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Steuerrazzien Jetzt in Niedersachsen

Auf der Jagd nach Liechtenstein-Steuersündern hat es erste Razzien auch in Niedersachsen gegeben. "Es hat Durchsuchungen in Niedersachsen gegeben", bestätigte ein Sprecher des Finanzministeriums in Hannover am Donnerstag. Einzelheiten zum Ort und der Zahl der Aktionen wurden nicht genannt.

Federführend ist die Staatsanwaltschaft Bochum, die die Welle an Razzien bei Steuersündern in der vergangenen Woche mit einer Durchsuchung bei dem bisherigen Post-Chef Klaus Zumwinkel begonnen hatte. Zumwinkel steht im Verdacht, rund eine Million Euro hinterzogen zu haben.

In dieser Woche soll die laufende Großsteuerfahndung noch intensiviert werden. Nach derzeitigem Stand werden bis zum Ende der Woche erst bei etwa 70 der 700 Beschuldigten die Razzien abgeschlossen sein. Seit Montag durchsuchen Steuerfahnder bundesweit Banken, Privatwohnungen und Büros. Den Ermittlern liegen nach Angaben der Bundesregierung die Daten über 1000 mutmaßlicher Steuersünder vor.

Bankmitarbeiter im Visier der Ermittler

Im Steuerhinterziehungsskandal ermittelt die federführende Staatsanwaltschaft Bochum auch gegen Mitarbeiter deutscher Banken. Pressemeldungen zufolge sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag, die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bezögen sich auf einzelne Mitarbeiter deutscher Banken. Die Banken selbst würden dagegen nicht beschuldigt.

Der Sprecher betonte, die Durchsuchungen bei diversen Kreditinstituten richteten sich gegen Kunden, die dort ihre Konten unterhielten, und gegen einzelne Bankmitarbeiter, bei denen der Verdacht bestehe, dass sie Kunden bewusst bei der Steuerhinterziehung geholfen hätten.

Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Privatbanken und andere Geldinstitute in Deutschland angeblich liechtensteinische Stiftungen verwaltet haben sollen. Entsprechende Indizien hätten Fahnder bei ihren Ermittlungen wegen Steuerhinterziehungen in dem Fürstentum gefunden. Insgesamt solle es sich nach bisherigen Erkenntnissen um etwa 50 Stiftungen handeln, auf deren Konten hohe Millionenbeträge lagerten.

Quelle: n-tv.de

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