Montag, 19. August 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:50 Uhr

Dax setzt seinen Aufstieg fort

Dax
Dax 13.282,72

Den Schwung vom vergangenen Freitag nimmt der Dax mit in die neue Börsenwoche: Um 1,3 Prozent geht es nach oben auf 11.715 Punkte. Ein Grund: Beim US-chinesischen Handelskonflikt sollen die Gespräche wieder aufgenommen werden, was Hoffnung unter Anlegern verbreitet.

Zudem sorgt für Erleichterung, dass die Proteste in Hongkong über das Wochenende nicht eskaliert sind. Als Zeichen der Entspannung wird an den Märkten auch gewertet, dass die geplanten Sanktionen gegen den Huawei-Konzern um weitere drei Monate verschoben werden.

Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass Aktien zyklischer Sektoren - die in guten wirtschaftlichen Zeiten gefragt sind, wie etwa Rohstoffe, Technologie oder Autos - gesucht sind. Versorger werden dagegen eher gemieden. Auch der Goldpreis deutet auf Entspannung hin. Er fällt knapp unter die Marke von 1500 Dollar je Feinunze zurück.

Stärkste Aktie im Dax ist Infineon, die 3,8 Prozent zulegt. Auch Fresenius zeigen sich stark mit einem Plus von 2,9 Prozent. Schlusslichter sind der Versorger RWE mit minus 0,1 Prozent und Vonovia, die 0,5 Prozent abgeben.

Damit verabschiede ich mich für diesen Börsen-Tag: Einen schönen Abend wünscht Ihnen Ihr Kai Stoppel.

16:56 Uhr

Bayer im Aufwind - endet Glyphosat-Drama glimpflich?

Bayer
Bayer 71,16

Im Dax setzt sich die Erholung der Bayer-Aktie auch zu Wochenbeginn fort. Zuletzt geht es 2,6 Prozent auf 66,27 Euro nach oben. Ein gewisser Optimismus macht sich bei den Anlegern breit, denn die Zahlung im Zusammenhang mit den Glyphosat-Klagen könnten glimpflicher ausfallen als zunächst befürchtet.

Während an den Börsen eine Zahlung von rund 20 Milliarden Dollar eingepreist wird, geht die Bank of America-Merrill Lynch nun von weniger als 10 Milliarden Dollar aus. Die Analysten hatten die Aktie am Freitag zum Kauf empfohlen mit einem Ziel von 85 Euro. Die Kaufempfehlung wirkt noch nach.

16:26 Uhr

VW-Kläger werfen Scheuer "Beihilfe zum Betrug" vor

VW Vorzüge
VW Vorzüge 183,34

Deutliche Worte finden die Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, die mehr als 15.000 Dieselgeschädigte vertritt, in einem Drohbrief an die Bundesregierung. In dem Schreiben werfen sie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU "persönliche Beihilfe zum Betrug" vor. Und: Man wolle Scheuer "deshalb in Anspruch nehmen".

Mit dem Brief fordern die Anwälte die Bundesregierung auf, Kläger gegen Volkswagen stärker zu unterstützen. Das Verkehrsministerium solle etwa dafür sorgen, dass das Kraftfahrtbundesamt den Klägern genaue Informationen über die Manipulationen zur Verfügung stellt.

Der Drohbrief erreicht Scheuer eineinhalb Wochen vor einem wichtigen Prozessstart. Am 30. September wird vor dem Oberlandesgericht Braunschweig erstmals die Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) verhandelt.  

16:04 Uhr

Was Anleger bei schwankenden Börsen tun können

Mit den Turbulenzen an den Börsen brechen Aktien stärker ein. Etliche Anleger sind verunsichert, andere lieben die Schwankungen, weil sie höhere Gewinne versprechen. Wie Anleger jetzt die richtige Trader-Strategie finden, bespricht Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

 

15:55 Uhr

Erleichterung macht sich an Wall Street breit

Dow Jones
Dow Jones 28.135,38

Eine neue Runde in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sorgt an der Wall Street zu Handelsbeginn für steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Startglocke 1,2 Prozent auf 26.190 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 1,2 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite steigt um 1,5 Prozent.

