Montag, 26. November 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:51 Uhr

Dax macht Verluste der Vorwoche wett

Der Frankfurter Aktienmarkt verabschiedet sich mit Gewinnen in den Feierabend. Der Dax gewinnt 1,4 Prozent auf 11.354 Punkte. In der vorigen Woche hatte der Leitindex 1,3 Prozent verloren. Der MDax steigt 1 Prozent auf 23.457 Zähler. Für den SDax geht es 1,4 Prozent auf 10.526 Punkte nach oben, für den TecDax 1,4 Prozent auf 2562 Punkte.

Die Entwicklungen rund um Italien stützten Aktien aus dem Bankensektor: Deutsche Bank legten um 4,8 Prozent und Commerzbank um 3,7 Prozent. Aareal zogen um gut 2 Prozent an.

Eine Gewinnwarnung von Aurubis ließ den Kurs um 13,2 Prozent einbrechen. Aurubis rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem operativen Vorsteuerergebnis, das zwischen 5,1 Prozent und 15 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die erneute Gewinnwarnung komme unerwartet und stelle eine negative Überraschung dar, so die Analysten der DZ Bank.

Der überraschende Abgang von Kuka-Chef Till Reuter kam nicht gut an. Kuka gaben 4,7 Prozent nach. Das Unternehmen leidet unter der Abkühlung der Konjunktur in der Automobilindustrie und gab Ende Oktober eine Gewinnwarnung für 2018 aus. Die Reduzierung der Ziele erfolgte auch aufgrund der Unwägbarkeiten des chinesischen Automatisierungsmarktes. Vor zwei Jahren wurde Kuka von dem chinesischen Hausgerätehersteller Midea übernommen.

Rheinmetall gewannen 5,2 Prozent. Das Unternehmen prüft einen Einstieg bei der Rüstungsholding von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter. Ob der angedachte Deal letztlich "rechtlich durchführbar und wirtschaftlich darstellbar" sei, werde derzeit geprüft, so das Unternehmen.

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17:39 Uhr

Rheinmetall greift nach "Leopard 2"-Panzer

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picture alliance / Philipp Schul

Der Rüstungskonzern Rheinmetall nimmt die Panzerschmiede Krauss-Maffei-Wegmann ins Visier und könnte damit eine langerwartete Konsolidierung in der Branche vorantreiben. Rheinmetall bestätigte, Gespräche über einen möglichen Erwerb einer Beteiligung an dem Unternehmen KNDS und damit mittelbar an der KNDS-Tochter Krauss-Maffei Wegmann (KMW).

Rheinmetall
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KNDS ist eine gemeinsame Holding des "Leopard 2"-Panzer-Herstellers KMW und des französischen Staatskonzerns Nexter. Auch Formen der Kooperation mit KNDS oder KMW seien möglich, so Rheinmetall. Der Ausgang sei offen. Die Düsseldorfer hatten immer wieder ihr Interesse an den Konkurrenten aus München erklärt, mit dem sie zusammen unter anderem den Schützenpanzer "Puma" entwickelt haben.

Rheinmetall erzielte zuletzt mit knapp 24.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa sechs Milliarden Euro. KMW beschäftigt an Standorten unter anderem in Deutschland, Großbritannien, der Türkei und den USA mehr als 4.000 Mitarbeiter. "Ob die Transaktion rechtlich durchführbar und wirtschaftlich darstellbar ist, wird derzeit vom Vorstand der Rheinmetall AG geprüft und hängt von einer Vielzahl politischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Faktoren ab", so Rheinmetall

17:26 Uhr

GM-Aktionäre feiern Job-Kahlschlag

Ein Nachtrag zu der GM-Meldung. Nachdem der größte US-Autobauer General Motors ein großes Sparprogramm mit massivem Personalabbau und erheblichen Produktionskürzungen angekündigt hat, gewinnt die GM-Aktie kräftig an Wert. Derzeit liegt sie knapp 7 Prozent im Plus.

General Motors (GM)
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16:45 Uhr

GM streicht Tausende Jobs und schließt Fabriken

General Motors streicht Tausende Stellen. Insgesamt sollen 15 Prozent der Jobs in Nordamerika verlorengehen, kündigte der Autokonzern an. Das entspricht rund 14.000 Arbeitsplätzen. Die Autoproduktion in den USA und Kanada soll deutlich reduziert werden, die Produktion von schlecht verkäuflichen Modellen wird eingestellt.

Zudem sollen sieben Fabriken stillgelegt werden, fünf davon in Nordamerika. Von den Stilllegungen betroffen sind unter anderem die Werke Oshawa in der kanadischen Provinz Ontario, Hamtramck in Detroit und Lordstown im US-Bundesstaat Ohio.

Erst im Oktober hatte GM 50.000 Beschäftigten in Nordamerika ein Abfindungsprogramm angeboten. Hintergrund ist die sinkende Nachfrage nach Limousinen in den USA, die mit steigendem Kostendruck wegen der höheren US-Zölle auf Stahlimporte einhergeht. Letzteres habe bereits zu einer Milliarde Dollar Zusatzkosten geführt, hieß es.

