Montag, 13. September 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Grüner Dax-Start in die Woche

Der Dax hat zum Wochenauftakt verlorenen Boden gut machen können. Nach der schwachen Vorwoche fanden sich zum niedrigeren Kursniveau wieder mehr Käufer bereit, auf Aktien zu setzen. Im Handelsverlauf war der deutsche Leitindex zeitweise in Richtung der Marke von 15.800 Punkten herangerückt. Zum Ende des regulären Handels notierte er 0,6 Prozent höher bei 15.701 Zählern.

DAX
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Während sich der MDax der 60 mittelgroßen Börsenwerte hingegen zu Wochenbeginn weiterhin schwertat und um 0,8 Prozent auf 35.799 Punkte fiel, stand auch in Europa die Börsenampel klar auf Grün: Der EuroStoxx50 rückte um 0,5 Prozent auf 4189 Punkte vor.

Auf Unternehmensseite standen Zooplus im Fokus. Im Bieter-Wettstreit um den Tierbedarfshändler erhöhte der Finanzinvestor Hellman & Friedman seine Offerte um fast ein Fünftel auf 460 Euro je Aktie in bar. Die Aktien stiegen in der Folge auf einen Rekord, zuletzt lagen sie noch mit neun Prozent im Plus bei 473 Euro und damit klar über dem Angebot.

Im Dax waren im Einklang mit dem europäischen Branchentrend Autobauer und -zulieferer gefragt. Continental, Daimler und BMW kletterten um 2,5 bis 4,1 Prozent, einzig VW hinkten mit einem Plus von 1,2 Prozent hinterher.

17:12 Uhr

Muss der Dax jetzt in Deckung gehen?

Kommende Woche wird der Dax auf 40 Werte aufgestockt, eine Woche später findet die Bundestagswahl statt. Wie wird der Dax auf diese Ereignisse reagieren? Friedhelm Tilgen spricht darüber auf dem Deutschen Derivatetag in Frankfurt mit Matthias Hüppe von der HSBC.

16:43 Uhr

Bericht: Commerzbank-Vorstandsmitglied steht vor dem Aus

Unruhe bei der Commerzbank: IT-Vorstand Jörg Hessenmüller muss einem Medienbericht zufolge voraussichtlich seinen Posten räumen. Der nach einem gescheiterten Auslagerungsprojekt unter Druck stehende Manager werde nach einer Aufsichtsratssitzung Mitte dieser Woche wohl den Hut nehmen müssen, berichtete das "Manager Magazin". Die Commerzbank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Das Geldhaus hatte im Juli erklärt, dass die geplante Auslagerung der Wertpapierabwicklung an eine Tochter der Großbank HSBC gestoppt worden sei. Abschreibungen von rund 200 Millionen Euro waren die Folge, das Institut schrieb im zweiten Quartal auch deshalb Verluste.

Commerzbank
Commerzbank 7,04

16:31 Uhr

Darum schwächelt heute der MDax

MDax
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Die zehn Dax-Aufsteiger haben in den vergangenen Monaten eine starke Kursentwicklung gegenüber dem Leitindex hingelegt. Seit Oktober 2020, damals wurden die Regeln für den Dax-40 bekannt gegeben, haben die potenziellen Aufstiegskandidaten eine Outperformance gegenüber dem Dax von rund 40 Prozentpunkten geliefert. "Die Story ist nun durch, hier werden in den kommenden Tagen Gewinne mitgenommen", erwartet ein Aktienhändler.

So verloren Zalando 2,8, Sartorius 3,0, Hellofresh 2,2 und Puma 2,0 Prozent. Dem Minus kann sich das VW-Surrogat Porsche entziehen, die Aktie handelt 0,9 Prozent im Plus. Von der auffälligen Schwäche der Schwergewichte belastet verlor der MDax am Nachmittag 0,6 Prozent.

16:22 Uhr

US-Indizes mit kleinen Gewinnen

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(Foto: AP)

Nach den Verlusten zum Wochenschluss hat sich die Wall Street zur Eröffnung freundlich und damit leicht erholt von den Wochenverlusten gezeigt. Die US-Börsen hatten die schwächste Woche seit rund drei Monaten verbucht - belastet von Konjunktur-, Corona- und Inflationssorgen. Grundsätzlich habe sich an dieser Sichtweise nichts geändert, heißt es im Handel - auch mit Blick auf die US-Verbraucherpreisentwicklung, die am Dienstag veröffentlicht wird. Eine wachsende Anzahl von Analysten sieht steigende Risiken für den Aktienmarkt.

