Montag, 28. Januar 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax startet mit Minus in die Woche

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(Foto: picture alliance/dpa)

Zum Auftakt einer ereignisreichen Woche sind viele Aktienanleger auf Nummer sicher gegangen und haben Kasse gemacht. Mit Spannung warteten Börsianer unter anderem auf die Unterhaus-Abstimmung über den Brexit-Plan von Premierministerin Theresa May am Dienstag. Zwar zeichne sich im Parlament eine Mehrheit für eine Verschiebung des offiziellen Austritts Großbritanniens aus der EU ab, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Einer Lösung der Probleme sei man dadurch aber keinen Schritt näher. Daneben warfen die anstehenden Verhandlungen zur Beilegung des Zollstreits zwischen den USA und China ihre Schatten voraus.

Der Dax verlor 0,6 Prozent und schloss bei 11.210 Punkten. Der MDax sank um 1,0 Prozent auf 23.584 Zähler. Der TecDax gab um ebenfalls 1,0 Prozent auf 2624 Stellen nach. Der EuroStoxx50 sackte um 0,8 Prozent auf 3139 Punkte ab.

Lediglich Deutsche Telekom, Thyssenkrupp, Beiersdorf und Deutsche Börse verzeichneten im Dax Zugewinne. Schlusslicht im Leitindex waren Covestro mit einem Abschlag von 2,7 Prozent.

Die vielen Minuszeichen am heutigen Handelstag halten mich aber nicht davon ab, Ihnen, verehrte Leser, noch einen schönen Abend zu wünschen.

17:16 Uhr

Insider: Allianz hat Betreiber von gebrochenem Damm rückversichert

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Allianz 232,35

Die Allianz muss unter Umständen für einen Teil der Schäden des verheerenden Dammbruchs in Brasilien einstehen. Die Industriekunden-Sparte AGCS führe ein Konsortium von Rückversicherern an, das die lokalen Haftpflichtversicherer des Bergbaukonzerns Vale abgesichert habe, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Münchner Versicherungsriese wollte sich dazu nicht äußern. Der "Versicherungsmonitor" hatte zuerst darüber berichtet. Kurz vor Handelsschluss verlor die Allianz-Aktie 1,1 Prozent.

16:58 Uhr

Shutdown schlägt sich negativ auf US-BIP nieder

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der am Freitag beendete teilweise Regierungsstillstand in den USA, der sogenannte Shutdown, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft wohl um 0,4 Prozentpunkte mindern. Die Regierung werde zudem drei Milliarden US-Dollar an Kosten zu tragen haben, teilte die überparteiliche Rechnungsbehörde im US-Kongress mit.

Zu der Minderung des BIP trage nicht nur bei, dass 320.000 Mitarbeiter nicht arbeiten konnten. Auch die Aufträge der Bundesbehörden für Güter und Dienstleistungen seien nur verspätet erteilt worden, und insgesamt sei die Nachfrage durch den Haushaltsstreit gedämpft worden. Die Behörde schränkte allerdings ein, die Genauigkeit ihrer Schätzung sei nicht sehr hoch.

16:32 Uhr

Harter Brexit: Supermarktchefs in UK warnen vor leeren Regalen

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(Foto: AP)

Oh, no! Die Chefs mehrerer Supermärkte und Fastfood-Ketten in Großbritannien haben vor leeren Regalen im Falle eines harten Brexit gewarnt. In einem Brief an die britischen Abgeordneten forderten sie diese auf, "dringend eine Lösung zu finden", um einen EU-Austritt ohne ein klares Abkommen zu vermeiden. Andernfalls bestehe die große Gefahr, dass die derzeitige "Auswahl, Qualität und Haltbarkeit" der Produkte nicht aufrechterhalten werden könne.

Bei einem harten Brexit werde es außerdem einen nicht zu vermeidenden "Druck auf die Lebensmittelpreise" wegen höherer Transportkosten und Zölle geben, heißt es in dem Brief weiter. Unterschrieben haben ihn die Spitzen von zehn Märkten und Ketten, darunter Co-op, Lidl, Sainsbury's und McDonald's sowie die britische Händlervereinigung (BRC). Nicht dabei sind unter anderem die größte Supermarktkette Tesco sowie der deutsche Discounter Aldi. Rund ein Drittel der in Großbritannien konsumierten Lebensmittel stammt aus der EU.