"Wir passen die Kapazität der Realität am Markt an", so GM-Chefin Mary Barra. Wie andere Unternehmen der Branche konzentriert sich der Konzern zunehmend auf die Elektromobilität.

16:21 Uhr

Aurubis-Aktie leidet

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picture alliance / dpa

Die Aktien von Aurubis geraten nach einer Gewinnwarnung unter Druck. Die Papiere des Hamburger Kupferkonzerns fallen um 6,8 Prozent auf 49,18 Euro und somit auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Wegen verschiedener nicht geplanter Stillstände erwartet das Unternehmen beim operativen Ergebnis vor Steuern (EBT) im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) einen Rückgang von bis zu 15 Prozent und wird die Markterwartungen von aktuell 330 Millionen Euro verfehlen.

Aurubis
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Der Aktienkurs hatte seit Mai nahezu kontinuierlich nachgegeben von Kursen um 75 Euro auf zuletzt unter 50 Euro. Anfang November hatten schwache vorläufige Zahlen zum vierten Quartal den Kurs belastet.

Ein Händler spricht von einer nicht ganz überraschenden Entwicklung angesichts schwieriger Rohstoffmärkte. Der Kupferpreis, der als guter Indikator für die Weltwirtschaft gilt, habe seit Jahresbeginn rund 20 Prozent an Wert verloren.

16:04 Uhr

EZB will Anleihenkäufe bald beenden

Trotz eines zuletzt mauen Wirtschaftswachstums steuert die EZB laut ihrem Präsidenten Mario Draghi auf ein Ende ihrer Anleihenkäufe zum Jahresende zu. Der EZB-Rat gehe weiter davon aus, dass die Zukäufe im Dezember beendet würden, sagte der Italiener vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europa-Parlaments. Es sei normal, dass das Wachstum in der Spätphase eines Aufschwung schrittweise nachlasse. "Ein Teil der Abschwächung dürfte zudem vorübergehend sein", fügte er hinzu. So belegten jüngste Daten beispielsweise, dass sich die Automobilproduktion etwa normalisiere.

Probleme mit der Umstellung auf den strengeren Abgasprüfstandard WLTP hatten bei Fahrzeugherstellern im Sommer für Absatzrückgänge gesorgt und damit auch die gesamte Konjunktur beeinträchtigt. Die Wirtschaft im Währungsraum war im dritten Quartal so langsam gewachsen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr.

16:22 Uhr

US-Aktien auf Erholungskurs

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REUTERS

Mit Erholungsgewinnen auf breiter Front zeigen sich die Aktien an der Wall Street zum Start der neuen Woche, nachdem die Thanksgiving-Woche für Aktien so schlecht gelaufen war, wie seit Jahren nicht mehr. Gehoben wird die Stimmung unter anderem von sich erholenden Ölpreisen.

Der Dow-Jones-Index legt um 1,1 Prozent auf 24.545 Punkte zu. Der S&P-500-Index macht 1 Prozent gut.

Immer mehr in den Blick rückt das bevorstehende G20-Treffen Ende des Monats in Argentinien, zumal sich dort US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping treffen wollen. Von dort könnten also Hinweise kommen, wie es im Handelsstreit USA/China weiter geht. Weil die diesbezüglichen Erwartungen gering seien, seien positive Überraschungen leichter möglich, mutmaßen Marktbeobachter.

Konjunkturseitig gibt es kaum Impulse. Der Chicago Fed National Activity Index für Oktober zeigt zwar einen höheren Wert als im Vormonat, allerdings wurde der September-Wert leicht nach unten revidiert.

Am Aktienmarkt stehen Einzelhandelsaktien im Blick nach dem Thanksgiving-Feiertag und dem sogenannten "Black Friday", mit dem die Weihnachtseinkaufssaison eingeläutet wurde. Der Verlauf des "Black Friday" tritt dabei allerdings wegen des anhaltenden Trends hin zu Online-Käufen eher etwas in den Hintergrund zugunsten des sogenannten "Cyber Monday".

Die Aktie von Amazon legt um 1,9 Prozent zu. Adobe Analystics zufolge ist am heutigen "Cyber-Monday" mit einem Umsatz von voraussichtlich 7,8 Milliarden Dollar zu rechnen. Dies wäre ein Zuwachs um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alibaba ziehen in ähnlicher Größenordnung an. Best Buy gewinnen 2,9 Prozent. Die zuletzt arg gebeutelte Apple-Aktie hinkt mit einem Plus von 0,6 Prozent hinterher.

Plantronics geben um fast 8 Prozent nach, nachdem sie im nachbörslichen Handel am Freitag noch um 11 Prozent gestiegen waren. Medienberichten zufolge hat Logitech erwogen, das Unternehmen, das unter anderem Kopfhörer herstellt, für mehr als 2,2 Milliarden Dollar zu übernehmen. Beide Unternehmen teilten jedoch am Sonntag mit, dass es zu keiner Übernahme kommen werde.

