Mittwoch, 07. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Jan Gänger
17:49 Uhr

Dax mit zweithöchstem Schlusskurs seiner Geschichte

Für den deutschen Leitindex geht es heute zwar leicht abwärts. Da er aber gestern ein Rekordhoch erreicht hatte, reicht es heute für den bisher zweitbesten Schlusskurs. Der Dax verliert 0,2 Prozent auf 15.176 Punkte, der MDax gewinnt 0,1 Prozent auf 32.484,98 Zähler. Für den SDax geht es 0,9 Prozent auf 15.701 Punkte nach unten.

Das Umfeld wird im Handel weiter als günstig beschrieben. Unter den Einzelwerten im Dax waren defensive Werte - also solche, die weniger unter konjunkturellen Schwankungen leiden - stärker gefragt als zyklische, die stark wirtschaftsabhängig sind.

17:25 Uhr

Franzosen wollen ETF-Dominator bauen

Die Société Générale will den Großteil ihrer Vermögensverwaltung Lyxor für 825 Millionen Euro an den Konkurrenten Amundi verkaufen. Die französische Großbank bezifferte den Veräußerungsgewinn auf rund 430 Millionen Euro. Der Verkauf schließe das 2018 begonnene Umstrukturierungsprogramm ab, hieß es.

Die Crédit-Agricole-Tochter Amundi rechnet damit, durch den Zukauf zum Marktführer in Europa bei ETFs zu werden. Amundi-Chef Yves Perrier sagte, der Kauf "wird unsere Expertise stärken, vor allem bei börsengehandelten Fonds und bei der alternativen Vermögensverwaltung."

17:03 Uhr

Astrotech-Aktien gehen durch die Decke

Die geplante Entwicklung eines neuartigen Corona-Schnelltests gibt Astrotech Auftrieb. Die Aktien der Medizintechnik-Firma steigen an der Wall Street um fast 40 Prozent. In Zusammenarbeit mit der Cleveland Clinic soll geprüft werden, ob das Gerät BreathTest-1000, das Krebserkrankungen durch die Analyse der Atemluft von Probanden erkennt, auch Corona-Infektionen identifizieren kann.

Astrotech
Astrotech ,99

16:16 Uhr

Bitcoin ist auf dem Rückzug

Erneute Gewinnmitnahmen drücken den Kurs des Bitcoin auf den niedrigsten Wert seit mehr als einer Woche. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligt sich um knapp fünf Prozent auf 55.600 Dollar. Die aktuelle Konsolidierung sei vor dem Hintergrund der Rally der vergangenen Monate nicht überraschend, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

15:54 Uhr

Aktien von Gefängnis-Betreiber stürzen ab

Eine gestrichene Dividende drückt die Aktien von Geo auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die Titel des Gefängnis-Betreibers fallen im US-Geschäft um 14 Prozent. Das Unternehmen will den Angaben zufolge mit dem gesparten Geld Schulden abbauen und sich für eine strengere Regulierung wappnen. US-Präsident Joe Biden will die Nutzung privat geführter Gefängnisse reduzieren.

Geo Group
Geo Group 5,02

15:19 Uhr

Deutschlands Automarkt verliert an Boden

Deutschlands Automarkt hat ein Corona-Problem. Die Neuzulassungen sanken von Januar bis März um 6,4 Prozent auf 656.452 Autos, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Auch eine Erholung im März konnte damit die Schwäche zum Jahresauftakt nicht wettmachen, als das Auslaufen der Mehrwertsteuer-Senkung sowie der neuerliche Lockdown die Neuzulassungen einbrechen ließen.

Der deutsche Pkw-Markt sei noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt, so der Branchenverband VDA. Ein Bremsklotz sei auch, dass die Zulassungsstellen wegen der Corona-Regelungen nur eingeschränkt arbeitsfähig seien.

Die Branche stellt sich auf weitere schwierige Monate ein, bis das Geschäft mit Zunahme der Impfungen gegen das Coronavirus in der zweiten Jahreshälfte wieder Fahrt aufnehmen dürfte. Zu schaffen macht den Firmen der Mangel an Computerchips, der insbesondere zu Jahresauftakt die Produktion in einigen Werken lahmlegte.

