Freitag, 10. November 2017: Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer

18:19 Uhr

Investor Frank Thelen: "Blockchain hat Vor- und Nachteile"

Das war der Bitcoin-Thementag von n-tv und n-tv-de. Ich verabschiede mich an dieser Stelle ins Wochenende. Falls Sie für das Thema Cybergeld entbrannt sein sollten, empfehle ich Ihnen abschließend die Gesprächsrunde von n-tv-Moderator Raimund Brichta mit den Startup-Investoren Frank Thelen und Markus Dold sowie dem Kapitalmarktexperten Uwe Zimmer. In der lockeren Runde wird alles Wichtige zum Thema angerissen - auf den Punkt und für Laien gut verständlich.

18:05 Uhr

US-Steuerreform stockt: Hängepartie bei Dax und Dow

Die deutsche Börse folgt den negativen Vorgaben der Wall Street gen Süden. Die Stimmung wird belastet von der nachlassenden Hoffnung der Anleger auf eine baldige Steuerreform in den USA. Die Republikaner im US-Senat wollen die Senkung der Unternehmenssteuer bis 2019 hinauszögern, da sie eine deutliche Ausweitung des Staatsdefizits durch die Steuersenkung erwarten.

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Die Steuerpläne der Republikaner im Repräsentantenhaus könnten das US-Defizit um 300 Milliarden Dollar stärker ausweiten als bislang vermutet. Senat und Repräsentantenhaus müssen sich auf eine Version des Gesetzentwurfs einigen, die US-Präsident Donald Trump dann zur Unterschrift vorgelegt wird.

Der Dax verliert am letzten Handelstag der Woche 0,5 Prozent auf 13.127 Punkte. Der MDax büßt 0,3 Prozent auf 26.494 Zählern. Allein der TecDax schafft ein Plus von 1,3 Prozent auf 2491 Punkte.

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Allianz gehen nach Geschäftszahlen 0,2 Prozent leichter aus dem Handel. "Die Zahlen beinhalten keine negative Überraschung", sagte ein Händler. Der operative Gewinn liege mit 2,48 Milliarden Euro leicht oberhalb der Erwartung. Dabei habe das Schaden-Unfall-Geschäft wie erwartet unter der Hurrikansaison wie dem Erdbeben in Mexiko gelitten. Positiv sei, dass der Versicherer ein 2 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe. Die Analysten von RBC Capital werteten dies als sehr positives Zeichen der Kapitalstärke.

Auch in der Wall Street sorgen zunehmende Zweifel an der US-Steuerreform für nachgebende Kurse. Dow und der S&P 500 notieren beide zuletzt 0,1 Prozent niedriger bei 23.420 bzw. 2580 Punkten.

17:27 Uhr

Cum-Ex-Geschäfte: Steuerrazzia bei Commerzbank

Das Frankfurter Geldhaus ist wegen umstrittener Tricks mit Dividendenpapieren erneut ins Visier der Strafverfolger geraten.

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Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, des Bundeskriminalamts und der hessischen Steuerfahndung durchsuchten bereits am Dienstag Geschäftsräume der Bank und die Wohnungen von drei Beschuldigten. Wegen falscher Steuerbescheinigungen im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften sei dem Fiskus ein Millionenschaden entstanden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Sie wirft den Beteiligten schwere Steuerhinterziehung vor, nannte selbst aber keine Namen. Eine Commerzbank-Sprecherin sagte, das Institut kooperiere mit den Behörden.

Die Nachricht wirft Fragen nach der Höhe für der Rückstellungen für die Steuertricks auf. Nach Aussage des Finanzexperten von Bündnis 90/Die Grünen, Gerhard Schick, dürften diese zu niedrig sein. "Berücksichtigt man, dass der Steuerverlust durch Cum-Cum auf über 5 Milliarden Euro geschätzt wird und die Commerzbank hier als besonders aktiv galt, so ist die Größenordnung, in der diese nun mit einer Rückzahlung rechnet, überraschend gering", heißt es in einer Erklärung Schicks.