Kurz nach Handelsbeginn stieg der Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 34.825 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,6 beziehungsweise 0,3 Prozent zu.

16:02 Uhr

Conti-Aktie arbeitet an Rebreak - heute Führung im Dax

Continental haben am Nachmittag den Dax-Aufschwung mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 111,46 Euro angeführt. Händler sprachen von Käufen vor der Ausgliederung von Vitesco. Sollte Conti über der Marke von 110 Euro schließen, würde sich die technische Situation entspannen.

Mit dem Fall unter die Jahrestiefs im Bereich um 110 Euro hatte die Aktie in der vergangenen Woche ein weiteres Verkaufssignal gegeben. Mit einer Jahresperformance von fast 10 Prozent Minus gehören Conti trotz der aktuellen Erholung immer noch zu den schwächsten Dax-Titeln in diesem Jahr.

Continental
Continental 64,86

15:30 Uhr

E-Auto-Prämie: Strengere Vorgaben für Plug-in-Hybride geplant

Bei der geplanten Verlängerung der deutlich höheren Kaufprämie für Elektroautos sind strengere Vorgaben für Plug-in-Hybridfahrzeuge geplant. "Plugins" seien weiterhin förderfähig, müssten aber künftig längere Reichweiten im rein elektrischen Betrieb aufweisen - dies geht aus dem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für eine neue Förderrichtlinie hervor.

Ein Plug-in-Hybrid kombiniert einen Elektro-Antrieb mit einem Verbrenner. Die deutlich höhere staatliche E-Auto-Kaufprämie soll, wie bereits politisch beschlossen, bis Ende 2025 verlängert werden. Bisher ist sie bis Ende 2021 befristet. Bei der neuen Förderrichtlinie soll laut Entwurf die Regelung zu Plug-in-Hybridfahrzeugen strenger gefasst und auf den elektrischen Antrieb fokussiert werden. Bei Plug-in-Hybriden muss bisher entweder ein CO2-Kriterium erfüllt sein oder eine Mindestreichweite angegeben werden.

Ab dem 1. Oktober 2022 soll das CO2-Kriterium wegfallen und das Erfordernis einer rein elektrischen Mindestreichweite von 60 Kilometern greifen. Ab dem 1. Januar 2024 müssen Plug-in-Hybride laut Entwurf der Förderrichtlinie eine Mindestreichweite von 80 Kilometern vorweisen, um förderfähig zu sein.

15:03 Uhr

Freshworks steht vor Milliarden-Börsengang

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(Foto: AP)

Der Salesforce-Rivale Freshworks strebt bei seinem Börsengang in den USA eine Bewertung von fast neun Milliarden Dollar an. Das geht aus den Unterlagen für die Neuemission hervor. Demnach will Freshworks 28,5 Millionen Aktien zwischen 28 und 32 Dollar verkaufen. Damit würde der Anbieter von Kundenmanagement-Software im besten Fall 912 Millionen Dollar einnehmen.

Freshworks wurde 2010 von Girish Mathrubootham und Shan Krishnasamy gegründet. Zu den ersten Investoren des Unternehmens, das bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet wurde, gehörten die Finanzinvestoren Accel und Tiger Global.

14:40 Uhr

Tumulte bei China Evergrande - Anleger wollen Geld zurück

Rund 100 aufgebrachte Anleger haben den Hauptsitz des chinesischen Krisenkonzerns China Evergrande gestürmt. Sie versammelten sich in der Lobby des Gebäudes in der chinesischen Metropole Shenzhen und verlangten ihr Geld zurück. Einige Personen versuchten Absperrungen zu durchbrechen und in Aufzüge zu gelangen. In der Menge waren Rufe zu hören wie "Evergrande, gib uns unser Geld zurück".

Anleger fürchten einen Zusammenbruch des Immobilienkonzerns, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden US-Dollar ächzt. Investoren werfen Aktien und Anleihen aus ihren Depots, die Kurse brechen ein. In Medienberichten hieß es, Evergrande wolle Zinszahlungen an Gläubigerbanken aussetzen und keine Zahlungen für seine Vermögensverwaltungsprodukte mehr leisten.

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(Foto: REUTERS)

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14:30 Uhr

Chinesische Tech-Aktien verlieren im vorbörslichen US-Handel

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(Foto: REUTERS)

Die verschärften Vorschriften der chinesischen Regierung für Technologie-Konzerne setzen an der Wall Street notierte Firmen vor US-Börsenstart unter Druck. Aktien des chinesischen Technologie-Riesen Alibaba geben 1,6 Prozent nach. Die Titel von Baidu, JD.com, Pinduoduo, Netease und Tencent Music zwischen 0,3 und 1,2 Prozent.

