Marktberichte

Pause auf der Talfahrt Ölpreis erholt sich leicht

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Verhalten ist derzeit die Nachfrage aus dem Euroraum nach Rohöl.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Atempause im Abwärtstrend wird den Ölpreisen am Montagnachmittag gegönnt. Zuvor war es noch dramatisch bergab gegangen - für die Nordsee-Sorte Brent bis an den Rand eines Jahrestiefs. Ein starker Dollar setzt den Preisen immer wieder zu.

Die Ölpreise haben sich nach anfänglichen Verlusten leicht erholt und liegen am Montagnachmittag wieder im Plus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 85,91 US-Dollar. Das waren 5 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 28 Cent auf 80,82 Dollar.

Zuvor waren die Ölpreise am Montag erneut unter Druck gekommen: Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent fiel bis auf 80 Dollar je Barrel und damit in die Nähe des Jahrestiefs. Abermals sorgten schwache Konjunkturdaten für Belastung. Nachdem am Wochenende der Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie gefallen war, gab am Wochenbeginn der entsprechende Indikator für die Dienstleister nach. Die Entwicklung entfacht Sorgen wegen der ohnehin schwächelnden Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Hinzu kommt die verhaltene Ölnachfrage aus anderen Regionen wie dem Euroraum. Der starke Dollar lastet zusätzlich auf den Ölpreisen, weil er Rohöl für Investoren außerhalb des Dollarraums verteuert.

Der starke Dollar setzt auch anderen Rohstoffen zu, die in der US-Währung gehandelt werden. So sinkt der Goldpreis auf 1168 Dollar je Unze - nahe dem niedrigsten Stand seit 2010.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/rts