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CO2-, Wasser- und Stickstoff Ausstoß des Flugverkehrs

Der Flugverkehr ist einer Studie zufolge klimaschädlicher als angenommen. Bereits in fünf Jahren würden aus Auswirkungen des Flugverkehrs auf das Klima größer sein als die des Pkw-Verkehrs, heißt es in einer Studie des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

"Der Flugverkehr ist einer der Hauptverursacher des Klimawandels", sagte BUND-Chef Hubert Weiger. Er forderte, die Subventionierung und den Ausbau des Luftverkehrs zu stoppen. Flugbenzin müsse besteuert werden, und Kurzstreckenflüge sollten durch Bahnfahrten ersetzt werden.

Schon heute sei der Luftverkehr für rund acht Prozent der deutschen Klimalasten verantwortlich, sagte der Autor der Studie, Karl Otto Schallaböck. Die Bundesregierung unterschätze dies. Sie berücksichtige bislang fast nur den Ausstoß von Kohlendioxid und vernachlässige die Wasserstoff- und Stickstoffemissionen, sagte er.

Mittelpunkt des Emissionshandels

Zwar geht auch das Bundesumweltministerium davon aus, dass die Klimaschäden durch Flugzeuge bis zu fünf Mal größer sind als ihr Kohlendioxidausstoß. Dennoch soll dieser im Mittelpunkt des europäischen Emissionshandels stehen, in den der Flugverkehr 2012 einbezogen werden soll.

Ein weiterer Ausbau von Flughäfen, wie er an mehreren Standorten geplant sei, unterlaufe die Klimaschutzziele der Bundesregierung, warnte Schallaböck. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee müsse dies in seinem für April angekündigten Masterplan für den Luftverkehr berücksichtigen.

Quelle: ntv.de