Chinas Behörden untersagten den Tech-Giganten das gegenseitige Blockieren von Links auf ihren Webseiten. Zudem wollen die Behörden den über das Fintech Ant Group zu Alibaba gehörenden Bezahldienst Alipay zerschlagen und eine eigene Plattform für das profitable Kreditgeschäft aufbauen, wie die "Financial Times" berichtete.

14:08 Uhr

Primark-Eigner mit Verkaufsdelle - Aktienkurs fällt in London

Anleger haben sich an der Londoner Börse in großem Maße von Aktien des Primark-Eigentümers AB Foods getrennt. Mit einem Minus von rund vier Prozent war der Titel der größte Verlierer im britischen Blue-Chip-Index.

Die Folgen der Corona-Einschränkungen lassen den Billigmodehändler im laufenden Quartal einen überraschend hohen Umsatzrückgang erwarten. Angesichts der starken Margen im Modegeschäft hob AB Foods die Gewinnprognose dennoch an.

13:44 Uhr

Junge US-Fluggesellschaft setzt auf Airbus-Maschinen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Fluggesellschaft Breeze hat ihre Bestellungen bei Airbus um 20 Mittelstreckenjets vom Typ A220 aufgestockt. Damit summieren sich die Aufträge der noch jungen Airline auf 80 Maschinen in der Version A220-300. Gebaut werden die Maschinen im Airbus-Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama.

Das erste Exemplar für Breeze werde im vierten Quartal ausgeliefert, teilte Airbus mit. Dann soll sechseinhalb Jahre lang etwa jeden Monat eine Maschine hinzukommen. Breeze Airways hat ihren Flugbetrieb erst im Mai aufgenommen. Gründer ist David Neeleman, der zuvor bereits vier Fluggesellschaften aus der Taufe gehoben hatte, darunter die US-Gesellschaft JetBlue.

13:24 Uhr

EZB-Direktorin: Verfrühte Straffung der Geldpolitik wäre Gift

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Isabel Schnabel

(Foto: REUTERS)

EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat vor den Folgen einer voreiligen Reaktion der Notenbank auf die erhöhte Inflation gewarnt. "Eine verfrühte Straffung der Geldpolitik in Reaktion auf einen vorübergehenden Inflationsanstieg wäre Gift für den derzeitigen Aufschwung und würde gerade denen noch mehr schaden, die auch unter dem jetzigen Inflationsanstieg leiden", erklärte sie anlässlich des Baden-Badener Unternehmergesprächs.

Im August lag die Inflation im Euroraum bei drei Prozent und damit deutlich über der Marke von zwei Prozent, die die EZB mittelfristig anstrebt. "Eine permanent übermäßig hohe Inflation, wie sie von manchen befürchtet wird, halten wir im Euroraum allerdings aufgrund der weiterhin niedrigen Inflationserwartungen für sehr unwahrscheinlich", ergänzte Schnabel. Aller Voraussicht nach werde sich der Preisauftrieb im kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen.

13:01 Uhr

Siemens-Aktie erklimmt neue Höhen

Siemens
Siemens 108,64

Die Siemens-Aktie hat ihre Hausse mit neuen Rekordständen ausgebaut. Ihr Kurs stieg um 1,3 Prozent auf 148,02 Euro. Damit hat sie den von Gamesa und Siemens Energy verursachten Rücksetzer mehr als ausgebügelt.

In den vergangenen Wochen hatten hohe Kursziele die Stimmung gestützt, so hatte Jefferies das Ziel auf 195 Euro angehoben. Zudem sind die Aktien von Wettbewebern wie Schneider Electric oder auch ABB deutlich vorgelaufen.

12:47 Uhr

Wall Street signalisiert leichte Erholung

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(Foto: REUTERS)

Nach den Verlusten zum Wochenschluss signalisiert der Aktienterminmarkt eine leichte Erholung der Wall Street. Die US-Börsen hatten die schwächste Woche seit rund drei Monaten hingelegt - belastet von Konjunktur-, Corona- und Inflationssorgen. Grundsätzlich habe sich an diese Sichtweise nichts geändert, heißt es im Handel - auch mit Blick auf die US-Verbraucherpreisentwicklung, die am Dienstag veröffentlicht wird. Eine wachsende Anzahl sieht steigende Risiken für den Aktienmarkt.

