sicher immer näher. Wie groß sind die Chancen, dass diese Rally noch viel weiter geht? Wie Trader mit Hebelinstrumenten und Anleger mit Bonuszertifikaten auf eine Fortsetzung der Rally setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS.

16:07 Uhr

Deutscher Staat profitiert stark von extrem niedrigen Zinsen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der deutsche Staat hat einer Allianz-Studie zufolge in den vergangenen Jahren im Euro-Länder-Vergleich am meisten von den Dauertiefzinsen profitiert. Grund sei, dass der Rückgang der Zinsen mit Zurückhaltung bei den Schulden einhergegangen sei, teilte der Münchner Versicherer auf Basis von Berechnungen zum Nettozinseinkommen mit.

Insgesamt liege der Vorteil für den deutschen Staat bei sechs Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) - das seien rund 184 Milliarden Euro. Für den italienischen Staat seien es vier Prozent des BIP oder 66 Milliarden Euro. In anderen Ländern hätten dagegen steigende Schulden den Zinsvorteil wieder zunichtegemacht.

15:58 Uhr

Zweifel an raschem China-Deal setzen Wall Street zu

Wieder aufkeimende Zweifel an einer raschen Entschärfung des Zollstreits mit China belasten die US-Börsen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu 0,5 Prozent. Genährt wurde die Skepsis von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, er werde das geplante Handelsabkommen nur unterschreiben, wenn es der "richtige Deal" für Amerika sei. Zuvor hatte er bereits Spekulationen auf einen Abbau der gegenseitigen Strafzölle gedämpft.

US-Werte, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt, gerieten unter Druck. Die Aktien des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar sowie der Chipfirmen AMD und Micron büßten bis zu 1,3 Prozent ein.

15:42 Uhr

Osram-Betriebsrat zieht gegen AMS-Gebot vor Gericht

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(Foto: www.imago-images.de)

Der Betriebsrat von Osram will die Übernahme des Münchner Lichtkonzerns durch die österreichische AMS auf gerichtlichem Weg torpedieren. Das Arbeitnehmergremium habe beim zuständigen Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) Beschwerde gegen die Finanzaufsicht BaFin eingelegt, die die Offerte zugelassen hatte, und eine einstweilige Verfügung beantragt. Inhaltlich sieht der Betriebsrat die Übernahme durch den österreichischen Chip- und Sensor-Hersteller trotz einiger Zugeständnisse von AMS kritisch: Es bestehe weiter die Gefahr, dass Osram danach zerschlagen werde, wichtige Mitarbeiter das Unternehmen verließen und damit Erfahrung verlorengehe.

AMS hatte die 4,6 Milliarden Euro schwere Offerte offiziell am vergangenen Donnerstag vorgelegt, nachdem die BaFin die zehntägige Frist zur Genehmigung hatte verstreichen lassen. Damit galt das Angebot als zulässig. Die Österreicher nutzten dabei eine Lücke im Übernahmegesetz, um eine zwölfmonatige Sperrfrist zu umgehen, nachdem ihr erstes Angebot gescheitert war.

15:12 Uhr

Einlagenzins: Privatbanken fordern höhere Freistellung

Verschiedene Geldscheine liegen auf einem Haufen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild

Verschiedene Geldscheine liegen auf einem Haufen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild)

Deutschlands Privatbanken haben die EZB aufgefordert, die Auswirkungen des negativen Einlagensatzes für Banken weitaus deutlicher als bisher zu mildern. Die Notenbank müsse die Sonderlasten der Banken durch den Negativzins so umfassend wie möglich reduzieren, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Frank-Walter Peters.

Als Stellschraube hierfür bietet sich seiner Meinung nach ein höherer Multiplikator der Mindestreserve an, die derzeit beim Sechsfachen liegt. "Als Vorbild könnte die Schweizer Nationalbank dienen, die mit dem 25-fachen der Mindestreserve arbeitet", sagte Peters. Wenn die EZB die Nebenwirkungen des Negativzinses für die Banken wirklich eindämmen wolle, dann müsse sie entschlossener vorgehen.