14:33 Uhr

Erdogan gibt den Zins-Irrläufer 

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AP

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will niedrigere Zinsen - ungeachtet der hohen Inflation. Die Zinssätze sollten im einstelligen Bereich liegen, sagte Erdogan in einer Rede vor Abgeordneten seiner regierenden AK-Partei.

Erdogan hatte Zentralbankchef Naci Agbal im März gefeuert, nachdem dieser kurz zuvor den Leitzins von 17 auf 19 Prozent erhöht hatte, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Es war das dritte Mal seit Mitte 2019, dass er den Notenbankchef entließ. Im vergangenen Monat lag die Teuerungsrate in der Türkei bei 16 Prozent. Derweil stürzt die türkische Währung ab.

Seit dem Abgang Agbals hat die Landeswährung Lira um etwa zwölf Prozent zum Dollar abgewertet. Das macht den Kampf gegen die Inflation schwieriger, ist die rohstoffarme Türkei doch auf viele Importe angewiesen. Durch die schwache Lira verteuern sich die Einfuhren, da viele Waren an den Weltmärkten in Devisen wie Dollar oder Euro bezahlt werden müssen.

Ein weiteres Problem: Türkische Unternehmen sind im Ausland stark verschuldet und haben Kredite in Fremdwährungen aufgenommen. Sie bekommen deshalb ein massives Problem: Sie erwirtschaften ihre Gewinne in immer schwächerer Lira und müssen damit Kredite in harten Devisen tilgen.

Das ebenso klassische wie wirksame Mittel, um Inflation und Währungsverfall zu bekämpfen, sind Zinserhöhungen. Denn höhere Zinsen wirken tendenziell preisdämpfend, weil sie Kredite verteuern. Zudem wird Sparen attraktiver. Das heißt: Unternehmen investieren weniger, Verbraucher konsumieren weniger. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Produkten - und das macht Preiserhöhungen schwieriger. Zudem machen höhere Zinsen es für Investoren attraktiver, Geld in der Türkei anzulegen. Das führt dazu, dass - wegen der höheren Nachfrage - der Kurs der Lira steigt. Und eine stärkere Währung wirkt wiederum inflationshemmend. Denn im Ausland gekaufte und in die Türkei eingeführte Güter werden damit billiger. Der Nachteil: Dadurch wird die Konjunktur gebremst - und das möchte Erdogan um jeden Preis verhindern. Denn mit einem kreditfinanzierten Wirtschaftsaufschwung sichert er sich seit vielen Jahren seine Popularität in weiten Teilen der Bevölkerung.

Er bezeichnet Zinsen zudem als "Mutter allen Übels" und behauptet entgegen der ökonomischen Lehre, dass hohe Zinsen für hohe Inflation sorgen - und niedrige Zinsen für niedrige Inflation.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 8,32

14:09 Uhr

Krypto-Firma erholt sich nach Shortseller-Attacke

Die ins Visier des Leerverkäufers Hindenburg geratenen Aktien des chinesischen Blockchain-Unternehmens Ebang ziehen im vorbörslichen US-Handel rund sechs Prozent an. Die an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Firma wies die Vorwürfe des Shortsellers zurück und teilte mit, der vorgelegte Bericht enthalte viele Fehler sowie Spekulationen.

Ebang
Ebang 4,25

Ebang war gestern 13 Prozent eingebrochen, nachdem der Leerverkäufer mitgeteilt hatte, auf den Absturz der Aktie des Krypto-Miners zu wetten. Hindenburg wirft Ebang vor, einen Großteil der erzielten Kapitalerlöse durch "eine Reihe undurchsichtiger Geschäfte mit Insidern und fragwürdigen Kontrahenten" aus dem Unternehmen abgezogen zu haben. Zudem sei die Aussage, ein führender Bitcoin-Mining-Maschinenhersteller zu sein, nicht durch Beweise gestützt.

