Donnerstag, 07. September 2017Der Börsen-Tag

17:42 Uhr

Dax steigt trotz Euro-Stärke immer weiter

Dax
Dax 11.556,48

Den dritten Tag in Folge kann der deutsche Aktienmarkt Gewinne verzeichnen: Der Leitindex Dax legte bis zum Ende 0,7 Prozent zu auf 12.297 Punkte. Anleger lassen sich dabei auch nicht von einem starken Euro abschrecken, der nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in die Nähe des Jahreshochs steigt.

Mit Spannung wurde die Zinsentscheidung der EZB wie auch die Fragerunde deren Chef Mario Draghi an den Börsen verfolgt. Dabei hat die Notenbank nur Kleinigkeiten beim Wachstums- und Inflationsausblick an die aktuelle Entwicklung angepasst.

Für den Nebenwerte-Index MDax ging es 0,5 Prozent nach oben, der TecDax legte 1,0 Prozent zu und markierte im Verlauf ein neues 15-Jahres-Hoch bei 2341 Punkten. Auf ein neues Allzeithoch sogar stieg der SDax: 11.534 Punkte.

Anleger am deutschen Aktienmarkt greifen vor allem bei Auto- und Versorgertiteln zu. Zahlreiche positive Studien zu Daimler hatten am Mittwoch den gesamten Sektor beflügelt. Daimler gewinnen 0,8 Prozent, BMW 1,1 Prozent und VW 0,3 Prozent.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.878,98

Positive Analystenstimmen stützen auch die Versorgeraktien. Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank rücken RWE gleich um 3,8 Prozent vor. Eon gewinnen 1,9 Prozent.

Unterdessen steigt der Goldpreis auf ein neues Jahreshoch: Hintergrund ist das Erstarken des Euro gegen den Dollar, das Goldkäufe aus dem Euroraum verbilligt. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,9 Prozent auf 1346 Dollar.

Damit verabschiede ich mich von Ihnen für heute. Ich hoffe, Sie schauen morgen wieder vorbei im Börsen-Tag.

17:15 Uhr

Euro steigt nach EZB-Sitzung über 1,20 Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,16

Der Euro steigt nach geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) über 1,20 US-Dollar. Am Nachmittag klettert die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf 1,2059 Dollar und liegt zuletzt bei 1,2012 Dollar.

Die EZB ließ ihre Leitzinsen unverändert. EZB-Chef Mario Draghi äußerte sich bei der anschließenden Pressekonferenz kritisch zur Aufwertung des Euro in jüngster Zeit. Damit habe deutlich gemacht, dass die EZB vor allem die Wechselkurse im Auge behalte und kein Interesse an einer weiteren Aufwertung des Euro habe, sagte Jan Holthusen, Experte bei der DZ Bank.

16:13 Uhr

Aktie von Buchhändler Barnes & Noble bricht ein

Die Aktie von Barnes & Noble bricht im frühen Handel an der Wall Street um über 13 Prozent ein, nachdem die Buchhandlungskette einen Umsatzrückgang gemeldet hat. Auf bereinigter Basis ging der Umsatz im ersten Geschäftsquartal um 4,9 Prozent zurück. Vor allem das Online-Geschäft schwächelte. Außerdem verringerte sich die Nachfrage nach den E-Readern der Hausmarke Nook.

15:48 Uhr

Hurrikan lässt US-Arbeitslosenzahl stärker steigen

Der Hurrikan "Harvey" hat in den USA in der Woche zum 2. September zu einem steilen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geführt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 62.000 auf 298.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist der höchste Stand seit April 2015. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 241.000 vorhergesagt.

Der Anstieg um 62.000 ist das größte Plus seit November 2012. Vor allem in Texas, das die größten Verwüstungen durch den Wirbelsturm erlebte, stiegen die Erstanträge. Ökonomen sagten, es könnte mehrere Wochen dauern, bis sich die Auswirkungen des Hurrikans vollständig in der Statistik niederschlagen.