Wie sieht es an der Londoner Börse aus? Der FTSE-100-Index sackte bis zum Nachmittag um 0,9 Prozent auf 6750 Punkte ab.

16:11 Uhr

ING: Ende der US-Sanktionen gegen Rusal dürfte Rubel stützen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Rubel hat kaum auf die Entscheidung des US-Finanzministeriums reagiert, die Sanktionen gegen den russischen Aluminiumkonzern Rusal aufzuheben. Die Aufhebung der Sanktionen sei wohl nur den Verwerfungen auf dem Weltmarkt für Aluminium zu verdanken, teilt ING mit. Daher dürfte der Rubel auch nicht viel zulegen, prognostizieren die Analysten.

Sie rechnen aber immerhin mit einer Stabilisierung der russischen Währung und sehen diese bei einem Kurs von 65,50 Rubel je US-Dollar gut unterstützt. Aktuell kostet ein Dollar 66,17 Rubel.

16:00 Uhr

Nvidia-Gewinnwarnung: Aktie verliert, Siltronic gleich mitgerissen

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Nvidia 270,35

Die Aktie von Nvidia ist kurz nach Handelsstart in New York um rund 15 Prozent eingebrochen. Grund ist eine Gewinnwarnung des US-Chipherstellers. Der Konzern nahm seine Prognosen für das vierte Quartal deutlich zurück. Sowohl in den Bereichen Gaming als auch Datenzentren habe der Umsatz deutlich unter den Erwartungen gelegen, teilte das US-Unternehmen mit. Für das vierte Quartal rechnet Nvidia nur noch mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar. Bisher hatte das Unternehmen 2,7 Milliarden in Aussicht gestellt.

Der Chiphersteller Siltronic wurde nach der Nvidia-Gewinnwarnung in Geiselhaft genommen. Das Papier des Münchner Unternehmens geriet am Nachmittag unter Druck und verlor 5,5 Prozent auf 85,10 Euro.

15:49 Uhr

Schwache Firmenbilanzen setzen Wall Street zu

Aus Enttäuschung über die Bilanzen von Großkonzernen wie Caterpillar ziehen sich Anleger aus US-Aktien zurück. Die Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verloren zur Eröffnung bis zu 1,4 Prozent.

Da Caterpillar das schwächelnde China-Geschäft für das unerwartet niedrige Quartalsergebnis verantwortlich mache, dürften andere Firmen dem Beispiel folgen, sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt des Vermögensberaters Spartan. Die Aktien von Caterpillar rutschten um 7,8 Prozent ab.

15:33 Uhr

Deutsche Stahlproduktion sinkt

Auch das noch: Die deutsche Rohstahlproduktion ist im abgelaufenen Jahr 2018 nach Branchenangaben um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 42,4 Millionen Tonnen gesunken. Auch gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre sei die Erzeugung unterdurchschnittlich geblieben, erklärte die Wirtschaftsvereinigung Stahl, der Verband der Stahlindustrie.

Die Aktie von Thyssenkrupp verlor ihre Spitzenposition im Dax an die Deutsche Börse. Sie gab einen Teil ihrer Gewinne ab und stieg nunmehr nur noch um 1,0 Prozent. Im MDax verloren Salzgitter 1,5 Prozent.

15:20 Uhr

Dax taucht tiefer ab

Es wird wohl heute nichts mehr: Kurz vor US-Handelsbeginn ist der Dax wohl endgültig auf Tauchstation gegangen - er gab um 0,6 Prozent auf 11.216 Punkte nach. Der MDax verlor gar 0,9 Prozent auf 23.617 Zähler. Der TecDax beendete ziemlich abrupt seinen Kurzausflug in den Plusbereich und fiel um 1,0 Prozent auf 2624 Stellen.

15:11 Uhr

Versorgeraktien haben es schwer

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Bericht der Kohlekommission für den Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland erwartet Morgan Stanley kurzfristig Druck auf hiesige Versorgeraktien. "Die gemachten Vorschläge sehen härter aus als vom Markt erwartet wurde", urteilen die MS-Analysten, und angesichts der zuletzt starken Kursentwicklungen bei RWE, Uniper und Eon sei mit schwächeren Kursen zu rechnen.