15:48 Uhr

Google bekommt in Russland Ärger

Russland geht juristisch gegen den Internetgiganten Google vor. Dem US-Konzern werde vorgeworfen, gegen Bestimmungen zur Beseitigung von Einträgen bei seiner Suchmaschine verstoßen zu haben, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde mit. Sollte Google für schuldig befunden werden, drohe eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 10.000 Euro.

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Eine endgültige Entscheidung in dem Fall soll Mitte Dezember fallen. Google wollte zunächst keine Stellung nehmen.

Insidern zufolge könnten Verstöße bald deutlich teurer werden. Laut einem Reuters vorliegenden Gesetzentwurf erwägen die Behörden, die möglichen Strafen auf ein Prozent des Firmenjahresumsatzes in Russland zu erhöhen.

15:17 Uhr

Esprit feuert Hälfte der Manager

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REUTERS

Der tief in die roten Zahlen gerutschte Modekonzern Esprit plant einen tiefgreifenden Umbau. Vorgesehen sei etwa die Schließung von unrentablen Läden und die Verschlankung der Organisation, kündigte das Unternehmen in Hongkong an. So sei geplant, die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Läden um rund 40 Prozent zu verringern. Das Management des Unternehmens sei bereits mehr als halbiert worden.

Esprit
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Nähere Angaben zu möglichen Einschnitten in Deutschland machte das Unternehmen nicht. Zunächst müssten die Gespräche mit den Betriebsräten abgewartet werden, hieß es. Esprit beschäftigt in Deutschland rund 2800 Vollzeit-Mitarbeiter, davon knapp 1600 in den Geschäften und 1200 in der Verwaltung. Hierzulande betreibt der Modekonzern mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong 140 eigene Läden.

Das Modeunternehmen, das in Europa mit Schwerpunkt in Deutschland aktiv ist, will sich künftig verstärkt auf China konzentrieren. Esprit kämpft wie viele Modehändler mit einem schwierigen Marktumfeld sowie zahlreichen hausgemachten Problemen.

15:05 Uhr

Kursgewinne in Frankfurt

Am deutschen Aktienmarkt geht es aufwärts. Der Dax gewinnt 1,2 Prozent auf 11.336 Zähler, der MDax 0,7 Prozent auf 23.379 Punkte.

Gebremst wird die Kauflaune allerdings, weil Unsicherheit herrscht, ob das britische Parlament dem Brexit-Abkommen zustimmen wird. Auch die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland sorgen für Zurückhaltung. Für die Wall Street signalisieren die US-Futures etwas steigende Kurse.

Viele Börsianer bleiben skeptisch: "An der Großwetterlage an den Märkten hat sich wenig verändert", sagt Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Weiterhin seien verschiedene Risikofaktoren auszumachen - von Italien bis zur Ukraine. Auch viele Händler wollen von einer nachhaltigen Erholung nichts wissen und sprechen von einer technischen Reaktion. In der vorigen Woche hatte der Dax 1,3 Prozent verloren.

14:26 Uhr

Flybe-Aktie steigt mehr als 30 Prozent

Die Aktien der Billig-Airline Flybe setzen ihren Höhenflug aus der vergangenen Woche mit Aufschlägen von 30,5 Prozent fort. Auslöser sind Medienberichte, wonach British-Airways-Mutter IAG in den Wettstreit um die Übernahme der angeschlagenen Fluggesellschaft einsteigen wird.

In der vergangenen Woche hatte Flybe bestätigt, sich in Gesprächen mit Virgin Atlantic zu befinden. Ein Sprecher wollte sich allerdings nicht dazu äußern, ob ebenfalls Verhandlungen mit IAG geführt werden. Mitte November hatte sich Flybe selbst zum Verkauf gestellt. Negative Währungseffekte und Treibstoffkosten machen der Airline zu schaffen.

13:42 Uhr

Musk: "Tesla stand kurz vor dem Tod"

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Elon Musk.

AP

Tesla-Chef Elon Musk hat zugegeben, dass das Unternehmen kurz vor der Pleite stand. Grund seien die Probleme mit dem Modell 3 im vergangenen Jahr gewesen. Der Tesla-Gründer hatte die Schwierigkeiten einst zwar als "Produktionshölle" beschrieben, Pleite-Gerüchte aber zurückgewiesen.

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Das Unternehmen habe damals wie verrückt Geld verbrannt, sagte Musk in einem Interview mit "Axios". "Hätten wir die Probleme nicht schnell gelöst, wären wir gestorben", so Musk. Es sei extrem schwierig gewesen, die Lage in den Griff zu bekommen. Auf die Frage, wie nahe Tesla dem Tod war, sagte Musk: "Ich würde sagen ein paar Wochen."

Das Modell 3 ist das erste günstigere E-Auto von Tesla, mit dem das Unternehmen von Tech-Milliardär Musk von der Luxus-Nische in den Massenmarkt vordringen will. Tesla kämpfte jedoch monatelang mit massiven Anlaufproblemen bei der Produktion des Wagens. Musks ambitionierte Fertigungsziele wurden mehrmals verschoben und letztlich nur mit enormem Kostenaufwand erreicht.

