Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Inflation im Blick: So steigen die Preise in Deutschland

Die Entwicklung der Verbraucherpreise stehen im Mittelpunkt der geldpolitischen Debatte: Die Währungshüter der Eurozone haben den Auftrag, möglichst stabile Preise zu gewährleisten und ein Ausbrechen in die Inflation oder gar in eine Deflation - also eine Phase sinkender Preise - zu verhindern.

Verantwortlich für die Preisstabilität in der Eurozone ist die Europäische Zentralbank (EZB). Unter dem langjährigen Notenbankchef Mario Draghi wurde das Niveau der Leitzinsen immer weiter abgesenkt - bis die wichtigste Geldschraube der Geldpolitik im März 2019 schließlich den vorläufigen Anschlag erreichte. Seitdem liegt der für alle Kreditgeschäfte im Euroraum maßgebliche Leitzins bei 0,00 Prozent.

Da die Verbraucherpreise sich bislang wenig von der Geldschwemme in historisch bisher unbekannten Ausmaßen beeindruckt zeigt, wagte die EZB sogar schon den Tabubruch, den Spezialzins für Banken in den negativen Bereich zu senken.

Jüngste Inflationsdaten aus Deutschland (siehe n-tv.de Infografik unten) deuten darauf hin, dass diese kühne Maßnahme womöglich nicht ausreichen könnte. Der Preisauftrieb verlor wie schon seit August weiter an Schwung. Im Oktober lag die Inflationsrate noch bei 1,1 Prozent - weit entfernt vom Zielbereich der EZB von knapp unter 2,0 Prozent.

Wie geht es mit den Leitzinsen weiter? Aufschluss über die Handlungsspielräume und -zwänge der Währungshüter dürfte die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone liefern. Die für die EZB-Betrachtung maßgeblichen Daten werden heute gegen 11.00 Uhr erwartet.

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Quelle: ntv.de