Etwas Unterstützung für die US-Börsen kommt zum Wochenbeginn von der Politik. Die Abgeordneten arbeiten sich weiter durch das 3,5 Billionen US-Dollar schwere Investitionsprogramm aus den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Bildung und Klima. "Ich glaube, dass die Bullen ein wenig mehr Munition haben als die Bären: Die fiskalische Unterstützung bleibt bestehen, die Aktivitätsindikatoren bleiben stark", bekennt sich Chefinvestmentstratege Gregory Perdon von Arbuthnot Latham als Börsenoptimist.

12:24 Uhr

Dax schnuppert etwas Höhenluft - Nervosität bleibt aber

Am deutschen Aktienmarkt hat nach der schwierigen Vorwoche weiter große Anspannung geherrscht. Schwachen Vorgaben von der Wall Street und den asiatischen Handelsplätzen zum Trotz setzte der Dax bis Mittag mit Schwung zu einem neuerlichen Erholungsversuch an. Der Leitindex stieg um 0,7 Prozent auf 15.725 Zähler. Der MDax gab hingegen seine anfänglichen Gewinne komplett ab und trat zuletzt mit minus 0,4 Prozent auf 35.962 Stellen den Rückzug an. Der EuroStoxx50 gewann 0,4 Prozent auf 4194 Punkte.

Marktanalyst Jeffrey Haley vom Broker Oanda rechnet angesichts einer eher dünn bestückten Konjunkturagenda mit einer weiteren unruhigen Börsenwoche mit Schwankungen, je nach den Themen des Tages. Der Börsenbeobachter sieht den Fokus bereits auf dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche.

Auf Unternehmensseite war Zooplus mit das wichtigste Thema, die Aktien des Unternehmens stiegen zeitweise mit 471 Euro auf einen erneuten Rekord. Zuvor hatte im Wettstreit um den Tierbedarfshändler der Finanzinvestor Hellman & Friedman seine Offerte um fast ein Fünftel auf 460 Euro je Aktie in bar erhöht. Mit EQT und KKR gibt es derzeit noch zwei weitere Interessenten, sie sollen bisher aber kein Gebot vorgelegt haben.

Im Dax waren im Einklang mit dem europäischen Branchentrend Banken und Autowerte gefragt. BMW gewannen 2,2 Prozent, VW 0,6 Prozent und Daimler 2,3 Prozent. Deutsche Bank verteuerten sich um 1,5 Prozent.

12:09 Uhr

VW startet Batterielabor für Elektroautos

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(Foto: REUTERS)

Volkswagen nimmt für die geplante Fertigung konzerneigener Batteriezellen in großen Stückzahlen jetzt ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Betrieb. In die Einheit, die am künftigen Zellstandort Salzgitter entstand und gut 250 weitere Jobs schafft, fließen zusätzliche Investitionen von 70 Millionen Euro.

Der Dax-Konzern errichtet in Salzgitter in den kommenden Jahren eine interne Zellproduktion, die verschiedene Marken der Gruppe bedienen und die Abhängigkeit etwa von Herstellern aus Asien verringern soll. Eine Pilotlinie gibt es am bisherigen Motorenwerk bereits, von 2025 an sollen dort dann in großem Maßstab günstigere "Einheitszellen" für Volumenmodelle gebaut werden.

11:46 Uhr

Was kann den Markt weiter treiben?

Dem Markt fehlen weiter die Impulse, seit Wochen pendelt der Dax seitwärts. Bullen und Bären halten sich derzeit die Waage. Wie lange wird das noch so gehen? Könnte die nahende Bundestagswahl ein neuer Treiber für die Börse werden? Anleger schauen auch auf mögliche Kursänderungen in der Zinspolitik der Notenbanken. Werden diese letztendlich das Zünglein an der Waage sein? Was passiert, wenn sich dann eine Seite durchsetzt und die Kurse in eine Richtung ausbrechen? Müssen Anleger im zweiten Halbjahr wieder mit stärkeren Schwankungen rechnen? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Dirk Heß von der Citigroup und Sven Gundermann von Taunus Investments über Trends und Strategien für Anleger.

11:27 Uhr

United Internet stark unter Druck - Aktienrückkauf gestoppt

Das Papier von United Internet hat sich kurz vor Mittag kräftig verbilligt - um 3,3 Prozent. Damit gehörte die Aktie des Internet- und Mobilfunkanbieters zu den größten Verliererinnen im MDax.

United Internet hat sein erst im August gestartetes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 160 Millionen Euro vorzeitig beendet und begründete dies mit den aktuell geringen Handelsvolumina. Bisher wurden Aktien im Wert von 18,7 Millionen Euro zurückgekauft.