Leerverkäufer wie Hindenburg leihen sich Aktien und verkaufen diese. Sie setzen darauf, dass sie sich bis zum Rückgabe-Termin billiger mit den Papieren eindecken können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

13:02 Uhr

Ungarn hortet Gold

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REUTERS

Ungarn setzt auf Gold. Die Goldreserven haben sich auf 94,5 Tonnen verdreifacht, wie die Notenbank mitteilte. Das sei der höchste Stand seit Jahrzehnten. Ziel sei es, die Wirtschaft inmitten der Corona-Pandemie, steigenden Inflationsrisiken und wachsenden Schulden zu stabilisieren. "Das Auftreten globaler Spitzen bei der Staatsverschuldung oder Inflationssorgen erhöht die Bedeutung von Gold in der nationalen Strategie als sicherer Hafen und als Wertaufbewahrungsmittel", hieß es.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.784,20

Analysten von Geschäftsbanken halten die Strategie für nachvollziehbar. Sie "ergibt Sinn als ein Schritt zur Diversifizierung der Reserven", sagte K&H Bank-Experte David Nemeth. "Ich kann mir auch vorstellen, dass die Notenbank einen Anstieg der internationalen Bondrenditen erwartet, was den Wert des Anleiheportfolios der Bank beeinträchtigen könnte."

Erst im März hatte die polnische Notenbank verkündet, verstärkt auf das Edelmetall zu setzen. Die Goldvorräte sollen demnach in den kommenden Jahren um weitere 100 Tonnen aufgestockt werden. Das sei unter anderem wichtig für die "internationale Wahrnehmung" des Landes und "seiner wirtschaftlichen Stärke", hieß es.

12:41 Uhr

Auto1-Gründer verkaufen Millionen Aktien

Die beiden Gründer des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto 1, Christian Bertermann und Hakan Koc, verkaufen einen Teil ihrer Aktien für jeweils 45,75 Euro. Damit erlösen sie insgesamt 103 Millionen Euro, wie die Bank Goldman Sachs mitteilte, die die im März angekündigte Transaktion organisiert hat.

Mit dem Erlös wollen die Gründer Steuerverpflichtungen begleichen. Insgesamt trennten sie sich von gut 2,2 Millionen Aktien. Auto1 hatte sein Börsendebüt in Frankfurt im Februar mit einem Ausgabepreis von 38 Euro je Aktie gefeiert. Derzeit notieren die Titel bei 47,80 Euro.

Auto1
Auto1 45,85

12:17 Uhr

Hedgefonds sorgt bei Immobilienfinanzierer für dicke Luft 

Nach der Aufstockung seiner Beteiligung an der Aareal Bank verschärft der Hedgefonds Petrus Advisers abermals den Druck auf den Immobilienfinanzierer.

Aareal Bank
Aareal Bank 23,10

Petrus-Partner Till Hufna­gel kritisierte die Chefkontrolleurin der Aareal Bank, Marija Korsch, in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" scharf: "Wir denken, dass der Aufsichts­rats­vor­sit­zen­de ein Team­play­er sein sollte, der mit den ande­ren Gremi­ums­mit­glie­dern und den wich­ti­gen Inves­to­ren zusam­men­ar­bei­tet", sagte Hufnagel. "Das sehen wir bei Frau Korsch eher nicht." Man habe daher drei neue Mitglieder für das Gremium vorgeschlagen, die geeignet seien, die weitere Strategie voranzutreiben.

Vor einer Woche hatte die Aareal Bank mitgeteilt, dass der Finanzinvestor Petrus Advisers seinen Anteil an der im SDax notierten Bank auf 9,8 Prozent erhöht habe und eine Neubesetzung von drei der acht Sitze im Aufsichtsrat fordere - darunter auch des Vorsitzes. Bereits Ende November hatte der Hedgefonds den Ton im Streit mit der Aareal Bank verschärft: In einem Brief, der Reuters vorlag, griff damals Petrus-Advisers-Chef Klaus Umek Chefkontrolleurin Korsch an und verlangte ihren Rücktritt.

Der Finanzinvestor mit Sitz in London dringt auch auf eine Verkleinerung des Vorstands auf drei bis vier Mitglieder; derzeit sind es sechs. Für den erkrankten Vorstandschef Hermann Merkens solle das Institut einen geeigneten Nachfolger finden. Dazu sagte Petrus-Advisers-Partner Hufnagel der Zeitung: "Frau Korsch hält an Merkens fest, obwohl unklar, ist ob und wann er zurückkehrt. In der Nachfolgesuche setzt sie keine eigenen Akzente."

Merkens hatte sich Anfang November krankheitsbedingt zunächst für drei bis vier Monate zurückgezogen. Am 12. März teilte die Aareal Bank mit, dass Merkens länger ausfalle und nicht absehbar sei, "ob und wann" er seine Aufgaben wieder aufnehmen könne. Von der Aareal Bank war zunächst keine Stellungnahme zu Hufnagels jüngsten Äußerungen zu bekommen.

