Dienstag, 06. April 2021Der Börsen-tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:42 Uhr

Wall Street schenkt Dax nächstes Allzeithoch

Der erste Tag der verkürzten Handelswoche am deutschen Aktienmarkt kann sich sehen lassen: Der Dax springt erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 15.300 Punkten, markiert bei 15.312 Zählern einen Rekord. Im Anschluss bröckeln die Gewinne zwar wieder etwas ab. Aus dem Handel verabschiedet sich der deutsche Leitindex dennoch deutlich fester mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent und einem Stand von 15.213 Stellen.

Dax
Dax 15.320,52

"Der Dax wurde vom New Yorker Osterhasen auf Rekordkurs geschickt. Die Wall-Street-Gewinne über Ostern haben ihn beflügelt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta auf dem Frankfurter Parkett. Er warnt aber: "Kurse gehen nicht nur nach oben. Je weiter sie allerdings steigen, desto größer wird auch das Korrekturrisiko."

Bei den Dax-Einzelwerten ziehen SAP-Aktien mit einem Aufschlag von rund zwei Prozent in die Spitzengruppe. Ähnliche Gewinne verbuchen auch Adidas und BASF. VW verteuern sich fast drei Prozent. Auf der Verliererseite stehen dagegen Deutsche Telekom, deren Papiere mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden, sowie Siemens, die ebenfalls rund drei Prozent einbüßen. Delivery Hero verlieren knapp 1,5 Prozent.

Siemens
Siemens 142,46
SAP
SAP 120,70

 

17:02 Uhr

Air France-KLM drehen ins Plus

Air France-KLM holen die Abschläge auf und drehen ins Plus. Der Kurs steigt 2,3 Prozent. Zeitweise hatten sie mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung über zwei Prozent im Minus gelegen. Andererseits hellt sich das Umfeld laut Marktteilnehmern zunehmend auf. In den USA hat der Flugverkehr nun wieder fast zwei Drittel des Niveaus vom vergleichbaren Zeitraum in 2019 erreicht, damit setzt sich die Aufholjagd fort. In Europa notieren IAG knapp zwei Prozent fester, ebenso Lufthansa.

Lufthansa
Lufthansa 10,55
Air France-KLM
Air France-KLM 4,71

16:19 Uhr

Gewinnmitnahmen bremsen Wall Street

Nach den Rekordhochs zum Wochenanfang haben Anleger in den USA eine Verschnaufpause eingelegt und Gewinne mitgenommen. Der breit gefasste S&P-500-Index sowie der Dow Jones und die technologielastige Nasdaq geben im frühen Handel etwa 0,2 Prozent nach. In Anschluss drehte die Nasdaq leicht ins Plus.

S&P 500
S&P 500 4.136,50

Starke Arbeitsmarktzahlen vom Karfreitag hatten den S&P 500 und den Dow Jones zuvor auf Rekordhochs getrieben. "Die Gründe für den Optimismus sind, dass der Covid-Winter zu Ende geht und wir mit den Impfungen das Licht am Ende des Tunnels sehen können. Es scheint einen Frühling in der Wirtschaft zu geben", sagt Darren Schuringa vom Finanzdienstleister ASYMmetric ETFs in New York.

"Wir sind der Meinung, dass Anleger keine Angst haben sollten, in den Markt auf Allzeithochs einzusteigen", kommentiert Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management. Die am Freitag veröffentlichten US-Beschäftigtenzahlen zeigten, dass die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinne. Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht stiegen zudem die US-Dienstleistungsaktivitäten im März auf ein Rekordhoch. Auch Chinas Dienstleistungen gewannen mit dem stärksten Anstieg der Umsätze seit drei Monaten an Fahrt.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,62

Die positiven Wirtschaftsdaten hellen auch die Aussichten auf eine steigende Nachfrage nach Rohöl auf. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 1,7 Prozent auf 63,25 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für die die US-Sorte WTI verteuert sich um rund zwei Prozent auf 59,76 Dollar je Barrel. Die höheren Preise lässt Anleger bei Ölfirmen zugreifen. Exxon Mobil, Marathon Oil, Occidental Petroleum und Devon Energy klettern zwischen 1,2 und 3,1 Prozent.