Zudem haben die USA die Huawei-Sanktionen um weitere drei Monate verschoben. Am Montag war ein bereits im Mai erteilter Aufschub abgelaufen. Auch die Ankündigungen der chinesischen Notenbank vom Wochenende werden von den Investoren wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die People's Bank of China hat ihren Zinsmechanismus reformiert.

15:37 Uhr

Dax-Konzern erhält Patente für "Gen-Wunderwaffe"

Merck KGaA
Merck KGaA 102,70

CRISPR wird in den Medien gerne als "Wunderwaffe der Gentechnik" bezeichnet. Auch Dax-Konzern Merck scheint Potential in dem als Genschere bekannten Verfahren zu sehen.

Das Darmstädter Pharmaunternehmen hat nun sieben weitere Patente für ihre CRISPR-Technologie zur Genom-Editierung erhalten. Das Europäische Patentamt sowie die Patentämter in Großbritannien, Israel und Südkorea gewährten dem Konzern Patentansprüche in Bezug auf die Technologie, wie Merck mitteilte.

Damit halte Merck weltweit insgesamt 20 CRISPR-Patente. "Wir wollen unser geistiges Eigentum an CRISPR kontinuierlich um weitere Technologien erweitern", sagte der für den Sektor Life Science zuständige Konzernvorstand Udit Batra laut der Mitteilung.

14:59 Uhr

US-Regierung gibt Fed Schuld für starken Dollar

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Handelsminister Wilbur Ross.

(Foto: REUTERS)

Die ungewöhnliche Kritik der US-Regierung an der politisch unabhängigen Notenbank reißt nicht ab. Handelsminister Wilbur Ross warf der Federal Reserve vor, für den jüngsten Kursanstieg des Dollar mitverantwortlich zu sein. "Wir sind sehr verärgert über den Teil der Dollar-Stärke, der auf die Geldpolitik der Fed zurückzuführen ist", sagte Ross dem Sender Fox Business.

Ross wurde danach gefragt, ob ein starker Dollar die Wirtschaft negativ beeinflusst. Mit einem Anstieg der US-Währung verteuern sich amerikanische Produkte auf dem Weltmarkt. Konkurrenten aus anderen Ländern sind dann preislich im Vorteil.

In den vergangenen Monaten hatte US-Präsident Donald Trump die Fed immer wieder scharf kritisiert und in einer für einen amerikanischen Staatschef unüblichen Art Zinssenkungen gefordert, um die Wirtschaft anzuschieben. Seit Jahresbeginn ist der Dollar zum Euro um 3,3 Prozent gestiegen.

14:28 Uhr

So hilft Lufthansa, das CO2-Gewissen zu erleichtern

Lufthansa
Lufthansa 16,80

"Was, Du bist in den Urlaub GEFLOGEN?" In zunehmenden Maße greift auch hierzulande die aktive und passive Flug-Scham um sich – so jedenfalls die völlig subjektive Wahrnehmung des Autors. Wen beim Fliegen das CO2-Gewissen angesichts des Klimawandels plagt, dem bietet die Lufthansa nun einen Ausweg.

Über die neue Plattform "Compensaid" wird dem Passagier angeboten, die für ihn bei seinem Flug benötigte Kerosinmenge aus nachhaltigen Rohstoffen einzukaufen. Laut Lufthansa ist damit eine Kompensation von 80 Prozent der CO2-Emissionen möglich. Der nachgekaufte Bio-Treibstoff soll dann auf späteren Flügen verwendet werden.

Bio-Kerosin aus nachwachsenden Rohstoffen ist nach Angaben der Lufthansa derzeit rund viermal so teuer wie fossiler Treibstoff. Bei einem individuellen Pro-Kopf-Verbrauch von 28 Litern auf der Strecke Hamburg-Frankfurt ergäbe sich ein Aufpreis von 45 Euro zu den 17 Euro regulärer Kerosinkosten.

13:51 Uhr

Deutsche Fußball-Aktien schießen nach oben

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Bereits Tabellenführer: Der BVB macht seinen Anlegern Freude.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Ein gutes Wochenende erwischen die beiden an der Börse gelisteten deutschen Profifußballklubs Borussia Dortmund und Spielvereinigung Unterhaching. Für die Anleger bedeutet das zum Wochenstart ebenfalls satte Gewinne.