United Internet
United Internet 24,08

10:46 Uhr

Brexit-Folgen: Marks & Spencer prüft Frankreich-Geschäft

Der traditionsreiche britische Einzelhändler Marks & Spencer (M&S) stellt wegen der Brexit-Folgen sein Frankreich-Geschäft auf den Prüfstand. "Wir betreiben ein Franchise-Geschäft in Frankreich und besprechen derzeit das Modell mit unseren beiden Partnern", sagt ein Unternehmenssprecher. Angesichts der nach dem EU-Austritt Großbritanniens geltenden neuen Zollbestimmungen werde das europäische Geschäft umgestaltet. In Frankreich betreibt M&S rund 20 Filialen mit den Partnern SFH und Lagardere. Zu Beginn dieses Jahres hat M&S bereits seine Aktivitäten in Tschechien umgebaut, indem es frische Lebensmittel aus den Geschäften genommen und ein erweitertes Sortiment an länger haltbaren Produkten eingeführt hat.

M&S wollte sich zu einem Bericht der "Mail on Sunday" nicht äußern, wonach das Unternehmen voraussichtlich Filialen in Frankreich schließen wird. Möglicherweise werde demnach sogar der Verkauf der beliebten Sandwiches und gekühlten Lebensmittel in dem Land ganz eingestellt. M&S-Vorstandschef Archie Norman hatte sich zuletzt darüber beklagt, dass der Einzelhändler seit dem Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt Anfang des Jahres aufgrund des enormen bürokratischen Aufwands Schwierigkeiten hat, Waren in die EU-Staaten Irland und Frankreich zu liefern.

Marks & Spencer
Marks & Spencer 1,62

10:27 Uhr

Flughafen Frankfurt im August mit bestem Monat seit Pandemie-Beginn

Am Frankfurter Flughafen sind im August so viele Passagiere abgeflogen und gelandet wie in keinem anderen Monat seit Beginn der Corona-Krise. Der Betreiber Fraport zählte an Deutschlands größtem Drehkreuz knapp 3,4 Millionen Fluggäste, wie er mitteilt. Das waren rund 123 Prozent mehr als im August 2020, aber immer noch 51 Prozent weniger als vor der Corona-Krise im August 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost legte im Vergleich zu August 2020 um gut 13 Prozent auf 178 223 Tonnen zu.

Nach dem Reiseaufschwung im Sommer geht Fraport-Chef Stefan Schulte von einem "schwierigen Winter" aus, wie er vor einigen Tagen sagte. Für das laufende Jahr rechnet er in Frankfurt insgesamt mit "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggästen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen ein Rekordjahr verzeichnet hatte.

Fraport
Fraport 47,94

10:06 Uhr

Vor Opec-Monatsbericht: Ölpreise legen zu

Die Ölpreise steigen leicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 73,23 Dollar. Das sind 31 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West WTI steigt 32 Cent auf 70,04 Dollar.

Die Preise hatten sich in den vergangenen Tagen in einer eher engen Spanne bewegt. Davor waren sie seit Jahresbeginn infolge einer konjunkturellen Erholung vom Corona-Einbruch deutlich gestiegen, zur Jahresmitte aufgrund der Ausbreitung der Corona-Delta-Variante aber unter Druck geraten.

Ein großes Thema ist die Förderung im Golf von Mexiko. Nachdem die dortige Produktion wegen des Hurrikans "Ida" übergangsweise geruht hatte, fährt sie nur langsam wieder an. Zugleich fragen die teils beschädigten Raffinerien weniger Erdöl nach als vor dem Hurrikan, was die preislichen Auswirkungen auf dem Ölmarkt begrenzt.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 93,30
Rohöl WTI
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09:42 Uhr

Aktie von Vakzin-Hersteller crasht

Valneva
Valneva 9,97

Einen Kurs-Crash haben die Aktien des französischen Impfstoffherstellers Valneva hingelegt. Für die Papiere ging es um 38,1 Prozent nach unten.

Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass es von der britischen Regierung die Mitteilung über die Kündigung seines Liefervertrages für einen Covid-Impstoff erhalten habe. Grund seien allerdings Vertragsfragen, nicht die Wirksamkeit, kommentierte ein Händler.

09:25 Uhr

Lime-Boss rechnet mit Fusionen bei Elektroroller-Verleihern

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(Foto: imago images/Christian Spicker)

Der Chef des weltweit tätigen Elektroroller-Verleihers Lime, Wayne Ting, rechnet in der hart umkämpften Branche mit Fusionen und Übernahmen. "Wir werden eine Konsolidierung sehen", sagte der Manager gegenüber Reuters. Lime habe aktuell keine Pläne, aktiv daran teilzunehmen, aber "wir sind immer offen".