ExxonMobil
ExxonMobil 46,12

 

15:49 Uhr

Britischer Autoabsatz steigt erstmals nach sechs Monaten

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Großbritannien ist im März zum ersten Mal seit August vergangenen Jahres wieder gestiegen. Laut Daten der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) wurden im März insgesamt 283.964 Pkw zugelassen, verglichen mit 254.684 im Jahr 2020. Der März ist üblicherweise ein starker Monat für Neuzulassungen. Im Schnitt wurden im März der Jahre 2010 bis 2019 450.189 Neufahrzeuge in Großbritannien zugelassen.

Für den Rest des Jahres müssten täglich 8300 neue Autos zugelassen werden, damit sich bis Ende Dezember wieder das Niveau von vor der Pandemie einstellt, erklärte die SMMT. "Das vergangene Jahr war das härteste in der modernen Geschichte", sagt Verbandsgeschäftsführer Mike Hawes.

15:13 Uhr

Profitiert der Rubel von weiteren Zinserhöhungen?

Die Devisenexperten der ING rechnen im laufenden Quartal mit einem fester gehenden Rubel, weil weitere Zinserhöhungen in Russland wahrscheinlich seien. Sollten die März-Inflationsdaten am Nachmittag einen beschleunigten Anstieg zeigen, würde das Aufwärtsdruck für das Basis-Szenario der ING von einer Zinserhöhung um je 25 Basispunkte im April und Juli bedeuten, so Analyst Petr Krpata. Die Anhebung des Leitzinses im vergangenen Monat um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent und die Verpflichtung der Notenbank, noch mehr zu tun, seien positiv für den Rubel, weil sie zum Teil das Risiko sich verschlechternder US-russischer Beziehungen ausglichen und einen Schutz des realen inflationsbereinigten Zinssatzes bedeuteten. Die ING sieht den Rubel im laufenden Quartal bei 73 je Dollar, verglichen mit aktuellen Notierungen um 76,40.

14:44 Uhr

Steigende Inflation: Türkische Lira im Abwärtssog

Die anziehende Inflation in der Türkei setzt der Währung des Landes zu. Im Gegenzug verteuern sich Dollar und Euro um jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 8,1625 beziehungsweise 9,6386 Lira. Den Daten zufolge lag die Teuerung im März bei über 16 Prozent, dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Obwohl der neue Zentralbankchef die von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geforderten Zinssenkungen als nicht selbstverständlich bezeichnet habe, sei keine Erholung der Lira zu erwarten, sagt Analyst Commerzbank-Analyst Tatha Ghose. Sollte er sich Erdogan widersetzen, sei seine baldige Absetzung wahrscheinlich.

Euro / Türkische Lira
Euro / Türkische Lira 10,00
Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,10

 

14:20 Uhr

Konsolidierungsrisiken im Dax nehmen zu

Die Rekordjagd im DAX will kein Ende nehmen. Bei 15.312 Punkten hat der deutsche Leitindex Dax nach der langen Osterpause ein neues Allzeithoch markiert. Mit der in der Zwischenzeit klar überkauften Lage steigen Marktteilnehmern zufolge allerdings die Konsolidierungsrisiken. Eine Korrektur dürfte aber gut zu verkraften sein. Der übergeordnete Aufwärtstrend im Dax ist intakt, und an den US-Börsen spricht derzeit Wenig für eine schärfere Konsolidierung.

Die Frage, die die Anleger derzeit am meisten beschäftigt: Gelingt dem Dax ein nachhaltiger Sprung über die Marke von 15.000 Punkten. Dazu benötigt es laut gängiger Regel, so Analysten der HSBC, einen Schlusskurs mit mindestens drei Prozent Abstand - also ab 15.450 Zähler - oder drei aufeinanderfolgende Schlusskurse über 15.000 Punkten. So ganz will die HSBC aber weder an das eine noch an das andere Szenario glauben, denn angesichts der starken Überhitzung des Index spreche doch einiges für eine Konsolidierung.