Die BVB-Aktie notiert gegen Mittag im SDax rund 2,7 Prozent im Plus. Unterhaching kann sogar einen Aufschlag von 5,6 Prozent verzeichnen. Die Dortmunder hatten in der 1. Bundesliga mit einem 5:1 Augsburg zu Hause vom Platz gefegt.

In der 3. Liga setzte sich Unterhaching auswärts gegen Viktoria Köln durch - und steht nun auf Platz vier der Tabelle. Von einem sicheren Aufstiegsplatz (mindestens Platz zwei) sind die Bayern nur noch ein Punkt entfernt.

13:16 Uhr

Goldpreis beendet seinen Höhenflug

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.475,90

Der Goldpreis hat den Höhenflug der vergangenen Wochen vorerst beendet und ist wieder unter die Marke von 1500 US-Dollar gefallen. Gegen Mittag kostet die Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls an der Börse in London 1498,69 US-Dollar und damit etwa ein Prozent weniger als am Freitag. Damit entfernt sich der Goldpreis wieder etwas vom höchsten Stand seit dem Frühjahr 2013, der in der vergangenen Woche bei 1535 Dollar erreicht worden war.

"Gold nimmt eine Atempause", kommentiert Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank die jüngste Kursentwicklung. Seiner Einschätzung nach wird der Goldpreis unter anderem durch jüngste Kursgewinne beim US-Dollar "in Schach gehalten". Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht ein Kursanstieg bei der Weltleitwährung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollar-Raums teurer und bremst damit die Nachfrage.

Außerdem habe eine leichte Entspannung an den internationalen Finanzmärkten den Goldpreis belastet, hieß es von Marktbeobachtern. Zu Beginn der neuen Handelswoche haben sich die Aktienmärkte etwas erholen können, und am Markt für Staatsanleihen sind die Renditen vorerst nicht weiter gefallen.

 

13:05 Uhr

Angst vor Chaos-Brexit zurück - Britisches Pfund fällt

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,33

Die Erholung des Pfund Sterling ist vorerst beendet. Die britische Währung verbilligt sich am Vormittag um 0,2 Prozent auf 1,2126 Dollar, nachdem sie Ende vergangener Woche wegen Hoffnungen auf Bewegung im festgefahrenen Brexit-Streit ein Prozent zugelegt hatte.

"Den Stein ins Rollen brachte ein Vorschlag des Oppositionsführer Jeremy Corbyn", sagt BayernLB-Analyst Manuel Andersch. "Der Labour-Chef schlug vor, dass das Unterhaus der Regierung von Premierminister Boris Johnson Anfang September das Misstrauen aussprechen solle und er dann vorübergehend die Amtsgeschäfte übernehmen werde, um einen 'No Deal'-Brexit Ende Oktober zu verhindern."

Die Ablehnung eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens durch die Mehrheit der Unterhaus-Abgeordneten sei aber keine Garantie dafür, dass ein Chaos-Brexit verhindert werde, warnte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. "Es geht nicht ums Wollen. Entscheidend wird sein, ob das Parlament Premierminister Boris Johnson wird stoppen können. Das ist angesichts der aktuellen Nachrichtenlage so unklar wie zuvor."

12:44 Uhr

Vapiano-Aktie stürzt auf neues Allzeittief

Vapiano
Vapiano 3,68

Am deutschen Aktienmarkt stehen die Papier der angeschlagenen Restaurantkette Vapiano stark unter Druck. Um bis zu 13 Prozent geht es abwärts auf 3,74 Euro – gleichzeitig eine neues Allzeittief. Vor gut zwei Jahren kam die Aktie mit 23 Euro an die Börse.

In den vergangenen Quartalen fuhr die ambitionierte Wachstumsstrategie gegen die Wand, Geld wurde und wird vom Unternehmen auch weiter benötigt. Ob die Banken die Liquidität zur Verfügung stellen oder einen weitere Kapitalerhöhung kommt, bleibt abzuwarten.

Nun hat der Vorstandsvorsitzende, Cornelius Everke, sein Amt niedergelegt. Die Aufsichtsratsvorsitzende Vanessa Hall soll den Chefposten übernehmen. "Ein echter Neuanfang sieht anders aus", meint dazu ein Marktteilnehmer. Ein Ende der Baisse bei Vapiano sei daher nicht in Sicht.