Die Versorgerwerte haben in Frankfurt heute nachgegeben. Im Dax verloren RWE 0,3 und Eon 0,5 Prozent. Die im MDax notierte Uniper-Aktie stieg dagegen um 0,3 Prozent.

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14:35 Uhr

Putin liegt falsch - russische Realeinkommen sinken weiter

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Das wird sich Wladimir Putin denken. Heute kam in Moskau nämlich die Statistik zu den Realeinkommen heraus. Demnach haben die Russen 2018 das fünfte Jahr in Folge weniger im Geldbeutel gehabt. Die Realeinkommen sanken um 0,2 Prozent im Vergleich zu 2017, wie russische Zeitungen berichteten.

Dabei hatte Russlands Präsident noch im Dezember vor Journalisten gesagt, es zeichne sich "ein kleiner, aber positiver Trend" bei den verfügbaren Einkommen ab. Er hat höhere Einkommen und weniger Armut zu den wichtigsten Zielen seiner Amtszeit bis 2024 erklärt. Nicht einmal in den wirtschaftlich schwierigen 1990er Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion habe es einen so langen Rückgang gegeben, sagte der Analyst Kirill Tremassow der Zeitung "Wedomosti".

Dabei lohnt es sich, einen Blick auf die Moskauer Börse zu werfen. Der RTS lag am Nachmittag (MEZ) 0,5 Prozent tiefer bei 1186 Punkten.

14:19 Uhr

China erzwingt WTO-Verfahren wegen US-Zöllen

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Eine Beschwerde Chinas gegen US-Zölle auf chinesische Produkte kommt vor ein Streitschlichtungsgremium der Welthandelsorganisation (WTO). Der Streitschlichtungsausschuss, bestehend aus allen WTO-Mitgliedern, richtete das Gremium auf Antrag Chinas ein. China ist der Überzeugung, dass die USA mit den Zöllen WTO-Regeln verletzen.

Unabhängige Schiedsrichter prüfen nun die Fakten und sollten nach den WTO-Statuten in sieben bis acht Monaten ihren Bericht vorlegen. In der Regel dauern Streitschlichtungsrunden aber deutlich länger. Zudem fehlen ab Dezember Richter für das übliche Berufungsverfahren gegen Schiedsrichterurteile. Die USA blockieren neue Richter-Ernennungen.

14:12 Uhr

Caterpillar enttäuscht mit Gewinn und Ausblick

Licht und Schatten liegen bekanntlich nah beieinander - so geht es auch Caterpillar. Der US-Baumaschinenhersteller hat Umsatz und Gewinn im vierten Quartal zwar deutlich gesteigert. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,55 Dollar verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten jedoch deutlich, die dem Unternehmen 2,98 zugetraut hatten. Vor Jahresfrist hatte das bereinigte Ergebnis 2,16 Dollar je Aktie erreicht.

Auch die Prognosen für das laufende Jahr waren eher enttäuschend. Nach einer Steigerung des Nettogewinns von 1,26 auf 10,26 Dollar je Aktie im vergangenen Jahr strebt Caterpillar 2019 hier einen Wert von 11,75 bis 12,75 Dollar an. Analysten hatten mit 12,73 Dollar eher einen Wert am oberen Ende der nun gegebenen Prognosespanne erwartet.

13:53 Uhr

Thyssenkrupp an Dax-Spitze - geringe Brexit-Sorgen

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,13

Sehr gut läuft heute die Aktie von Thyssenkrupp. Das Papier lag am frühen Nachmittag mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 15,70 Euro an der Dax-Spitze.

Konzernchef Guido Kerkhoff hatte am Wochenende via "Rheinischer Post" Beruhigungspillen an die Adresse der Anleger verteilt. Für die Stahlsparte wären die wirtschaftlichen Folgen eines Brexits beherrschbar, sagte er. Warum? Kerhoff lieferte die Antwort: "Wir exportieren nicht so viel nach Großbritannien." Dennoch hoffe er auf einen geregelten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU.

Mehr dazu lesen Sie hier.

