Marktberichte

Nervöse Finanzmärkte Run auf Gold

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Unruhige Zeiten an den Aktienmärkten sorgen immer wieder für eine Run auf Gold.

(Foto: Reuters)

Im vergangenen Jahr fällt der Goldpreis noch um etwa 27 Prozent. Und diese Scharte will er offenbar so schnell wie möglich auswetzen. Die Devisenturbulenzen und Verluste an den Weltleitbörsen kommen dem "sicheren Hafen" entgegen.

Die Rohstoffmärkte können zum Wochenschluss steigende Notierungen vorweisen. Der Goldpreis kletterte stark und erreichte den höchsten Stand seit zwei Monaten. Kurz vor dem Wochenende hatte ein Ausverkauf von Währungen wichtiger Schwellenländer für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt und Anleger in vermeintlich sichere Anlagen wie Gold getrieben. Zeitweise stieg der Preis für das gelbe Edelmetall in der Spitze auf 1,272,70 Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm).

Auslöser der jüngsten Nervosität an den Finanzmärkten war ein Ausverkauf bei Währungen großer Schwellenländer wie Indien, Südafrika oder der Türkei. Im vergangenen Jahr war der Goldpreis noch um etwa 27 Prozent gefallen.

Leicht nach oben

Die Ölpreise sind indes leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Morgen 107,68 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI stieg um 24 Cent auf 97,56 Dollar.

Seit Montag hat US-Rohöl um etwa zweieinhalb Dollar zugelegt, der Brentpreis hinkt mit einem Plus von etwa eineinhalb Dollar hinterher. In der Folge ist die Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten etwas geschrumpft. Als Grund für den höheren Brentpreis nennen Rohstoffexperten die angespanntere Angebotssituation in Europa.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/DJ