Ein guter Indikator dafür sei der Double-Smoothed-Stochastics-Oszillator, so die HSBC-Experten. Dieser habe auf Wochenbasis mit gut 99 den höchsten Wert seit Mai 2019 erreicht. Damals konsolidierte der Index anschließend um sieben Prozent. Vergleichbar sehe die Situation auf Monatsbasis aus. Ein Wert über 99 wurde zuletzt im April 2011 gesehen. "Über kurz oder lang scheint ein Test der steigenden Doppel-Unterstützung aus gut einjähriger Aufwärtstrendlinie und 55-Tage-Linie, derzeit im 14.200er-Bereich, möglich", heißt es daher warnend von der HSBC.

Dax
Dax 15.320,52

14:01 Uhr

BP senkt Schulden: Aktienkurs springt an

Für die Aktien von BP geht es mehr als zwei Prozent nach oben. Positiv zu werten ist, dass der britische Ölkonzern seine Verschuldung im ersten Quartal auf 35 Milliarden US-Dollar gedrückt und damit sein Ziel für diese Kennziffer erreicht hat. Gelungen sei dies dank schnellerer Verkäufe von Unternehmensteilen als erwartet. BP hatte sich verpflichtet, mindestens 60 Prozent des überschüssigen Cashflows in Form von Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückzugeben, sobald die Nettoverschuldung die 35-Milliarden-Dollar-Grenze unter Voraussetzungen erreicht habe.

Damit ist für die Analysten von Berenberg der Weg für Aktienrückkäufe ab dem zweiten Quartal frei. Obwohl die Höhe der Rückkäufe von den Nettoveräußerungen und der zugrundeliegenden Generierung von freiem Cashflow abhänge, schätzen sie, dass das Unternehmen bei einem Ölpreis von 60 Dollar je Barrel jährlich Aktien im Wert von etwa 2 bis 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufe. Das entspreche etwa 2,5 bis 3 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung, und dies zusätzlich zur Dividendenrendite von 5,5 Prozent.

BP
BP 295,00

13:41 Uhr

Verbraucherstimmung hellt sich im April weiter auf

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Sie erreiche inzwischen fast das Niveau von vor einem Jahr, als die Pandemie ihren Anfang nahm, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) zu der Befragung von 2000 Konsumenten mitteilt. "Noch deutlicher als im Vormonat ist somit eine Entkopplung der Verbraucherstimmung vom Infektionsgeschehen zu beobachten", hieß es.

Zurückzuführen sei die Stimmungsaufhellung insbesondere auf die zunehmende Anschaffungsneigung. Obwohl noch keine Aussicht auf wieder zurückkehrende Konsummöglichkeiten bestehe, scheine das Bedürfnis danach sehr ausgeprägt zu sein. Gleichzeitig ging die Sparneigung minimal zurück.

"Die finanziellen Mittel sind durch den lockdownbedingten Konsumverzicht der vergangenen Monate vorhanden", betont der HDE. "Zu erwarten ist ein kräftiges Wachstum des privaten Konsums, das allerdings erst gegen Ende des zweiten oder zum dritten Quartal einsetzen wird." In welchem Maße davon der Einzelhandel profitieren werde, bleibe abzuwarten.

12:53 Uhr

Angebotsengpass treibt Kupferpreis

Eine drohende weitere Verknappung des Kupfer-Angebots treibt den Preis für das Industriemetall. Es verteuert sich um 3,6 Prozent auf 9104 Dollar je Tonne. Wegen steigender Coronavirus-Fallzahlen hat das wichtige Exportland Chile seine Grenzen vorübergehend geschlossen. Das sei ein weiteres Problem für den bereits angespannten Markt, kommentieren die Analysten der ANZ Bank.

12:35 Uhr

Rekordjagd oder Verschnaufpause an der Wall Street?