14:49 Uhr

Tupperware-Aktie rauscht vorbörslich auf Rekordtief

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(Foto: imago/PanoramiC)

Da sind wohl wieder Tupper-Parties nötig: Eine gestrichene Quartalsdividende hat Tupperware auf ein Rekordtief gedrückt. Die Aktien des Anbieters von Frischhaltedosen fielen im vorbörslichen US-Geschäft um 9,5 Prozent auf 8,45 Dollar.

Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen, zu dem auch die Kosmetik-Marken Fuller und Nutrimetics gehören, enttäuschende Zahlen vorgelegt.

14:40 Uhr

Aufspaltungsplan lässt SunPower-Eigner strahlen

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Die geplante Aufspaltung von SunPower kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien der Solarfirma stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um 3,8 Prozent.

Die Tochter des französischen Ölkonzerns Total will ihre Solarelemente-Produktion unter dem Namen Maxeon abtrennen und an die Börse bringen. SunPower soll sich auf Vertrieb, Energie-Speicherung und Dienstleistungen konzentrieren.

14:35 Uhr

Allianz für Netzausbau lässt Telefonica-Kurs steigen

Die geplante Kooperation mit den Konkurrenten Deutsche Telekom und Vodafone zur Schließung von Löchern im deutschen Mobilfunknetz hievt Telefonica Deutschland (O2) ins Plus. Die Aktien gewannen nach anfänglichen Verlusten 0,7 Prozent auf 2,82 Euro. Die drei Unternehmen wollen gemeinsam zusätzliche Funkmasten aufbauen.

Ziel ist eine optimale mobile Breitbandversorgung für Kunden in ganz Deutschland, vor allem im ländlichen Raum und entlang der Verkehrswege auf Straßen, Schienen und Flüssen, teilten die Unternehmen mit. Bis zu 6000 neue Mobilfunkstandorte sollten aufgebaut werden. Spätestens im Frühjahr 2020 würden weitere Details der Kooperation vertraglich festgelegt. Das Bundeskartellamt sei über die Pläne informiert worden. Die Bundesnetzagentur hatte bereits erklärt, dass die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur sinnvoll sei.

Telefonica Deutschland
Telefonica Deutschland 2,79

14:12 Uhr

IG Metall Küste verlangt Rettungsplan für Windindustrie

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(Foto: dpa)

Angesichts des Abbaus von Tausenden Stellen beim Windanlagenbauer Enercon fordert die Gewerkschaft IG Metall politische Unterstützung für die Windindustrie. Mit Blick auf Zehntausende Jobs in strukturschwachen Regionen wie Ostfriesland, Bremerhaven, Magdeburg und Schleswig-Holstein sei ein "Rettungsplan für die Windindustrie in Deutschland" notwendig, teilte der IG-Metall-Bezirk Küste mit.

Bezirkschef Meinhard Geiken schlug vor, die Bundesregierung könne "mit einer Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 24 Monate für die Windbranche in der Strukturkrise kurzfristig eine Möglichkeit schaffen, um die Beschäftigten zu halten statt zu entlassen".

13:54 Uhr

Einzelhandel erwartet gutes Weihnachtsgeschäft

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(Foto: dpa)

Der Einzelhandel kann sich Hoffnungen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft machen: Die Verbraucher in Deutschland bleiben auch in diesem Jahr spendabel und planen im Schnitt 281 Euro für Weihnachtsgeschenke ein, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY ergab. Das ist nur ein Euro weniger als 2018 - damals waren die durchschnittlichen Geschenkbudgets auf ein Rekordhoch gestiegen. Unangefochten beliebt unterm Tannenbaum bleiben Gutscheine und Geldgeschenke.

Hochgerechnet summieren sich die Ausgaben für Geschenke in diesem Jahr auf 18,4 Milliarden Euro. Nummer eins unter den Präsenten sind der am Montag veröffentlichten Umfrage zufolge weiterhin Gutscheine und Geldgeschenke. Jeder zweite Verbraucher (56 Prozent) plant sie, das Budget dafür beträgt im Schnitt 69 Euro, zwei Euro mehr als 2018. Für den Handel sind Gutscheine lukrativ, denn sie sorgen für Publikumsverkehr zum Jahresende - und viele lösen sie gar nicht erst ein.

