Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Öl im Überfluss im Angebot

Die Nachfrage ist einfach zu schwach: Die Begrenzung der Fördermenge an Rohöl durch die Opec und andere Förderländer hat die Lage auf dem Ölmarkt nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) nicht verbessert. Trotz der Maßnahme sei es wieder zu einem Überangebot auf dem Ölmarkt gekommen, hieß es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Mitteilung. Wegen der abflauenden Weltwirtschaft sei das globale Angebot in der ersten Jahreshälfte etwa 900.000 Barrel pro Tag höher gewesen als die Nachfrage.

Sollte sich das Angebot im kommenden Jahr weiter erhöhen, könnte für die Opec eine weitere Reduzierung der Fördermenge notwendig werden, hieß es weiter in der Mitteilung des Interessenverbands führender Industriestaaten. Der aktuelle Überschuss auf dem Weltmarkt trifft auf ohnehin schon vergleichsweise hohe Lagerbestände an Rohöl, die sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgebaut hatten. "Eine Angebotsknappheit ist derzeit eindeutig kein Thema", schreiben die IEA-Experten.

Aktuell hält allerdings trotz der von der IEA diagnostizierten Ölschwemme die Aufwärtsbewegung der Ölwerte an. Preisstützend wirken die Wirbelsturmsaison im Golf von Mexiko sowie die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der Tropensturm Barry habe etwa die Hälfte der Ölförderung an der US-Golfküste zum Stillstand gebracht, stellt Vanguard Markets fest. Der Sektor der europäischen Ölwerte legt um 0,3 Prozent zu.

Der Preis für ein Barrel WTI steigt um 15 Cent auf 60,43.

Quelle: n-tv.de