11:50 Uhr

Für Daimler läuft es in China - in Deutschland eher nicht

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imago images/VCG


Daimler hat im ersten Quartal gut ein Fünftel mehr Autos verkauft als vor Jahresfrist. Der Absatz von Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und Smart schnellte um 22,3 Prozent auf 590.999 hoch, wie das Unternehmen mitteilte. Besonders gut sei das Geschäft auf dem wichtigen Markt China gelaufen: Dort verkaufte Mercedes-Benz mit 222.520 Autos gut 60 Prozent mehr als vor einem Jahr und so viele wie nie zuvor. Doch auch in Europa und in Nordamerika seien trotz des Corona-Lockdowns mehr Autos verkauft worden. Abwärts ging es dagegen auf dem Heimatmarkt: In Deutschland sank der Absatz um 15,4 Prozent auf 54.446 Fahrzeuge.

Der Chipmangel drückt dabei auf die Geschäfte des Autobauers und habe sich auf die Auslieferungen im ersten Quartal ausgewirkt. Auch im zweiten Quartal sei mit Auswirkungen des Engpasses zu rechnen, so Daimler.

Daimler
Daimler 73,64

11:23 Uhr

Rubel fällt deutlich zurück

Die gestern begonnene Abwärtsbewegung des Rubel geht weiter. Hintergrund ist der Anstieg der Inflationsrate in Russland im März um - auf das Jahr hochgerechnet - 5,8 Prozent auf das höchste Niveau seit über vier Jahren. Aktuell büßt der Rubel 0,8 Prozent ein auf 77,7580 je Dollar, zum Rubel-Hoch gestern beträgt der Rückgang über 1,6 Prozent.

Die Unicredit rechnet beim Rubel angesichts der geopolitischen Spannungen zunächst mit einem weiteren Rücksetzer, bevor es zu einer Erholung kommen dürfte. Die wieder zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine bergen das Risiko neuer Sanktionen gegen Moskau, wie es hieß.

Rubel / US-Dollar
Rubel / US-Dollar ,01

10:46 Uhr

Gerät Deutschland in Sog der türkischen Währungskrise?

Die anziehende Inflation in der Türkei setzt der Währung des Landes zu, die Preissteigerung liegt derzeit bei 16 Prozent und damit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Absturz der Lira ist für die Türkei ein großes Problem: Denn da sich Unternehmen und Regierung in Fremdwährungskrediten verschuldet haben, wird es teurer, die Darlehen zu bedienen.

10:23 Uhr

Deutsche Dienstleister wachsen wieder

Die deutschen Dienstleister sind im März erstmals seit einem halben Jahr wieder gewachsen. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 5,8 auf 51,5 Punkte, wie das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Ab 50 signalisiert das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer ein Wachstum.

"Ursächlich waren die ersten Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen und die zurückgekehrte Zuversicht der Kundschaft", sagt Markit-Ökonom Phil Smith. "Die Hoffnung, dass der Impffortschritt die Aufhebung weiterer Restriktionen zulässt, ließ die Geschäftsaussichten derweil auf ein Drei-Jahres-Hoch klettern."

Auch in der Euro-Zone gewannen die Dienstleister im März wieder an Schwung. Hier kletterte das Barometer um 3,9 auf 49,6 Punkte.

10:01 Uhr

Öl wird teurer

Die Ölpreise sind gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 62,94 US-Dollar. Das sind 20 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 19 Cent auf 59,52 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,60

Am Markt wird auf Fortschritte bei den Corona-Impfungen und damit verbundenen Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung mit höherer Nachfrage nach Rohstoffen verwiesen. US-Präsident Joe Biden hatte von "unglaublichen Fortschritten" bei der Impfkampagne gesprochen. In den USA sollen alle Erwachsenen in weniger als zwei Wochen einen Termin für eine Impfung vereinbaren können.

Außerdem werden die Ölpreise durch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA gestützt. Am Abend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl um 2,6 Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Ölreserven stützen in der Regel die Ölpreise.

09:40 Uhr

Dax bleibt auf Rekordkurs 

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picture alliance/dpa

Nach den Rekorden gestern warten die Anleger am deutschen Aktienmarkt heute erst einmal ab. Der Dax legt minimal auf 15.221 Punkte zu. Für den MDax der mittelgroßen Werte geht es um 0,2 Prozent auf 32.550 Punkte hoch.