13:36 Uhr

Jefferies-Analysten erhöhen Tesla-Ziel kräftig

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Tesla Motors (USD) 335,89

Optimismus im Fall Tesla: Die Analysten von Jefferies rechnen beim E-Auto-Produzenten zwar ausdrücklich nicht mit ruhigem Fahrwasser, aber im dritten Quartal hätten sich die Bruttomargen auf einem mit nachhaltiger Profitabilität einhergehenden Niveau eingependelt. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sollten sich ebenfalls stabilisieren, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder anziehen sollten.

Diese Stabilisierung 2019 verbessere die Grundlagen für die Rückkehr zu Wachstum bei Umsatz und Gewinn 2020. Tesla werde sich bei Produkt, Preisgestaltung und Technologie weiter verbessern, sagten die Analysten voraus. Für 2020 rechnen sie mit einem um 24 Prozent höheren Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Jefferies bekräftigt die Kaufempfehlung für die Tesla-Aktie und erhöht das Kursziel auf 400 von 300 US-Dollar.

13:16 Uhr

Kupfer und Brent-Öl unter Druck - Gold etwas teurer

Die Strafzolldrohungen von US-Präsident Donald Trump haben am Vormittag dem Kupferpreis zugesetzt. Das Industriemetall verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 5869,50 US-Dollar je Tonne.

Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee fiel um 1,3 Prozent auf 61,69 Dollar je Barrel (159 Liter). Hier drückte die geringe Aussicht auf weitere Förderkürzungen durch das Kartell Opec auf die Stimmung, sagten Börsianer. Parallel dazu verteuerte sich die "Antikrisen-Währung" Gold um 0,4 Prozent auf 1464,58 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

12:54 Uhr

Hongkong-Unruhen werden Wall Street belasten

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die abermalige Eskalation der Unruhen in Hongkong lässt Anleger an der Wall Street heute wohl vorsichtiger agieren. Händler sehen eine Situation in der chinesischen Sonderverwaltungszone, die außer Kontrolle geraten könnte. Im Handel fürchtet man, dass die Eskalation den Sicherheitsorganen vom chinesischen Kernland einen Vorwand zum Eingreifen liefern könnte.

Eine solche Situation könnte auch einen Schatten auf die Handelsverhandlungen zwischen China und den USA werfen. Dies gilt umso mehr, da sich US-Präsident Donald Trump zuletzt wieder etwas zurückhaltender zum Stand der Gespräche geäußert hatte. Er hatte klar gemacht, dass er derzeit einer Rücknahme der Zölle auf chinesische Importe nicht zustimme.

12:36 Uhr

Adidas verlagert automatische Schuhproduktion nach Asien

Das war ein kurzes Intermezzo: Adidas verlagert die erst vor wenigen Jahren gestartete hochautomatisierte Produktion von Turnschuhen aus Deutschland und den USA nach Asien. Die so genannten Speedfactories im fränkischen Ansbach und in Atlanta würden spätestens im April kommenden Jahres geschlossen, teilte der Dax-Konzern mit. Im Gegenzug werde die Technologie zur weitgehend maschinellen Schuhproduktion bei zwei Zulieferbetrieben in Asien eingesetzt.

Adidas hatte die automatische Fabrik bei dem auf Kunststoffverarbeitung spezialisierten Unternehmen Oechsler erst im Dezember 2015 vorgestellt. Mit dem Projekt verband sich die Erwartung, zumindest einen kleinen Teil der aufwendigen Schuhproduktion aus Niedriglohnländern in Asien zurück nach Deutschland zu holen.