13:21 Uhr

Zalando-Aktie steigt kräftig

Europas größter Modehändler Zalando überzeugt Anleger mit florierenden Geschäften an der aus den USA herübergeschwappten Marketing-Initiative "Black Friday". Die Aktie legt in der Spitze 4,8 Prozent auf 29,58 Euro zu und zählt damit zu den größten Gewinnern im Mittelwerteindex MDax.

Allerdings haben die Papiere des Berliner Unternehmens seit Jahresbeginn noch immer 36 Prozent an Wert verloren.

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Die Zahl der Bestellungen habe sich am "Black Friday" im Vergleich zum Vorjahr auf rund zwei Millionen und die der Neukunden auf mehr als 220.000 verdoppelt, teilte Zalando mit. In Spitzenzeiten seien pro Minute mehr als 4200 Bestellungen eingegangen und damit doppelt so viele wie im Vorjahr.

In den Vereinigten Staaten gilt der Brückentag nach dem Thanksgiving-Feiertag seit langem als umsatzträchtigster Tag des Jahres. Auch in Deutschland wird der Aktionstag für den Online- wie auch Einzelhandel immer wichtiger. Viele Unternehmen locken Kunden mit Preisnachlässen im zweistelligen Prozentbereich.

Zalando dürfte die Flut an Bestellungen sehr gelegen gekommen sein. Nach einem schlechten Sommergeschäft setzen die Berliner nun auf den Winter. Im dritten Quartal steckte der Modehändler in den roten Zahlen fest.

13:14 Uhr

Kuka-Chef geht überraschend

Chefwechsel beim Roboterbauer Kuka: Der bisherige Vorstandsvorsitzende Till Reuter wird abgelöst und zunächst durch Finanzvorstand Peter Mohnen ersetzt, wie das Unternehmen mitteilte. Reuter habe sich mit dem Aufsichtsrat darauf verständigt, dass er seine Vorstandstätigkeit im Dezember beenden werde. Mohnen übernehme am 6. Dezember.

Der Vertrag des Vorstandchefs wäre regulär Ende 2022 ausgelaufen. Der ehemalige Investmentbanker stand seit 2009 an der Spitze von Kuka und hat aus einem Sanierungsfall ein Aushängeschild der deutschen Roboter-Industrie gemacht. Für das Übernahmeangebot des chinesischen Hausgeräte-Herstellers Midea hatte er schnell Sympathie geäußert - für einige zu schnell. Für die eigene Belegschaft handelte er umfassende Beschäftigungs- und Standortgarantien mit den Chinesen aus.

Zuletzt ist die Erfolgssträhne von Kuka jedoch gerissen. Der Börsenwert liegt weit unter den 4,5 Milliarden Euro, die Midea gezahlt hatte. Für das laufende Jahr erwartet Kuka einen Umsatzrückgang – das wäre der erste seit zehn Jahren.

13:05 Uhr

Borussia Dortmund hat viel vor

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Führt den BVB: Hans-Joachim Watzke

dpa

Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund sieht sich nach spielerischem und wirtschaftlichem Erfolg bestens für die Zukunft aufgestellt. Man habe sich ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre gesteckt, sagte Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung, in Dortmund bei der Hauptversammlung des einzigen deutschen börsennotierten Fußballclubs.

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Bis 2025 strebe der BVB 500 Millionen Umsatz ohne Transfer-Erlöse an - "die kommen dann noch on top", so Watzke. Der Revierclub blicke mit "seinen vielen jungen, dynamischen, hochkarätigen Persönlichkeiten" positiv in die Zukunft. Watzke sagte, es sei schön, Bundesliga-Tabellenführer zu sein und auch die Gruppe in der Champions League anzuführen. Man werde aber nicht die "Bodenhaftung" verlieren.

Der BVB hatte im Geschäftsjahr 2017/18 (bis 30. Juni) einen Konzernumsatz von 536 Millionen Euro (plus 32 Prozent) und einen Gewinn von 28,5 Millionen Euro eingespielt - beides Rekorde. Rund 222 Millionen Euro Umsatz waren aus Transfer-Erlösen gekommen. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 6 Cent pro Anteilsschein erhalten, sagte Aufsichtsratschef Gerd Pieper.

 

12:59 Uhr

Auto-Werte erholen sich

Am deutschen Aktienmarkt geben sich die Anleger der Hoffnung hin, dass die großen konjunkturpolitischen Themen wie Brexit, der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU sowie der US-chinesische Handelsstreit bald abgehakt sein könnten. Vor allem das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping auf dem bevorstehenden G-20 Gipfel am Wochenende schürt große Erwartungen.

Profiteure sind die Auto- und Zuliefererwerte. Deren Kurse waren zuletzt unter anderem wegen des schwächelnden chinesischen Automarktes kräftig unter Druck geraten. Zahlreiche Vertreter der Branche, die als Konjunkturbarometer gilt, haben ihre Ziele für das laufende Jahr heruntergeschraubt.