13:42 Uhr

Luftverkehr wächst - der Lufthansa-Kurs auch

Lufthansa
Lufthansa 15,32

Am Himmel über Deutschland waren im vergangenen Jahr so viele Flugzeuge unterwegs wie nie zuvor. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) registrierte gut 3,34 Millionen kommerzielle Flüge im Luftraum über der Bundesrepublik. Dies ist nach Angaben der Behörde ein Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber 2017. Bereits seit fünf Jahren übertrifft die jeweilige Wachstumsrate jene des Vorjahres. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was macht eigentlich die Lufthansa-Aktie? Alles gut, ihr Kurs steigt um 0,4 Prozent.

13:29 Uhr

Bessere Besteuerung von Airbnb-Einnahmen brächte Millionen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Durch eine gerechtere Besteuerung von Einnahmen aus der Übernachtungsplattform Airbnb könnte der deutsche Staat Millionen an zusätzlichen Steuergeldern einnehmen. Eine Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) schlägt vor, dass der Gesetzgeber zur Vermeidung von Steuerhinterziehung eine Abzugsteuer ähnlich der bereits vorhandenen Kapitalertragsteuer einführen sollte.

Nach den ZEW-Berechnungen könnte sich durch den Reformvorschlag das zusätzliche Steueraufkommen auf zwischen 65 Millionen Euro und 130 Millionen Euro belaufen. In der Studie hat das ZEW den Airbnb-Markt in 20 deutschen Großstädten analysiert, in denen monatlich im Durchschnitt rund 57 Millionen Euro umgesetzt werden. Das ZEW schätzt, dass der Jahresumsatz aller Airbnb-Unterkünfte in den 20 betrachteten Städten etwa bei 683 Millionen Euro liegt.

13:16 Uhr

Coba: Zins für Rubel wichtiger als Devisenkäufe

US-Dollar / Rubel
US-Dollar / Rubel 63,34

Auf Stabilisierungskurs hat sich zuletzt der Rubel befunden. Die Zinsentwicklung für die russische Währung ist nach Angaben des Commerzbank-Analysten Tatha Ghose entscheidender als die Devisenkäufe der Notenbank in Moskau. Der Rubel habe sich im Januar erholt auf unter 66 je US-Dollar.

Diese Rally sei aber beendet worden, nachdem die Notenbank angekündigt habe, die Devisenkäufe wieder intensivieren zu wollen. Ab dem 1. Februar wolle sie 18 Prozent mehr Dollar als in den vergangenen Monaten aus dem Markt nehmen.

12:57 Uhr

Griechenland will wieder Kapitalmarkt anzapfen

Das langjährige Eurozonen-Sorgenkind Griechenland will offenbar wieder am Kapitalmarkt aktiv werden. Die Regierung in Athen hat verschiedene Konsortialbanken angeheuert, um eine neue fünfjährige Staatsanleihe mit Laufzeit April 2024 im syndizierten Verfahren zu platzieren, wie aus Bankenkreisen zu vernehmen ist. Die Transaktion solle in Kürze - abhängig vom Marktumfeld - über die Bühne gehen. Als Konsortialbanken fungieren demnach Bank of America-Merrill Lynch, Goldman Sachs, HSBC, JP Morgan, Morgan Stanley und Societe Generale.

Zu hören ist von einem Volumen der ersten Anleihe Griechenlands seit elf Monaten von zwei bis drei Milliarden Euro. Die Bücher für Interessenten sollen morgen geöffnet und auch wieder geschlossen werden.

12:40 Uhr

Möglicher neuer Verwaltungsratsboss gibt Flybe Auftrieb

Ein möglicher Wechsel an der Spitze im Verwaltungsrat hat den Aktien der angeschlagenen Billigfluggesellschaft Flybe Flügel verliehen. Die Titel schossen an der Londoner Börse um bis zu 36 Prozent auf 4,63 Pence in die Höhe. Der größte Flybe-Aktionär Hosking Partners will Simon Laffin, der seit fünf Jahren dem Verwaltungsrat vorsitzt, durch Eric Kohn ablösen.

Dieser hatte vor einigen Jahren die British-Airways-Tochter Deutsche BA saniert, die 2003 an den Textilunternehmer Hans Rudolf Wöhrl verkauft wurde. Hosking hält an Flybe knapp 19 Prozent. Flybe steht kurz vor der Übernahme durch ein Konsortium unter Beteiligung des Konkurrenten Virgin Atlantic.