Gestern war der Dax, getrieben von starken US-Wirtschaftsdaten, erstmals über die Marke von 15.300 Punkten geklettert. Heute nun wird sich das Interesse der Investoren nach dem europäischen Handelsschluss auf das Protokoll der US-Notenbank-Sitzung von Mitte März richten. Erhofft werden mehr Erkenntnisse zu den recht lockeren geldpolitischen Signalen der Notenbanker. Denn diese stehen ein Stück weit im Kontrast zu den guten Konjunkturperspektiven, die eigentlich eine etwas straffere Geldpolitik erwarten ließen.

Dax
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09:05 Uhr

EU bei Impfstoff-Hoffnung zögerlich - Briten preschen vor

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Der britische Premier Boris Johnson besucht Valneva im schottischen Livingston.

AP

Großbritannien ist der Europäischen Union bei der Bestellung des Impfstoffes des französischen Biotech-Unternehmens Valneva voraus. "Die Briten waren mit Abstand die Schnellsten, die das Ganze in Verträge gießen", sagte Valneva-Chef Thomas Lingelbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Valneva
Valneva 11,92

Valneva sei zuerst auf die Briten zugegangen, weil die Produktionsstätte im schottischen Livingston stehe und dies ein wichtiger Aspekt sei. "Wir reden hier über Risi­ko­ka­pi­tal, und es ist einfa­cher zu sagen, dass briti­sche Steu­er­gel­der nach Großbri­tan­ni­en gehen."

Der Valneva-Chef rechnet damit, dass sein Produkt im Herbst auf den Markt kommt. Die EU habe bislang nur Vorverträge abgeschlossen, aber keine festen Bestellungen. Der angestrebte Vertrag sieht dem Bericht zufolge vor, dass die EU-Mitglieder zusammen 30 Millionen Dosen erwerben, die um weitere 30 Millionen aufgestockt werden könnten. Die Briten haben sich bei Valneva bis 2025 bis zu 190 Millionen Dosen gesichert.

Valneva hatte gestern bekanntgegeben, angesichts ermutigender Testergebnisse des Coronavirus-Impfstoffs in den ersten beiden klinischen Phasen, die Studien der Phase III in diesem Monat zu beginnen.

08:49 Uhr

Volvo: Werden ab 2025 Geld mit Elektroautos verdienen

Volvo legt sich fest: Er rechne damit, dass bis 2025 in etwa das gleiche Kostenniveau bei den Stromern erreicht sei wie bei Verbrennern mit Abgasreinigung, sagte Volvo-Chef Hakan Samuelsson dem "Handelsblatt". Das heiße, dass die Profitabilität eines Elektroautos zunehmend besser sein werde als die eines Benziners. "Wir werden deshalb mit Elektroautos Geld verdienen", sagte Samuelsson. "Elektroautos werden aber in Zukunft tendenziell mehr kosten als ein klassischer Verbrenner."

Für Wasserstoffautos sieht der Volvo-Chef dagegen keine Zukunft. Der Wirkungsgrad von batterieelektrischen Antrieben sei einfach besser, sagte Samuelsson. Die Schweden haben das Ende für den Verbrennermotor angekündigt und wollen ab 2030 nur noch Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb verkaufen. Damit reiht sich der zur chinesischen Geely-Gruppe gehörende schwedische Autobauer in die wachsende Zahl von Herstellern ein, die wegen schärferer Klimavorgaben den Ausstieg aus herkömmlichen Benzin- oder Diesel-Motoren forcieren.

08:29 Uhr

Hier greifen Anleger schon vor Börsenstart zu!

Der Turbinenbauer Nordex legt im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz zwei Prozent zu. Der Konzern teilte mit, Aufträge vom Windparkentwickler Energiequelle für zwei Windparks in Finnland mit insgesamt 68 Megawatt erhalten zu haben.

Auch bei Shop Apotheke tut sich was am frühen Morgen: Nach vorläufigen Umsatzzahlen zum ersten Quartal ziehen die Aktien im Frankfurter Frühhandel 2,7 Prozent an. Die Online-Apotheke habe die Erlöse stärker gesteigert als erwartet, sagteein Händler.