Erst im vergangenen Jahr hatte der US-Konzern im Rahmen einer Finanzierungsrunde in Höhe von 170 Millionen US-Dollar das Geschäft mit den Jump-E-Bikes von Uber übernommen. Vor allem zu Beginn der Corona-Krise setzte E-Scooter-Anbietern wie Lime oder Bird und Volt zu, dass viele Menschen kaum noch das Haus verließen und wenig verreist wurde.

09:13 Uhr

Deutsche Großhandelspreise mit stärkstem Anstieg seit 1974

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration)

Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt hoch. Im August stiegen die Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Oktober 1974, als die Großhandelspreise im Zuge der ersten Ölkrise noch etwas stärker gestiegen waren. Im Juli 2021 hatte der Anstieg 11,3 Prozent und im Juni 10,7 Prozent betragen.

Die Statistiker nennen zwei Gründe für den hohen Preisauftrieb auf Großhandelsebene. Zum einen steigen die Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte derzeit stark an. Dieser Effekt geht zurück auf zahlreiche Lieferschwierigkeiten im Welthandel, die überwiegend mit der Corona-Pandemie in Verbindung stehen. Zum anderen verweist das Bundesamt auf einen statistischen Basiseffekt durch das sehr niedrige Preisniveau vor einem Jahr. Die war eine Folge des schweren konjunkturellen Corona-Einbruchs im Jahr 2020.

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09:07 Uhr

Dax geht mit Gewinn in die Woche

Überraschung an der Frankfurter Börse: Der Dax ist deutlich stärker in die Woche gestartet - der Leitindex legte in den ersten Minuten 0,6 Prozent auf 15.705 Punkte zu. MDax und TecDax verzeichneten etwas geringere Gewinne. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 4194 Stellen.

Im Fokus steht weiterhin die Preisentwicklung. Deutsche Bank-Vorstandschef Christian Sewing sagte dazu im Interview mit Pioneer One: "Ich glaube nicht, dass wir es nur mit einem zwei- oder dreimonatigen Vorgang zu tun haben. Wenn Sie die Preise sehen und welche Lohnspirale kommen wird, dann können Sie auch durch das Jahr 2022 eine höhere Inflation von zwei oder drei Prozent erwarten."

DAX
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08:47 Uhr

Apple gegen Epic Games: Auf in die nächste Runde

Der Rechtsstreit zwischen Apple und dem Spieleentwickler Epic Games über die App-Praktiken des iPhone-Herstellers geht in die nächste Runde. Der für das Spiel "Fortnite" bekannte Entwickler kündigt an, das Urteil eines US-Bundesgerichts anzufechten. Das Gericht hatte zwar teilweise zugunsten von Epic Games entschieden und Apple zu einer Lockerung seiner einträglichen App-Praktiken verpflichtet. Demnach der Konzern App-Entwicklern die Benutzung anderer Bezahlsysteme neben seinem App-Store ermöglichen. Anderen von Epic Games monierten Punkten an Apples Geschäftspraktiken war das Gericht allerdings nicht gefolgt. Beide Unternehmen lehnten am Sonntag Stellungnahmen ab.

Apple
Apple 171,34

 

08:29 Uhr

Finanzinvestor legt bei Zooplus deutlich nach

Im Kampf um Zooplus hat der Finanzinvestor Hellman & Friedman seine Offerte erhöht. Geboten würden jetzt 460 Euro statt wie bislang 390 Euro, wie der Investor mitteilt. Damit werden die Aktien des Onlinehändlers für Tierbedarf insgesamt mit knapp 3,3 Milliarden Euro bewertet. H&F hatte bereits Mitte August ein Gebot vorgelegt, das vom Unternehmen unterstützt wurde. Seitdem sind mit EQT und KKR zwei weitere Interessenten aufgetaucht. Zooplus bestätigte Gespräche mit den beiden Finanzinvestoren, die allerdings beide noch kein Gebot vorgelegt haben. Der Aktienkurs von Zooplus stieg wegen der Verhandlungen von Zooplus mit den beiden Investoren bereits deutlich über das bisherige H&F-Gebot. Am Freitag kostete die bald im MDax notierte Aktie 434 Euro.

Zooplus
Zooplus 356,40

 

08:10 Uhr

Angst treibt Dax-Anleger um

Zum Wochenstart wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die Angst vor einer sich abschwächenden Wirtschaftsdynamik hatte Europas Anleger zum Wochenschluss umgetrieben. Am Freitag war der Dax 0,1 Prozent tiefer bei 15.610 Punkten aus dem Handel gegangen und verbuchte damit ein Wochenminus von 1,1 Prozent. Zum Wochenbeginn stehen nur wenige Firmentermine an. Von der Hannover Rück wird eine Mitteilung zur Lage des Rückversicherungsmarkts erwartet. Aus Deutschland kommen die Großhandelspreise für August, aus den USA Zahlen zum Bundeshaushalt.