Nach der Rekordjagd zu Wochenbeginn dürfte die Wall Street am Dienstag eine Verschnaufpause einlegen. Starke Konjunkturdaten, darunter ein deutlich besserer US-Arbeitsmarktbericht für den März, hatten den Dow-Jones-Index und den S&P-500 am Montag auf neue Rekordstände geführt. Der Future auf den S&P-500 gibt aktuell um 0,2 Prozent nach, der Terminkontrakt des Nasdaq-Composite verliert ebenfalls 0,2 Prozent.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.818,41

"Es sieht so aus, als ob die US-Wirtschaft gerade auf das Gaspedal getreten ist", sagt Brian O'Reilly, Leiter Marktstrategie bei Mediolanum International Funds. Die jüngste Rally sei breit angelegt und konzentriere sich nicht alleine auf die konjunktursensiblen Sektoren, die im Jahr 2020 am meisten unter der Pandemie gelitten hätten, fügt er hinzu. Wichtige Konjunkturdaten, die die jüngste positive Entwicklung untermauern könnten, stehen am Dienstag nicht auf der Agenda.

"Das Hauptrisiko ist immer noch eine Umkehr der Fed-Sprache", ergänzt O'Reilly. Diese hatte zuletzt immer wieder betont, an der ultralockeren Geldpolitik festzuhalten. Zudem müsse man auch ein Auge auf den Anstieg der Covid-19-Fälle in den USA haben, so der Teilnehmer. Der Sieben-Tage-Durchschnitt liegt laut einer Analyse des Wall Street Journal über dem 14-Tage-Durchschnitt, was darauf hindeute, dass die Neuinfektionen zunähmen.

Unternehmensmeldungen sind dagegen dünn gesät. Mit einem deutlichen Plus dürften die Titel von Seaspine Holdings in den Handel starten. Der Medizintechnologieexperte hat den Ausblick für das erste Quartal angehoben.

11:56 Uhr

Air France-KLM erhält frisches Geld

Air France-KLM will das Kapital um bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Dies teilte die Holdinggesellschaft der französischen Fluglinie Air France mit, nachdem die EU-Kommission die Beihilfe von bis zu vier Milliarden Euro durch den französischen Staat genehmigt hat. Wie Air France-KLM weiter mitteilt, hinterließ die Corona-Pandemie deutliche Spuren im ersten Quartal - es werde ein operativer Verlust erwartet. Die Aktien verlieren knapp ein Prozent.

Frankreich wird sich an der Kapitalerhöhung beteiligen, obwohl sich das Land verpflichtet hat, seinen Anteil an Air France-KLM unter 30 Prozent zu halten. Derzeit hält Frankreich 14,3 Prozent. Die Fluggesellschaft China Eastern Airlines will sich ebenfalls beteiligen, aber ihren Anteil unter 10 Prozent halten. Die Niederlande, die derzeit mit 14 Prozent an Air France-KLM beteiligt sind, wollen jedoch nicht an der Kapitalerhöhung partizipieren.

Zu den Rekapitalisierungsmaßnahmen gehört auch die Umwandlung des französischen Staatskredits in Höhe von 3 Milliarden Euro in eine unbefristete Hybridanleihe.

Air France-KLM
Air France-KLM 4,71

11:00 Uhr

Corona-Impfstoff: Positive Tests treiben Valneva

Ermutigende Testergebnisse eines Coronavirus-Impfstoffs geben Valneva-Aktien Auftrieb. Die Papiere der Pharmafirma steigen in Paris zeitweise mehr als acht Prozent auf 11,60 Euro. Das Unternehmen will den Angaben zufolge im Herbst die Zulassung des Impfstoffs in Großbritannien beantragen.

10:43 Uhr

Credit Suisse erleidet Milliarden-Schaden - Top-Banker müssen gehen

Der Zusammenbruch der US-Firma Archegos Capital kommt die Credit Suisse teuer zu stehen. Die Schweizer Großbank verbucht in dem Zusammenhang eine Belastung von 4,4 Milliarden Franken (3,9 Milliarden Euro).

