Marktberichte

Ölpreis macht Verluste wett Gold stagniert

Anhaltende Konjunktursorgen drücken auf die Rohstoffpreise. Vor allem die Preise Industriemetalle sind unter Druck. Der Goldpreis verharrt auf dem Stand des Vortages.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Goldpreis hat am Mittwoch kaum von den wachsenden Konjunktursorgen profitiert. Die Feinunze des auch als sicheren Anlagehafen geltenden Edelmetalls kostete mit 1192 Dollar nahezu so viel wie am Dienstag. Händler verwiesen zur Begründung auf die Ankündigung Chinas, das Edelmetall solle wegen der begrenzten Ressourcen kein großer Bestandteil der Anlagen des asiatischen Landes werden. Seinen Fokus will China auf US-Staatsanleihen richten.

Langfristig dürfte sich der Goldpreis nach Einschätzung von Experten jedoch wieder nach oben bewegen: "Die wachsenden Zweifel an der konjunkturellen Erholung dürften Gold schon bald wieder begehrter machen, sagte ein Analyst.

Ausgebremst hat die Angst vor einer Abkühlung der Konjunktur die Industriemetalle. "Nach der Reihe enttäuschender Indikatoren aus den USA und China wird die Unsicherheit immer größer" sagte ein Rohstoff-Analyst. Der Preis für das unter anderem in der Bau- und Elektroindustrie verwendete Kupfer legte nach den Verlusten vom Dienstag nur um 0,2 Prozent auf 6616 Dollar je Tonne zu. Zink verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 1846 Dollar, Aluminium gab um 0,1 Prozent auf 1993 Dollar nach.

Seine frühen Verluste wieder wettmachen konnte dagegen der Ölpreis. Die Aussicht auf eine Verknappung der US-Lagervorräte verteuerte den Preis für ein Fass der US-Sorte WTI um ein Prozent auf 72,72 Dollar, nachdem er zweitweise auf 71,44 Dollar gefallen war. Ein Barrel des Nordseeöls Brent kostete mit 72,36 1,3 Prozent mehr.

Quelle: ntv.de, rts