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Thomas Cook zieht Reißleine Verkaufspläne gestoppt

Der Touristikkonzern Thomas Cook hat die Verkaufspläne für seine 140 deutschen Reisebüros gestoppt. Die Verkaufsgespräche seien ausgesetzt worden, teilte das Unternehmen am Montag in Oberursel bei Frankfurt mit. Die jüngsten Änderungen in der Eigentümerstruktur bei Cook hätten zu dieser Entscheidung geführt.

Die Verkaufsgespräche waren im vorigen Herbst noch unter dem inzwischen abgetretenen Vorstandschef Thomas Holtrop gestartet worden. Die Cook-Reisebüros sollten in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Raiffeisen Volksbank Altötting eingebracht werden. Dieser gehört bereits eine der größten deutschen unabhängigen Vertriebsketten mit 3000 Reisebüros. Die Cook-eigenen Reisebüros machten zuletzt Verluste.

Ende des Jahres hatte sich KarstadtQuelle mit Cook-Miteigner Lufthansa auf die komplette Übernahme des Reisekonzerns geeinigt. KarstadtQuelle betreibt selbst auch Reisebüros. Cook und Karstadt wollen zusammen den Eigenvertrieb ausbauen. Offen ist aber noch, wie die Arbeit der Reisebüros von KarstadtQuelle und des Cook-Konzerns künftig koordiniert wird. Der Touristikkonzern werde in jedem Fall die bestehende Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Volksbank Altötting fortsetzen, teilte Cook mit.

Quelle: ntv.de