Für das erste Quartal stellte das Institut einen Vorsteuer-Verlust von rund 900 Millionen Franken in Aussicht. Das Institut setze das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von mindestens einer Milliarde Franken aus und kürze die für 2020 geplante Dividende, hieß es weiter. Risiko-Chefin Lara Warner und Investmentbanking-Chef Brian Chin verlassen das Institut.

Die Hintergründe zu dem Zusammenbruch von Archegos lesen Sie hier.

10:20 Uhr

Öl wird teurer - Iran im Fokus 

Die Ölpreise sind gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,54 US-Dollar und damit mehr als 39 Cent als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 45 Cent auf 59,10 Dollar.

Marktbeobachter sprechen von einer leichten Gegenreaktion. Gestern waren die Ölpreise noch stark gefallen, nachdem die Hoffnung auf Fortschritte bei der Rettung des Atomabkommens mit dem Iran die Spekulation auf stärkere Ölexperte des Opec-Landes schürte.

Am Ölmarkt stehen auch heute die Gespräche über das Atomabkommen mit dem Iran im Mittelpunkt des Interesses. In Wien treffen sich unter Führung der EU Spitzendiplomaten der fünf verbliebenen Partner der Vereinbarung mit der Islamischen Republik. Zwar sitzen die USA nicht direkt mit am Tisch, allerdings werden sie nach bisherigen Plänen unmittelbar über den Verlauf der Gespräche informiert. Es geht zunächst darum, für die nächsten Wochen einen Fahrplan für Arbeitsgespräche von Experten zu technischen Details festzulegen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,57

09:37 Uhr

Deal mit Google-Mutter Alphabet: SAP-Kurs springt nach oben

"SAP ziehen den Dax nach oben", sagt ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Die Titel von Europas größtem Softwarekonzern legen deutlich zu, notieren rund zwei Prozent im Plus bei etwa 108,40 Euro. Der Grund für diesen Aufschlag sind Medienberichte, dass die Google-Mutter Alphabet bei seiner Finanz-Software vom US-Anbieter und SAP-Wettbewerber Oracle zu den Walldorfern zu wechseln beabsichtige.

SAP
SAP 120,70

09:05 Uhr

Dax startet rund 180 Punkte fester: Allzeithoch

Aus der Karwoche verabschiedet sich der Dax mit einem Rekord, zum Start in die verkürzte Handelswoche nach Ostern setzt der deutsche Börsenleitindex seine Rekord-Rally fort: Zu Handelsbeginn notiert der Dax 1,2 Prozent im Plus bei einem Allzeithoch von 15.291 Punkten. Am Gründonnerstag hatte der Dax mit 15.107 Zählern fast 100 Punkte oder 0,7 Prozent im Plus geschlossen, die Wall Street hatte am Montag wiederum mit deutlichen Aufschlägen aufgewartet.

"Rekorde, Rekorde, Rekorde: Der Dax startet deutlich stärker in den Handel", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Das Schwergewicht SAP schiebt an und auch die US-Arbeitsmarktdaten wirken nach dem Osterwochenende noch nach", erläutert Meyer. "Charttechnisch läuft es auch."

08:27 Uhr

Amazon entschuldigt sich für "Pinkeln in Flaschen"-Tweet

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon hat sich nach einer Twitter-Auseinandersetzung darüber, wo und wie Beschäftigte ihre Notdurft verrichten, bei einem US-Abgeordneten entschuldigt. Der Konzern von Multimilliardär Jeff Bezos räumte ein, dass Lieferfahrer mitunter keine Toiletten fänden und bestätigte somit Berichte, wonach Mitarbeiter unter hohem Zeitdruck im stressigen Arbeitsalltag in Flaschen urinieren. Dass dies zunächst über einen offiziellen Twitter-Account von Amazon abgestritten wurde, sei ein "Eigentor" gewesen.