16:50 Uhr

Easyjet fliegt mit neuem Chef durch den Brexit

(Foto: picture alliance / Easyjet)

Am 1. Dezember übernimmt der ehemalige TUI-Manager Johan Lundgren die Leitung der Airline, wie Easyjet mitteilte. Er folgt Carolyn McCall nach, die Chefin der britischen Sendergruppe ITV wird.

Wichtigste Aufgabe des neuen Easyjet-Chefs ist es, die Fluggesellschaft durch den Brexit zu bringen. Großbritannien hatte im Juli 2016 den Austritt aus der EU beschlossen, im März 2019 soll der Brexit vollzogen sein.

Easyjet hat bereits eine Tochtergesellschaft in Österreich gegründet, mit der sich der Billigflieger auch nach dem Brexit Zugang zum EU-Luftraum sichern will. Bis März 2019 sollen rund 110 Flugzeuge zu Easyjet Europe umgemeldet werden.

Die Geschichte der Billigflieger in Bildern hier

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16:33 Uhr

Wall Street zweifelt an Trumps Steuervorhaben

Mit Amazon sind wir auch in den USA angekommen, wo nun auch gehandelt wird: Am letzten Handelstag der Woche trüben allerdings Gewinnmitnahmen und Sorgen vor Verzögerungen bei der Steuerreform in den USA die Stimmung an der Wall Street. Marktteilnehmer befürchten, dass Präsident Donald Trump seine Entlastungen für Unternehmen nicht vor 2019 durchsetzen kann.

Angesichts der auslaufenden Bilanzsaison für das dritte Quartal streichen viele Investoren zudem Gewinne ein. Die großen US-Indizes dürften auf Wochensicht nachgeben, nachdem S&P und Dow Jones zuvor acht Wochen in Folge zugelegt hatten.

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Der Dow-Jones-Index notiert im frühen Handel 0,1 Prozent im Minus bei 23.432 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,2 Prozent auf 2579 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,2 Prozent auf 6739 Punkte ein.

Die schwächere Verbraucherstimmung in den USA setzt an den Märkten keine größeren Akzente. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel laut der ersten Umfrage im Monat auf 97,8 Punkte. Ökonomen hatten einen Wert von 100,0 erwartet nach 100,7 im Vormonat.

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Bei den Einzelwerten ragt zunächst Hertz heraus. Der Autovermieter wies einen überraschend hohen Gewinn aus, woraufhin die Aktien zu Beginn um knapp elf Prozent in die Höhe schnellten, die Anleger machten jedoch auch schnell Kasse. Zuletzt notieren die Papiere 1,8 Prozent leichter.

Walt Disney verteuern sich um drei Prozent. Der Unterhaltungskonzern setzt im Wettbewerb mit Netflix auf die bewährte Macht der "Stars Wars"-Saga. Firmenchef Bob Iger kündigte eine weitere Trilogie an, die unter Leitung des Regisseurs Rian Johnson entstehen soll.

16:02 Uhr

64 Euro für 4 Stunden: Amazon sucht Privatleute als Boten

Kleiner Nebenverdienst gefällig? Amazon wirbt in der Vorweihnachtszeit wieder neue Mitarbeiter an: Privatleute können schon bald für den Internethändler Amazon Pakete austragen.

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Der neue Dienst "Amazon Flex" sei online aktiviert worden, berichtet der Berliner "Tagesspiegel". Der Dienst soll zunächst nur in Berlin und später in weiteren Regionen verfügbar sein.

"Wir wollen in den nächsten Wochen die ersten Kunden beliefern", sagte eine Amazon-Sprecherin der Zeitung. Potenzielle Paketboten müssen volljährig sein und einen Führerschein, ein Auto und ein Smartphone haben. Eine vierstündige Lieferschicht werde mit bis zu 64 Euro entlohnt.

15:28 Uhr

Schweizer Gericht verurteilt BMW zu Millionenstrafe

Der Autokonzern BMW muss der Schweiz 157 Millionen Franken (etwa 136 Mio Euro) wegen Wettbewerbsbeeinträchtigung zahlen. Das Bundesgericht in Lausanne wies in seinem Urteil eine Beschwerde gegen den Bescheid einer früheren Instanz ab.