Die Aktien des Reifenherstellers und Automobilzulieferers Continental gehören mit einem Plus von 2,7 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax. BMW und Daimler legen jeweils 1,9 Prozent zu. Volkswagen-Aktien gewinnen 1,5 Prozent.  

Auch im Mittelwerteindex MDax gibt es zahlreiche Profiteure, allen voran Zulieferer Hella mit mehr 3 Prozent.

 

12:44 Uhr

Öl wird teurer

Nach dem jüngsten Preisrutsch geht es für Öl wieder aufwärts. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sichum zwei Prozent auf 59,95 Dollar je Barrel, nachdem der Preis am Freitag gut sechs Prozent eingebrochen war.

Dem Ölmarkt stehe ein turbulentes Jahr 2019 bevor, prognostiziert das Analysehauses Fitch Solutions. Angesichts der schwächelnden Nachfrage werde die erwartete Drosselung der Fördermengen durch die Opec-Staaten voraussichtlich nicht ausreichen, um weitere Kursverluste zu verhindern.

 

12:06 Uhr

VW-Richter errechnet verursachten Schaden

Im milliardenschweren Anleger-Prozess gegen Volkswagen und die Porsche SE hat das Gericht erste Überlegungen über die Berechnung eines möglichen Schadens präsentiert. Richter Christian Jäde sagte am vierten Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht Braunschweig, im Zeitraum zwischen der Veröffentlichung des Abgasskandals durch die US-Umweltbehörde EPA am 18. September 2015 und der Ad-Hoc-Mitteilung von Volkswagen am 22. September, sei der Kurs der Stammaktie um 31,08 Prozent eingebrochen.

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Bereinigt um die allgemeine Entwicklung des Leitindex Dax in dieser Zeit ergebe sich ein Kursverlust je VW-Aktie von 27,58 Prozent, so der Richter. Den sich daraus ergebenden Kursdifferenzschaden je Stammaktie bezifferte er auf 44,50 Euro. Jäde machte klar, dass dies lediglich erste Überlegungen seien, die durch Gutachten und weitere Beratungen vor Gericht noch untermauert werden müssten. Auch seien die Berechnungen nicht so zu verstehen, dass das Gericht bereits von einer Haftung von Volkswagen ausgehe.

Der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Braunschweig verhandelt seit September über eine Klage der Fondsgesellschaft Deka Investment der Sparkassen wegen erlittener Kursverluste durch den VW-Dieselskandal. Hinter der Musterklägerin stehen knapp 1700 vergleichbare Fälle, die Summe der Forderungen beläuft sich auf insgesamt neun Milliarden Euro.

11:54 Uhr

Mitsubishi feuert Ghosn

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Hat Ärger: Renault-Chef Carlos Ghosn.

dpa

Nach Nissan hat auch der japanische Autobauer Mitsubishi den in Haft sitzenden Renault-Chef Carlos Ghosn als Vorsitzenden des Verwaltungsrats entlassen. Dieses Amt werde Mitsubishi-Chef Osamu Masuko vorübergehend übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Ghosn hatte Mitsubishi vor zwei Jahren in die schon länger bestehende Allianz von Renault und Nissan aufgenommen.

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Die japanischen Behörden hatten Ghosn vor einer Woche festgenommen, da dieser nach einem Untersuchungsbericht von Nissan Firmengelder für private Zwecke veruntreut und seine Einkünfte um rund die Hälfte zu niedrig angegeben haben soll.

Renault hat Ghosn wegen der noch nicht erwiesenen Anschuldigungen bisher nicht abgesetzt. Der französische Autokonzern wird bis auf weiteres operativ von Ghosns Vertreter Thierry Bolloré geführt.

11:26 Uhr

Italienische Bank-Aktien gehen durch die Decke

Die Aktien italienischer Banken gewinnen kräftig an Wert. Der Grund: Die Hoffnung auf einen Kompromiss im Haushaltsstreit zwischen der EU-Kommission und der Regierung in Italien. Das treibt etwa die Aktien des Unicredit um 5 Prozent nach oben und Intesa Sanpaolo um 4,5 Prozent.

Die Renditen italienischer Bonds geraten derweil stark unter Druck. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen fällt kräftig auf 3,22 Prozent von 3,41 Prozent am späten Freitag. Händler verweisen auch hier auf die Kompromiss-Signale zum Haushaltsstreit, die nach Fünf-Sterne-Chef Luigi de Maio nun auch Lega-Chef Matteo Salvini ausgesendet hat. Er glaube, dass niemand an dem von der Regierung für den Etatentwurf angesetzten Defizit von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts klebe, so Salvini.

10:54 Uhr

Bitcoin rauscht in die Tiefe

Der Sinkflug von Digitalwährungen wie Bitcoin setzt sich fort. Der Kurs für einen Bitcoin liegt unter der Marke von 4000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden im Tief 3474 Dollar erreicht - so wenig wie letztmalig im September 2017. Derzeit hat sich der Kurs etwas erholt und liegt bei rund 3900 Dollar. Auch andere Digitalwährungen wie XRP oder Ether waren jüngst eingebrochen, legten zum Wochenstart aber etwas zu.