07:56 Uhr

"Zu viele" Elektroautobauer: China will Konsolidierung einleiten

China strebt eine Verringerung der Anzahl heimischer Elektroauto-Hersteller an. Die Volksrepublik habe "zu viele" Produzenten und werde deswegen eine Konsolidierung fördern, sagt Informationsminister Xiao Yaqing. Er kündigt zudem an, China werde die Infrastruktur der Ladestationen und die Verkäufe von Elektroautos in ländlichen Märkten verbessern. Die Regierung arbeite daran, die Entwicklung von Lösungen zur Behebung der Engpässe beim Angebot von Chips für Kfz zu beschleunigen. Die Förderung umweltfreundlicher Autos zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes hat Hersteller wie Nio Inc, Xpeng Inc und BYD Co Ltd zur Ausweitung der Produktionskapazitäten veranlasst.

07:36 Uhr

Regulierungsbehörde blockiert Airline-Allianz

Die australische Wettbewerbsbehörde verpasst einer Erweiterung der Kooperation zwischen der australischen Fluggesellschaft Qantas und Japan Airlines (JAL) einen Dämpfer. "Die Aufrechterhaltung des Wettbewerbs zwischen den Fluggesellschaften ist der Schlüssel für die langfristige Erholung des Luftverkehrs- und Tourismussektors, sobald die internationalen Reisebeschränkungen gelockert werden", sagte der Vorsitzende der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC), Rod Simsin. Eine Vereinbarung über Tarife und Flugpläne würde es anderen Fluggesellschaften sehr schwer machen, auf den Strecken zwischen Australien und Japan zu operieren. Qantas und JAL äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Enttäuschung über die ACCC-Entscheidung, erklärten jedoch, dass sie ihre Codeshare-Vereinbarungen und die Partnerschaft mit der Oneworld-Allianz fortsetzen würden.

Qantas
Qantas 3,30

07:22 Uhr

Furcht vor Regulierer: HSI auf Talfahrt

Zum Start in die neue Woche treten die meisten Börsen in Ostasien und Australien mehr oder weniger auf der Stelle. Die Vorgaben der Wall Street seien negativ, und in den kommenden Tagen stehe eine Fülle wichtiger Konjunkturdaten aus China und den USA zur Veröffentlichung an, weshalb sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollten, heißt es.

In dem eher ruhigen Umfeld fällt die Börse in Hongkong mit einem kräftigen Minus des Leitindex HSI von 2 Prozent aus dem Rahmen. Wieder einmal werden dort Technologiewerte abverkauft. Grund sind Befürchtungen weiterer regulatorischer Eingriffe Pekings. Die chinesische Regierung plane die Zerschlagung von Alipay, schreibt die Financial Times. Das zur Alibaba-Tochter Ant Group gehörende Fintech soll demnach künftig Nutzerdaten an ein neues Joint Venture übertragen, das teilweise im Staatsbesitz sei. Alibaba verlieren 4,1 Prozent. Für Tencent geht es um 3,7 Prozent abwärts und für Meituan um 6,3 Prozent.

An der Börse in Schanghai liegen die Kurse dagegen im Schnitt um 0,1 Prozent im Plus. Etwas Unterstützung kommt von der Hoffnung auf bessere Beziehungen Chinas mit den USA, nachdem US-Präsident Joe Biden Ende vergangener Woche mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping telefoniert hat.

Knapp behauptet zeigen sich auch die Kurse in Seoul. Angst vor strengerer Regulierung lastet auch hier auf den Technologiewerten. Kakao verlieren 5 Prozent. Medien zufolge stellt die Tochter Kakaopay ein Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen ein, nachdem sie nicht genehmigte Broker-Dienste angeboten hatte.

07:08 Uhr

Japans Anleger setzen auf Vorsicht

Eine mögliche Wende in der Geldpolitik bleibt das zentrale Thema auf dem japanischen Aktienmarkt. Wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA und China sowie die Vorstellung des neuen Apple-iPhones ließen die Anleger große Investitionen scheuen. Die Bedeutung des US-Verbraucherpreisindexes (CPI) wurde vom Präsidenten der US-Notenbank in Philadelphia, Patrick Harker, verdeutlicht, der erklärte, er wolle noch in diesem Jahr mit dem Tapering beginnen - für den Fall, dass sich der Inflationsschub als nicht nur vorübergehend erweise. Harker sprach sich dafür aus, das Tapering über einen Zeitraum von acht bis 12 Monaten zu staffeln. Die meisten Währungshüter befürworten eine kürzere Spanne. "Die globalen Märkte sind auf den Zeitpunkt des Auslaufens der quantitativen Lockerung (QE) durch die Zentralbanken, insbesondere die Fed, fixiert", schrieben die Analysten von ANZ.

