Meldungen

Harter Schlag für Händler Nordkorea verbietet Devisen

RTR26ST1.jpg

Besucher eines Aussichtspunkts blicken von Südkorea auf ein nordkoreanisches Dorf.

(Foto: REUTERS)

Nordkorea verbietet seinen Bürgern und Ausländern vom neuen Jahr an, in fremden Währungen zu bezahlen. Der nordkoreanische Won solle die einzige Währung für die Bürger des Landes und Ausländer zum Bezahlen auf Flughäfen, in Hotels und in allen Geschäften sein, meldete der chinesische Sender CC-TV. Das Verbot solle Händler daran hindern, fremde Währungen zu horten.

Zuvor hatte Nordkorea Ende November unangekündigt zwei Stellen der Landeswährung gestrichen, so dass es für 1000 alte Won 10 neue Won gab. Die Maßnahme sollte nach Meinung von Beobachtern die Inflation bekämpfen und vor allem den unkontrollierten Handel auf den Märkten unterdrücken. Dieser hatte Händler dazu veranlasst, ausländisches Geld zu horten.

Die Währungsumstellung hatte nach südkoreanischen Berichten in dem weithin abgeriegelten Nachbarland große Beunruhigung ausgelöst. Ein Teil der Bevölkerung, vor allem Händler, die über größere Bargeldreserven als der Rest der verarmten Bevölkerung verfüge, sei verärgert.

Ausländer müssen laut einem Erlass des Ministeriums für Volkssicherheit ihr Geld in den nordkoreanischen Won umtauschen, Nordkoreaner dürfen keine ausländischen Währungen besitzen. Verstöße gegen die Vorschrift sollen streng bestraft werden. Laut Experten will die Regierung mit der Maßnahme die Wirtschaft wieder stärker kontrollieren.

Bisher waren ausländische Währungen nur in bestimmten Läden erlaubt. Touristen zufolge gab es jedoch einen regen Schwarzhandel. Nach den Hungersnöten in den 90er Jahren hatte sich in Nordkorea ein Schwarzmarkt etabliert.

Quelle: n-tv.de, rts/AFP

Mehr zum Thema