08:16 Uhr

Trotz Chipmangels: Samsung rechnet mit 44 Prozent mehr Gewinn

Der Elektronikkonzern Samsung erwartet im ersten Quartal einen kräftigen Anstieg des operativen Gewinns um 44 Prozent. Das ist weit mehr als am Markt angesichts der weltweiten Knappheit von Halbleitern und der Schließung einiger Chipfabriken in den USA erwartet wurde.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 82.600,00

Der weltgrößte Hersteller von Smartphones und Speicherchips prognostiziert für die ersten drei Monate des Jahres einen operativen Gewinn von 9,3 Billionen südkoreanischen Won (ca. 7 Milliarden Euro), nach 6,5 Billionen Won im Vorjahreszeitraum. Den Umsatz sieht die Samsung Electronics Co. bei 65 Billionen Won, ein Plus von 17 Prozent. Analysten hatten laut Daten von S&P Global Market Intelligence mit einem operativen Gewinn von 9,1 Billionen Won und einem Umsatz bei 61,4 Billionen Won gerechnet.

Samsung gilt als Barometer für die Technologiewelt, da der Konzern wichtige Elektronikprodukte herstellt und Wettbewerber wie Apple und Huawei mit Komponenten beliefert.

08:01 Uhr

(Ausgerechnet) Jeff Bezos plädiert für höhere Unternehmenssteuer

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steht seit langem wegen Steuervermeidung in der Kritik, jetzt spricht sich ausgerechnet Konzernchef Jeff Bezos für höhere Abgaben aus.

"Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes", erklärte Bezos in einer im Firmenblog von Amazon veröffentlichten Stellungnahme. Der Multimilliardär ermutigte Kongress und Regierung zu einer "richtigen, ausgewogenen Lösung, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA aufrechterhält oder erweitert".

Die Aussagen von Bezos erfolgen vor dem Hintergrund eines billionenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramms, das US-Präsident Joe Biden plant, und das zum Teil durch stärkere Unternehmensbesteuerung finanziert werden soll. Die Debatte um höhere Abgaben an den Fiskus war durch US-Finanzministerin Janet Yellen weiter angefacht worden, die einen globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen forderte. Der Vorschlag dürfte auch bei der Videokonferenz der G20-Finanzminister ein Thema sein.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

07:49 Uhr

Dax nach Rekordhoch niedriger erwartet

Banker und Broker rechnen heute mit einem niedrigeren Start. Nach dem verlängerten Osterwochenende war der Dax am Dienstag um bis zu 1,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 15.311,86 Punkten geklettert.

Dax
Dax 15.320,52

Starke Wirtschaftsdaten aus den USA ließen Investoren auf eine rasche Konjunkturerholung nach der Corona-Pandemie setzen. Auch der Internationale Währungsfonds traut der Weltwirtschaft eine kräftige Erholung zu und hob seine entsprechenden Schätzungen für 2021 und 2022 deshalb deutlich an.

"Damit befinden wir uns weiterhin in einem sehr günstigen Umfeld für Aktien", sagt Konstantin Oldenburger, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. "Die koordinierte Anstrengung von allen großen Zentralbanken, die Zinsen solange unten zu halten, bis die Wirtschaft starke Anzeichen einer Erholung von der Pandemie zeigt, erzeugt die beste aller Börsenwelten."

Mit Spannung erwarten Anleger, dass die US-Notenbank im Tagesverlauf die Protokolle ihrer letzten geldpolitischen Sitzung veröffentlichen wird. Experten gehen davon aus, dass darin die Haltung bekräftigt wird, an den Leitzinsen auf absehbare Zeit nicht zu rütteln, weil die erwartete Inflation nur vorübergehend sein werde. Auf der konjunkturpolitischen Agenda stehen zudem die Einkaufsmanager-Indizes für Deutschland an. Relevante neue Firmenbilanzen stehen nicht auf dem Programm.

Und hier die Vorgabe der Wall Street:

07:23 Uhr

Insider: Morgan Stanley verkaufte kurz vor Archegos-Kollaps dickes Aktienpaket

Morgan Stanley hat einem Medienbericht zufolge noch in der Nacht vor dem Zusammenbruch von Archegos Capital Aktien des Hedgefonds im Volumen von fünf Milliarden Dollar verkauft.