12:20 Uhr

Rezession schon da? Bundesbank schließt das nicht aus

Die Bundesbank schließt eine Rezession in Deutschland nicht aus. "Die deutsche Konjunktur bleibt voraussichtlich auch im Sommer 2019 schwunglos", heißt es in ihrem Monatsbericht. "Die gesamtwirtschaftliche Leistung könnte erneut leicht zurückgehen."

Bereits im Frühjahr war das Bruttoinlandsprodukt nach einem starken Jahresauftakt um 0,1 Prozent gesunken. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:53 Uhr

Verzockt sich Pimco mit Strategie für Mega-Fonds?

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Investoren fürchten, dass viele Hausbesitzer die sinkenden Zinsen nutzen, um die Hypotheken zu refinanzieren. Die MBS-Anleger bekommen dann ihr Geld zurück - und sind in der Verlegenheit, es neu und voraussichtlich mit geringeren Renditen anzulegen.

(Foto: imago/Mint Images)

Man muss zugeben: Eine Rendite von 4,68 Prozent in diesem Jahr kann sich angesichts mauer Zinsen für Festgeldkonten sehen lassen. Aber für das Aushängeschild des US-Vermögensverwalters Pimco, den Pimco Income Fund, ist das einfach nicht genug. Denn damit hinkt er 93 Prozent aller Fonds in diesem Segment hinterher, wie Daten von Morningstar zeigen. Im Schnitt warfen Multi-Sektor-Fonds bis Mitte August fast acht Prozent ab.

Was ist der Grund für die maue Performance? Es scheint, als habe der mit einem verwalteten Vermögen von 130 Milliarden Dollar größte aktiv gemanagte Fonds überhaupt auf das falsche Pferd gesetzt: hypothekenbesicherte Papiere (MBS). Denn diese laufen zurzeit deutlich schlechter als Staats- und Unternehmensanleihen.

Der Chef-Investor von Pimco, Dan Ivascyn, verteidigt jedoch seine Anlagestrategie: "Das wichtigste Ziel des Income Fund ist eine nachhaltige Dividende und eine langfristige Performance", schrieb er in einer E-Mail an Reuters. Er glaube, dass MBS widerstandsfähiger seien als Unternehmenspapiere, wenn es mit der Konjunktur abwärts gehe.

11:45 Uhr

Neue Tiefpunkte - wie geht es weiter mit Bank-Aktien?

Zugegeben, zum Wochenstart zeigen sich die Papier der Deutschen Bank und der Commerzbank mit Aufschlägen von mehr als zwei Prozent von ihrer Sahneseite. Vergangene Woche jedoch hagelte es noch Allzeittiefs auf beiden Seiten. Andere Aktien in dem Sektor jedoch wirken besser für die Zukunft aufgestellt - hier dazu ein Beitrag von n-tv:

 

11:18 Uhr

Inflationsdaten aus Eurozone dürften EZB nicht gefallen

Die Inflation in der Eurozone entfernt sich immer mehr von der EZB-Zielmarke. Dies erhöht den Handlungsdruck auf die Währungshüter. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise lediglich um 1,0 Prozent nachdem sie im Juni um 1,3 Prozent zugelegt hatten, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Eine frühere Schätzung hatte bei 1,1 Prozent gelegen.

Experten gehen inzwischen fest davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer nächsten Zinssitzung im September ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Die Euro-Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation an. Diese Marke wird aber bereits seit Jahren verfehlt. Auf längere Sicht erwarten die Euro-Wächter um den scheidenden Notenbank-Chef Mario Draghi nur eine Teuerung von 1,6 Prozent.

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11:06 Uhr

Goldman Sachs erwartet deutlichen Bitcoin-Anstieg

Bitcoin Group
Bitcoin Group 26,15

Die Aktien der Bitcoin Group, die nach eigenen Angaben Deutschlands einzigen zugelassenen Handelsplatz für die digitale Währung Bitcoin unter Bitcoin.de betreibt, sind zum Wochenstart sehr begehrt: Der Kurs steigt 8,2 Prozent auf 32,15 Euro.

Auslöser ist womöglich die Aussage einer Analystin von Goldman Sachs. Diese hat sich laut Marktteilnehmern sehr optimistisch zu der Kryptowährung geäußert. Sie rechne kurzfristig mit einem Preisanstieg auf 13.971 Dollar für den Bitcoin. Darüber hinaus sehe sie langfristig Potenzial für weiter steigende Kurse. Laut dem Branchendienst Coinmarketcap.com kostet der Bitcoin derzeit lediglich 10.706 Dollar.