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Das Bundesgericht ist die höchste Instanz, weitere Beschwerdemöglichkeiten gibt es nach Schweizer Recht nicht. Der Fall schwelte seit 2010, als die Wettbewerbskommission eine Untersuchung eröffnete: Es ging darum, dass BMW europäischen Händlern jahrelang untersagt hatte, Neuwagen in die Schweiz zu verkaufen. Kunden hatten bei Schweizer BMW-Händlern bis zu einem Viertel mehr für ihre Autos gezahlt und sich beschwert.

Ohne Direkt- und Parallelimporte sei der Wettbewerb in der Schweiz erheblich beeinträchtigt gewesen, hatte die Wettbewerbskommission moniert. Sie verhängte die Strafe 2012. BMW hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und sich vor Gericht gewehrt.

14:57 Uhr

Korb für Trump: New York bei Saudi-Aramco-IPO "raus"

Welche Börse würde sich nicht gerne Saudi Aramco als Neuzugang angeln?

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump trommelt natürlich für die New Yorker Börse. Der Investor und Portfoliomanager Mark Mobius bezweifelt jedoch, dass die Wall Street den Zuschlag bekommt. Er geht davon aus, dass Big Apple schon längst nicht mehr zur Debatte steht. CNBC sagte der Investor, dass New York praktisch "raus" sei.

Neben New York stehen auch London, Hongkong und Singapur zur Diskussion, wenn es um den Börsengang der staatlichen saudi-arabischen Ölgesellschaft geht.

Aramco gilt als eine der wertvollsten Firmen der Welt: Die Bewertungen schwanken zwischen zwei Billionen Dollar und 500 Milliarden Dollar. Laut CNBC hat Aramco mitgeteilt, dass es seine Anteile an der lokalen saudischen Wertpapierbörse Tadawul in Riad und ein oder zwei anderen Überseemärkten in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 notieren wird.

14:28 Uhr

Eon startet Europa-Netz von Schnellladesäulen

Zurück zu einem anderen spannenden Thema: Elektromobilität. Auch hier tut sich dieses Jahr einiges. Der Energiekonzern Eon und der dänische Ladenetz-Betreiber Clever haben jetzt mit dem Bau eines Ladenetzes für Elektroautos von Norwegen bis Italien begonnen.

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Die ersten Standorte in Deutschland und Dänemark seien bereits im Bau, teilen die Unternehmen mit. Die Europäische Kommission unterstütze den Bau der ersten 180 Ladepunkte in sieben Ländern mit zehn Millionen Euro.

Die Unternehmen wollten es "den Nutzern von Elektrofahrzeugen ermöglichen, komfortabel durch Europa zu reisen", erklärten Eon und Clever. Anfang 2017 hatten sie die Partnerschaft für den Bau eines europäischen Netzes mit mehr als 400 Standorten bekanntgegeben. Der Großteil der Standorte soll in Deutschland, die anderen in Frankreich, Norwegen, Schweden, Großbritannien, Italien und Dänemark entstehen.

13:56 Uhr

Warten aufs Bitcoin-Update: Anleger brauchen gute Nerven

Und ich habe noch etwas im Köcher zum heutigen n-tv-Schwerpunktthema: Wie gewonnen, so zerronnen ... Wer sich nur allein den Kursverlauf des Bitcoin in dieser Woche anschaut, sieht, dass dieses Cyber-Geld nichts für schwache Nerven ist.

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Eigentlich war für den 16. November ein Software-Update geplant, das die Blockchain-Größe von einem Megabyte auf zwei steigern sollte, im Fachjargon SegWit2x. Die Idee dahinter: Die Bitcoin-Transaktionen sollten beschleunigt werden.

