Marktberichte

Vorboten für eine Korrektur? Wall Street sucht die Richtung

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In den USA ist der Wohnungsbau im April kräftig angezogen.

(Foto: REUTERS)

Anleger in den USA haben einiges zu verdauen: Der Wohnungsbau zieht an, dafür verschlechtert sich die Stimmung der US-Verbraucher. Auffällig: Kleinere US-Werte rücken immer mehr in den Fokus. Das Zünglein an der Waage könnte Russell 2000 heißen.

Nach zwei Verlusttagen in Folge haben die US-Aktienmärkte vorsichtig tendiert. Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 16.491 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,3 Prozent auf 1877 Zähler zu, und der Nasdaq-Composite stieg um 0,4 Prozent auf 4087 Punkte.

Während die Daten zu den Baubeginnen und -genehmigungen für April einen unerwartet deutlichen Anstieg aufwiesen, sorgt der schwächer als erwartet ausgefallene Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für etwas Ernüchterung. Er fiel nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 81,8, während Ökonomen einen Indexstand von 84,3 erwartet hatten.

Damit bestätigen sich die Sorgen der Volkswirte. Seit der Einzelhandelskonzern Wal-Mart am Vortag einen pessimistischen Ausblick gegeben hat, zweifeln einige Beobachter an der Konsumlust der Amerikaner. Doch spielen die US-Verbraucher eine Schlüsselrolle für die Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

Aus Europa kamen unterdessen negative Vorgaben. Dort drängten sich neben dem Ukraine-Konflikt die Probleme der sogenannten Euro-Peripherie wieder ins Bewusstsein der Anleger. Die jüngsten Wirtschaftsdaten der Länder vom Rand der Eurozone haben den Investoren vor Augen geführt, dass sich die Konjunktur dort nicht so rasch erholt wie erhofft.

Bei den Einzelwerten waren die Aktien von Applied Materials gefragt und legten um 7,7 Prozent zu. Das Unternehmen hat in seinem zweiten Geschäftsquartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Überzeugende Geschäftszahlen legten auch die beiden Einzelhändler JC Penney und Nordstrom vor. Für die Aktien ging es um 16,2 bzw. 14,7 Prozent nach oben.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ/rts