Amazon
Amazon 2.796,00

Der Konflikt hatte vorletzte Woche mit einem kritischen Tweet des Abgeordneten Marc Pocan von der demokratischen Partei begonnen: "Mitarbeitern 15 Dollar Stundenlohn zu zahlen, macht einen nicht zu einem "fortschrittlichen Arbeitsplatz", wenn man gegen Gewerkschaften vorgeht und Beschäftigte in Wasserflaschen urinieren". Amazon hatte zunächst in ungewöhnlich scharfem Ton bei Twitter gekontert: "Sie glauben nicht wirklich die Sache mit dem Pinkeln in Flaschen?". Und weiter: "Wenn das wahr wäre, würde niemand für uns arbeiten."

Nun zeigte sich der Bezos-Konzern einsichtig: "Wir entschuldigen uns beim Abgeordneten Pocan". Eine Entschuldigung an die betroffenen Mitarbeiter enthält das Statement nicht, allerdings kündigte Amazon an, das Problem in Angriff nehmen zu wollen. "Wir wissen bislang noch nicht wie, aber wir werden nach Lösungen suchen."

08:10 Uhr

BVB-Aktien stürzen ab

Die 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt drückt Borussia Dortmund (BVB) ans Ende des SDax. Die Aktien des Fußball-Bundesligisten fallen vorbörslich um 6,5 Prozent. Mit der Schlappe sinken die Chancen der Dortmunder für einen direkten Einzug in die Champions League.

BVB
BVB 5,67

07:49 Uhr

Dax-Party geht weiter 

Nach dem verlängerten Osterwochenende wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Gründonnerstag hatte der Leitindex 0,7 Prozent im Plus bei 15.107 Punkten geschlossen.

Börsianer sind unter anderem mit der Nachlese der US-Arbeitsmarktdaten beschäftigt, die am Karfreitag veröffentlicht worden waren. Im März wurden den Angaben zufolge außerhalb der US-Landwirtschaft geschaffen, rund drei Mal so viel im Vormonat. Analysten hatten mit 647.000 neuen Jobs gerechnet.

Ansonsten halten die üblichen Dauerbrenner-Themen die Investoren auf Trab: Die Entwicklung der Massen-Impfungen und die geplanten zusätzlichen Konjunkturprogramme in den USA, die den Dax in der vergangenen Woche erstmals über die Marke von 15.000 Punkten gehievt hatten. Relevante neue Konjunkturdaten oder Firmenbilanzen stehen heute nicht auf dem Programm.

Deutsche Telekom und Beiersdorf werden mit Dividendenabschlag gehandelt.

Dax
Dax 15.320,52

07:37 Uhr

In Asien überwiegen Kursverluste

An den ostasiatischen Börsen dominieren die Minuszeichen. In Shanghai, wo das Geschäft gestern noch geruht hatte, geht es um 0,3 Prozent nach unten. In Tokio, wo es am Ostermontag kräftig nach oben gegangen war, gibt der Nikkei-Index nach Anfangsgewinnen mit 1,1 Prozent einen Großteil der Gewinne wieder ab, gebremst zum Teil vom etwas festeren Yen. Teilnehmer sprechen aber auch von Gewinnmitnahmen.

In Seoul ist die Tendenz knapp behauptet. Auch dort hatte der Index gestern deutlich zugelegt, getrieben von Konjunkturzuversicht, für die wiederum der starke US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag gesorgt hatte. "Insgesamt ist das gut für die Weltwirtschaft und deshalb ist das eine Rechtfertigung, Aktien im Allgemeinen zu kaufen", sagt Kyle Rodda, Marktanalyst beim Broker IG in Melbourne.