Doch Mitte der Woche sagte CEO und Mitgründer der Wallet-Software BitGo, Mike Belshees, diese zweite "Fork" (Gabelung) in diesem Jahr überraschend ab. Der Bitcoin ging auf Talfahrt. Mit dem Ergebnis, dass die virtuelle Währung nun wieder weit unter der Marke von 7000 US-Dollar notiert. Zur Erinnerung: Der Cybercoin hatte gerade erst die 7800 US-Dollar geknackt.

Und wie geht es jetzt weiter? Das Problem bleibt bestehen: Das Interesse an Bitcoin steigt und die Transaktionen bringen die dahinter liegende Blockchain-Technologie an ihre Grenzen. In naher Zukunft muss etwas in die Richtung Ausweitung der Kapazitäten geschehen. Das heißt: Das SegWit2x Update ist wahrscheinlich bis auf Weiteres verschoben, aber nicht ganz aufgehoben.

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13:27 Uhr
Der Aktienmarkt ist keine Einbahnstraße.
Der Aktienmarkt ist keine Einbahnstraße.(Foto: picture alliance / dpa)

Alles ausgereizt: "Dax hat Jahresziel vorzeitig erreicht"

War's das schon mit der Jahresendrally?

Der Dax kommt nach seinem Kursrutsch am Vortag kaum vom Fleck. Zuletzt notiert er leicht im Minus bei 13.173 Punkten. Der MDax gibt 0,4 Prozent auf 26.483 Punkte nach. Nur für den TecDax geht es dank guter Unternehmensnachrichten um 1,3 Prozent auf 2491 Punkte nach oben.

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"Anleger müssen erst wieder lernen, dass selbst die schönste Rally am Aktienmarkt keine Einbahnstraße ist", sagt n-tv.de-Börsenexperte Daniel Saurenz. Mit dem Level von 13.500 Zählern habe der Markt sein Ziel für eine Jahresendrally wohl schon Anfang November erreicht.

Die verbleibenden Wochen bis Weihnachten könnten deshalb auch volatiler werden, sagt Saurenz weiter.  Die Reaktion auf die jüngsten Unternehmenszahlen zeige, dass Investoren anspruchsvoll geworden seien und selbst bei sehr guten Ergebnissen wie bei Adidas oder SAP auch einmal Gewinne mitgenommen werden.

"Konjunkturell scheint mit Blick auf 2018 alles im Lot, jedoch sollte die gängige Meinung eines entspannten nächsten Jahres niemand sorglos machen. Denn Prognosen zu Wirtschaftswachstum gingen in den letzten 20 Jahren nur allzu häufig schief."

12:59 Uhr

VW-Chef will Umtauschprämie für Diesel verlängern

Die Umtauschprämie für alte Dieselautos lohnt sich offenbar für die Autoindustrie:

VW-Chef Matthias Müller
VW-Chef Matthias Müller(Foto: picture alliance / Julian Strate)

VW-Chef Matthias Müller will die Preisnachlässe beim Neuwagenkauf über das Jahresende hinaus verlängern. Das kündigte er auf der Konferenz der Verkehrsminister von Bund und Ländern an. Betreiber öffentlicher Fahrzeugflotten müssten eine Vorreiterrolle beim Umstieg auf emissionsarme Mobilität einnehmen, sagte Müller.

Volkswagen hatte nach dem Dieselgipfel bei der Bundesregierung angekündigt, Besitzern alter Dieselautos Preisnachlässe von bis zu 10.000 Euro gewähren. Das Angebot richtet sich an alle Fahrer eines beliebigen Diesel-Fahrzeugs der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4, die einen Euro-6-Neuwagen von VW oder der Ingolstädter Tochter Audi kaufen.

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12:09 Uhr

Größere Probleme nach Brand bei BASF

Ein Brand im Ludwigshafener Werk zieht bei BASF offenbar größere Beeinträchtigungen in der Produktion nach sich, als erwartet. Höhere Gewalt (Force Majeure) gilt nun auch für die Produktion von Vitamin A und E sowie mehreren Carotinoid-Produkten. BASF hat Schritte eingeleitet, die Auswirkungen zu begrenzen.

