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Fruchtbarer Boden, gute Ernten Biokohle als Super-Dünger

Biokohle kann ausgelaugte Böden langfristig wieder fruchtbar machen. Die aus erhitzter Biomasse gewonnene Kohle sei als Dünger wesentlich effektiver als Kompost oder Tierdung, teilte die American Chemical Society mit. Die Kohle könne Ernteerträge künftig steigern und das Problem der Unterernährung in vielen Ländern der Welt lindern. Wissenschaftler um Mingxin Guo von der Delaware State University in Dover stellten auf einer Tagung der Chemikergesellschaft in New Orleans eine neue Studie darüber vor.

In einem Versuch hatten die US-Forscher Winterweizen in Töpfen mit zwei verschiedenen Arten von Erde angepflanzt. In einigen Töpfen befand sich gewöhnliche Erde, in anderen eine zu zwei Prozent mit Biokohle angereicherte Erde. Dabei zeigte sich, dass die Pflanzen in der mit Biokohle versehenen Erde "erheblich" besser keimten und schneller wuchsen. Sogar Erde mit einem Prozent Biokohle könne zur Verbesserung beitragen.

Langlebiger als Kompost

Hergestellt wurde die Biokohle aus Baumblättern, Maisstängeln und Holzchips. Die organische Masse war in einem versiegelten Metallbehälter gesammelt und erhitzt worden und schließlich zu Kohle verbrannt. Aufgrund ihrer porösen Struktur könne Biokohle große Mengen an Nährstoffen und Wasser speichern, berichtet die US-Chemikervereinigung.

Die Kohle sei außerdem langlebiger als schnell verrottender Kompost und im Gegensatz zu chemischem Dünger nicht giftig. "Die Ergebnisse zeigen, dass der Zusatz von Biokohle ein revolutionärer Ansatz zur langfristigen Verbesserung der Bodenqualität ist", sagte Guo. Zudem könne mit Biokohle angereicherte Erde mehr Treibhausgase binden und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Guo verwies darauf, dass seine Arbeit erst eine Pilotstudie sei und weitere Untersuchungen folgen sollten.

Quelle: n-tv.de

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