12:18 Uhr

Hoffnung liegt auf DBX - Aston-Martin-Aktie legt zu

Bessere Zeiten erlebt wieder die Aktie von Aston Martin. Sie legte am späten Vormittag um 5,2 Prozent zu. Nach Vorlage ihrer Quartalszahlen mehren sich die Analystenkommentare mit leicht positiver Tendenz. So hat HSBC die Aktie auf "Buy" erhöht und meint, für den Sportwagenbauer "ist das Spiel noch nicht aus". Die Zahlen zum dritten Quartal seien solide gewesen und die Modellvorstellungen für das vierte lägen im Plan. Das Risiko, die Jahresziele noch zu verfehlen, sei daher gering.

Die Vorstellung des neuen SUV DBX am 20.November könnte ein Wendepunkt für die Aktie werden. Bei Jefferies erwarten sich die Analysten davon aber noch keine kurzfristige Lösung.

Aston Martin
Aston Martin 7,44

11:53 Uhr

Vegane Würstchen beflügeln Aktie der Bäckerei Greggs

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Verkaufserfolg der Brötchen mit veganen Würstchen schmeckt den Eignern von Greggs. Die Aktien der britischen Bäckerei- und Sandwich-Kette stiegen um 17,4 Prozent auf 2080 Pence und steuerten auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu.

Das Unternehmen steigerte den Angaben zufolge seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis in den sechs Wochen zum 9. November um 8,3 Prozent. Vor diesem Hintergrund stellte Greggs für das Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn über den bisherigen Erwartungen in Aussicht. Analysten hatten bislang im Schnitt umgerechnet 127 Millionen Euro vorhergesagt.

11:49 Uhr

Politische Risiken bremsen den Dax aus

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Zollstreit, Spanien-Wahl und die Hongkong-Unruhen: Wegen wieder aufgeflammter politischer Risiken ist an den europäischen Aktienmärkten wieder Vorsicht angesagt. In Frankfurt gab der Dax am Mittag um 0,3 Prozent auf 13.181 Punkte nach - den gesamten Vormittag über notierte er leicht im negativen Bereich. Der EuroStoxx50 bröckelte ebenfalls um 0,3 Prozent auf 3690 Stellen ab. Die Börsenstimmung insgesamt diktiere aber weiterhin der Zollstreit zwischen den USA und China, sagte ein Analyst.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte die Aktie von Teamviewer. Bei der Veröffentlichung der ersten Quartalsergebnisse nach dem Börsengang im September gab der Software-Anbieter eine Verdoppelung des Betriebsgewinns bekannt. Der Kurs stieg daraufhin um 7,6 Prozent auf ein Rekordhoch 27 Euro und notierte erstmals seit dem Debüt wieder über dem Ausgabepreis von 26,25 Euro. Die Papiere von Borussia Dortmund rutschten dagegen um 3,5 Prozent ab. Der Fußball-Bundesligist hatte am Wochenende nach äußerst schwachem Spiel 0:4 gegen den Erzrivalen Bayern München verloren.

11:31 Uhr

Schwächstes britisches Wachstum seit 2010

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mitten in der Unsicherheit um den Brexit ist die britische Wirtschaft so langsam gewachsen wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen Juli und September binnen Jahresfrist nur um 1,0 Prozent. Im Frühjahr hatte es noch ein Plus von 1,3 Prozent gegeben.

Zum Vorquartal legte die Wirtschaft im zu Ende gegangenen Sommerquartal um 0,3 Prozent zu. Ökonomen hatten für beide Berechungen jeweils einen etwas höheren Anstieg erwartet.

10:59 Uhr

Probleme in UK: Deutsche Bank kämpft mit "lausigen" IT-Systemen

Und wieder gibt es ein Problem bei der Deutschen Bank: Das Geldhaus kämpft einem Insider zufolge bei Überweisungen in Großbritannien mit IT-Problemen. Eine größere Zahl von Überweisungen für Kunden sei verspätet ausgeführt worden, hieß es. Betroffen sei ein System für hochvolumige Zahlungen.

Ein Banksprecher erklärte, die Bank stecke erhebliche Summen in ihre IT und habe Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass ähnliche Probleme erneut auftreten. Die IT der Deutschen Bank gilt als veraltet und anfällig für Fehler. So gab es immer wieder Pannen im Zahlungsverkehr oder bei der Überwachung von Geldströmen ins Ausland. Die Finanzaufsicht BaFin schickte den Frankfurtern im vergangenen Jahr deshalb einen Sonderbeauftragten ins Haus, der helfen sollte, die IT zu verbessern. Ex-Bank-Chef John Cryan hatte die Systeme als "lausig" bezeichnet.