12:19 Uhr

Wall Street startet wohl etwas leichter

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(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Kleinere Gewinnmitnahmen dürften heute das Geschehen an der Wall Street prägen. Der Future auf den S&P-500 fällt vorbörslich um 0,5 Prozent. Vor einer Reihe wichtiger Ereignisse in den kommenden Tagen werden die Anleger wohl eher vorsichtig agieren.

Am Mittwoch wird die US-Notenbank das Ergebnis ihrer Zinssitzung veröffentlichen. Eine Änderung des Zinsniveaus wird nicht erwartet. Das Interesse gilt vor allem der Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell. Ebenfalls voraussichtlich am Mittwoch wird der chinesische Vize-Regierungschef Liu He in die USA reisen, um über die Beilegung des Handelsstreits weiter zu verhandeln. Und am Dienstag steht im britischen Unterhaus die nächste Abstimmung über den Brexit-Vertrag an.

Derweil läuft die US-Bilanzsaison auf Hochtouren. Am Montag legt unter anderem Caterpillar Geschäftszahlen vor. Im weiteren Verlauf der Woche werden unter anderem Schwergewichte wie Apple, Microsoft, Facebook oder Amazon einen Blick in die Bücher gewähren.

11:55 Uhr

Dax baut Verlust etwas ab

Und wie sieht es am Frankfurter Aktienmarkt aus? Es gibt einen kleinen Lichtblick, denn der Dax konnte seinen Verlust etwas abbauen - er sank zu Mittag um 0,2 Prozent auf 11.258 Punkte. Der MDax verlor 0,3 Prozent auf 23.756 Zähler. Der TecDax drehte dagegen ins Plus - er stieg geringfügig um 0,1 Prozent auf 2654 Stellen.

An der Dax-Spitze rangierten Deutsche Börse mit plus 0,8 Prozent. Das Dax-Ende zierten Covestro mit minus 2,2 Prozent.

11:44 Uhr

Ölpreise weiten Verluste aus

Brent Rohöl
Brent Rohöl 57,29

Hier ein Zwischenbericht von der Ölfront: Die Preise sind bis zum Mittag noch deutlicher zurückgegangen. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 2,0 Prozent auf 52,64 US-Dollar je Fass, europäisches Nordseeöl der Sorte Brent um 1,8 Prozent auf 60,56 Dollar.

Die Daten des Öldienstleister Baker Hughes zur Bohraktivität in den USA ließen Sorgenfalten an den Ölmärkten tiefer werden. Demnach wurden in der vergangenen Woche zehn Ölbohranlagen in Betrieb genommen. Dies war der erste Anstieg nach drei Rückgängen in Folge. Auch in Kanada erhöhte sich die Anzahl der fördernden Ölbohreinrichtungen.

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11:31 Uhr

SMA-Solar-Aktie profitiert vom Kohleausstieg

SMA Solar
SMA Solar 35,50

Die Chance auf eine technische Bodenbildung bei SMA Solar hat zugenommen. "Die Aktie profitiert vom Kohleausstieg", sagte ein Händler. Der SMA-Kurs gewann 3,4 Prozent auf 21,56 Euro.

Ein Anstieg über 23 Euro würde die technische Bodenformation vollenden und Aufwärtspotenzial zunächst Richtung 26 Euro generieren, so der Händler.

11:04 Uhr

Streik in Ungarn lässt Audi-Bänder in Ingolstadt ruhen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach tagelangem Streik um höhere Löhne im ungarischen Motorenwerk Györ kann Audi am Stammsitz in Ingolstadt zu Wochenbeginn keine Autos bauen. Heute und morgen stünden die Bänder komplett still, sagte ein Firmensprecher. Tausende Fahrzeuge könnten nicht produziert werden, weil die Motoren aus Györ fehlten. Das Werk Neckarsulm ist den Angaben zufolge derzeit nicht betroffen; dort seien bis Mitte der Woche ausreichend Motoren vorhanden.

Wie es weitergeht, hängt dem Sprecher zufolge von den Verhandlungen in Ungarn ab. Audi spiele verschiedene Szenarien durch. "Wir fahren auf Sicht."

10:37 Uhr

Vor neuer Brexit-Abstimmung: Pfund taucht ab

Vor der mit Spannung erwarteten Abstimmung über den neuen Brexit-Plan im britischen Unterhaus am Dienstag sind Pfund-Anleger in Deckung gegangen. Die britische Währung verbilligte sich am Vormittag um 0,3 Prozent auf 1,3130 US-Dollar.