15:43 Uhr

"Irma" und Fed halten US-Anleger zurück

Dow Jones
Dow Jones 26.501,60

Die US-Börsen eröffnen wenig verändert. Anleger halten sich angesichts der Hurrikans "Irma" zurück, der am Wochenende wohl Florida treffen werde, sagen Händler. Zudem warteten Anleger auf die Reden der Fed-Mitglieder Loretta Mester und William Dudley, um sich ein klareres Bild über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank machen zu können.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 21.824 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legt 0,1 Prozent zu auf 2468 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 0,2 Prozent auf 6402 Stellen.

Unter den Einzelwerten sackten Papiere von Barnes & Noble um 4,5 Prozent ab. Der Quartalsgewinn des Buchhändlers blieb hinter den Erwartungen zurück. Verantwortlich dafür war ein schwaches Online-Geschäft und ein Nachfragerückgang bei den E-Book-Readern Nook. GoPro-Aktien stiegen indes um elf Prozent. Der Helmkamera-Anbieter erwartet auf bereinigter Basis im laufenden Quartal Gewinne.

15:04 Uhr

Euro steigt trotz Draghis Verbalintervention

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Mario Draghi.

(Foto: REUTERS)

Die verbale Intervention des Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, wegen der Euro-Stärke perlt an der Einheitswährung spurlos ab. Laut Draghi hat die Euro-Volatilität die Unsicherheit erhöht und muss genau beobachtet werden.

Eine Analystin vermutet, dass die ausbleibende Marktreaktion darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die Anleger eine verbale Äußerung von Draghi erwartet hätten. Hinzu komme, dass sich Draghi überraschend optimistisch zu den Wirtschaftsaussichten der Eurozone geäußert habe. Der Euro zieht an und steht bei 1,2040 Dollar.

14:35 Uhr

Erfolg bei Asthma-Mittel treibt Astrazeneca-Aktien an

Nach positiv aufgenommenen Phase-II-Testergebnisse des Asthma-Mittels Tezepelumab geht es für die Aktien des multinationalen Pharmakonzerns Astrazeneca um 1,3 Prozent nach oben.

Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht. Nach Einschätzung von Barclays ist es ungewöhnlich, dass eine so bekannte Zeitschrift bereits zum jetzigen Zeitpunkt über einen Wirkstoff berichte. Astrazeneca entwickelt Tezepelumab gemeinsam mit Amgen.

14:09 Uhr

Bank prophezeit Dax 1000-Punkte-Plus bis Mitte 2018

Die DZ Bank rechnet mit einer Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Die Analysten erwarten den Dax Mitte kommenden Jahres bei 13.500 Punkten, der Euro-Stoxx-50 soll bis dahin auf 3.900 anziehen.

Trotz des nachlassenden Trump-Optimismus an den Märkten habe der Störfaktor Politik an Bedeutung verloren. Gleichzeitig stiegen die Unternehmensgewinne deutlich an, so dass der Blick auf die für 2018 erwarteten KGVs für Euro-Stoxx-50 und Dax eine attraktive Bewertung anzeigten.

Der Dax steigt zuletzt 0,9 Prozent auf 12.329 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,7 Prozent auf 3458 Stellen nach oben.

13:50 Uhr

EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

Die Europäische Zentralbank (EZB) tastet erwartungsgemäß ihre Leitzinsen nicht an. Der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibe bei 0,0 Prozent, teilen die Euro-Wächter mit. Bereits seit März 2016 liegt er auf diesem Rekordtief.

Die Währungshüter behalten zudem die Strafzinsen für Banken auf dem bisherigen Niveau. Die Institute müssen demnach 0,4 Prozent zahlen, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken.

Mehr dazu lesen Sie hier.

13:39 Uhr

Vectron-Aktien setzen kräftige Erholung fort

Vectron
Vectron 8,32

Weiter dynamisch erholt sich die Aktie des deutschen Herstellers von Kassensystemen Vectron. Der Kurs steigt um gut 5 Prozent auf 27,28 Euro. "Die Konsolidierung scheint beendet", sagt ein Marktteilnehmer.