Zuletzt war der Bitcoin-Kurs jedoch vor allem durch starke Schwankungen aufgefallen. Erst vergangene Woche war er erneut unter die Marke von 10.000 Dollar gefallen. Finanzexperten warnen immer wieder vor hohen Risiken, die mit einem Kauf von Bitcoins verbunden sind.

10:54 Uhr

Chinesen stoppen Verladung von Öl aus Venezuela

Der chinesische Ölkonzern CNPC hat einem Insider zufolge aus Furcht vor US-Sanktionen die Verladung von Öl aus Venezuela vorerst gestoppt. CNPC sei in Sorge, ansonsten von US-Strafen getroffen werden zu können, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Zuvor habe es Gespräche zwischen den Regierungen der USA und Chinas und ein Treffen der Vertreter der US-Botschaft in Peking mit dem CNPC-Management gegeben. CNPC wolle nun zunächst weitere US-Richtlinien abwarten. Die Aussetzung der Verladungen gelte zunächst für den August.

Ein CNPC-Sprecher lehnte einen Kommentar ab. Ein Vertreter eines Vermarkters von venezolanischem Öl in China bestätigte den Stopp der Ölverladungen, wollte aber anonym bleiben.  

10:31 Uhr

BASF-Chef zur Klimadebatte: Bürgern die Wahrheit sagen

BASF
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Der Chef des Chemiekonzerns BASF, Martin Brudermüller, hat sich in der Klimaschutzdebatte für mehr Realismus ausgesprochen. "Man muss den Bürgern schon sagen, dass sich dann manche Preise verändern und das ein oder andere Verhalten geändert werden muss", sagte er dem "Handelsblatt". Brudermüller forderte "einen viel breiteren und offeneren Dialog".

"Gesellschaftliche Unterstützung wird es nur geben, wenn Klimaschutz nicht in Arbeitslosigkeit mündet", sagte Brudermüller. Er warnte davor, "einfach noch" eine CO2-Steuer zu bestehenden Belastungen für Unternehmen hinzuzufügen. Das Ziel müsse stattdessen sein, erneuerbare Energien möglichst günstig zu machen und so Anreize zur Vermeidung von Treibhausgasen zu schaffen.

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BASF-Werk in Ludwigshafen.

(Foto: AP)

 

10:14 Uhr

Furcht vor USA? China lockert versteckt Geldpolitik

Mit Zinssenkungen hat sich China in der letzten Zeit zurückgehalten. Als ein Grund dafür gilt, dass Peking den bereits überhitzten Immobilienmarkt nicht noch weiter anheizen will. Zudem würde eine deutliche Zinssenkung wohl auf erhebliche Kritik in den USA stoßen.

China wählt jedoch einen anderen Weg, der nach Meinung von Fachleute einer faktischen Lockerung der Geldpolitik gleichkommt: Die Volksrepublik reformiert seine staatlich gesteuerte Zinspolitik. Wie die Notenbank des Landes am Wochenende mitteilte, sollen die Banken ihre Neukreditvergabe an einem neuen Zinssatz ausrichten. Dieser liegt spürbar tiefer als der zuvor maßgebliche Zins der chinesischen Zentralbank.

De facto komme der Schritt einer geldpolitischen Lockerung gleich, kommentierte Commerzbank-Fachmann Hao Zhou. Was der chinesischen Wirtschaft helfen könnte: Denn die hatte sich in den vergangenen Quartalen abgekühlt. Eine starke Belastung stellt der Handelsdisput mit den USA dar.

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Der Handelsstreit mit den USA belastet Chinas Wirtschaft zuletzt.

(Foto: AP)

 

09:45 Uhr

Ökonomen schätzen Zeitpunkt für US-Abschwung

Derzeit brummt die US-Wirtschaft noch - doch das dürfte nach Ansicht von Ökonomen nicht ewig so weitergehen. Allerdings könnte der erwartete Abschwung sich doch noch etwas länger hinziehen als bisher gedacht.