Denn selbst wenn die Abgeordneten den "Plan B" von Premierministerin Theresa May abnicken, muss schlussendlich alles noch von der EU genehmigt werden. Allein in der vergangenen Woche legte die britische Währung im Vergleich zum Dollar um 2,5 Prozent zu. Es war der größte Wochengewinn seit Mitte September.

10:24 Uhr

Dax schwächelt nach starker Vorwoche

Nichts Neues gibt es aus Frankfurt zu berichten: Nach einer weiteren gewinnträchtigen Woche hat der deutsche Aktienmarkt nun eine Auszeit genommen. Die Anleger schauen gebannt nach Washington, wo in dieser Woche die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ansteht. Nach Lage der Dinge werden die Fed-Banker diesmal nicht an der Zinsschraube drehen.

Der Dax sank um 0,4 Prozent auf 11.233 Punkte. Der MDax ging um ebenfalls 0,4 Prozent auf 23.733 Zähler runter, der TecDax um 0,1 Prozent auf 2647 Stellen. Der EuroStoxx50 büßte 0,5 Prozent auf 3147 Punkte ein.

Unter den Einzelwerten profitierten Deutsche Bank von Spekulationen um eine höhere Beteiligung des Emirats Katar an dem Geldhaus - sie legten um 0,5 Prozent auf 8,17 Euro zu. Dagegen sind RWE nach dem angekündigten Ausstieg Deutschlands aus der Kohleverstromung mit minus 0,4 Prozent etwas eingeknickt. Der Versorger stellt sich auf einen Arbeitsplatzabbau ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

10:09 Uhr

Niederlage in Patentstreit - Morphosys-Aktie stürzt ab

Morphosys
Morphosys 113,90

Schlechter Tag für Morphosys: Nach einer Niederlage in einem Patentstreit haben Aktionäre dem Biotechunternehmen die rote Karte gezeigt. Die Aktien fielen eine Stunde nach Handelsbeginn in Frankfurt um bis zu 8,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 96,35 Euro und waren mit Abstand größter Verlierer im Nebenwertindex MDax.

Ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat Delaware hatte drei Patente des deutschen Unternehmens in dem Patentstreit zwischen Morphosys und den Biotechfirmen Janssen Biotech und Genmab für ungültig erklärt. Das Gericht gab damit einem Antrag von Janssen und Genmab statt, die drei Patente für nichtig zu erklären. Morphosys kann gegen das Urteil noch Berufung beim Bundesgericht einlegen.

10:01 Uhr

Ifo-Exporterwartungen gehen weiter runter

Die folgende Meldung reiht sich problemlos in die Reihe zuletzt veröffentlichter Konjunkturdaten ein. Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im Januar erneut verschlechtert. Die Ifo-Exporterwartungen fielen auf 5,9 von 8,7 Saldenpunkte im Vormonat. "Die deutsche Industrie startet mit Sorgenfalten in das neue Jahr", erklärte das Münchner Ifo-Institut.

Der Lichtblick vom Dezember in der Automobilindustrie habe sich zu Beginn des Jahres wieder verflüchtigt, hieß es weiter. Die Aussichten gaben merklich nach. Gleiches gelte auch für die chemische Industrie.

09:40 Uhr

Deripaska gibt Rusal-Kontrolle ab - USA heben Sanktionen auf

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Oleg Deripaska

(Foto: picture alliance / Dmitry Astakh)

Balsam für den Aluminiummarkt: Die US-Regierung hat ihre Sanktionen gegen den russischen Konzern Rusal aufgehoben. Das Finanzministerium in Washington strich Rusal von der Sanktionsliste, nachdem der ebenfalls darauf stehende Milliardär Oleg Deripaska wie versprochen seinen Mehrheitsanteil an dem Unternehmen reduziert hat und den Konzern nicht mehr kontrolliert. Der Schritt ist insofern wichtig, weil Rusal der zweitgrößte Aluminiumproduzent der Welt ist.

Auch die Beteiligung an seiner Holdinggesellschaft En+ senkte Deripaska unter die in den US-Sanktionsrichtlinien festgelegte Schwelle von 50 Prozent. Die Sanktionen gegen den Milliardär selbst werden jedoch aufrechterhalten.