10:34 Uhr

Ferrari bastelt an seinem ersten reinen Elektroauto

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(Foto: REUTERS)

Nun also auch Ferrari: Der Sportwagenhersteller rechnet damit, ein vollständig elektrisch angetriebenes Auto zwischen 2025 und 2030 an den Start zu bringen. Der genaue Zeitpunkt werde vom Fortschritt der Technologie abhängig sein, sagte Konzernchef Louis Camilleri.

Vorerst setzen die Italiener noch auf den Hybridantrieb. Dieses Jahr wurde die erste Serie von Fahrzeugen mit Plug-in Hybriden vorgestellt, der SF90 Stradale, der sowohl mit Elektroantrieb als auch einem Benzinmotor ausgestattet ist. Drei von fünf neuen Ferrari sollen bis 2022 als Hybrid vom Band rollen.

10:13 Uhr

Qantas strebt Senkung des CO2-Ausstoßes auf null an

Qantas
Qantas 4,38

Ermutigende Nachricht aus Australien: Die Fluggesellschaft Qantas hat eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2050 auf null zugesagt. Man tue dies aus Überzeugung, sagte Airline-Chef Alan Joyce in einer Erklärung und nannte den Klimawandel "real". Qantas will die Nettoemissionen auf das Niveau von 2020 begrenzen. Zudem sollen rund 34,3 Millionen US-Dollar in die Entwicklung eines nachhaltigen Kraftstoffes investiert werden, der den Emissionsausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Düsenkraftstoffen um 80 Prozent senkt. Ein Flugzeug der Airline flog bereits die Strecke Los Angeles - Melbourne mit Senfsamen-Biokraftstoff.

Auch die British-Airways-Mutter IAG und Air France hatten letzten Monat angekündigt, bis 2050 alle Emissionen auf ihren Inlandsflügen ausgleichen. Die breitere Luftfahrtindustrie hatte sich verpflichtet, die Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 2005 zu halbieren.

09:58 Uhr

Ifo: Weltwirtschaftsklima so trüb wie zuletzt 2009

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(Foto: dpa)

Die Stimmung in der Weltwirtschaft ist so schlecht wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im vierten Quartal auf minus 18,8 Punkte von minus 10,1 Punkten im vorangegangenen Vierteljahr, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 1230 Experten aus 117 Ländern mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit dem zweiten Quartal 2009, als die Finanzkrise die Wirtschaft in fast allen Regionen in Turbulenzen stürzte.

Sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate wurden angesichts von Handelskonflikten und Risiken wie dem Brexit deutlich schlechter bewertet. Ifo-Chef Clemens Fuest sprach von einer sich abkühlenden Weltkonjunktur.

09:48 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Trader im Dax-Rausch

Mit dem Herbst kommt offenbar auch frischer Wind an die Börse. Der Dax knackt endlich die 13.000-Punkte-Marke und lässt die Anlegerherzen höher schlagen. Ist das der Startschuss für die Jahresendrally oder ist sie schon längst im Gang? Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS und Michael Bußhaus von Justtrade über die Ursachen für den Aufschwung beim Dax und was das jetzt für Anleger bedeutet.

09:27 Uhr

Rheinmetall-Aktie nach Herabstufung auf Talfahrt

Rheinmetall
Rheinmetall 96,14

Schlecht lief in der ersten Handelsstunde auch die Aktie von Rheinmetall. Angesichts eines negativen Analystenkommentars trennen sich weitere Anleger von dem Papier des Rüstungskonzerns. Der Kurs der Aktie gab um 3,8 Prozent auf 100,80 Euro nach.

Wenige Tage, nachdem der Rüstungskonzern und Autozulieferer seine Umsatzziele gekappt hat, stuften die Analysten der Berenberg Bank die Titel auf "Hold" von "Buy" herunter und senkten das Kursziel auf 110 von 112 Euro.

