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Investmentbanking tiefrot Dresdner macht Miese

Die Dresdner Bank hat angesichts eines erneuten Absturzes in die Verlustzone ihre Ertragskraft betont. Die Bank verfüge "über solide Bilanz- und Liquiditätsverhältnisse", erklärte der Vorstandsvorsitzende Herbert Walter in einer Mitteilung des Instituts am Freitag. Infolge der Finanzmarktkrise brach der Gewinn der Allianz-Tochter im ersten Halbjahr auf knapp eine Milliarde Euro Minus ein - nach gut einer Milliarde Euro Plus ein Jahr zuvor.

Während das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden in den ersten sechs Monaten 2008 operativ noch 339 Millionen Euro Gewinn brachte, rutschte das Investmentbanking mit minus 1,292 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen. Das Investmentbanking gilt als Sorgenkind der Dresdner Bank. Über seinen Verkauf wurde wiederholt spekuliert, seit Monaten gilt auch die Dresdner Bank insgesamt als Verkaufsobjekt.

Der Einbruch im Investmentbanking ist nach Angaben der Dresdner Bank weitgehend auf Bewertungskorrekturen in Höhe von knapp 1,4 Milliarden Euro zurückzuführen - unter anderem auf sogenannte ABS-Papiere, die im Zuge der seit vergangenen Sommer tobenden Finanzkrise unter Druck geraten waren. Insgesamt verschlechterte sich das operative Ergebnis der Dresdner Bank auf minus 964 Millionen Euro - nach einem Plus von 1,097 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2007.

Quelle: ntv.de

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