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Seitdem Ende Oktober in einer Citral-Anlage Feuer ausbrach, ist die Anlage außer Betrieb. Die Reparaturen können noch mehrere Wochen dauern. BASF rief zunächst Force Majeure nur für bestimmte Aromastoffe auf Basis von Citral und Isoprenol aus. Versicherungstechnisch ist das wichtig: Denn dadurch wird BASF ohne Haftung von seinen vertraglichen Pflichten vorübergehend befreit.

Der Konzern muss die Folgen für das Unternehmen und die Kunden noch bewerten. Nach Einschätzung von Analyst Patrick Lambert von RaymondJames könnte der niederländische Vitamin-Hersteller DSM von dem BASF-Ausfall profitieren.

11:49 Uhr

"Farming" statt "mining": Stromsparendes Cybergeld

Der Bitcoin hat ein riesiges Problem: Die Cyber-Technik ist ein absoluter Stromfresser und damit alles andere als nachhaltig. Mit den Energiekosten aller Bitcoin-Transaktionen könnte man einen ganzen Tag lang 173.000 US-Haushalte mit Strom versorgen, hat die Internet-Plattform Motherboard berechnet.

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Ist das sinnvoll? Aus ökologischer Sicht nein. Bitcoin verbraucht momentan viel zu viel Strom! Dummerweise erfüllt der immense Stromverbrauch aber einen wichtigen Zweck: Er schützt Bitcoin vor Angriffen von Betrügern und vor Spekulation, indem der Preis für den Computerstrom, der nötig wäre, um die Kontrolle über alle Transaktionen des Netzwerks zu gewinnen, künstlich nach oben getrieben wird.

Schwierig, schwierig in Zeiten, in denen der Klimawandel zu einem immer dringlicheren Thema der Menschheit wird. Möglicherweise gibt es hierfür jedoch bald eine Lösung: Laut Internationale Business Times könnte es schon 2018 eine umweltfreundliche Kryptowährung geben. Erfahrene Entwickler der Bitcoin-Community seien dran, heißt es. Das neue Start-up in San Francisco, Chia Network, will im kommenden Jahr den nachhaltigen Chia-Token auf den Markt bringen.

"Wir nennen es Landwirtschaft ("farming") statt Bergbau ("mining"), weil es grüner ist", sagt Chia Network-Mitbegründer Bram Cohen. Farming erfordert keine ASICS-Hardware. Es reicht ein normaler Laptop.

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11:02 Uhr

Kälteproblem beim iPhone X: Apple arbeitet dran

Apple räumt ein, dass Kälte dem Bildschirm seines neuen iPhone X Probleme bereiten kann und will dies mit einem Software-Update beheben.

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Es seien Fälle bekannt, in denen das Display des Geräts beim Wechsel in eine kalte Umgebung kurzfristig nicht mehr auf Berührungen reagiere, erklärte ein Sprecher. Nach einigen Sekunden funktioniere der Touchscreen dann wieder normal.

Apple macht keine Angaben zur Ursache des Problems oder zum Zeitplan für das Software-Update. Der Konzern baut in das iPhone X erstmals ein Display mit OLED-Technologie auf Basis organischer Materialien ein.

Hier unser Ratgeber zum iPhone x.

10:39 Uhr

Navidi warnt Anleger vor digitalem Goldrausch

Nun aber zu unserem heutigen Lieblingsthema: Das Thema Bitcoin ist in aller Munde. Anleger nutzen die Kryptowährung laut Experten sogar zunehmend als Krisenwährung und damit als Alternative zum sicheren Hafen Gold.

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Auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak ist überzeugt, dass der Bitcoin ein besserer Wertstandard ist als Gold oder der US-Dollar.