Vectron habe nach dem Rückgang von knapp 40 auf gut 22 Euro die 200-Tage-Linie verteidigt, die 10-Tage-Linie hat nun nach oben abgedreht.

13:05 Uhr

Wall Street leicht im Minus erwartet

Leicht im Minus werden die Aktienkurse an der Wall Street zum Start erwartet. Am Vortag verbesserte die überraschende Einigung im US-Schuldenstreit die Stimmung am Aktienmarkt. US-Präsident Donald Trump und die Spitzen des Kongresses hatten sich auf eine dreimonatige Anhebung der Schuldenobergrenze und Staatshilfen für die von Hurrikan "Harvey" Betroffenen geeinigt.

Dies weckte die Hoffnung, dass es auch auf anderen Politikfeldern zu einer besseren Kooperation zwischen Kongress und Administration kommt. Nun sei die Wall Street erst einmal auf der Suche nach neuen Themen, heißt es.

Bei den Einzelwerten springen Restoration Hardware vorbörslich um 34 Prozent nach oben. Der Heimausstatter für gehobene Ansprüche hat mit seinen Geschäftszahlen zum zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen. Auch die Aktie des Landmaschinenherstellers Deere könnte mit der Übernahme von Blue River Technology für 305 Millionen Dollar im Blick stehen. Die Aktie wird noch nicht gehandelt.

12:27 Uhr

"Gauloises"-Mutter verkauft Anteile an Logistik-Konzern

Der Teilausstieg des Mehrheitseigners Imperial Brands drückt den Aktienkurs des spanischen Logistik-Konzerns Logista auf ein 14-Monats-Tief. Die Papiere fallen in Madrid um bis zu 4,7 Prozent auf 19,10 Euro. Im Gegenzug legen Imperial Brands in London um drei Prozent zu.

Der britische Konzern, zu dem der Zigaretten-Hersteller Imperial Tobacco ("Gauloises") gehört, verkaufte ein zehnprozentiges Paket von Logista-Papieren und reduzierte seine Beteiligung damit auf etwa 60 Prozent.

11:55 Uhr

Sorge vor Konkurrenz lässt Ferrari-Aktien abrutschen

Aus Sorge vor zunehmender Konkurrenz für Ferrari haben sich Anleger von Aktien des Sportwagenbauers getrennt. Die Titel rutschen um 5,6 Prozent auf ein Dreieinhalb-Wochen-Tief von 92,25 Euro ab und sind damit größter Verlierer an der italienischen Börse, deren Leitindex 0,2 Prozent verliert.

Analysten der Investmentbank Morgan Stanley hatten die Ferrari-Aktien auf "underweight" von "overweight" zurückgestuft, allerdings ihr Kursziel mit 100 Euro bestätigt. "Es ist Zeit für einen Boxenstopp", resümierten sie in einer Kurzstudie.

Die Konkurrenz durch Autobauer wie McLaren, Aston Martin und Lamborghini nehme zu. Zudem sei ein Börsengang von Maserati nicht auszuschließen. "Anleger haben dann mehr Möglichkeiten in dem Autosegment zu investieren."

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Die Analysten äußerten sich außerdem kritisch zu einem möglichen Einstieg Ferraris in den Markt für Geländewagen (SUVs).

(Foto: imago/CTK Photo)

 

11:26 Uhr

TecDax steigt auf höchsten Stand seit 15 Jahren

TecDax
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Der TecDax ist auf Rekordkurs und steigt um 0,9 Prozent auf 2334 Punkte - den höchsten Stand seit über 15 Jahren. Damit beendet der technologielastige Index die gut drei Monate lange Konsolidierung, die Anfang Juni begonnen hatte. "Die Hausse dürfte sich nun fortsetzen", sagt ein Marktteilnehmer. Bis zum Jahresende könnte der TecDax in den Bereich zwischen 2500 und 2600 Punkten steigen.