Unter den Einzelwerten geht es in Seoul für LG Electronics um über 4 Prozent nach oben. Die Aktie macht damit Verluste von gestern wieder wett. Das Unternehmen hatte am Wochenende mitgeteilt, noch in diesem Jahr die verlustbringende Smartphone-Sparte aufzugeben.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

07:23 Uhr

Goldman Sachs nähert sich in London der Nach-Corona-Zeit

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imago/PA Images

Einem Bericht zufolge sollen Hunderte Mitarbeiter der US-Investmentbank Goldman Sachs noch in dieser Woche in das Londoner Büro zurückkehren dürfen. Das Unternehmen strebe an, normale Arbeitsbedingungen wieder herstellen zu wollen, so der "Guardian". Etwa 200 der insgesamt 6000 Goldman-Mitarbeiter sollen demnach nach der Oster-Pause vom Homeoffice zurück ins Büro wechseln.

06:58 Uhr

Kryptowährungen durchbrechen 2-Billionen-Schallmauer

Die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen hat erstmals die Marke von zwei Billionen Dollar übersprungen. Daten der Marktbeobachter CoinGecko und Blockfolio zufolge kommen alle Digital-Währungen zusammen auf eine Bewertung von rund 2,02 Billionen Dollar.

Die wichtigste Währung in dem Portfolio, der Bitcoin, war gestern um bis zu 1,4 Prozent auf 59.045 Dollar gestiegen, Ethereum um 1,3 Prozent auf 2103 Dollar. Der Trend zeigt seit Monaten nach oben. Nach Einschätzung von Experten liegt das auch daran, dass immer mehr institutionelle und private Anleger in den Markt einsteigen.

06:16 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Trotz steigender Corona-Fallzahlen in Europa können sich Aktienanleger Experten zufolge in der neuen Woche auf weitere Kursrekorde einstellen. "Das passt deshalb zusammen, weil an den Aktienmärkten die Zukunft gehandelt wird und diese verspricht - trotz aktueller erheblicher und berechtigter Sorgen - einen dynamischen Wachstumsprozess der Weltwirtschaft, sobald die Corona-Pandemie durch konsequentes und umfassendes Impfen zurückgedrängt ist", sagt Analyst Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen.

Dax
Dax 15.320,52

Der Dax hatte vor dem langen Osterwochenende zum dritten Mal binnen vier Tagen ein Rekordhoch erreicht und 0,7 Prozent im Plus bei 15.107 Zählern geschlossen. Mit einem Plus von rund 2 Prozent erzielte der Leitindex den fünften Wochengewinn in Folge. Das ist die längste Serie seit knapp eineinhalb Jahren.

Paradoxerweise könnten gerade die steigenden Fallzahlen und die neuen Lockdowns den Börsen weitere Rekorde bescheren, merkt Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades an. Denn dadurch werde die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank noch länger locker bleiben. Außerdem stehe die Börse ohnehin statistisch gesehen vor den besten Wochen des Jahres, sagt Rainer Weyrauch, Anlage-Experte der Fürst Fugger Privatbank.

Zwischenzeitlich könnten zum Beispiel Störmanöver von der Zinsseite immer wieder Rücksetzer auslösen. Brechen werden sie die Hausse allerdings wohl nicht, denn dazu ist das Wachstumsumfeld zu günstig: "Das globale Wachstum dürfte so stark ansteigen wie seit Jahrzehnten nicht mehr", sagt Brian Nick, Anlagestratege beim US-Vermögensverwalter Nuveen. Er legt den Schwerpunkt zunächst auf Finanzwerte und Konsumgüterhersteller, aber auch auf Industriewerte, die von den Infrastrukturprogrammen profitieren. "Die Eine-Million-Dollar-Frage ist aber, wie sich die Inflation entwickelt", gab Portfoliomanagerin Geraldine Sundstrom vom Vermögensverwalter Pimco zu bedenken. "Wird sie sich aufschaukeln oder auf ein komfortables Niveau zurückfallen?"

Konjunkturdaten stehen heute nur wenige auf der Agenda. In Europa könnten alleine die Arbeitsmarktdaten in der EU für Februar für Gesprächsstoff sorgen. In den USA werden nach Börsenschluss Rohöllagerbestandsdaten des privaten American Petroleum Institute (API) veröffentlicht.

Die Börse in Hongkong bleibt wegen eines Feiertags geschlossen.

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