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Gold kraxelt weiterUS-Öl legt Rückwärtsgang ein

02.02.2012, 17:28 Uhr
dollare
Nervöser Handel mit Rohstoffen. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Ölpreise laufen am Donnerstag auseinander. Während sich US-Öl nach überraschend hohen Lagerbeständen verbilligt, zieht Brent weiter an. Auch bei Metallpreisen laufen die Preise auseinander. Gold verteuert sich weiter, beim industriell wichtigen Kupfer geht der Kurs dagegen abwärts.

Ein überraschend starker

Anstieg der US-Rohölbestände hat am Donnerstag WTI auf Talfahrt geschickt. Die US-Ölsorte verbilligte sich um 1 Prozent

auf 96,60 Dollar je Barrel. Größere Rückschläge seien allerdings nicht zu befürchten,

betonte Rohstoff-Experte Jonathan Barratt von Barratt's Bulletin. Die jüngsten Konjunkturdaten

aus China, Deutschland und den USA hätten die Aussichten für die Weltwirtschaft

aufgehellt. Außerdem schürten die anhaltenden Spannungen mit dem Iran die Furcht

der Anleger vor einem Angebotsengpass. Brent

aus der Nordsee legte um 0,8 Prozent auf 112,32 US-Dollar zu.

Der Goldpreis setzt seinen Kletterkurs

weiter fort. Der Preis für eine Feinunze kletterte um 0,9 Prozent auf 1760

US-Dollar und war damit so teuer wie seit Anfang Dezember nicht mehr. "Wir

befinden uns in einem kurzfristigen Aufwärtstrend", sagte Analyst Andrej Kriutschenkow

von VTB Capital. "Offenbar fürchten viele, die nächste Aufwärtsbewegung zu

verpassen und steigen ein."

Gewinnmitnahmen drücken

den Preis für Kupfer. Eine Tonne des

Industriemetalls verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 8391,25 US-Dollar. Bislang

deute nichts darauf hin, dass die chinesischen Unternehmen ihre

Rohstoff-Bestellungen ausweiteten, sagte Analyst Stefan Graber von Credit

Suisse Private Banking. Außerdem sorge die europäische Schuldenkrise für weiterhin

für Verunsicherung. "Positive US-Beschäftigungszahlen am Freitag könnten uns

zu einer guten Woche verhelfen, aber eine Rückschlag oder eine Konsolidierung erscheinen

derzeit wahrscheinlicher." Im Vergleich zum vergangenen Freitag notiert Kupfer

aktuell 1,5 Prozent tiefer.

Quelle: nne/rts