09:16 Uhr

BVB-Aktie verliert nach Klatsche bei den Bayern

BVB
BVB 8,62

Start unter Druck ist die Aktie des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund geraten. Sie verbilligte sich zu handelsbeginn in Frankfurt um Die Titel von Borussia Dortmund (BVB) rutschten um 3,1 Prozent.

Die Westfalen hatten am Samstag das Prestigeduell beim Serienmeister Bayern München mit 0:4 verloren. Mehr dazu lesen Sie hier.

09:08 Uhr

Dax bleibt in den Startblöcken hängen

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Der Dax verlor 0,3 Prozent auf 13.185 Punkte. Der MDax gab um 0,1 Prozent auf 26.942 Zähler nach. Der TecDax sank um 0,2 Prozent auf 2918 Stellen.

08:41 Uhr

Kursverluste in Japan und China

Nach einer mehrwöchigen Rally nutzen einige Asien-Anleger die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen. Der japanische Nikkei-Index fiel zu Wochenbeginn um 0,3 Prozent auf 23.332 Punkte und die Börse Shanghai büßte 1,8 Prozent auf 2910 Zähler ein.

Die jüngsten Signale im Zollstreit zwischen den USA und China sowie die Unruhen in Hongkong drückten auf die Stimmung, sagte ein  Analyst. US-Präsident Donald Trump sagte zwar am Wochenende, die Handelsgespräche mit China entwickelten sich "sehr schön", zuvor hatte er allerdings betont, er habe einem Abbau gegenseitiger Strafzölle nicht zugestimmt. Spekulationen hierauf hatten den Börsen in der vergangenen Woche Auftrieb gegeben.

08:36 Uhr

Boeing ringt um Lieferung der 737 Max vor Jahresende

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(Foto: REUTERS)

Boeing will die Auslieferung seines Problemfliegers 737 Max trotz der noch nicht vorliegenden Genehmigungen für ein notwendiges Pilotentraining noch vor Jahresende wieder aufnehmen. Derzeit liefen die Gespräche darüber mit den Behörden, sagten mehrere Insider. Boeing bereitet sich darauf vor, dass die Federal Aviation Administration (FAA) das Flugverbot im Dezember aufhebt. Doch es gibt Anzeichen, dass die Genehmigung für ein neues Training, das die Piloten der Airlines absolvieren müssen, mit Verzögerung und damit wohl erst im Januar kommt.

Die Auslieferung der Maschine, die nach zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate seit März mit einem Flugverbot belegt ist, wäre eine Erleichterung für Boeing. Dem Hersteller geht allmählich der Platz für die Maschinen aus, von denen nach wie vor 42 Stück im Monat im Werk in Renton im Bundesstaat Washington produziert werden.

07:45 Uhr

Dax startet wohl niedriger in die Woche

Dax
Dax 13.166,58

Am Montag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag hatte er 0,5 Prozent verloren auf 13.228,56 Punkte. Anders als von Börsianern erhofft ist US-Präsident Donald Trump nicht bereit, vor Abschluss eines Handelsabkommens mit China die verhängten Zölle schrittweise abzubauen. Trump sagte am Freitag, die Regierung in Peking wolle dies zwar, er habe dem aber nicht zugestimmt. Am Samstag gab er sich wieder optimistischer. Die Gespräche würden sich "sehr schön" entwickeln, sagte Trump vor Journalisten.

Bei den Unternehmen legen Deutsche Pfandbriefbank und Talanx Zahlen vor. Zudem blicken Anleger auf Konjunkturdaten aus Großbritannien. Unter anderem steht das Bruttoinlandsprodukt und die Daten zur Industrieproduktion an.

Die Schlusskurse:

  • Dax 13.228,56
  • EuroStoxx50 3.699,65
  • Dow Jones 27.681,24 +0,0 Prozent
  • Nasdaq 8.475,31 +0,5 Prozent
  • Nikkei 23.331,84 -0,3 Prozent
  • Shanghai 2.921,65 -1,4 Prozent