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Symptome ernst nehmenAbwarten kostet das Leben

05.11.2007, 10:35 Uhr

Trotz intensiver Aufklärung warten die Deutschen bei einem Herzinfarkt im Durchschnitt drei Stunden bis sie einen Arzt rufen, obwohl dieses Abwarten das Leben kosten kann.

Die Anzeichen eines Herzinfarkts werden von den Bundesbürgern offenbar immer weniger ernstgenommen. Trotz intensiver Aufklärung warteten die Betroffenen mittlerweile länger als früher, bis sie den Notarzt rufen, teilt die Deutsche Herzstiftung in Frankfurt anlässlich einer bundesweiten Informationswoche zum Thema Herz mit. Durchschnittlich werde ein Arzt erst nach drei Stunden informiert. Viele der pro Jahr rund 150.000 Infarkttoten in Deutschland verlieren demnach nur aufgrund dieser Verzögerungen ihr Leben.

"Gefährlich ist das Abwarten beim Herzinfarkt vor allem deshalb, weil jederzeit und ohne weitere Vorwarnung tödliches Kammerflimmern auftreten kann", sagte Prof. Hans-Jürgen Becker, der Vorsitzende der Herzstiftung. Typische Hinweise auf einen Infarkt seien insbesondere starke Schmerzen im Brustkorb, die mehr als fünf Minuten andauern und in verschiedene Körperregionen ausstrahlen können. So machen sich die Schmerzen auch oft in den Armen, im Bauch, zwischen den Schulterblättern oder sogar in Hals und Unterkiefer bemerkbar. Die Betroffenen empfinden oft ein starkes Engegefühl im Herzbereich.

Besonders Frauen leiden zudem unter unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Luftnot, Bauchschmerzen und Erbrechen. Wenn Anzeichen eines Infarktes auftreten, sollte den Angaben zufolge sofort telefonisch unter 112 der Notarzt gerufen werden.