09:29 Uhr

Nissan ist auf dem Radar der US-Börsenaufsicht

Nissan Motor
Nissan Motor 4,35

Ärger für Nissan in den Vereinigten Staaten: Der japanische Autobauer bekommt es mit der dortigen Börsenaufsicht SEC zu tun. Diese ermittle wegen in den USA gezahlten Managergehältern gegen Nissan, teilte das Unternehmen mit, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Nissan arbeite" voll" mit den US-Behörden zusammen, sagte ein Unternehmenssprecher lediglich.

Aus informierten Kreisen verlautete, es handle sich um ähnliche Probleme, wie sie Nissan in Japan habe. Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat den langjährigen Nissan-Chef Carlos Ghosn angeklagt, er habe unter anderem jahrelang ein zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert.

09:16 Uhr

Anleger drücken die Pausetaste - Dax fällt

Zu Handelsbeginn dominieren in Frankfurt die Minuszeichen. Nach dem ordentlichen Freitaggewinn sackt der Dax um 0,4 Prozent auf 11.239 Punkte ab. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 23.775 Zähler, der TecDax ebenfalls 0,2 Prozent auf 2645 Stellen.

"Insgesamt bleibt der Ausblick leicht positiv", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Der Dax hat den Test der Unterstützung bei 11.000 Punkten erfolgreich bestanden und auch die wichtige Marke von 11.200 Zählern hinter sich gelassen."

Mein Name ist Wolfram Neidhard und ich begleite Sie heute durch den Handelstag.

08:56 Uhr

Mehr aktive US-Bohrlöcher - Ölpreise sinken

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(Foto: picture alliance / dpa)

Was machen die Ölpreise zum Wochenbeginn? Sie starten mit moderaten Verlusten. Händler nannten Zahlen zu den aktiven Bohrlöchern in den USA als Grund für die Belastung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,91 US-Dollar. Das waren 73 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 67 Cent auf 53,02 Dollar.

Für Belastung sorgten Daten des amerikanischen Öldienstleisters Baker Hughes. Demnach ist die Zahl der aktiven Ölfelder in den USA zuletzt gestiegen. Gestützt werden die Rohölpreise dagegen durch die politische Krise in Venezuela.

08:47 Uhr

Fester Yen drückt Nikkei runter

Ein starker Yen hat Anleger an der Tokioter Börse zu Wochenbeginn vorsichtig gestimmt. Der Nikkei schloss 0,6 Prozent schwächer bei 20.649 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent.

Die Streitigkeiten zwischen Peking und Washington um höhere Zölle für Warenimporte in das jeweils andere Land belasteten die Börsen in China. Der Blue-Chip-Index CSI300 kam nicht vom Fleck. Die Börse in Shanghai verlor 0,2 Prozent.

08:29 Uhr

Kommt Siemens doch noch zum Zug?

Siemens
Siemens 107,18

Die Aktien von Siemens rücken zu Wochenbeginn ins Licht der Marktöffentlichkeit: Börsianer rechnen damit, dass die weiteren Entwicklungen rund um die geplante Fusion der Bahn-Sparte Bewegung in die Kurs bringen könnte.

  • Im vorbörslichen Geschäft wird die Siemens-Aktie bereits etwas fester gehandelt: Der Kurs gewinnt gegen die schwächere Tendenz 0,5 Prozent.
  • Laut Händlern kann der Konzern nach neuen Zugeständnissen gegenüber der EU wieder auf den angestrebten Zusammenschluss mit dem entsprechenden Alstom-Segment hoffen.
  • "Das ist zuletzt mehr oder weniger ausgepreist worden", meinte ein Marktteilnehmer. Anpassungen beim Kurs erscheinen daher wahrscheinlich.
08:20 Uhr

Dax steuert unterkühlten Auftakt an

Dax
Dax 13.769,93

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen frostigen Wochenstart einstellen. Belastet von schwachen Vorgaben aus Asien und mit ungewöhnlich starken Kursgewinnen vom Wochenschluss im Rücken dürfte es am Morgen in Frankfurt zunächst tendenziell abwärts gehen.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zur Eröffnung bei 11.236,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,4 Prozent entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das Frankfurter Börsenbarometer 1,4 Prozent fester bei 11.281,79 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die Vorgaben aus Asien sind schwach: Der Nikkei-Index schloss 0,6 Prozent im Minus bei 20.649,00 Punkten. Der Shanghai-Composite liegt zu Wochenbeginn 0,2 Prozent im Minus bei 2596 Punkten.