Die Bilanz von Digitalwährungen in diesem Jahr ist ernüchternd. Seit seinem Rekordhoch, das der Bitcoin im Dezember 2017 bei etwa 20.000 Dollar erreicht hatte, hat die älteste und bekannteste Kryptowährung mehr als 80 Prozent ihres Werts verloren. Allein seit Mitte November betragen die Verluste etwa 40 Prozent.

Der Marktwert aller rund 2000 Kryptowährungen ist seit dem Boom um mehr als 700 Milliarden Dollar auf aktuell knapp 130 Milliarden Dollar eingebrochen. Als ein Grund für die Talfahrt gilt ein Streit in der Bitcoin-Fangemeinschaft über die Aufspaltung der Bitcoin-Schwesteranlage "Bitcoin Cash". Hinzu kommen weitere Gründe wie das geringere Interesse von Anlegern, das vergebliche Warten auf neue Finanzprodukte für Bitcoin und Co. sowie immer wieder vorkommende Pannen und Einbrüche bei beliebten Handelsbörsen.

10:27 Uhr

Ifo-Geschäftsklima sinkt zum dritten Mal in Folge

Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im November weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel um 0,9 auf 102 Punkte, wie das Münchner Ifo Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 102,3 Punkte erwartet.

"Die deutsche Konjunktur kühlt ab", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Zusammen mit anderen Indikatoren deute das auf ein Wirtschaftswachstum von allenfalls 0,3 Prozent im vierten Quartal hin. Der Ifo-Index gilt als Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen sank um 0,7 auf 105,4 Punkte. Die befragten Ökonomen hatten einen Rückgang auf 105,1 vorhergesagt. Der Index für die Geschäftserwartungen fiel um 1,0 auf 98,7 Zähler. Die Volkswirte hatten einen Rückgang auf 99,2 Punkte erwartet.

 

10:21 Uhr

Satanisten setzen sich gegen Netflix durch

Netflix hat die Klage von Satanisten beigelegt, die 50 Millionen Dollar von dem Streaming-Dienst verlangt haben. Der Stein des Anstoßes: Die Serie "The Chilling Adventures of Sabrina". Darin geht es um eine Teenagerin, die in einer Familie von Hexen aufwächst.

Eine in der Serie gezeigte Statue mit Engelsflügeln - halb Mensch, halb Ziege - ähnelt einer Figur, die von der Satanisten-Gruppe verwendet wird. Sekten-Chef Lucien Greaves sieht darin ein Plagiat - und verklagte Netflix. Nach Angaben der Teufelsanbeter habe man sich nun "freundschaftlich geeinigt". Details wurden nicht mitgeteilt. Es ist also unklar, ob Geld geflossen ist. Fest steht: Die Okkultisten werden im Abspann der Folgen als Urheber der Statue genannt.  

 

09:55 Uhr

Elon Musk will bald auf den Mars ziehen

Elon Musk hat viel vor: In sieben Jahren will der Tesla-Gründer auf dem Mars leben. "Ich rede davon, dort hinzuziehen. Der Preis wird vermutlich bei mehreren hunderttausend Dollar liegen", sagte Musk in der US-Sendung "Axios". Er sei sich aber der Risiken bewusst. Die Chancen dafür stünden aktuell bei 70 Prozent.  "Die Wahrscheinlichkeit, auf dem Mars zu sterben, ist viel höher als auf der Erde", so Musk. "Es wird hart."

Musk hat vor, den Mars zu besiedeln; Raumfahrtexperten halten dies für extrem unrealistisch.
Er würde bei einer erfolgreichen Landung rund um die Uhr arbeiten, um etwa die Basisstation aufzubauen, sagte Musk weiter. "Es herrschen dort brutale Bedingungen. Die Chancen sind also groß, dass du dort stirbst. Wir glauben daran, dass man zurückkehren kann, aber sind nicht sicher."

Der Tesla-Chef und Selfmade-Milliardär arbeitet mit seiner US-Raumfahrtfirma "SpaceX" daran, Menschen irgendwann zum Mars zu fliegen. Heute will er den Namen des ersten kommerziellen Weltraumpassagiers für einen Rundflug um den Mond bekanntgeben.

09:44 Uhr

Spannungen in der Ukraine drücken den Rubel

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Ein Schiff der russischen Küstenwache stoppt ein Boot der ukrainischen Marine.

REUTERS

Ein militärischer Vorfall zwischen Russland und der Ukraine vor der Halbinsel Krim sorgt dafür, dass sich Anleger aus den Währungen der beiden Länder zurückziehen. Der Dollar verteuert sich jeweils um rund ein halbes Prozent auf 66,48 Rubel und 27,80 Hryvnia.

Ukrainische Anleihen werden ebenfalls verkauft. Das treibt die Rendite des 2027 auslaufenden Dollar-Bonds auf rund 10 Prozent von zuvor 9,9 Prozent.

Der Moskauer Aktienindex RTS fällt derweil um 2,1 Prozent. Angesichts der neuen Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern sei ein Ende der Talfahrt vorerst nicht in Sicht, sagt Dimitri Dogin, Chef-Volkswirt der ING Bank in Moskau.