Der Nikkei-Index verliert zunächst 0,3 Prozent auf 30.293 Punkten. Der Topix-Index gibt 0,2 Prozent und lag auf 2088 Punkte nach.

Nikkei
Nikkei 29.222,77

06:49 Uhr

China will hochprofitable Zahlungs-App zerschlagen

China zieht die Daumenschrauben gegenüber seiner Tech-Industrie weiter an. Die Regierung in Peking wolle die hochprofitable Zahlungs-App Alipay des Fintech-Konzerns Ant Group zerschlagen und eine getrennte Plattform für das Kreditgeschäft des Unternehmens schaffen, schrieb die "Financial Times". Der Plan sehe zudem vor, dass Ant die seinen Kreditentscheidungen zugrunde liegenden Nutzerdaten an ein neues Joint-Venture zur Kreditwürdigkeitsprüfung übergeben muss. Dieses sei teilweise in Staatsbesitz, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Schritt reiht sich ein in eine ganze Serie von Maßnahmen, durch die die chinesischen Behörden ihre Aufsicht über viele Branchen verschärfen - von der Technologie bis zur Bildung. Damit soll nach Jahren des rasanten Wachstums die Kontrolle über Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres geriet Ant ins Visier der Regulierer: Chinas Behörden vereitelten den geplanten Börsengang des Unternehmens und belasteten damit auch den Mutterkonzern Alibaba. Nur zwei Tage vor dem geplanten Debüt an den Börsen in Shanghai und Hongkong bemängelte die Finanzaufsicht bei Alibaba-Gründer Jack Ma, dass wegen veränderter Regularien die Offenlegungspflichten wohl nicht erfüllt würden. Kurz vor der Ziellinie platzte damit der mit mehr als 37 Milliarden Dollar weltgrößte Börsengang von Chinas Branchenführer beim mobilen Zahlungsverkehr.

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06:37 Uhr

Dollar legt zu Yuan und Euro zu

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 109,92 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,4517 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9184 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1804 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0842 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3844 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,02
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,98

 

06:27 Uhr

Es wird ungemütlicher - wichtig heute für den Dax

Der Dax hat die Berg- und Talfahrt der Vorwoche doch noch versöhnlich abgeschlossen - mit einem Miniabschlag von 0,1 Prozent und einem Stand von 15.610 Punkten. Damit liegt der deutsche Börsenleitindex aber nach wie vor in einem charttechnisch schwierigen Umfeld und deutlich entfernt von seinem Allzeithoch bei 16.030 Zählern. Und: Experten zufolge könnte es für Anleger in der laufenden Woche ungemütlich werden. In den vergangenen Tagen büßte der Dax ein knappes Prozent ein. Damit verbuchte er erstmals seit mehr als vier Monaten zwei Wochenverluste in Folge.

Die Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie habe ihren Höhepunkt überschritten, sagt Carsten Mumm, Chef-Analyst der Privatbank Donner & Reuschel. Außerdem könnten Unternehmen die steigenden Preise für Rohstoffe und Zuliefer-Teile nicht dauerhaft auf die Kunden abwälzen. "Daher ist für das laufende dritte und das kommende vierte Quartal keine Wiederholung der fulminanten letzten Berichtssaison zu erwarten. Vielmehr dürften einige Unternehmen die hohen Erwartungen enttäuschen und Gewinnwarnungen zunehmen."

Daneben werfe die Bundestagswahl am 26. September ihre Schatten voraus, sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Die Börse stellt sich auf einen möglicherweise langen Prozess der Regierungsbildung ein. Daran gekoppelt ist ein unsicherer Ausblick für die Wirtschafts- und Steuerpolitik."

Der Wochenauftakt wiederum könnte sich alles in allem ruhig gestalten, denn Konjunkturdaten oder auch planbare Unternehmensnachrichten sind eher rar gesät. Auf der Agenda stehen etwa Fraport-Verkehrszahlen oder auch ein Trading-Update von Hannover Rück. Selbiges gibt es auch von der britischen AB Foods. Interessanter für die Anleger dürften aber die Monatsberichte der Opec und des Bundeswirtschaftsministerium sein, da sie Hinweise auf die konjunkturelle Entwicklung liefern könnten.

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