Morgan Stanley
Morgan Stanley 78,29

Die US-Großbank habe die Anteile mit einem Abschlag angeboten und den Käufern - anderen Hedgefonds - erklärt, der Kauf könne helfen, den Zusammenbruch eines ungenannten Kunden abzuwenden, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf mit den Geschäften vertrauten Personen. Archegos habe dem Schritt zugestimmt. Eine Stellungnahme von Morgan Stanley lag zunächst nicht vor.

Das US-Institut hatte wie die Rivalen Goldman Sachs und Deutsche Bank beim Archegos-Zusammenbruch vergleichsweise früh Wertpapiere im großen Stil abgestoßen. Als sich später Credit Suisse und Nomura zu dem Schritt entschlossen, waren die Aktien bereits zu weit gefallen, um größere Verluste abzuwenden.

Erfahren Sie hier mehr über den schillernden Fonds-Betreiber Bill Hwang. Der fromme Christ und aggressive Investor hat Banken mit riskanten Wetten Milliardenverluste zugefügt:

07:11 Uhr

Hongkong nach verlängerter Feiertagspause leichter

Moderate Einbußen an den chinesischen Börsen und kleine Aufschläge an den anderen Plätzen prägen das Bild am Mittwoch an den Aktienmärkten in Ostasien. Die Vorgaben aus den USA geben wenig her, Dow & Co hatten nach den jüngsten Gewinnen leicht nachgegeben.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Erstmals wieder gehandelt wird nach den Osterfeiertagen in Hongkong, wo der HSI um 0,7 Prozent nachgibt. Der Schanghai-Composite kommt ähnlich stark zurück. Die Analysten von Ping An Securities rechnen mit einer zunehmenden Volatiltät, sollte dem Markt Liquidität durch die chinesische Notenbank entzogen werden vor dem Hintergrund einer potenziell anziehenden Inflation und dadurch ausgelösten restriktiveren Geldpolitik.

In Tokio kann sich der Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 29.776 Punkte von seinem kräftigen Vortagesminus etwas erholen. Hier steht die Toshiba-Aktie im Fokus, weil der Finanzinvestor CVC Capital Partners Toshiba ein Übernahmeangebot gemacht hat. Weil es viel mehr Nachfrage als Angebot nach der Aktie gibt, konnte bislang noch kein Kurs festgestellt werden.

06:58 Uhr

Toshiba erhält Übernahmeangebot

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hat ein Übernahmeangebot der Private-Equity-Firma CVC Capital Partners erhalten. Die Toshiba Corp teilte mit, sie werde weitere Details zu dem Angebot einholen und es sorgfältig prüfen, und bestätigte damit einen Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei. Diese hatte berichtet, CVC wolle Toshiba für gut 20 Milliarden US-Dollar akquirieren und von der Börse nehmen.

Toshiba
Toshiba 33,07

Die Offerte von CVC kommt, nachdem einige der Toshiba-Aktionäre in den vergangenen Monaten die Corporate Governance des Konzerns in Frage gestellt haben. Im März stimmten die Aktionäre einem Antrag von Effissimo Capital Management zu. Der Großaktionär hatte vorgeschlagen, Ermittler zu bestellen, um zu untersuchen, ob die Aktionärsversammlung im vergangenen Jahr fair durchgeführt wurde.

06:04 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der April kann sich bisher sehen lassen: Zwei Handelstage, die mit Dax-Allzeithochs aufgewartet haben. Am Dienstag, zum Start in die verkürzte Handelswoche nach Ostern schraubte der deutsche Börsenleitindex den Rekord bis auf 15.312 Zähler nach oben - angetrieben von Nachholeffekten wegen der positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA und deutlichen Zugewinnen etwa beim Index-Schwergewicht SAP. Zur Wochenmitte könnte der Dax etwas konsolidieren, die 15.000er Marke dürfte aber nicht in Gefahr geraten. Vielmehr könnte bei positiven Kaufimpulsen auch wieder ein Angriff auf 15.300 Zähler denkbar sein.

In Europa sollten Anleger ein Auge auf frische Einkaufsmanagerdaten aus dem Dienstleistungsbereich richten. Italien, Frankreich und Deutschland veröffentlichen sie. Gleiches kommt aus der Eurozone und Großbritannien. In den USA wiederum steht die Handelsbilanz auf der Agenda und könnte am Nachmittag noch einmal einen Kursschub liefern. Auf der Unternehmensseite bleibt es dagegen ruhig.

Wie der Dax in die verkürzte Handelswoche gestartet ist und warum, lesen Sie hier.

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