Bei einer Umfrage des Nationalen Verbands für Betriebswirtschaft unter US-Ökonomen gab eine Mehrheit der 226 Befragten an, sie rechne erst 2020 oder 2021 mit einem Wirtschaftsabschwung. Nur noch zwei Prozent rechneten noch in diesem Jahr mit dem Beginn einer Rezession - bei einer Umfrage im Februar sagten das noch zehn Prozent.

Bei der Frage, ob die US-Wirtschaft 2020 oder erst 2021 über einen längeren Zeitraum schrumpfen wird, waren die Ökonomen gespalten.

09:32 Uhr

Globaler Handel trotzt Handelskonflikten

Die Handelskonflikte bremsen weltweit das Wirtschaftswachstum aus. Vor allem der Streit zwischen den USA und China bereitet Sorgen – auch in Europa. Doch noch, so Vermögensverwalter Markus Zschaber, hält sich der Welthandel vergleichsweise gut. Die Frage ist nur wie lange noch.

 

09:12 Uhr

Dax überrascht Anleger zum Wochenstart

Dax
Dax 13.282,72

Mit einem satten Plus von 1,0 Prozent startet der Dax in die neue Börsenwoche - und damit deutlicher als erwartet. Marktteilnehmer hatten mit einem Aufschlag von im Schnitt 0,7 Prozent gerechnet. Der Dax steigt in den ersten Minuten bis auf 11.684 Punkte.

Bereits am Freitag war der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel gegangen. Grund waren die Hoffnungen der Anleger auf frische Geldspritzen der Notenbanken und weitere Konjunkturhilfen. Händler verweisen zum Wochenstart zudem auf Hoffnungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, nachdem die USA neue Gespräche innerhalb der kommenden Tage bestätigt haben.

Zu den stärksten Werten am Morgen zählen Deutsche Bank mit einem Aufschlag von starken 3,5 Prozent. Covestro legen legen 2,7 Prozent zu, Thyssenkrupp liegen dahinter mit 2,6 Prozent.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

07:57 Uhr

Ölpreise legen leicht zu

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,66

Die Ölpreise sind im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 59,32 US-Dollar. Das waren 68 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 55 Cent auf 55,42 Dollar. Dazu beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China in den vergangenen Tagen zumindest nicht weiter zugespitzt hat.

07:43 Uhr

Euro weiter bei knapp 1,11 US-Dollar

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Der Euro notiert weiter in der Nähe der Marke von 1,11 US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1090 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1076 Dollar festgesetzt. Zum Wochenstart stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Märkten für Bewegung sorgen könnten. In der Eurozone werden zwar Inflationsdaten veröffentlicht. Allerdings handelt es sich nur um eine zweite Schätzung.

07:29 Uhr

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Dax
Dax 13.282,72

Berechnungen von Banken und Brokerhäusern haben ergeben, dass der Dax heute höher starten wird. In Erwartung weiterer Geldspritzen der Notenbanken und weiterer Konjunkturhilfen hatten Anleger sich zum Wochenschluss wieder aus der Deckung getraut. Der Dax legte am Freitag 1,3 Prozent auf 11.562,74 Punkte zu. In den Terminkalendern stehen heute nur wenige Ereignisse. Halbjahreszahlen kommen von Grand City Properties. Zudem werden aus der Euro-Zone Daten zur Leistungsbilanz und Verbraucherpreise erwartet.  

07:14 Uhr

Tokioter Börse folgt Wall Street ins Plus

Nikkei
Nikkei 24.023,10

Die Tokioter Börse hat beflügelt von den guten US-Vorgaben zugelegt. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum späten Vormittag um 0,5 Prozent auf 20.525 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,4 Prozent auf 1491 Zähler. Händler erklärten die Kursgewinne zudem mit Hoffnungen auf weitere Geldspritzen der Notenbanken und neue Konjunkturhilfen.

Bei den Einzelwerten sprangen die Aktien von FamilyMart Uny um 11,6 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte die Handelskette mitgeteilt, bis zu rund 16 Millionen zusätzliche Aktien des Einzelhändlers Pan Pacific International Holdings bis August 2021 kaufen zu wollen. Der Euro bewegte sich kaum im fernöstlichen Handel zum Dollar. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1090 Dollar. Zum Yen legte die US-Währung auf 106,26 Yen zu. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9787 Franken je Dollar und bei etwa 1,0858 Franken je Euro.