Am Wochenende hatten russische Grenzschutzboote vor der von Russland annektierten Halbinsel Krim in der Straße von Kertsch drei ukrainische Marineschiffe aufgebracht. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte an, das Kriegsrecht ausrufen zu wollen.

09:28 Uhr

Ölpreise stoppen Talfahrt - vorerst

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AP

Die Ölpreise haben ihre rasante Talfahrt der vergangenen Handelstage gestoppt und zu einer Erholung angesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 60,12 US-Dollar und damit 1,32 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 71 Cent auf 51,13 Dollar.

Bis zum späten Freitagabend waren die Ölpreise noch auf Talfahrt gewesen. Seit Anfang Oktober sind die Notierungen für US-Öl und für Brent-Öl um jeweils etwa 30 Prozent eingebrochen. Marktbeobachter sprechen von einem nach wie vor zu hohen Angebot und erklären die Erholung zum Wochenauftakt mit einer Gegenbewegung am Ölmarkt.

Als eine Ursache für den jüngsten Preisverfall wird die Ölförderung in Saudi-Arabien angeführt. Nachdem US-Präsident Donald Trump das Land am Persischen Golf mehrfach aufgefordert hatte, die Fördermenge vor dem Hintergrund vergleichsweise hoher Benzinpreise in den USA zu erhöhen, sehen Experten die saudische Ölproduktion derzeit auf einem Rekordniveau. Anfang Dezember treffen sich die die Opec-Länder, um über die weitere Förderpolitik zu beraten.

09:20 Uhr

Dax legt kräftig zu

Der Frankfurter Aktienmarkt startet mit Gewinnen in den Tag. Der Dax steigt 1,1 Prozent auf 11.315 Punkte, während der MDax 0,8 Prozent auf 23.411 Zähler zulegt. Für den SDax geht es 1 Prozent auf 10.487 Zähler nach oben. Und der TecDax? Er gewinnt 0,9 Prozent auf 2559 Punkte.

Die Stimmung an den Börsen bleibt jedoch angespannt, nachdem der Dax in der vergangenen Woche auf ein Jahrestief bei 11.009 Punkten gefallen war. Angesichts der sich eintrübenden konjunkturellen Aussichten berge das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping große Risiken, sagt Analyst Stephen Innes vom Broker Oanda. Jonathen Chan von CMC Markets sieht neben dem US-chinesischen Handelskonflikt auch die Gespräche zur Ölproduktion als wichtige Richtungsgeber.

Ach ja, ich habe vergessen, mich vorzustellen. Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

 

08:38 Uhr

Japans Anleger feiern die Weltausstellung

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2,7-Millionen-Einwohnerstadt im Südwesten der japanischen Hauptinsel Honshu: Osaka bereitet sich auf die Weltausstellung 2025 vor.

REUTERS

Nikkei
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Hoffnungen auf einen Konjunkturschub in Japan haben der Tokioter Börse zu Wochenbeginn Auftrieb verliehen.

  • Der Nikkei-Index schloss 0,8 Prozent fester bei 21.812 Punkten.
  • Der sehr viel breiter gefasste Topix-Index ging 0,2 Prozent fester bei 1632,20 Punkten aus dem Handel.
  • Der japanische Yen notierte zuletzt deutlich unter dem Niveau der Vorwoche bei 0,0088 Dollar. Ein Dollar war damit 113,2105 Yen wert.

Die jüngsten Konjunktursignale aus China hinterließen in Tokio keine größere Verunsicherung. Analysten verwiesen stattdessen darauf, dass die japanische Metropole Osaka den Zuschlag bekommen hat für die Ausrichtung der Weltausstellung im Jahr 2025. Osaka setzte sich bei der Vergabe in Paris gegen die russische Stadt Jekaterinburg und Baku in Aserbaidschan durch.

Anleger in Japan konzentrieren sich nun stärker auf Faktoren, die die Nachfrage beeinflussten, wie etwa die Ausrichtung der Weltausstellung, sagte Takashi Hiroki von Monex Securities. Neben Unternehmen aus der Region Osaka profitierten auch Baufirmen von der Entscheidung.

08:28 Uhr

Dax steuert zuversichtlich in die neue Woche

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Unsicherer Wochenauftakt: Wie sieht die Lage an der Frankfurter Börse und im Dax nach Vorlage des Ifo-Index aus?

picture alliance / Christoph Sch

DAX
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Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf einen freundlichen Auftakt einstellen. Am frühen Morgen wurde der Leitindex zum Einstieg in die letzte Handelswoche im November noch leicht im Minus erwartet. Eine gute Stunde vor der Xetra-Eröffnung hellte sich die Stimmung jedoch kräftig auf. Mittlerweile sehen die Indikationen den Dax kräftig im Plus in den Montagshandel starten.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zur Eröffnung bei 11.275,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,7 Prozent entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das Frankfurter Kursbarometer 0,5 Prozent im Plus bei 11.192,69 Punkten gesehen.
  • Neue Konjunktursignale könnten am Vormittag größere Bewegungen auslösen. Gegen 10.00 Uhr wird mit dem Ifo-Index ein wichtiger Stimmungsindikator zum Geschäftsklima in Deutschland veröffentlicht. Sollte dieser Impuls negativ ausfallen, heißt es aus dem Handel, dann könnte der Dax durchaus unter die 11.000er-Marke fallen.