Der SDax liegt ebenfalls auf Hausse-Kurs, er hatte erst am Freitag einen neuen Rekord aufgestellt. "In die zweite Reihe fließt wieder Geld", sagt ein weiterer Marktteilnehmer.

10:59 Uhr

Anleger werden zuversichtlicher - aber nicht im Dax

Sehr unterschiedlich entwickelt sich zuletzt die Stimmung der Anleger auf beiden Seiten des Atlantiks:

  • In den USA wächst die Zuversicht. Das Lager der "Bullen", also jener, die mit steigenden Kursen rechnen, nimmt zu, währen die "Bären" weniger werden. Das geht aus dem aktuellen AAII Investor Sentiment Survey hervor. Aktuell gibt es in den USA damit in etwa jeweils ein Drittel Bullen, Bären und Neutrale.
  • Anders sieht die Lage beim Dax aus. Hier ist das Bullenlager der professionellen Anleger laut dem aktuellen Dax-Sentiment um vier Prozentpunkte auf 37 Prozent gefallen – die Hoffnung auf weiter steigende Kurse sinkt damit etwas. Bei den privaten Anlegern ist der Bullenanteil mit 40 Prozent konstant geblieben.

Sentiment-Analyst Joachim Goldberg spricht von Passivität der Dax-Anleger. Es gebe zu viele Krisenherde und andere geopolitische Unsicherheiten, die die Profi-Investoren in eine vorsichtige, neutrale Haltung trieben.

10:26 Uhr

Aixtron-Aktie saust im TecDax in die Höhe

Aixtron
Aixtron 9,52

Um schier unglaubliche zehn Prozent geht es für die Papiere des deutschen Chipanlagebauers Aixtron nach oben. Damit sind die Titel unbestrittener Spitzenreiter im TecDax. Das bisherige Tageshoch liegt bei 9,62 Euro, so hoch stand der Kurs zuletzt im Herbst 2015. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf mehr als 200 Prozent.

Die Analysten der Deutschen Bank hatten ihre Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel auf zwölf Euro von acht Euro massiv angehoben. Das Unternehmen sei sehr gut aufgestellt, um von der Nachfrage nach Smartphones und Elektro-Autos zu profitieren.

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Nach dem Scheitern der Übernahme durch einen chinesischen Investor will Aixtron aus eigener Kraft wachsen.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

09:54 Uhr

Autos und Energie sind derzeit bei Anlegern gefragt

Gesucht werden Auto- und Versorgertitel im Dax. Zahlreiche positive Studien zu Daimler hatten am Mittwoch den gesamten Sektor beflügelt. Daneben sorgt die anstehende IAA-Messe für Fantasie. Daimler-Aktien gewinnen 0,9 Prozent, BMW 0,8 Prozent und VW 0,2 Prozent.

Günstige Analystenstimmen stützen auch die Versorgeraktien. Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank rücken RWE-Papiere gleich um 3,2 Prozent vor. Bei Eon haben die Analysten das Kursziel auf 10,50 Euro angehoben. Eon-Aktien gewinnen 1,9 Prozent auf 9,58 Euro. Europaweit gewinnt der Sektor 0,7 Prozent.

09:24 Uhr

Dax setzt Mini-Rally fort - 12.300 vor dem Fall

Guten Morgen,

Dax
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an der Frankfurter Börse geht es zu Beginn gleich munter los. Bereits den dritten Tag in Folge macht sich der Dax auf den Weg nach oben und steigt um mehr als ein halbes Prozent auf 12.284 Punkte.

Entspannungssignale im Nordkorea-Konflikt sowie eine überraschende Einigung im US-Haushaltsstreit schieben den deutschen Aktienmarkt an. Allerdings dürfte im Tagesverlauf die EZB-Sitzung die Anleger in Atem halten.

Größte Dax-Gewinner sind mit einem Plus von über drei Prozent die Aktien von RWE. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Kursziele für RWE und Eon erhöht. Letztere steigen um rund zwei Prozent.