Potenziell marktbewegende Konjunkturdaten stehen für den Tagesverlauf nicht auf der Agenda. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich mit Blick auf den epochalen Kohlekompromiss auf die geschäftlichen Perspektiven der Energieunternehmen richten.

08:03 Uhr

"Wieder was gelernt" erklärt die Probleme der Bahn

*Datenschutz

 

07:23 Uhr

Tokio strahlt schwache Vorgaben aus

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Ein starker Yen belastet die Geschäftsaussichten exportstarker japanischer Unternehmen.

REUTERS

Nikkei
Nikkei 23.523,24

Minuszeichen in Asien: Die neue Stärke des Yen stimmt die Anleger im japanischen Aktienhandel zum Wochenauftakt vorsichtig.

  • Der Nikkei-Index gibt im späten Handel um 0,7 Prozent nach auf 20.631 Punkte.
  • Der breiter aufgestellte Topix-Index zieht sich ebenfalls um 0,7 Prozent auf 1555 Punkte zurück.
  • "Die Märkte mögen die starke Landeswährung nicht, besonders zu einem Zeitpunkt, zu dem sie auf die Quartalszahlen währungssensibler Unternehmen warten", meinte ein Händler.

Im fernöstlichen Devisenhandel legte die japanische Landeswährung zum Dollar um 0,2 Prozent zu auf 109,34 Yen.

06:48 Uhr

Kohlekompromiss lenkt Aufmerksamkeit auf RWE-Aktien

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Blick in den Tagebau Hambach bei Köln: Die riesige Grube ist die größte Förderstätte von RWE im Rheinischen Braunkohlerevier.

imago/Manngold

RWE
RWE 33,27

Was macht der Kohleausstieg mit RWE? Der Energieversorger kündigt mit Blick auf die am Wochenende präsentierten Vorschläge der Kohlekommission einen möglichen Stellenabbau an.

  • Der geplante Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung dürfte sich demnach zunächst vor allem auf die Beschäftigten in den von Schließungsbeschlüssen betroffenen Kohlekraftwerken auswirken.
  • Positiv sei, betonte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, dass die Kohlekommission ein fast einstimmiges Ergebnis erreicht habe. "Denn wir brauchen einen Konsens und Planungssicherheit."
  • Wie die Umsetzung genau funktioniere und was das im Einzelnen für RWE heiße, müsse man erst einmal analysieren, erklärte er.

"Klar ist aber, und dass sollte allen bewusst sein, in der Braunkohle wird es tiefe Einschnitte geben." Die im Dax notierten Stammaktien von RWE waren vor dem Wochenende mit einem hauchdünnen Aufschlag bei 21,36 Euro aus dem Handel gegangen.

Mehr zu den ersten Reaktionen bei RWE lesen Sie hier.

06:30 Uhr

Euro verteidigt neue Position der Stärke

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Die neue Woche beginnt im Devisenhandel mit einem anhaltend starken Euro. Nach dem Kursauftrieb zum Wochenschluss notiert die europäische Gemeinschaftswährung wieder über der Marke von 1,14 Dollar.

  • Am frühen Morgen liegt der Euro 0,08 Prozent im Plus bei 1,1418 Dollar.
  • Im Verlauf des Freitagshandels hatte der Euro-Kurs in einer kräftigen Aufwärtsbewegung von einem Niveau bei 1,1320 Dollar aus kräftig an Stärke gewonnen.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatten ihren Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,1346 (Donnerstag: 1,1341) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8814 (0,8818) Euro.

Ausschlaggebend für den jüngsten Kursanstieg beim Euro war nach Einschätzung von Beobachtern in erster Linie die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten. An den Finanzmärkten kamen Hoffnungen auf, dass die europäische Wirtschaft vielleicht doch noch einem ungeregelten EU-Ausstieg Großbritanniens ("harter Brexit") entgehen könnte. Der Dollar als Weltreservewährung sei deshalb weniger gefragt und unter Druck geraten.