Die US-Vorgaben sind düster: Trotz des Shopping-Wochenendes in den USA waren die US-Aktien am "Black Friday" durchgesackt. Nur Lebensmittelhändler waren etwas gesucht, Ölwerte und vor allem die Tech-Aktien fielen deutlich zurück. Die Aktien von Apple und Facebook verloren bis zu 2,5 Prozent und gingen auf Tagestief aus dem verkürzten Handel. Selbst die Anteilsscheine von Amazon büßten gut 1 Prozent ein.

Für Europa leicht positiv könnte gewertet werden, dass am Wochenende die erhoffte Brexit-Vereinbarung von den EU-Staats- und Regierungschefs gebilligt ohne neue Probleme wurde. Dabei handelte es sich aber eher um ein medienwirksames Ereignis, wie Börsianer anmerkten. Denn das britische Parlament wird den Entwurf von Premierministerin Theresa May wohl noch vor Weihnachten ablehnen. Dann müssten die Europäer noch bis zum endgültigen Austrittsdatum Ende März 2019 - also in gut vier Monaten - mit der Unsicherheit weiterer Anläufe rechnen.

Hinweis: In einer ersten Fassung dieses Beitrags hieß es, der Dax dürfte im Rahmen eines "Zitterstarts" 0,1 Prozent im Minus starten. Kurz darauf drehten die Indikationen ins Plus, der Beitrag wurde aktualisiert.

07:15 Uhr

Konjunktursorgen belasten China-Börsen

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Düstere Konjunkturwolken: Wenn der Welthandel gebremst wird, braucht es über kurz oder lang auch weniger Stahl, Kohle und Frachtschiffe.

REUTERS

Shanghai Composite
Shanghai Composite 3.101,69

Im fernöstlichen Marktgeschehen gibt es für Anleger zu Wochenbeginn keine klare Richtung. Während die Kurse in Tokio deutlich anziehen, deuten die Trendpfeile in Shanghai leicht nach unten.

  • In Japan legt der Leitindex Nikkei mit seinen 225 Standardwerten der japanischen Unternehmenslandschaft in der zweiten Handelshälfte leicht zu und notiert rund 0,8 Prozent im Plus bei 21.812 Punkten.
  • In China gibt der Shanghai-Composite unterdessen um 0,1 Prozent nach auf 2576 Punkte.
  • Der südkoreanische Kospi-Index in Seoul gewinnt zu Wochenbeginn im Verlauf rund 1,1 Prozent auf 2079 Punkte.

Die Kursverluste in Schanghai lassen sich offenbar auf die schwelenden Konjunktursorgen zurückführen. Auf der Verliererliste des Tages tauchen dort unter anderem Rohstoffunternehmen und Konzerne der Schwerindustrie wie etwa Schiffbauer auf. Am besten halten sich im chinesischen Aktienhandel noch die Aktien der Finanzindustrie. Der 50 Einzeltitel umfassende Leitindex in Schanghai notiert komplett im Minus.

06:42 Uhr

Euro trägt schwer am Markit-Schock

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Kräftige Kursbewegungen im Freitagshandel: Nach Veröffentlichung der Markit-Daten ging es mit dem Euro abwärts.

picture alliance / Jens Büttner/

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,04

An den Devisenmärkten beginnt die neue Woche mit leichtem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zieht nach den steilen Kursverlusten im Freitagshandel wieder leicht an.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro knapp 0,1 Prozent fester bei 1,1344 Dollar. Vor dem Wochenende war der Euro-Kurs gegen Mittag von einem Niveau bei 1,1410 Dollar deutlich zurückgefallen.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Freitagnachmittag mit 1,1352 (Donnerstag: 1,1403) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8809 (0,8770) Euro.
  • Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88480 (0,88598) britische Pfund, 128,07 (128,80) japanische Yen und 1,1316 (1,1351) Schweizer Franken fest.

Voll im Vordergrund stehen im Devisenhandel weiterhin neben der sich öffnenden Euro/Dollar-Zinsschere die weiteren Entwicklungen beim EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) und die konjunkturellen Entwicklungen in Europa. Den entscheidenden Impuls für den Kursverlauf beim Euro vor dem Wochenende lieferten Markit-Daten zur Stimmung in den Unternehmen in der Eurozone.

Das Forschungsunternehmen Markit meldete, dass der Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager im November auf den tiefsten Stand seit knapp vier Jahren gefallen war. Besonders enttäuschend fielen die Markit-Daten aus Deutschland aus. Es deute sich an, dass die Wachstumsschwäche im dritten Quartal kein Ausrutscher gewesen sei, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

06:00 Uhr

Schlagzeilen vom Wochenende

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