Institutionelle Investoren, wie Fondshäuser oder Pensionskassen, machen derzeit allerdings noch einen Bogen um das Cyber-Geld. Was halten die Menschen auf der Straße von Bitcoins? Unsere TV-Kollegen haben nachgefragt.

n-tv-Expertin Sandra Navidi von Beyond Global rät Privatanlegern angesichts dieses digitalen Goldrausches zur Vorsicht:

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10:21 Uhr

Zeitenwende? Peking öffnet Finanzsektor für Ausländer

Es geschehen immer noch Zeichen und Wunder: Nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump hat die chinesische Regierung eine seit langem geforderte Öffnung der Finanzbranche des Landes angekündigt. Der jahrelange Frust vieler westlicher Finanzinvestoren, die auf dem Riesenmarkt China nur schwer mit den örtlichen Großbanken konkurrieren konnten, hat damit ein Ende.

Der chinesische Präsident Xi Jinping.
Der chinesische Präsident Xi Jinping.(Foto: picture alliance / Ng Han Guan/A)

In Zukunft dürfen ausländische Unternehmen bis zu 51 Prozent an Banken, Versicherungen, Finanzfirmen und Fondsverwaltungen halten. Außerdem wird die Beschränkung auf 51 Prozent drei Jahre nach Inkrafttreten der neuen Vorschrift aufgehoben. Die neuen Vorschriften würden "sehr schnell" in Kraft treten, heißt es.

Bisher waren ausländische Investitionen in der Finanzbranche auf höchstens 49 Prozent gedeckelt. China wird auch die Beschränkungen für die Beteiligung ausländischer Investoren an chinesischen Banken aufheben. Aktuell darf ein einzelner ausländischer Investor bis zu 20 Prozent an einer inländischen Bank halten. Eine Gruppe von ausländischen Investoren darf insgesamt bis zu 25 Prozent an einem einzelnen Institut besitzen.

Lesen Sie hier mehr dazu. Wie Trump bei seinem China-Besuch eingeknickt ist, hat mein Kollege Jan Gänger hier für Sie aufgeschrieben.

09:42 Uhr

770 Millionen Dollar: Entschädigung für Madoff-Opfer

Was gibt sonst noch zwischen Bitcoin und Parkett? Gut Ding will manchmal sehr viel Weile haben: Neun Jahre nach der Festnahme des US-Finanzbetrügers Bernard Madoff werden immer noch Opfer seines Schneeballsystems entschädigt.

Bernie Madoff: Erinnern Sie sich an den?
Bernie Madoff: Erinnern Sie sich an den?(Foto: REUTERS)

Der vom US-Justizministerium verwaltete Madoff-Opfer-Fonds zahlte 772,5 Millionen Dollar an 24.631 Geschädigte in aller Welt aus. Insgesamt verfügt der Fonds über vier Milliarden Dollar - Entschädigung haben sagenhafte 65.000 Opfer aus 136 Ländern gefordert. Ihre Verluste belaufen sich nach Angaben des Fonds auf mehr als 40 Milliarden Dollar.

Der einstige Starinvestor Madoff war im Dezember 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines ausgeklügelten Schneeballsystems und phantastischen Renditeversprechen Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. Im Jahr 2009 wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt; seither sitzt er im Gefängnis.

Eine kleine Anregung fürs Wochende. Das Wetter soll ja nicht so berauschend werden. Wie wär's mit ein bisschen Finanzkrise im Kino? Kein neuer, aber dennoch empfehlenswerter Film ist "The Big Short". Er erklärt die Finanzkrise anschaulich als Gaunerkomödie - mit vielen trockenen Gags. Interessiert? Hier mehr.

09:20 Uhr
Frankfurt am Morgen: Die Statue von Karl dem Großen auf der Alten Brücke neben der Silhouette des 88 Meter hohen Main Plaza (r).
Frankfurt am Morgen: Die Statue von Karl dem Großen auf der Alten Brücke neben der Silhouette des 88 Meter hohen Main Plaza (r).(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Börsenauftakt: Anleger wagen sich aus der Deckung

Einen wunderschönen Guten Morgen! Bevor wir den Blick aufs Frankfurter Parkett werfen, ein Hinweis in eigener Sache: n-tv beschäftigt sich heute schwerpunktmäßig mit dem Thema Kryptowährungen. Was ist dran am Hype um Bitcoin? Wir schauen uns das Phänomen genauer an - mit zahlreichen Beiträgen im Fernsehen und online. Wenn Sie mögen, fuchsen Sie sich heute mit uns in das Thema ein! Hier bekommen Sie einen Überblick, was wir für Sie vorbereitet haben. Auch im Börsen-Tag wird es immer wieder Hinweise auf das Thema geben. Natürlich widmen wir uns hier aber auch anderen spannenden Themen, von denen es auch wieder reichlich gibt. Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

Los geht's mit dem Dax.