Mein Name ist Kai Stoppel. Ich berichte heute über das Marktgeschehen. Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: kai.stoppel@nama.de.

09:00 Uhr

Deutsche Produktion startet schwach ins zweite Halbjahr

Die Produktion der deutschen Unternehmen kommt zum Start des zweiten Halbjahres nicht voran. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellen im Juli zusammen genauso viel her wie im Monat davor, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

Die Industrie allein fuhr ihre Produktion im Juli um 0,3 Prozent nach oben. Allerdings mussten die Betriebe überraschend ein Auftragsminus hinnehmen.

Das Ministerium hatte dazu am Mittwoch jedoch unterstrichen: "In den letzten drei Monaten haben die deutschen Unternehmen fast so viele Aufträge eingesammelt wie zuletzt vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008."

08:55 Uhr

"Irma" bewirkt beim Ölpreis das Gegenteil von "Harvey"

Die Ölpreise sind am Morgen leicht gesunken. Am Markt werden die Verluste als leichte Gegenbewegung auf die deutlichen Preiszuwächse in den Tagen zuvor begründet.

  • Dass die Rohölpreise zuletzt gestiegen sind, liegt an Spätfolgen des schweren Wirbelsturms Harvey. Weil die Raffinerien im Golf von Mexiko ihren Betrieb wieder aufnehmen, steigt deren Ölnachfrage. Das hebt die Rohölpreise.
  • Der derzeit tobende Wirbelsturm "Irma" könnte die Preise weiter in die Höhe treiben, während sie infolge von "Harvey" gesunken waren. "Im Unterschied zu 'Harvey' legt 'Irma' eher Förderanlagen lahm als Raffinerien", sagt ein Marktteilnehmer.
07:51 Uhr

Das bewegt heute die Märkte

Mit weiter steigenden Kursen an den europäischen Börsen rechnen Händler. Der Dax wird vorbörslich gut ein halbes Prozent im Plus erwartet bei 12.280 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 zieht an.

Und das sind die Gründe, warum die Börsianer so gute Laune haben heute morgen:

  • Im Streit um die US-Schuldenobergrenze haben sich Präsident Trump und die Demokraten im Kongress vorläufig geeinigt. Ein "Shut down" der Regierung ist zunächst abgewendet.
  • Aus Asien und von der Wall Street kommen gute Vorgaben. Vor allem in Südkorea schlägt sich die Stimmungsverbesserung nieder. Der Kospi gewinnt nach fünf Handelstagen zuvor mit Einbußen nun gut ein Prozent und legt damit am stärksten zu. An den anderen wichtigen Plätzen der Region bewegen sich die Aufschläge um 0,2 Prozent. In Tokio steigt der Nikkei-Index um 0,2 Prozent. An der Wall Street hatte der Dow Jones gestern um 0,25 Prozent zugelegt.
  • Der am Nachmittag anstehenden EZB-Ratssitzung sehen die Börsianer gelassen entgegen. Wegen der Euro-Stärke rechnen die meisten Analysten nicht mehr damit, dass EZB-Präsident Mario Draghi konkrete Details zum Ausstieg aus dem Wertpapierkaufprogramm nennen wird. Nun wird sogar nicht mehr ausgeschlossen, dass Draghi verbal intervenieren wird, um den Höhenflug der Gemeinschaftswährung zu bremsen.

Händler sehen gute Chancen, dass die sogenannte Relief-Rally auch nach der EZB-Sitzung anhält: "Dann rückt gleich der große September-Verfall an den Terminbörsen in den Blick", so ein Händler. Die bisher sehr vorsichtige Positionierung gebe den Aktienmärkten Potenzial. Sollte der Dax das Zwischen-Hoch bei 12.340 Punkten herausnehmen, könnte er aus charttechnischer Sicht mit über 12.650 Punkten wieder Richtung Jahres- und Rekordhoch von 12.950 Punkten steigen, sagt ein Händler.

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Nikkei
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