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Wie erwartet, macht der deutsche Leitindex vor dem Wochenende etwas Boden gut. Der Dax startet mit 0,1 Prozent im Plus bei 13.206 Punkten, nachdem er gestern 1,5 Prozent auf 13.183 Punkte verloren hatte.

"Solange die Unterstützung bei 13.000 Punkten verteidigt werden kann, besteht eine gute Chance für eine Fortsetzung der Rally bis zum Jahresende", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Zum Wochenausklang ebbt die Bilanzflut ab. Als einziges Dax-Unternehmen lässt sich der Versicherungsriese Allianz in die Bücher blicken.

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Die Aktien sind zum Auftakt mit einem Plus von 1,4 Prozent größter Gewinner im Dax. Der Versicherungskonzern hat die Stürme und Erdbeben im September überraschend gut weggesteckt und seine Ergebnisprognose leicht angehoben.

Aus den hinteren Börsenreihen berichten unter anderem Ströer Media, Rhön Klinikum und Jenoptik über den Verlauf des vergangenen Quartals.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland ihre Verluste etwas eingedämmt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,4 Prozent tiefer bei 23.461 Punkten. Der S&P500 fiel ebenfalls um 0,4 Prozent, während der Nasdaq 0,6 Prozent verlor.

In Tokio gab der Nikkei-Index am Morgen 0,8 Prozent auf 22.681 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,1 Prozent auf 3430 Punkte.

08:57 Uhr

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise haben zunächst leicht nachgegeben. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete im frühen Handel 63,83 US-Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um sechs Cent auf 57,11 Dollar.

In den vergangenen Wochen haben die Rohölpreise dagegen deutlich zugelegt. Erdöl kostet derzeit so viel wie letztmalig Mitte 2015. Experten nennen dafür zwei Hauptgründe: Zum einen die Aussicht auf eine Verlängerung der bis Ende März laufenden Fördergrenze des Ölkartells Opec und anderer großer Produzenten. Getrieben werden die Preise zum anderen durch Zweifel an der politischen Stabilität des mächtigen Opec-Landes Saudi-Arabien.

08:08 Uhr

Euro hält Gewinne, Dollar unter Druck

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Der Euro hat seine am Vortag erzielten Gewinne weitgehend gehalten. Unter Druck stand dagegen weiter der amerikanische Dollar. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1650 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend.

Händler begründeten die jüngste Dollar-Schwäche mit einem Plan der Republikaner im US-Senat, der die von der US-Regierung vorgeschlagene Senkung der Unternehmenssteuer um ein Jahr aufschieben würde. Die Steuerreform, an der zurzeit gearbeitet wird, gilt an den Märkten als entscheidender Indikator für die Handlungsfähigkeit der Regierung von Präsident Donald Trump.

07:33 Uhr

Dax wird zum Start fester erwartet

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Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag wird für heute ein gut behaupteter Handelsstart an Europas Börsen erwartet. IG indiziert den Dax 17 Punkte fester bei 13.200 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 dürfte leicht im Plus starten. Positiv wird gewertet, dass der Dow-Jones-Index rund 150 Punkte über seinem  Tagestief schloss. Zunächst hatte die befürchtete Verschiebung der erhofften US-Steuerreform ins Jahr 2019 die Stimmung stärker belastet.

Übergeordnet werden die Investoren etwas vorsichtiger. Dies ist unter anderem an den US-Ramschanleihen abzulesen, die seit zwei Wochen unter Abgabedruck stehen. Der Euro startet am Morgen mit 1,1650 Dollar kaum verändert in den Tag.